2025-08-25 – Tag 15 – Montag – Shopping in Zadar

🌅 Ein Morgen mit Sonnen-Fuß-Quatsch

Heute läuft das Aufstehen erstaunlich gut – fast schon verdächtig reibungslos. Cordula und ich bemerken, dass Samuel bereits wach ist. Nach etwa 15 bis 20 Minuten erhebt er sich majestätisch und marschiert aufs Klo. Danach kuschelt er sich zu uns ins Bett – wie ein kleiner König, der seine Untertanen beehrt.

Doch dann beginnt das morgendliche Chaos: Samuel entdeckt, dass man mit dem Fuß die WC-Tür öffnen kann. Und weil genau aus dieser Richtung die Sonne scheint, erleben wir ein Lichtspiel der besonderen Art – hell, dunkel, hell, dunkel. Lorena wacht davon auf und ist… sagen wir mal: nicht begeistert. Ich eile zu ihr und lege mich zu ihr ins Bett. Anfangs schiebt sie mich noch weg wie ein lästiges Kissen, aber dann freut sie sich doch über die Kuscheleinheit. Währenddessen liest Cordula mit Samuel – Harmonie pur.

🥐 Frühstück und Höhlenfieber

Das Frühstück verläuft ebenfalls erstaunlich friedlich. Danach stürzen sich Lorena und Samuel in ihr Lieblingsprojekt: Höhlenbau im Wohnwagen. Das Thema „Höhle“ ist für die beiden der absolute Höhepunkt des Urlaubs – da könnte selbst ein Besuch im Freizeitpark nicht mithalten. Sie sind so vertieft, dass wir erst kurz vor 12 Uhr loskommen.

🛍️ Shopping-Marathon in Zadar

Heute steht Einkaufen auf dem Plan. Erst geht’s zum Decathlon in Zadar – ein Paradies für Outdoor-Fans und Höhlenbauer. Der Einkaufswagen füllt sich schneller als man „Campingplatz“ sagen kann. Danach weiter zum Lidl, wo wir uns für die nächsten Tage eindecken. Mit vollen Taschen und leeren Mägen geht’s zurück zum Wohnwagen.

🌊 Strand, Sonne und Schwimmbrett-Magie

Nach einer kleinen Stärkung geht’s ab an den Strand. Lorena findet das Wasser zunächst zu kalt – verständlich, denn es ist eher „Erfrischungsschock“ als „Wellnessbad“. Doch als ich mit einem aufblasbaren Schwimmbrett auftauche, ist sie plötzlich Feuer und Flamme. Samuel und Lorena planschen fröhlich, während Cordula und ich die tief stehende Sonne bei einem Getränk genießen. Richtig schwimmen ist hier eh schwierig – man müsste gefühlt bis Italien laufen, bevor das Wasser tief genug wird.

🏃‍♀️ Jogging mit Hindernissen

Gegen 17 Uhr will Cordula joggen gehen. Lorena ist sofort dabei – und Samuel natürlich auch. Also geht Cordula zuerst los, während ich mit den Kindern den Strand zusammenpacke. Als wir endlich startklar sind, hat Samuel plötzlich Hunger. Planänderung: Lorena und ich joggen los, Cordula und Samuel folgen mit dem Fahrrad.

Lorena ist hochmotiviert und will nicht erst zum Startpunkt gehen – nein, direkt vom Wohnwagen los! Die erste Strecke über den Campingplatz ist eher „Asphaltromantik“, aber dann beginnt der Trimm-dich-Pfad – ein echtes Highlight! Er führt durch den Wald, vorbei an Tennisplätzen, Sportanlagen, Bungalows und sogar einer Pferdekoppel.

Lorena will die erste Runde normal joggen und die zweite mit Übungen. Ich bin skeptisch, aber sie zieht durch. Die zweite Runde wird tatsächlich mit Trimm-dich-Übungen gespickt – Lorena findet kreative Alternativen, wenn etwas noch nicht ganz klappt. Samuel begleitet uns und entdeckt kurz vor Schluss sogar eine Schildkröte am Wegesrand. 🐢

Am Ende meint Lorena: „Eigentlich kann ich nicht mehr, Papi, aber ich will doch noch bis zum Wohnwagen joggen.“ Und sie schafft es! Ganze 6,3 km in knapp 50 Minuten – Respekt!

🚿 Duschen, Dinner und Drama

Nach dem Duschen wollen wir endlich Abendessen. Doch die Höhlenbauerei ruft erneut! Cordula und ich essen erstmal allein. Samuel kommt später dazu und isst immerhin eine Butterbrezel. Lorena snackt nur eine Gurke und trinkt viel – Höhlenbau scheint durstig zu machen.

🎭 Monster-Show und Mitternachts-Meltdown

Kurz vor 22 Uhr gibt’s dann noch eine improvisierte Monster-Vorführung. Der Humor ist… sagen wir mal: speziell. Gegen Ende wird es weniger lustig und mehr wild. Samuel muss aufs Klo, geht aber nicht, springt herum, schreit, schlägt und behauptet, ich würde ihn ärgern – weil ich ihn davon abhalte, Lorena zu schlagen. Logik deluxe.

Dann folgt ein minutenlanger Schreianfall, der uns fast die Ohren platzen lässt. Danach wird es etwas ruhiger. Samuel hat genaue Vorstellungen von seinem Schlafplatz. Irgendwann reicht es uns – wir verlassen den Wohnwagen und lassen die Kinder ihre Schlafplätze selbst einrichten.

Lorena schläft am Boden auf einem Polster, Samuel am Fenster ebenfalls auf einem Polster. Um kurz nach 23 Uhr schlafen endlich beide. Wir sind gespannt, wie der morgige Tag wird.

Gute Nacht und möge die Höhle morgen stabiler sein als unsere Nerven heute. 😄

2025-08-24 – Tag 14 – Sonntag – Zaton Holiday Resort

Morgendlicher Krawall deluxe

Kaum sind die beiden kleinen Energiebündel wach, geht das Spektakel auch schon los: Krawall und Remmidemmi in Reinform! Samuel freut sich zwar grundsätzlich, wenn Lorena ebenfalls wach ist – aber diese Freude äußert sich bei ihm in einer Art, die eher an einen Wrestling-Match erinnert. Fast jeden Morgen geht er auf sie los, als wäre sie ein Gegner im Ring.

Lorena sucht dann Schutz bei mir, was Samuel wiederum als Einladung versteht, nun mich ins Visier zu nehmen. Schlagen, Treten, auf mich draufspringen – alles wird von ihm als eine Art Spiel verstanden. Dass mir dabei regelmäßig wehgetan wird, scheint ihn nicht weiter zu stören. Immerhin: Nach dem Toilettengang und einem kleinen Frühstück beruhigt sich die Lage etwas.

Strandspaziergang mit Überraschungen

Nach dem Frühstück machen wir uns auf, die riesige Campingplatzanlage zu erkunden. Wir laufen hinunter zum Strand – der laut Werbung ein Sandstrand sein soll. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um einen Steinstrand mit aufgeschüttetem Sand dahinter, getrennt durch Betonstufen. Marketing-Zauber eben.

Trotzdem ist es wirklich schön dort. Es ist zwar viel los, aber der über einen Kilometer lange Strand bietet genug Platz für alle. Mindestens drei Restaurants und Bars verteilen sich entlang der Promenade. Wir spazieren bis zur Poolanlage und werfen einen neugierigen Blick auf den Kids Club. Danach geht’s zurück durch die Hauptstraße des Resorts – vorbei an Shops, einer Eisdiele, einer Bäckerei, der Rezeption und einem Biergarten. Kurz darauf sind wir wieder am Wohnwagen.

Poolabenteuer mit Liegenlogistik

Da es mittlerweile Nachmittag ist, beschließen wir, zur oberen Poolanlage zu gehen. Umziehen, eincremen, los geht’s! Sowohl der Kinderpool als auch der Erwachsenenpool sind riesig – und es gibt sogar zwei Rutschen. Doch dann die Überraschung: Man kann sich nicht einfach irgendwo hinlegen. Zwei Liegen mit Sonnenschirm kosten stolze 19 € pro Tag!

Da die Liegen nicht nummeriert sind, schnappen wir uns einfach eine und stellen unsere Tasche darauf. Das Wasser ist angenehm temperiert, aber mit etwa 25–26 °C Lufttemperatur und dem stetigen Wind wird es beim Rauskommen doch recht frisch. Cordula beobachtet, wie ein Mitarbeiter durch die Reihen geht und kontrolliert, ob die Liegen bezahlt wurden. Wir nehmen unsere Tasche lieber wieder runter – sicher ist sicher.

Schwimmhelden und Sprungakrobaten

Die Kinder haben riesigen Spaß im Wasser. Lorena schwimmt immer besser – es wird wirklich Zeit für ihr Seepferdchen! Auch Samuel macht Fortschritte, traut sich aber beim Schwimmen noch nicht so viel zu. Beim Springen hingegen ist er mutig wie ein kleiner Stuntman: Kopfsprünge, Saltos und andere akrobatische Einlagen vom Beckenrand.

Bei einem Sprung verfehlt er den Rand nur um wenige Zentimeter – bei einem anderen klatscht er so hart aufs Wasser, dass er danach Kopfschmerzen hat. Nach einer Weile beginnen die Kinder zu schlottern, wollen aber trotzdem nicht raus. Stattdessen geht’s zur Rutsche!

Rutschpartie mit Gänsehaut

Beim Anstehen wird uns allen noch kälter. Ich rutsche einmal mit Samuel, er dann noch ein weiteres Mal mit Lorena. Danach reicht es uns Erwachsenen – Lorena rutscht noch ein paar Mal alleine weiter. Schließlich bleiben wir noch ein paar Minuten im Wasser, bevor wir unsere sieben Sachen packen und zurück zum Wohnwagen gehen.

Minidisco und Abendprogramm

Nach dem Abendessen machen wir uns um 20 Uhr bereit für die Minidisco. Wir radeln zum Theater – um 20:30 Uhr geht’s los. Die Veranstaltung läuft ähnlich ab wie in der Türkei oder letztes Jahr am Amfora Campingplatz. Lorena ist von Anfang an voll dabei und hat mächtig Spaß!

Als die Kinderdisco um 21:10 Uhr endet, will Samuel nach Hause. Also radeln er und ich zurück, während Cordula und Lorena noch bleiben und sich „Mom versus Dad“ anschauen. Zuhause trinkt Samuel erst einmal viel – dann will er überraschenderweise wieder zurück. Ich überrede ihn, im Wohnwagen zu bleiben. Wir lesen noch ein wenig, und er schläft relativ schnell ein.

Zähneputzen unter Sternen

In der Zwischenzeit kommen Cordula und Lorena zurück. Lorena zieht sich vor dem Wohnwagen um und putzt auch dort ihre Zähne – Campingromantik pur! Als ich ihr sage, dass Samuel schon schläft, geht sie ebenfalls in den Wohnwagen. Auch bei ihr dauert es nicht lange, bis sie eingeschlafen ist.

Trotzdem ist es inzwischen schon 22:30 Uhr – ein langer, aufregender Tag geht zu Ende.

2025-08-23 – Tag 13 – Samstag – Von Postojna nach Zaton

Ein ganz normaler Morgen – mit kleinen Dramen

Der Morgen beginnt wie gewohnt: Alles läuft seinen gewohnten Gang, was bedeutet, dass es eine ganze Weile dauert, bis wir endlich am Frühstückstisch sitzen. Heute frühstücken wir wieder im Wohnwagen – eine gemütliche, aber nicht ganz stressfreie Angelegenheit.

Das Frühstück selbst entwickelt sich erneut zu einem mittleren Drama. Samuel hat die Füße auf dem Tisch, zappelt ununterbrochen herum und ist einfach nicht richtig bei der Sache. Doch es gibt auch Positives: Nach dem Frühstück spielen beide Kinder friedlich miteinander – ein kleines Wunder! So haben wir genügend Zeit, alles zusammenzupacken.

Spülmeister in Aktion

Während die Kinder noch mit dem Abspülen beschäftigt sind – und das gleich zweimal – sind auch wir mit dem Rest fertig.

Dank dieser gründlichen Spülaktion können wir um 10:30 Uhr losfahren. Ein kurzer Tankstopp in Postojna und dann geht es auf der Landstraße südwärts.

Überraschung auf der Straße: Vollsperrung!

Alles läuft prima, bis wir nach etwa 40 Minuten auf einen Stau auffahren. Cordula schaut bei Google Maps nach: Vollsperrung! Blöderweise war etwa 300 Meter vor dem Stauende eine Abzweigung, mit der wir den Stau hätten umfahren können.

Wir überlegen, ob wir warten oder wenden sollen. Reihenweise beginnen Autos und Wohnmobile vor uns zu wenden – das ist unsere Chance! Wir fahren auf einen Parkplatz, wenden an der Ausfahrt und fahren die 300 Meter zurück zur verpassten Einfahrt.

Abenteuer im slowenischen Hinterland

Cordula ist skeptisch: Die Straße ist bei Google Maps nur als weiße Linie eingezeichnet – ein Hinweis auf eine Nebenstraße. Zudem steht ein Schild mit einer Höhenbegrenzung von 3,0 Metern. Ich halte kurz an, gehe zum Wohnwagen und messe grob nach – das sollte passen.

Wir fahren weiter und kurz nach dem Schild kommt ein Tunnel. Er sieht niedrig aus, aber wir passen problemlos hindurch. Danach wird es richtig spannend: Die Straße ist eng, kurvig und teilweise steil. An manchen nassen Stellen drehen sogar die Räder durch. Es ist eine aufregende Fahrt durch das slowenische Hinterland! Wir überwinden über 300 Höhenmeter – und fahren sie später auch wieder hinunter.

Grenzübertritt und Fahrt durch Kroatien

Schließlich erreichen wir eine größere Straße, die uns nach wenigen Kilometern zur Grenze nach Kroatien bringt. Ab hier geht es auf einer autobahnähnlichen Straße flott weiter. Kurz hinter Rijeka verlassen wir die Autobahn und fahren auf einer zweispurigen Straße weiter.

Die Fahrt verläuft zügig – bis zur Abzweigung auf die Insel Krk. Hier werden wir von der Hauptstraße abgeleitet, um einen Stau zu umfahren. In diesem Stau stehen alle, die auf die Insel wollen. Die Umleitung führt uns auf eine wunderschöne Küstenstraße – ein echtes Highlight!

Endspurt zum Campingplatz

Irgendwann zweigen wir von der Küstenstraße ab und fahren über einen Pass zurück zur Autobahn. Diese bringt uns weiter flott Richtung Süden. Die letzten Kilometer verlaufen problemlos, und wir erreichen die Einfahrt zum Campingplatz kurz vor 17:30 Uhr.

Wir passieren die Schranke und fahren fast einen Kilometer bis zur Rezeption. Schon hier merken wir: Diese Campingplatzanlage ist riesig! Nach kurzer Wartezeit bekommen wir unseren Stellplatz Nummer 275.

Ankommen und Ausklang

Wir steuern unseren Platz an und parken ein. Beim Aufbau helfen die Kinder fleißig mit – sie waren übrigens auch während der Fahrt super! Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein gemütliches Abendessen und dann geht’s ab ins Bett.

2025-08-22 – Tag 12 – Freitag – Ljubljana nach Postojna (Höhlen)

Ein turbulenter Start in den Tag

Der Tag beginnt – wie so oft – viel zu früh, zu unruhig und definitiv zu laut. Bis wir halbwegs gesittet am Frühstückstisch sitzen, vergeht wieder eine gefühlte Ewigkeit. Doch kurz vor dem Frühstück hört der Regen endlich auf – ein kleines Wunder! Wir packen alles zusammen und verlassen den Campingplatz um kurz nach 11 Uhr. Das Timing ist knapp, denn wir haben nur etwa eine Stunde für unseren geplanten Zoobesuch.

Auf zum Zoo!

Der Eintritt in den Zoo ist glücklicherweise in unserer Ljubljana-Card enthalten. Die Fahrt dorthin dauert rund 20 Minuten. Cordula hat im Vorfeld den Parkplatz recherchiert – sehr vorausschauend! Leider verpasse ich beim ersten Versuch die Einfahrt, aber beim zweiten Anlauf klappt alles reibungslos. Wir stellen den Wohnwagen auf einem Schotterplatz ab und laufen zum Eingang. Dank unserer L-Card kommen wir problemlos hinein.

Tierische Abenteuer

Die Kinder haben einen klaren Plan: Erst die Kängurus, dann die Löwen, gefolgt von Elefanten und Giraffen – und zum Schluss noch die Bären. Der Weg durch den Zoo ist damit vorgegeben. Die Kinder sind begeistert und machen super mit. Wir verweilen nie allzu lange bei einer Tierart, was den Besuch angenehm dynamisch macht.

Lorena möchte unbedingt in den Streichelzoo. Dort gibt es Schafe, Schweine und Ziegen – alle dürfen gestreichelt werden. Doch als wir im Gehege sind, bekommt sie plötzlich große Angst und möchte wieder hinaus. Samuel hingegen wird immer mutiger und streichelt alle Tiere – außer den Ziegen. Er hat sichtlich Spaß dabei!

Elefanten, Giraffen und ein einsamer Bär

Weiter geht’s zu den Elefanten. Wir haben Glück: Einer verlässt gerade das Elefantenhaus und dreht draußen ein paar Runden, während er Gras und Heu frisst. Die Giraffen sind leider weit entfernt, aber dennoch beeindruckend. Kurz vor dem Ausgang biegen wir noch in Richtung Bärengehege ab. Dort sehen wir einen einzelnen Bären, der eifrig seine Runden dreht. Auf dem Rückweg statten wir den Robben noch einen kurzen Besuch ab.

Zeitdruck auf dem Weg zur Höhle

Gegen 13:30 Uhr verlassen wir den Zoo. Leider geraten wir auf dem Weg zu den Höhlen von Postojna in zähflüssigen Verkehr. Das setzt uns unter Zeitdruck, denn unsere Höhlentour startet um 16 Uhr und wir müssen spätestens um 15:45 Uhr am Eingang sein. Vorher müssen wir noch den Wohnwagen am Campingplatz Pivka Jama abstellen. Zum Glück löst sich der Verkehr nach einigen Kilometern auf und alles läuft glatt.

Unser Stellplatz am Campingplatz Pivka Jama

Das Servicehaus des Campingplatzes hat den Charme einer DDR-Jugendherberge der 80er-Jahre.

Nach dem Abstellen des Wohnwagens läuft es dann wieder unrund. Samuel ist unruhig: Muss er aufs Klo oder hat er Hunger? Die Situation eskaliert lautstark. Und als wäre das nicht genug, kleckert Lorena kurz nach der Abfahrt zur Höhle ihr Orangensaftpäckchen in den Schoß und bekommt eine nasse Hose. Ihre Müdigkeit führt zur nächsten Eskalation. Trotzdem schaffen wir es pünktlich zur Höhle – und alles ist gut.

Die Magie der Tropfsteinhöhle

Es wird sogar noch besser: Wir betreten die Höhle mit einem deutschsprachigen Führer.

Die Kinder entdecken sofort den Zug, der uns etwa 5 Kilometer tief in den Berg bringt. Die Fahrt ist beeindruckend – die Felsen sausen knapp über unsere Köpfe hinweg, und links und rechts sehen wir faszinierende Tropfsteinformationen.

Nach etwa 10 Minuten erreichen wir den Ausstieg. Von hier aus beginnt eine rund einstündige Wanderung durch das Höhlensystem, das aus fünf miteinander verbundenen Grotten besteht. Wir laufen über Brücken, durch Gänge, hoch und runter – ein echtes Abenteuer!

Die Kinder sind begeistert. Lorena stellt fantasievolle Fragen: „Papa, schau mal, das sieht aus wie ein Herz!“

Grottenolme und Kristall-Schätze

Anfangs ist es ziemlich kalt – etwa 10 Grad Celsius – aber wir gewöhnen uns schnell daran. Kurz vor dem Ende kommen wir an einem kleinen Aquarium vorbei, in dem Grottenolme zu sehen sind – faszinierende, blinde Höhlenbewohner. Die Tour endet in einem Souvenirshop, wo sich Lorena von ihrem Taschengeld einen Kristall kauft.

Dann steigen wir wieder in den Zug und fahren zurück zum Ausgang. Draußen erwartet uns die warme Helligkeit – ein krasser Kontrast zur kühlen Höhlenwelt.

Zurück zum Campingplatz

Wir laufen zurück zum Parkplatz, zahlen die 6 € Parkgebühr und fahren zum Campingplatz. Dort gibt es Abendessen im Wohnwagen. Das Zubettgehen verläuft – sagen wir mal – „so lala“. Lorena ist natürlich wieder unzufrieden mit der Höhle, was das Einschlafen verzögert. Aber irgendwann schlafen beide Kinder endlich ein.

2025-08-21 – Tag 11 – Donnerstag – Ljubljana

🌧️ Ein nasser Start in den Tag

Die Kinder sind – wie so oft – viel zu früh wach. Die Stimmung? Entsprechend mäßig. Der anhaltende Regen trägt auch nicht gerade zur Verbesserung bei. Eigentlich wollten wir früh los, um möglichst viel von der Stadt zu sehen. Doch daraus wird nichts.

Samuel möchte nicht los, weil er noch „seinen Stinker“ machen muss. Lorena hingegen findet Städte generell doof. Also zieht sich alles in die Länge. Immerhin: Wir warten einfach, bis der Regen aufhört. Um 10:30 Uhr verlassen wir schließlich den Campingplatz – besser spät als nie!

🚌 Auf in die Stadt

Mit dem Bus geht’s in die Innenstadt. Unser erster Plan: eine Rundfahrt mit der Stadtbahn. Leider ist die nächste Fahrt bereits ausgebucht. Also Planänderung! Wir buchen Tickets für 14 Uhr und machen uns auf den Weg zum „House of Illusions“ – einem Museum voller optischer Täuschungen und Mitmachstationen.

🌀 Illusionen und Wartezeiten

Vor dem Museum erwartet uns eine lange Schlange. Eine größere Gruppe hat für 12 Uhr reserviert, und es dürfen nur so viele Besucher hinein, wie auch wieder herauskommen. Anfangs geht es zügig voran, dann stockt es. Doch um Punkt 12 Uhr dürfen wir endlich hinein.

Unsere Sachen verstauen wir in der Garderobe, dann geht’s los – durch drei Stockwerke voller faszinierender Illusionen. Die Kinder haben riesigen Spaß: Es gibt Bilder, die sich bewegen, Räume, in denen man schrumpft oder wächst, und viele Stationen zum Ausprobieren.

Um 13:40 Uhr verlassen wir das Museum – gerade rechtzeitig für die Stadtbahn.

🚋 Stadtbahn im Regen

Inzwischen schüttet es wie aus Eimern. Wir sind heilfroh, dass wir in die trockene Stadtbahn einsteigen können. Pünktlich um 14 Uhr startet die Rundfahrt. Der erste Halt: oben auf der Burg – mit tollem Ausblick. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Danach geht es kreuz und quer durch die Stadt mit einem weiteren geplanten Stopp, an dem Cordula blitzschnell Cappuccino organisiert.

Eigentlich wollten wir beim Schokoladenmuseum aussteigen, doch der Fahrer reagiert blitzschnell auf unseren Haltewunsch und lässt uns ein Stück früher raus. Also laufen wir die letzten 300 Meter zu Fuß.

🍫 Schokolade macht alles besser

Im Schokoladenmuseum angekommen, erfahren wir: Führungen starten immer zur vollen Stunde. Es ist kurz nach 15 Uhr – also heißt es warten. Die Kinder bekommen zur Überbrückung ein Eis.

Um 16 Uhr geht’s dann endlich los. Das Museum ist liebevoll gestaltet. Es gibt viel zu sehen und zu lernen: über Kakao, Anbaugebiete, Verarbeitung und natürlich die Herstellung von Schokolade. Wir dürfen Kakaobohnen probieren, später kleine Schokoladenchips – und sogar flüssige Schokolade!

Am Ende wartet ein Raum mit einer Auswahl an ausgefallenen Sorten zum Probieren: Knoblauch-Schokolade, Basilikum, Rosmarin – und mein Favorit: Chili-Schokolade. Ein echtes Geschmackserlebnis!

🍽️ Auf der Suche nach Abendessen

Um 17 Uhr sind wir fertig mit dem Museum. Der Magen knurrt. In der Nähe finden wir jedoch kein passendes Restaurant. Also laufen wir zurück zum Fluss, wo es eine Vielzahl an Lokalen gibt.

Auf dem Weg zum Abendessen

Die Auswahl ist riesig – fast zu groß. Schließlich biegen wir in eine ruhigere Seitenstraße ab und entdecken ein gemütliches Restaurant.

Wir quetschen uns zu viert an einen Zweiertisch. Die Bedienung ist super freundlich. Samuel hat keinen Hunger (noch nicht), Lorena bestellt Pfannkuchen, und Cordula und ich gönnen uns eine slowenische Platte für zwei.

Leckeres Essen und …
… Bier im geeisten Glas.

Natürlich bekommt Samuel dann doch noch Appetit und nascht sich quer über alle Teller. Alles schmeckt hervorragend!

🚌 Heimfahrt und Höhlen-Drama

Nach dem Essen geht’s zur Bushaltestelle. Zehn Minuten später bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz. Glück gehabt – wir sind trocken geblieben. Doch als wir aussteigen, sehen wir: Hier hat es geregnet.

Das Zubettgehen wird – wie so oft – zum kleinen Drama. Der Grund: der Aufbau der „Höhle“. Lorena und Samuel wollen sich aus den Polstern jeweils eine Höhle bauen. Lorena ist sauer, weil Samuel immer die größere bekommt. Samuel kann – mal wieder – nicht zurückstecken. Es dauert… und dauert… bis beide endlich schlafen. Um kurz vor 22 Uhr kehrt endlich Ruhe ein.

2025-08-20 – Tag 10 – Mittwoch – Camp Špik nach Ljubljana

Ausgerechnet am Tag der Abreise schlafen die Kinder länger als sonst. Erst um 7:45 Uhr wachen sie auf – immerhin ist die Stimmung gut. Sie hatten sich am Vortag mit ihren Spielkameraden für den Morgen verabredet. Also ziehen sie sich schnell an und stürmen nach draußen, um noch ein letztes Mal gemeinsam zu spielen.

Cordula und ich beginnen währenddessen mit dem Packen. Die Abfahrt steht bevor. Doch nach nur zehn Minuten kommt Samuel zurück – er will unbedingt noch Fahrrad fahren. Leider müssen wir ihm sagen, dass das heute nicht mehr möglich ist. Diese Antwort gefällt ihm gar nicht.

Samuel rastet komplett aus. Mit einem Hammer will er alles Mögliche zerstören, tritt gegen den Mülleimer und schreit. Wir versuchen, ihn zu beruhigen, aber er lässt sich nicht bändigen. Die Eskalation kostet uns mindestens 20 Minuten. Er schlägt mir mehrmals mit der flachen Hand auf den Rücken. Als Cordula vom Waschen zurückkommt und meinen Rücken sieht, spricht sie ihn direkt darauf an. Das scheint endlich zu wirken – Samuel wird ruhiger.

Wir packen weiter, füllen Frischwasser auf, entsorgen das Abwasser und bezahlen. Um kurz vor 11 Uhr verlassen wir den Campingplatz. Die knapp 90 Kilometer bis Ljubljana schaffen wir in etwas über einer Stunde. Gegen 12 Uhr kommen wir am neuen Campingplatz an.

Unser Stellplatz am Campingplatz Ljubljana

Cordula übernimmt den Check-in, wir parken den Wohnwagen – gerade rechtzeitig, denn jetzt beginnt es zu regnen. Zum Glück schaffen wir es noch, die wichtigsten Dinge zu erledigen, bevor es richtig schüttet. Eigentlich wollten wir direkt in die Stadt fahren, aber wir ändern unseren Plan. Stattdessen stärken wir uns im Wohnwagen und fahren später noch zu Lidl, um einzukaufen.

Als wir zurückkommen, hat der Regen aufgehört. Die Kinder packen ihre Rucksäcke, wir unsere – und um kurz nach 15:00 brechen wir endlich auf in die Stadt. Die Bushaltestelle liegt direkt vor dem Campingplatz. Mit dem Bus geht es ins Zentrum.
Ljubljana empfängt uns mit Charme.

Vom Zentrum aus laufen wir Richtung Fluss. Dort entdecken wir eines der Ausflugsboote, das halb besetzt am Anleger liegt. Glücklicherweise können wir es mit unserer Ljubljana Card nutzen. Wir hüpfen an Bord – und los geht die Fahrt!

Nach etwa zehn Minuten halten wir an einer kleinen Bar unter einer Brücke. Die Kinder bekommen ein Eis, Cordula und ich einen Cappuccino. Dann geht es weiter den Fluss hinunter. Kurz nachdem zwei Flussarme zusammenfließen, dreht das Boot um und fährt wieder flussaufwärts – vorbei an Brücken und durch die malerische Altstadt. Nach rund 50 Minuten endet die Fahrt am Anleger.

Nächster Programmpunkt: die Burg. Wir laufen zur Standseilbahn und fahren hinauf.

Oben angekommen, geht es zuerst zum Aussichtsturm. Der Rundumblick ist fantastisch – man sieht die ganze Stadt und sogar bis zu den Alpen!

Wir steigen wieder hinab, besichtigen die Kapelle und das alte Gefängnis.

Eigentlich wollten die Kinder in die Drachenhöhle, doch die hat leider geschlossen. Wir überlegen, mit der Bahn wieder hinunterzufahren. Doch dann entdecken die Kinder eine Ausstellung, die sie interessiert. Und siehe da – der Eingang führt uns doch noch in einen Bereich, der wie die Drachenhöhle wirkt. Wir verkaufen es den Kindern einfach als solche. Die Stimmung dort unten ist großartig, auch dank der stimmungsvollen Lichtinstallation.

Wir bleiben eine ganze Weile – auch, weil Samuel sich endlich dazu durchringen kann, aufs Klo zu gehen. Danach machen wir uns auf den Rückweg.

Schlösser auf einer Brücke

Unten angekommen, überqueren wir den Fluss und steuern das erstbeste Restaurant an. Abendessen! Für Cordula und mich gibt es leckere Burger, für die Kinder Chicken Wings.

Als wir fertig sind, ist es bereits kurz vor 21 Uhr. Es beginnt wieder zu regnen, also laufen wir zur Bushaltestelle.

Nach kurzer Wartezeit bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz. Im Wohnwagen gibt es leider noch ordentlich Gezeter. Es dauert bis weit nach 22 Uhr, bis endlich beide Kinder schlafen. Ein langer, turbulenter, aber auch schöner Tag geht zu Ende.

2025-08-19 – Tag 9 – Dienstag –  Wanderung und Campingplatz

Heute war ein Morgen, wie er im Buche steht – und doch ganz anders als sonst.

Frühstart mit Kinderpower

Noch vor 7 Uhr sind die Kinder wach. Irgendetwas liegt in der Luft. Der Vorhang zum Schlafbereich ist zu, aber dahinter hört man leises Getuschel, viel Bewegung – und dann: Zack! Der Vorhang geht auf und die Kinder spazieren fröhlich an uns vorbei. Ein „Guten Morgen“? Überbewertet! Stattdessen geht’s direkt aufs Klo und ans Anziehen – ganz selbstständig.

Cordula legt Samuel passende Kleidung bereit, während Lorena wenigstens noch kurz zum Kuscheln und „Guten Morgen“-Sagen ins Bett kommt. Doch lange hält sie es dort nicht aus – beide verlassen bald den Wohnwagen und stürmen den Spielplatz.

Spielplatz statt Streit

Wir vermuten, dass sie bald zurückkommen, weil Samuel Lorena ärgert – wie so oft. Aber diesmal ist alles anders: Sie kommen nur kurz zurück, um ihre Fahrräder zu holen. Danach sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Später erfahren wir, dass sie andere Kinder kennengelernt haben und nun begeistert Verstecken und Fangen spielen.

Samuel taucht zwischendurch immer mal wieder auf – wirkt ziemlich aufgeheizt – stellt sein Fahrrad ab, holt es wieder, sucht seine Fahrradhandschuhe oder legt sie ab. Lorena kommt nur kurz vorbei, um etwas zu essen. Eigentlich hatten wir für heute eine kleine Wanderung zum Wasserfall geplant, aber der Spielspaß der Kinder verschiebt den Start immer weiter nach hinten.

Bikepark-Entdeckung

Irgendwann hören wir, dass die Kinder einen „Bikepark“ entdeckt haben. Ich fahre mit, um mir das anzusehen. Es ist kein richtiger Bikepark, sondern eher eine kleine BMX-Bahn aus Erde und Kies. Samuel zeigt uns stolz, wie hoch er angeblich gesprungen ist – hebt sein Fahrrad etwa 30 cm in die Luft. Beeindruckend!

Wanderung mit Hindernissen

Die Kinder sind kaum zu motivieren, die Wanderung zu starten. Doch dank Cordulas Überredungskünsten schaffen wir es zumindest bis zum Startpunkt eines Klettersteigs. Die Kinder sind fasziniert von den Kletterern und würden am liebsten selbst loslegen – leider fehlt uns die Ausrüstung.

Ohne es zu merken, beginnen wir unsere Wanderung auf einem schmalen, steilen Pfad über Wurzeln und Steine. Der Weg führt durch einen Wald und steigt teilweise kräftig an. Nach etwa einem Viertel der Strecke erreichen wir einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf einen Wasserfall.

Ziel erreicht: Brunarica Krmiše

Schließlich kommen wir bei der Hütte Brunarica Krmiše an. Dort stärken wir uns, machen ein paar Fotos und genießen die Aussicht. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man steil ins Tal blicken kann. Danach geht’s flott bergab – und um 16 Uhr sind wir wieder am Wohnwagen.

Belohnung & Abendroutine

Zur Belohnung gibt’s das versprochene Eis – die Kinder haben es sich verdient! Danach geht’s direkt weiter mit dem Spielen. Ich baue den Privacy Room ab und räume ein bisschen auf. Die Kinder finden kein Ende beim Spielen, also essen Cordula und ich alleine.

Später duschen wir die Kinder – sie essen erst danach. Und natürlich wollen sie noch einmal spielen. Wir gewähren ihnen fünf Minuten. Danach holen wir sie in den Wohnwagen zurück. Doch das ist leichter gesagt als getan: Samuel springt wild herum, reagiert nicht und will sich wieder eine Höhle bauen. Lorena ist genervt und macht mit. Es dauert bis nach 21:30 Uhr, bis endlich Ruhe einkehrt.

Zeit für uns

Cordula und ich haben nun endlich ein bisschen Zeit für uns – nach einem langen, turbulenten, aber auch wunderschönen Tag voller Abenteuer, Entdeckungen und Kinderlachen.

2025-08-18 – Tag 8 – Montag – Radtour und Bergwanderung Kranjska Gora

07:20 Uhr – Der Tag beginnt… turbulent!

Die Kinder werden wach – und das nicht gerade leise. Kurz darauf kommen sie zu uns ins Bett, weil sich ein Streit anbahnt. Lorena sieht man die Müdigkeit nicht nur an, sie gibt auch offen zu, dass sie schlapp ist. Samuel hingegen ist – wie so oft – voller Energie und kaum zu bändigen. Er hört nicht, ist rücksichtslos, und Cordula muss schließlich eingreifen, um die beiden zu trennen. Sie kümmert sich um Samuel, während Lorena noch eine Weile ruhig in meinem Arm liegt.

Frischwasser, Frühstück und viel Geduld

Nachdem Samuel angezogen ist, machen er und ich uns auf den Weg, um Frischwasser aufzufüllen. In der Zwischenzeit stärkt sich Lorena mit einem Cranberry-Cashew-Mix und Hafermilch. Es dauert eine ganze Weile, bis wir endlich frühstücken. Danach packen wir unsere Rucksäcke, cremen die Kinder ein – und ehe wir uns versehen, ist es schon 11:45 Uhr, als wir endlich losradeln. Ziel: Kranjska Gora.

Auf zwei Rädern Richtung Abenteuer

Schon auf den ersten Metern klagt Lorena, dass sie sich noch sehr schwach fühlt – fährt aber trotzdem erstaunlich flott. Samuel hingegen macht Faxen mit seinen Fahrradhandschuhen, die er heute extra mitgenommen hat, und landet prompt einmal in der Wiese. Doch irgendwann läuft es rund, und wir erreichen Kranjska Gora zügiger als gedacht.

Sessellift, Sommerrodelbahn und ein steiniger Aufstieg

Wir fahren durch den Ort und stellen unsere Fahrräder an der Talstation des Vitranc 1 ab. Dort startet der Sessellift, der sowohl zur Sommerrodelbahn als auch zum Ausgangspunkt unserer geplanten Wanderung führt. Für 58 € kaufen wir eine Familienkarte für die Bergfahrt und die Rodelbahn. Mit dem Vierersessellift geht es nach oben.

An der Bergstation des Lifts angekommen, gönnen wir uns eine kleine Stärkung, bevor wir den Aufstieg beginnen. Der Weg ist ein breiter Fahrweg – im Winter ein Ziehweg für Skifahrer – und nicht besonders schön.

Nach den ersten zwei Kurven fragen Cordula und ich uns ernsthaft, ob wir das schaffen. Der Blick nach oben ist einschüchternd. Zum Glück können die Kinder die Höhe nicht einschätzen. Samuel wird zusätzlich vom Anblick eines Baggers motiviert, der oben auf uns wartet.

Serpentinen, Geröll und ein motivierender Bagger

Serpentine für Serpentine kämpfen wir uns nach oben. Der Weg ist steinig, steil und rutschig. Samuel setzt sich einmal ordentlich hin, aber lässt sich nicht entmutigen. Lorena redet ununterbrochen – offenbar ihre Art, sich abzulenken. Als wir endlich beim Bagger ankommen, ist Samuel völlig fasziniert: Bagger, Quads und ein Unimog mit Kran – ein Paradies für ihn. Nach einer Weile können wir ihn losreißen und wandern noch etwa 25 Minuten weiter. Die letzten 300–400 Meter führen über Wurzeln am Waldrand entlang.

Oben angekommen – Stolz und Kaiserschmarrn

Um kurz nach 14:00 erreichen wir die Hütte auf 1.555 Metern Höhe – und sind mächtig stolz auf die Kinder!

Cordula bestellt für sich und Lorena einen Kaiserschmarrn, dazu Apfelsaft für Lorena, Fanta für Samuel, ein Radler für Cordula und für mich ein Brotzeitbrett mit Bier. Es ist herrlich hier oben – die Aussicht, die Ruhe, das Essen.

Zeitdruck und Rutschpartie bergab

Die Zeit vergeht wie im Flug. Um 15:40 Uhr merken wir, dass wir nur noch etwas mehr als eine Stunde haben, um die Sommerrodelbahn zu erreichen – die letzte Fahrt ist um 16:45 Uhr. Der Abstieg ist rutschig, aber die Kinder machen super mit. Wir sind so flott, dass wir bereits um 16:30 Uhr am Start der Rodelbahn stehen.

Adrenalin und ein kleiner Dämpfer

Lorena ist überglücklich, als sie erfährt, dass sie ab sechs Jahren alleine fahren darf – und das tut sie natürlich auch.

Samuel hingegen hat große Angst und will eigentlich gar nicht fahren. Also fahren wir im Tandem: Cordula voraus, Lorena in der Mitte, Samuel und ich hinten. Anfangs ist Samuel noch sehr ängstlich und ruft ständig: „Papa, brems bitte!“ Doch schon bald will er, dass ich schneller fahre.

Völlig überraschend holen wir Lorena ein – sie fährt deutlich langsamer als erwartet. Ich rufe ihr zu, sie solle etwas Gas geben. Das tut sie auch – fast zu viel, denn sie kommt mit ordentlich Schwung ins Ziel. Leider hat ihr meine Zurufe den Spaß verdorben, und es gibt eine kleine Auseinandersetzung. Doch die ist schnell vergessen, als es in der Fußgängerzone von Kranjska Gora ein Eis gibt. Die Kinder dürfen sich Sorte und Toppings selbst aussuchen – ein Highlight!

Heimweg, Abendessen und ein glückliches Ende

Der Rückweg zum Wohnwagen ist zum Glück nur bergab – für die Kinder also kaum anstrengend. Gegen 18 Uhr sind wir zurück. Es gibt ein gemütliches Abendessen, und danach geht’s auch bald ins Bett. Lorena hilft mir noch beim Abspülen, während Cordula Samuel vorliest. Als wir zurückkommen, schläft Samuel schon. Wir bauen seine Höhle so um, dass die Einwölbung zu Lorenas Seite zeigt – das macht sie glücklich. Kurz darauf schläft auch sie ein.

2025-08-17 – Tag 7 – Sonntag – Fahrt über den Vršič-Pass ins Soča-Tal

Morgenstimmung im Wohnwagen

Der Tag beginnt um 7:45 Uhr mit einem kleinen Familienchaos: Lorena und Samuel krabbeln zu uns ins Bett. Die Stimmung ist angespannt – Samuel ist zappelig wie ein Flummi, Lorena steht kurz davor, in schlechte Laune umzuschwenken. Doch wie durch ein Wunder bessert sich Lorenas Laune mit dem ersten Bissen Frühstück. Samuel hingegen bleibt eine kleine Herausforderung.

Nach unserer üblichen Morgenroutine brechen wir um 10:30 Uhr auf in Richtung Kranjska Gora, einem charmanten slowenischen Bergdorf nahe der österreichischen Grenze. Von dort aus nehmen wir die kurvige Straße hinauf zum Vršič-Pass, dem höchsten Gebirgspass Sloweniens mit einer Höhe von 1.611 Metern.

Kurven, Kurven, Kurven

Die Fahrt ist spektakulär – wie im Reiseführer beschrieben, schlängelt sich die Straße in engen Serpentinen den Berg hinauf. Doch die Zählweise der Kurven ist rätselhaft: Als wir bei Spitzkehre Nummer 1 ankommen, haben wir gefühlt schon 50 hinter uns. Laut Reiseführer soll es insgesamt 50 Kehren geben – wir sind sicher, es sind deutlich mehr!

Nach etwa 30 Kurven erreichen wir den Sattel. Leider verpassen wir einen Parkplatz mit traumhafter Aussicht, aber da wir dieselbe Strecke zurückfahren werden, ist das halb so schlimm. Auch auf der Abfahrt verpassen wir einen Aussichtspunkt – offenbar sind wir heute einfach zu flott unterwegs.

Kurve 50

Wanderung zur Soča-Quelle

Kurz nach der 50. Spitzkehre biegen wir auf eine Stichstraße zur Soča-Quelle ab. Die Soča, auch Isonzo genannt, ist einer der schönsten Flüsse Europas – bekannt für ihr kristallklares, türkisblaues Wasser. Die Straße windet sich erneut bergauf, und wir parken das Auto, schultern die Rucksäcke und starten unsere Wanderung.

Die ersten Meter führen entlang der Straße, dann zweigen wir am Gasthof ab und betreten den eigentlichen Wanderweg. Es geht steil bergauf, über Wurzeln, Steine und Stufen, begleitet vom Rauschen der Soča. Die Kinder sind sofort begeistert: Samuel wirft Steine ins Wasser, Lorena klettert die Felsen hoch. Die Umgebung ist märchenhaft – moosbewachsene Felsen, glitzerndes Wasser und Sonnenschein.

Abenteuer am Stahlseil

Nach etwa drei Viertel des Weges wird es richtig spannend: Der Pfad wird steiler, und ein Stahlseil hilft beim Aufstieg entlang einer schmalen Felskante. Jetzt ist volle Konzentration gefragt!

Lorena und Samuel meistern die Herausforderung großartig – wir sind stolz, aber auch angespannt. Am Ende stehen wir in einer engen Felsspalte, von der aus man zur Quelle hinabsteigen kann. Das Wasser ist glasklar und wunderschön.

Wir verbringen viel Zeit mit Fotografieren. Lorena wird ungeduldig – sie will weiterklettern. Nach einem Familienselfie geht es zurück.

Der Abstieg ist genauso anspruchsvoll wie der Aufstieg. Lorena ist konzentriert, Samuel macht an einer Stelle Quatsch – zum Glück hält er sich fest. Eigentlich wäre hier Kletterausrüstung angebracht. Wir sind erleichtert, als wir wieder sicher unten ankommen.

Weiterfahrt durchs Soča-Tal

Die Kinder sind erschöpft und hungrig. Nach einer kleinen Stärkung fahren wir weiter entlang der Soča. Die Straße bleibt kurvig und landschaftlich beeindruckend. In der Ortschaft Soča drehen wir um und starten den Rückweg.

Fotostopps und Schafe

Auf dem Rückweg holen wir die verpassten Stopps nach. Wir halten an einer Hängebrücke und machen Fotos vom türkisblauen Wasser.

Weiter geht’s bergauf zum Vršič-Pass. Diesmal stoppen wir an einem Aussichtspunkt mit Blick ins Soča-Tal – einfach traumhaft!

An der Passhöhe steigen wir aus, obwohl Lorena und Samuel zuerst keine Lust haben.

Auf dem Sattel des Vršič-Pass

Doch als ich ihnen von den Schafen erzähle, sind sie sofort dabei. Beide streicheln die Tiere – etwas zögerlich, aber neugierig. Der Himmel zieht sich zu, Regen liegt in der Luft. Kurz nach der Passhöhe machen wir noch einen letzten Fotostopp – dann beginnt es zu regnen, und wir flüchten ins Auto.

Gemütlicher Ausklang

In Kranjska Gora halten wir noch bei einem Bäcker und kaufen Brot sowie süße und herzhafte Teilchen fürs Abendessen. Um 16:45 Uhr sind wir zurück am Campingplatz. Der Abend verläuft ruhig: Wir spülen, spielen Karten und essen um 18 Uhr.

Das Zubettgehen beginnt harmonisch. Samuel ist beim Vorlesen ganz süß und ruhig. Doch dann tickt Lorena aus – die Bettabgrenzung passt ihr nicht. Sie stört Samuel beim Einschlafen. Cordula überredet sie schließlich, bei uns im Bett zu schlafen.

Ein stolzer Moment zum Schluss

Etwa 20 Minuten später hören wir Schritte im Wohnwagen. Lorena kommt heraus – strahlend und stolz: Ihr Zahn ist endlich rausgefallen! Darauf hat sie schon Tage gewartet. Vielleicht war das der Grund für ihre Unruhe.

2025-08-16 – Tag 6 – Samstag – Wanderung zu den Martuljek-Wasserfällen

Heute war ein kleiner Sieg für die Eltern: Die Kinder haben bis kurz vor acht geschlafen! Man merkt sofort, wie gut ihnen diese paar Minuten mehr Schlaf getan haben – beide sind deutlich besser gelaunt. Auch wenn Samuel in der Nacht ausgelaufen ist, bleibt die Stimmung beim Frühstück erstaunlich gut. Es gibt gepufften Dinkel – ein kulinarisches Abenteuer, das zwar für Begeisterung sorgt, aber leider nicht für Sättigung. Und so kommt es, wie es kommen muss: Genau in dem Moment, als wir endlich loslaufen wollen, verkündet Samuel mit Nachdruck, dass er jetzt noch was essen muss. Also gibt’s einen Nachschlag, und es ist bereits kurz nach 11:30 Uhr, bis wir wirklich starten.

Eigentlich wollten wir früher los, denn für den Nachmittag sind Gewitter angesagt. Unser Ziel: die Martuljek-Wasserfälle – ein Name, der nach Abenteuer klingt! Der Wanderweg beginnt direkt am Campingplatz. Wir überqueren die Straße, laufen ein Stück am Radweg entlang und tauchen dann in den Wald ein. Die Sonne scheint, aber zwischen den Bäumen ist es angenehm kühl – perfektes Wanderwetter.

Schon nach kurzer Zeit erreichen wir den ersten kleinen Wasserfall. Und siehe da: Lorena, die zu Beginn noch klagte, dass ihre Füße weh tun und sie auf gar keinen Fall wandern könne, ist plötzlich Feuer und Flamme. Wir machen ein paar Fotos, stärken uns und die Kinder werfen begeistert Steine ins Wasser.

Ein paar Meter weiter entdecken sie übereinander geschichtete Steine – sogenannte Steintürme. Natürlich wollen sie auch einen bauen. Leider sind sich Samuel und Lorena nicht einig, wie ihr Turm aussehen soll. Ein Streit entbrennt, der sich aber schnell löst, als beide beschließen, einfach ihren eigenen Turm zu bauen. Und siehe da: Sie sind so vertieft ins Bauen, dass wir Mühe haben, sie wieder zum Weitergehen zu bewegen.

Der Weg schlängelt sich weiter am Fluss entlang, vorbei an Felswänden, über Wurzeln und Steine. Hinter jeder Kurve wartet ein neues kleines Naturwunder.

Über Brücken und Treppen geht es stetig bergauf, bis wir schließlich den großen Wasserfall erreichen: Über vier Stufen stürzt das Wasser über 60 Meter in die Tiefe – ein beeindruckendes Schauspiel! Die Kinder sind begeistert, wir machen Fotos und genießen den Moment.


Doch plötzlich merken wir, dass die Tropfen, die wir für Gischt hielten, tatsächlich Regen sind. Der Himmel verfinstert sich, und kurz darauf hören wir den ersten Donner. Zeit für den Rückweg! Cordula und Samuel laufen voraus, Lorena trödelt ein wenig und so verlieren wir den Anschluss. Schließlich laufen wir in Zweiergruppen zurück zum Campingplatz.

Als Lorena und ich am Wohnwagen ankommen, sind Cordula und Samuel schon da. Insgesamt waren wir über sechs Kilometer unterwegs – und haben dafür etwas mehr als drei Stunden gebraucht. Zurück am Campingplatz bleibt es trotz Donnergrollen trocken. Im „Privacy Room“ stärken wir uns mit Obst, bevor Lorena und ich zum Abspülen gehen.

Zurück vom Spülen treffen wir Cordula, die gerade joggen gehen will. Sie sagt, Samuel sei am Tablet und mache „Anton“. Doch als wir am Wohnwagen ankommen, zockt Samuel. Ich spreche ihn darauf an – und merke sofort, dass er weiß, dass das nicht abgesprochen war. Das Gespräch eskaliert, als ich ihm das Tablet wegnehme. Samuel hat einen heftigen Aussetzer, den Cordula glücklicherweise auffängt, als sie vom Joggen zurückkommt. Sie nimmt ihn mit zum Fluss, wo er Steine werfen und ein kleines Wehr bauen kann.

Lorena und ich spielen derweil „Bing Boing“. Als Cordula und Samuel zurückkommen, ist die Welt wieder in Ordnung. Samuel bringt mir sogar einen kleinen Stein in Herzform mit – ein versöhnliches Geschenk.

Das Abendessen beginnt ruhig, doch bald werden Samuel und Lorena unruhig. Lorena ist schnell fertig und lenkt Samuel ab. Beim Zubettgehen folgt die nächste Eskalation – Samuel lässt sich kaum beruhigen. Es dauert über eine Stunde, bis beide Kinder endlich schlafen. Aber: Zum ersten Mal seit Tagen schlafen sie vor 21 Uhr. Ein kleiner Triumph zum Abschluss eines turbulenten Tages.

2025-08-15 – Tag 5 – Freitag – Zipline Planica

Ein Tag voller Zipline, Pizza und ein bisschen Zickerei

Lorena ist offensichtlich immer noch sauer auf uns – und das zeigt sie gleich am frühen Morgen: Punkt sieben Uhr weckt sie uns mit einem trockenen „Tja. Hättet ihr halt früher ins Bett gehen müssen. Dann wärt ihr jetzt nicht müde und ausgeschlafen. Pech gehabt.“ Charmant wie immer.

Doch die Stimmung bessert sich zum Glück bald ein wenig. Samuel weigert sich wie gewohnt, sich morgens umzuziehen, und so dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich am Frühstückstisch sitzen. Auch nach dem Frühstück vergeht viel Zeit – Trödelei deluxe – bis wir endlich bereit sind, Richtung Planica aufzubrechen. Nach ein bisschen Rumgezicke und viel Herumgetrödel ist es kurz vor 11 Uhr, als wir losfahren.

Um 11:30 Uhr stellen wir unser Auto direkt vor den Skisprungschanzen in Planica ab. Wir schauen uns kurz um und spazieren dann zur Station der gebuchten Zipline. Dort merken wir schnell: Es reicht völlig, wenn wir kurz vor 13 Uhr wieder da sind. Die Zwischenzeit verbringen wir im Landebereich der Skiflugschanze.

Wir laufen zur Statue von Domen Prevc – ja, genau da, wo er am 30. März 2025 seinen Weltrekord mit sagenhaften 254,5 Metern aufgestellt hat. Natürlich machen wir ein paar Fotos. Die Kinder haben ihren Spaß daran, den Aufsprunghügel hinunterzurennen – und so vergeht die Zeit bis zum Zipline-Start um 13 Uhr wie im Flug.

Kurz vor dem Start müssen Cordula und Lorena noch ein Formular ausfüllen, dann bekommen sie ihre Ausrüstung. Nach einer kurzen Einweisung geht’s zum Sessellift, der sie hoch zum Absprungbereich der Skiflugschanze bringt. Samuel und ich bleiben unten und bereiten uns darauf vor, das Spektakel zu filmen.

Die Wartezeit vertreiben wir uns mit einer Besichtigung der Sommerloipe: In einer Halle herrschen Minusgrade und echter Schnee – hier kann ganzjährig trainiert werden.

Cordula gibt mir von oben Bescheid, wann sie dran ist. Samuel ist ganz aufgeregt, als Cordula und Lorena im Tandem die Zipline runterrauschen. Auf den Fotos und Videos sieht man deutlich, dass Lorena Spaß hatte – auch wenn sie das natürlich nicht zugeben will. Ihr Kommentar: „War nicht so toll.“ Klar, Lorena.

Am Ziel der Zipline

Direkt nach ihrer Ankunft bin ich an der Reihe. Ich bekomme meine Ausrüstung, werde eingewiesen und fahre ebenfalls mit dem Sessellift nach oben. Von dort gebe ich Cordula Bescheid, damit sie mich filmen kann. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend – und das Runtersausen am Seil ist einfach großartig! Cordula und ich sind uns einig: Das war ein supertolles Erlebnis. Und wir sind ziemlich sicher, dass es auch Lorena gefallen hat – auch wenn sie das nicht so recht zugeben will.

Nachdem ich die Ausrüstung abgegeben habe, gehen wir noch zum Spielplatz. Die Kinder halten sich dort allerdings nur kurz auf – sie haben ein Ziel: Eis! Das bekommen sie natürlich, und Cordula und ich gönnen uns einen Cappuccino mit traumhafter Aussicht auf die umliegenden Berge.

Nach dem Eis bzw. Cappuccino laufen wir zurück zum Auto, zahlen die fairen 4 € Parkgebühr und treten die Heimreise an. Auf dem Rückweg legen wir noch einen Stopp bei der Quelle des Flusses Sava ein. Wir parken und spazieren durch den Wald zu einem idyllisch gelegenen See – der in Wirklichkeit die Quelle der Sava ist. Ein paar Fotos später machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Der Weg zur …
… Quelle der Sava.

Am Campingplatz kommen wir kurz nach 17 Uhr an. Fürs Abendessen entscheiden wir uns für die Express-Variante: Pizza im Campingplatz-Restaurant. Doch bevor es soweit ist, spielen Lorena, Samuel und ich noch eine Runde Tischtennis, während Cordula den Abwasch erledigt. Danach haben wir uns die leckere Pizza wirklich verdient – besonders Samuel, der fast eine dreiviertel Pizza verdrückt.

Nach dem Essen machen wir uns bettfertig. Samuel hat – wie so oft – eine schwierige Phase vor dem Zubettgehen. Aber irgendwann wird’s besser, und das Lesen und Kuscheln verläuft größtenteils harmonisch. Auch Lorena ist heute etwas früher dran, und beide Kinder schlafen gegen 21:30 Uhr.

Cordula und ich nutzen die Ruhe, um Pläne für die kommenden Tage zu schmieden. Wir haben unseren Aufenthalt im Camp Špik um drei Nächte verlängert und können nun die Nächte in Ljubljana und bei den Höhlen von Postojna buchen. Abenteuer voraus!

2025-08-14 – Tag 4 – Donnerstag – Pumptrack-Bahn und Bleder See

Lorena und Samuel sind um Punkt 07:15 Uhr wach. Erst spielen sie ganz friedlich – fast schon idyllisch –, aber das hält natürlich nicht lange. Die Unruhe kehrt zurück, wie ein nervöser Boomerang. Cordula bleibt gelassen und schafft es trotzdem, die beiden recht flott anzuziehen. Respekt!

Die Zeit bis zum Frühstück ist allerdings… sagen wir mal: herausfordernd. Samuel muss aufs Klo, hat Hunger und ist generell nicht gerade ein Zen-Mönch. Das Frühstück selbst läuft dann erstaunlich ordentlich ab – ein kleines Wunder.

Nach dem Frühstück gehe ich mit den Kindern spielen, während Cordula sich heldenhaft der Wäsche widmet. Lorena bastelt einen 3D-Osterhasen (ja, wirklich!), und Samuel schaut zu – oder hilft, je nach Laune. Irgendwann weiß er aber nichts mehr mit sich anzufangen und wird wieder unruhig. Natürlich genau in dem Moment, als Lorena auf dem Klo sitzt und ihren „Stinker“ macht. Und was passiert? Samuel muss auch. Timing ist alles.

Irgendwann ist das ganze Drama erledigt, und wir kommen um 12:30 Uhr los. Etwa 40 Minuten später erreichen wir die Ortschaft vor dem Bleder See – mit einer Pumptrack-Bahn! Die Fahrräder werden aus dem Kofferraum geladen, montiert, und schon legen die Kinder los. Anfangs noch etwas zögerlich, aber Samuel gibt nach fünf Minuten ordentlich Gas. Lorena ist etwas vorsichtiger und dreht ihre Runden langsamer. Trotzdem findet sie diese Bahn besser als die vom letzten Jahr am Amfora-Campingplatz.


Dann entdeckt Lorena die Kletterwand – und zack, ist die Pumptrack-Bahn vergessen. Während Samuel Runde um Runde dreht, tobt sich Lorena an der Wand aus. Energie haben sie jedenfalls genug.

Gegen 15:00 Uhr brechen wir auf zum Bleder See. Wir finden einen Parkplatz, der mit Parkscheibe sogar eine Stunde kostenlos ist – Jackpot! Mit Badesachen bepackt geht’s den steilen Weg hinunter zum See. Unten angekommen: Menschenmassen. Der See sieht zwar hübsch aus, mit der kleinen Kirche auf der Insel – fast wie aus einem Märchenbuch –, aber zum Baden lädt er nicht gerade ein.

Viel los am Bleder See

Cordula geht mit den Kindern ins Wasser, ich bewache unsere Sachen. Nach etwa 20 Minuten (im Wasser waren sie vielleicht fünf davon) reicht es den Kindern. Wir ziehen uns um, machen ein paar Fotos und treten den Rückweg zum Auto an.

Auf dem Weg zum Campingplatz legen wir noch einen Stopp bei Lidl ein. Lorena ist müde und mürrisch, weil wir sie nicht schlafen lassen. Der Einkauf verläuft erstaunlich friedlich – bis zur Self-Checkout-Kasse. Die macht ein bisschen Zicken, aber wir überwinden auch dieses Hindernis.

Zurück im Auto merken Lorena und Samuel, dass die Pizza-Schnitten, die sie sich ausgesucht haben, plötzlich gar nicht mehr so lecker schmecken. Tja, Geschmack ist eben auch tagesformabhängig.

Am Campingplatz angekommen, machen wir uns bereit für die Dusche, dann gibt’s Abendessen. Das Zubettgehen? Wieder ein kleines Abenteuer. Lorena weigert sich, schlafen zu gehen, während Samuel schon müde ist und relativ schnell einschläft. Um kurz vor zehn ist dann auch Lorena endlich so müde, dass sie ins Traumland abdriftet.

2025-08-13 – Tag 3 –  Mittwoch – Fahrradtour zu den Peričnik Wasserfällen

Ein Zeh-Wecker und die große Fahrradtour

Es war 7:45 Uhr, als Samuels kleines Spielchen Lorena unsanft aus dem Land der Träume riss. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Zeh zu traktieren. Lorena, noch völlig in den Kissen versunken und weit entfernt von jeglicher Morgenfrische, war darüber „stinkesauer“ und machte ihrem Ärger lautstark Luft. Das weckte in Samuel eine seltsame Schüchternheit, und die Stimmung am frühen Morgen war alles andere als sonnig.
Zum Frühstück gab es ein kleines Drama. Samuel schob erst nur lustlos zwei Löffel Müsli in sich hinein. Eine halbe Stunde später aber, fast wie ausgewechselt, verputzte er eine riesige Portion Fruity Loops mit Milch. Lorena aß auch brav auf, und so waren wir um kurz nach 11 Uhr endlich bereit für unser großes Abenteuer: eine Radtour zu den Peričnik-Wasserfällen, 14 Kilometer entfernt.

Der Weg ist das Ziel – und der Umweg

Wir starteten um 11:15 Uhr, aber der Anfang war holprig. Nach einer falschen Abzweigung radelten wir etwa 200 Meter in die falsche Richtung, bis wir unseren Irrtum bemerkten. Kurzerhand drehten wir um und waren wieder auf dem richtigen Weg. Von da an ging es nur noch bergab. Der Radweg war perfekt ausgebaut, sodass wir kaum treten mussten. Entsprechend voll war es aber auch. Die Kinder flogen regelrecht dahin und bemerkten nicht einmal den leichten Gegenwind, so sehr trug sie das Gefälle.
In Mojstrana bogen wir dann ab, und das gemütliche Vergnügen war vorbei. Die nächsten vier Kilometer ging es nur noch bergauf. Der erste Kilometer an der Straße war etwas chaotisch, weil wir von Autos überholt wurden, Fußgänger umkurven mussten und uns Radfahrer und Spaziergänger entgegenkamen. Nach einer Schranke wurde es nicht nur steiler, sondern auch deutlich ruhiger, da wir nun auf einem Privatweg waren.

Kleine Helden auf zwei Rädern

Die Kids waren einfach unglaublich! Bis auf ein paar kurze Verschnaufpausen, um den Weg zu checken, radelten beide kontinuierlich bergauf, ohne auch nur einmal abzusteigen. Samuel hatte kurz vor dem Ziel einen kleinen Durchhänger, aber er kämpfte sich tapfer weiter. Lorena bewältigte sogar den steilsten Abschnitt mit links und radelte ganz lässig im ersten Gang mit ordentlichem Tempo nach oben.
Als sie vom Rad sprang und den Wasserfall sah, war ihr erstes Wort: „Boah, Papi! Das sieht voll cool aus!“
Wir legten eine wohlverdiente Pause ein, stärkten uns und machten uns dann auf den Rundwanderweg zu den beiden Wasserfällen. Es ging steil bergauf durch den Wald, über Wurzeln, Stock und Stein und sogar über Treppen. Nach etwa zehn Minuten erreichten wir den ersten Aussichtspunkt und hatten einen fantastischen Blick auf den Wasserfall. Wir stellten uns in die Warteschlange für Fotos und liefen dann weiter nach oben.
Fünf Minuten später standen wir am nächsten Aussichtspunkt, der uns eine seitliche Ansicht des Wasserfalls bot und den Zugang zu einem ganz besonderen Weg freigab: einem Pfad hinter dem tosenden Wasservorhang!

Ein Spaziergang hinter dem Wasserfall

Die Kinder machten super bei den Fotos mit, was uns sehr freute. Wir liefen die wenigen Meter an der Felswand entlang, quasi durch einen Wasservorhang, und fanden uns auf dem Pfad hinter dem Wasserfall wieder. Von oben tropfte es unaufhörlich, aber das überwältigende Rauschen und die magische Atmosphäre ließen uns die Tropfen völlig vergessen. Total begeistert schossen wir Fotos, bevor wir auf der anderen Seite wieder herauskamen. Von hier aus sahen wir den Wasserfall in einem völlig anderen Licht – und entdeckten einen kleinen Regenbogen!


Nach einer kurzen Pause wollten wir noch den oberen Teil des Wasserfalls erkunden, der von unten nicht sichtbar war. Auch hier führte ein Weg hinter dem Wasserfall vorbei, den Lorena unbedingt gehen wollte. Cordula ließ sich schließlich überreden, mit ihr und Samuel loszulaufen. Aber nach etwa 20 Metern machte Lorena einen Rückzieher. Der Weg war einfach zu feucht.
Nachdem wir noch einige Fotos und Videos gemacht hatten, traten wir den Rückweg zu unseren Rädern an. Mit einer letzten Stärkung im Gepäck schwangen wir uns wieder auf die Sättel.

Mit Rückenwind und Eis als Belohnung

Die Kinder hatten auf der Rückfahrt einen Riesenspaß, denn es ging fast nur bergab, sodass sie die Räder einfach nur rollen lassen mussten. Im Tal angekommen orientierten wir uns kurz und fanden schnell wieder auf den Radweg zurück. Wir hatten auf dem Hinweg eine kleine Hütte am Wegesrand entdeckt, die wir als unser nächstes Ziel auserkoren hatten, denn dort wartete eine versprochene Eispause.
Wir hatten Glück und bekamen leichten Rückenwind. Die Kinder bemerkten so gar nicht, dass es die nächsten neun Kilometer wieder bergauf ging. Gerade als die Kräfte schwanden, tauchte endlich die Hütte auf. Zur Belohnung gab es für die Kinder ein Eis und eine Fanta, während Mami und Papi einen Radler und ein Bier genossen. Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter. Die letzten zwei bis drei Kilometer zum Campingplatz schafften die Kids zwar langsam, aber ohne Murren.

Zurück am Wohnwagen mehr man ihnen dann am, dass sie völlig hinüber sind. Nach 15 min Pause ist Lorena aber wieder fit, um mit mir abspülen zu gehen. Währenddessen kocht Cordula bzw. bereitet das Müsli für Samuel vor.  Nach dem Essen gehen die Kinder auf den Spielplatz und wir planen die nächsten Tage. Wieder zurück vom Spielplatz steht Samuel auf. Er hört nicht, macht wieder nur komische Geräusche ärgert Lorena, schlägt mir mit der flachen Hand aufs Ohr, … Er steigert sich immer mehr rein und ich mich auch. Erst als ich den Wohnwagen verlasse um angeblich einen von der Security hole, entschuldigt er sich und bricht dann in Tränen aus. Der Rest läuft friedlich ab und er liegt im 21:15 ruhig im Bett. Lorena schaut wieder um 22:00 raus und erzählt uns, dass sie nicht schlafen kann. Schluss für heute.

2024-08-31 – Tag 28 – Arbois nach Hause

Cordula und ich werden vom Regen wach bzw. sie weckt mich. Es ist 6.15. Der Regen war überhaupt nicht vorhergesagt. Ich springe schnell und leise nach draußen und bringe Schuhe und Kühlbox ins Trockene. Die Kinder bekommen wohl auch ein bisschen was mit, denn sie sind total unruhig. Nach der Aktion brauche ich eine Weile bis ich wieder einschlafe. Ziemlich genau bis zu dem Moment, in dem uns Lorena weckt, weil Samuel angeblich die Abtrennung zu ihr geschoben hat. Wir kuscheln kurz zu viert, was schwierig ist, weil Samuel wieder einmal nicht interagiert sondern nur komische Presslaute von sich gibt und auf keine Frage normal antwortet. Cordula macht ihm seine Milch, ich gehe duschen und wie durch Zauberei sind die Kinder plötzlich umgezogen und haben bereits Zähne geputzt. Sie sind heiß darauf, mit den Rädern in die Stadt zu fahren und dort zu frühstücken.

Um kurz nach 9.00 radeln wir los.

Radtour in die Stadt Arbois

Kaum kommen wir an einer Bäckerei am bunt geschmückten Kreisverkehr an, muss Samuel aufs Klo.

Le Petit Déjeuner (=Frühstück)
In der Boulangerie

Wir suchen und finden eine Mauer, die er anstrahlt. Nach dem Frühstück (6,50€ für ein Heißgetränk, ein halbes Baguette mit Butter und Marmelade, ein süßes Stückchen und ein Becher Orangensaft) fahren wir über Umwege durch das nette Örtchen wieder zurück.

In Arbois

Am Wohnwagen werden noch die letzten kleinen Arbeiten erledigt und um 11.30 fahren wir los. Erster Stop ist eine Tankstelle (1,748 €/l), wo wir gerade so viel tanken, dass es „leicht“ bis Freiburg reicht. Die Fahrt verläuft reibungslos und auf der Autobahn ab Besancon auch recht flott. So flott, dass die Reichweitenanzeige meint, dass wir doch nicht bis Freiburg kommen. Also hänge ich mich in den Windschatten eines LKWs und schon kommen wir locker bis Freiburg. Dort tanken wir für 1,649 €/l. Es hat sich also gelohnt. Um eine abwechslungsreichere Fahrt zu haben, fahren wir durch den Schwarzwald und die B311 Richtung Ulm. Das geht anfangs echt gut, wird aber, je näher wir ans Ziel kommen, immer nerviger, da einige Ortsdurchfahrten gesperrt sind und wir drei Umleitungen fahren. Das kostet zwar Zeit, aber wir kommen um 18.45 daheim an. Die Kinder sind heute wieder einmal supertoll mitgefahren. Danke dafür!

2024-08-30 – Tag 27 – Pont du Gard nach Arbois

Samuel kommt um kurz nach 8.00 zu uns, Lorena meldet sich kurz darauf, dass sie gar nicht mehr schläft und wir nicht mehr flüstern müssen. Das Frühstück verläuft eher mäßig, weil kaum etwas gegessen wird, aber das Anziehen der Badeklamotten geht ruckzuck. Lorena steht um 9.45 umgezogen, eingecremt und mit geputzten Zähnen bereit: „Wann gehen wir endlich an den Pool?“ Samuel hingegen sitzt laut singend auf dem Klo. Die Aufforderung bitte leiser zu singen quittiert er mit noch lauterem „Gesang“. Die Androhung, dass er nicht an den Pool dürfe, wenn er jetzt nicht endlich leiser ist, scheint ihn nicht zu interessieren. Deshalb gehen Lorena und Cordula um 10.10 ohne Samuel und mich an den Pool. Das führt dazu, dass Samuel bitterlich weint – und zwar die ganze nächste Stunde. Ich räume noch ein paar Sachen und gehe dann zum Pool. Samuel folgt mir einfach. Er hat sich weder dafür entschuldigt, dass er nicht gehört hat, noch hat er eine Erklärung, weshalb er nicht auf uns hört. Sich zu entschuldigen wäre die letzte Möglichkeit für eine Eintrittskarte in den Pool gewesen, aber auch diese Chance lässt er verfliegen. Am Pool bekomme ich dann vom Poolboy aufgezeigt, dass es so nicht geht: Samuel und ich haben zu weite Badehosen. In Frankreich sind nur enge Badehosen erlaubt. Also hole ich meine aus dem Auto und springe kurz ins Wasser zur Abkühlung. Samuel schaut weinend zu. Danach duschen alle, die nicht weinen und um 11.45 verlassen wir den Campingplatz. Phasenweise herrscht dichter Verkehr und wir überlegen lange, wie wir fahren sollen. Ziemlich spontan entscheiden wir uns für den großen Bogen ostwärts fast über Grenoble. Wie sich herausstellt eine gute Wahl, denn es ist wenig los auf der Straße. Rund um Lyon ist etwas mehr los, aber weiter Richtung Norden läuft es sehr flüssig. Bei der Wahl zwischen zwei – laut Campingführer – ähnlichen Campingplätzen entscheiden wir uns für den nördlichen. Das bedeutet zwar ca. 30-40 min mehr Fahrt, aber somit weniger Fahrt am Folgetag. Bei der Anfahrt zum Campingplatz haben wir schon Sorge, dass wir keinen Platz bekommen könnten, denn am 2024-09-01 findet ein großes Weinfest in Arbois statt und wir sehen bereits bei der Ortseinfahrt etliche Wohnwagen und Wohnmobile auf einem Parkplatz stehen. Um 18.30 erreichen wir den Camping Les Vignes in Arbois und es ist zum Glück kein Problem einen Platz zu bekommen. Wir richten uns ein und machen das Essen. Auf dem angrenzenden Sportplatz findet ein Boules-Turnier statt, was für die Kinder kurze Zeit interessant ist. Nach dem Essen spielen wir noch eine Runde Uno und um 21.40 schlafen die Kinder. Eigentlich verwunderlich, denn der Sportplatz ist vom Flutlicht hell erleuchtet und regelmäßig kommen sehr laute Durchsagen mit den anstehenden Begegnungen. Untermalt wird alles von – zugegeben: guter – Musik. Wir gehen nach dem Abspülen auch ins Bett und werden immer wieder von den Durchsagen geweckt, geschätzt bis um 1:00.

Unser Stellplatz in Arbois
https://maps.app.goo.gl/1Qi7pJrrVU9dZfMR8

2024-08-29 – Tag 26 – Camping Albera zum Pont du Gard (Camping La Sousta)

Wir lassen es ganz entspannt angehen. Alle, bis auf Samuel, der Lorena nicht in Ruhe lässt, ihr wehtut und auch nach mehrfacher Aufforderung nicht aufhört. Das kostet nicht nur Zeit sondern auch Energie. Um 11.45 verlassen wir den sehr schönen und gepflegten Campingplatz. Bevor wir auf die Autobahn fahren, tanken wir noch in Spanien für 1,578 €/l, da wir von der Hinfahrt wissen, dass in Frankreich das Benzin teurer ist. Kurz nach der Grenze wird der Verkehr immer zähflüssiger mit phasenweise Stau. Nach der Mautstation läuft es deutlich flüssiger und wir kommen ohne viel Zeit zu verlieren bis zum Ziel. Um kurz nach 16.00 erreichen wir den Campingplatz La Sousta am Pont du Gard. Wir bauen alles auf, stärken uns kurz mit Melone und radeln dann zum Pont du Gard. Lorena ist erst müde, dann hat sie Bauchweh und ist schwach. Als ihr von uns bewusst gemacht wird, dass sie in diesem Zustand nicht in den Pool kann geht es ihr relativ schnell besser. Irgendwas ist komisch … Vielleicht liegt es aber auch an dem beeindruckenden Blick auf den Pont du Gard, der im 1. Jahrhundert von den Römern als Aquädukt angelegt wurde.

Pont du Gard von beiden Seiten

Die Römer haben es Lorena ohnehin angetan. Wir machen ein paar Fotos und radeln wieder 5 min zurück zum Campingplatz. Für das Pool bleibt leider keine Zeit mehr, aber Lorena und Samuel gehe.n noch auf den Spielplatz, während wir das Essen herrichten. Außerdem stellen wir einen kurzen Poolbesuch für den nächsten Tag in Aussicht. Nach dem Essen dauert es wieder eine Weile bis beide zur Ruhe kommen. Um 21.25 gehen wir aus dem Wohnwagen. Da der Pont du Gard nachts beleuchtet ist, machen Cordula und ich uns noch zu zweit auf den Weg dorthin. Der Pont du Gard wird von wechselnden Lichtfarben bestrahlt und kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen wollen, beginnt eine Licht- und Videoshow.

Pont du Gard bei Nacht

Auf den Pont du Gard wird das 20-minütige Video „Wunder des Lebens“ projiziert. Einfach nur Wow! Das erklärt auch, weshalb um kurz nach 22.00 immer mehr Menschen kamen. Um kurz nach 23.00 sind wir zurück am Wohnwagen. Abspülen, Zähne putzen, Bett.

Unser Stellplatz im Camping La Sousta
https://maps.app.goo.gl/KznsBQYEjJyWbyq27

2024-08-28 – Tag 25 – Coma-ruga nach Camping Albera

Um Punkt 12.00 starten wir. Der erste Ausparkversuch misslingt, weshalb ich den Weg vor mir einfach weiterfahren. Dort stehen auch andere Wohnwägen und parkende Autos. Zweimal um die Kurve und dann Richtung Ausfahrt. Leider wird der Weg immer enger und kurviger und wir bleiben stecken, weil ich sonst das Gestänge eines Pavillons beschädigen würde. Also kuppeln wir ab und schieben den Wohnwagen ein Stück wo es sehr eng ist. Dann wieder ankuppeln und weiterfahren. Aber nur einen Meter, denn ich würde sonst eine Hecke kaputtfahren. Also wieder ankuppeln, schieben, ankuppeln weiterfahren. Dieses Mal kommen wir immerhin bis zum Supermarkt, wo ich wieder nicht um die Kurve kommen würde. Ein drittes Mal abkuppeln. Zwei Spanier helfen uns und schieben den Wohnwagen um die Kurve.  Zum letzten Mal kuppeln wir an und brausen dann ab in Richtung Norden. Hin und wieder ist es mehr Verkehr, aber zum Glück kein richtiger Stau. Um 15.00 erreichen wir Girona und parken auf einem Busparkplatz. Wir laden die Räder ab, cremen uns ein und radeln die 1,5 km bis an den Fluss, an dem die schönen bunten Häuser stehen. Dort ist der erste lohnenswerte Fotostop.

Altstadt von Girona

Dann schieben wir die Räder über eine Brücke, sperren sie an einen Fahrradständer und machen uns zu Fuß auf den Weg durch die engen und teilweise steilen Gassen. Nach einem Zick-Zack-Lauf mit meckernden Kindern erreichen wir die Stadtmauer und besteigen einen Turm, von dem aus wir einen schönen Blick auf die Stadt haben.

Panorama über Girona

Lorena und Samuel meckern jetzt nicht mehr, sondern sind unsere Stadtführer.

Stadtmauerführung mit Lorena und Samuel

Sie lotsen uns die Mauer entlang bis zur Kathedrale, die auch Drehort von „Game of Thrones“ war.

Kathedrale von Girona

Dann übernehmen wir wieder und führen die Kinder zu einer Eisdiele. Samuel ist ganz flott, Lorena zelebriert ihre eine Kugel für 4€ wieder einmal und braucht knapp 20 min bis sie fertig ist. Jetzt aber schnell zurück zum Auto, denn es ist inzwischen kurz vor 18.00 und bis zum angepeilten Campingplatz Albera, der um 19.30 schließt, haben wir noch 50 min Fahrt vor uns. Lorena und Samuel machen super mit und wir kommen um 18.15 in Girona los. Der Stopp hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zum Glück kommen wir ohne Stau durch und erreichen den etwas abgeschieden gelegenen Campingplatz kurz nach 19.00. Wir suchen uns einen Stellplatz (es ist wenig los und es gibt genügend Plätze) und während ich alles auspacke und aufbaue, geht Cordula noch kurz eine Runde schwimmen mit Lorena und Samuel. Das tut den beiden gut. Um kurz nach 20.00 kommen sie zurück und wir essen mit Einbruch der Dunkelheit. Als wir fertig sind, entdeckt Samuel sogar noch einen Satellit am klaren Nachthimmel. Im Bett liegend braucht Samuel noch kurz bis er runterkommt. Um 22.00 schlafen die Beiden.

Unser Stellplatz im Camping Albera
https://maps.app.goo.gl/bqn4PtM9ygJptPjn6

2024-08-27 – Tag 24 – Isla de Gracia nach Coma-ruga

Lorena und Samuel wachen um kurz nach 8.00 auf, kommen zu uns und hören gleich die anderen Kinder durch die offenen Fenster aus dem Haus. Selten waren sie in diesem Urlaub schneller umgezogen. Das Frühstück bestand nur aus einem Schokopudding und dann schnell ins Haus zu Santi, Clara, Maria und Pablo. Sie haben kurz zusammen gespielt, nochmal ein bisschen Müsli nachgeschoben und um 10.30 sind wir losgefahren auf den „Fischmarkt“. Auf dem Weg dorthin erzählt uns Ramon etwas über die Reisfelder und die Bewässerung. Der „Fischmarkt“ entpuppt sich dann als ein kleines Fischgeschäft oder besser: Meeresfrüchtegeschäft. Während die Kinder die Krebse, Muscheln, Tintenfische, Garnelen, … bestaunen, kauft Ramon selbige für die Paella. Auf dem Rückweg zur Isla tanken wir für 1,359 €/l. Wieder an der Villa angekommen, bereiten Albert und Ramon alles für die Paella vor und ich wechsle Samuels Reifen am Fahrrad.

Family-Cooking

Danach darf ich ein bisschen bei der Paella mithelfen. Zwiebeln, rote und grüne Paprika und Zucchini hat Carmen bereits klein geschnitten und angebraten. Außerdem hat sie 3 Liter Fischfond und Gemüsebrühe aufgekocht. Ramon und ich richten die Paella-Pfanne auf dem speziellen Gaskocher aus und braten 5 min den klein geschnittenen Tintenfisch an, der dann wieder aus der Pfanne raus zur Zwiebel-Paprika-Zuchhini-Mischung  kommt; obendrauf noch einen großen Klacks passierte Tomaten und dann zur Seite stellen. Jetzt braten wir die Garnelen/Gambas/Langusten/? an, natürlich in reichlich Öl und dann wieder zur Seite stellen.

Jetzt kommt die Gemüsemischung zusammen mit einem guten Schuss Weißwein in die Pfanne. Sobald der Weißwein rausreduziert ist, kommt der Reis mit in die Pfanne. Alles gut vermischen und mit der Fischfonbrühe ablöschen. Bei unserer schwarzen Paella kommt jetzt noch die Tinte vom Tintenfisch dazu und dann gut 10 min köcheln lassen.

Ramon gibt die Tinte zur Paella

Dann steckt man die Muscheln in den Reis und wartet noch einmal knapp 10 Minuten, bis sie sich öffnen. Für das Finale werden die Gambas und Garnelen dekorativ oben aufgelegt und dann ab auf den Teller damit.

Paella negro

Es schmeckt megalecker und auch Samuel und Lorena essen für ihre Verhältnisse eine ordentliche Portion, Lorena hauptsächlich Muscheln. Direkt nach dem Essen verabschieden sich Aurelius und Albert, weil um 15.30 ihr Kitesurf-Kurs beginnt. Wir helfen noch kurz mit beim abräumen und verabschieden uns dann auch. Es ist 16.45 als wir aufbrechen. Zwei Stunden später erreichen wir den Lidl in Coma-ruga (Cordula springt schnell alleine rein für Brot, Wein und Nachtisch). Am Camping Francàs werden wir wieder sehr freundlich begrüßt und stellen den Wohnwagen zwischen Restaurant und Rezeption ab. Cordula geht noch eine Runde ins Meer und die Kinder lassen die Krebse frei, die sie am Vormittag im Meeresfrüchtegeschäft bekommen haben.

Samuels bestaunt „seinen“ Krebs auf dem Weg in die Freiheit

Beim Abendessen ist es bereits fast ganz dunkel, was Lorena überhaupt nicht passt. Sie ist einfach ziemlich übermüdet. Um kurz vor 22.00 schlafen beide.

Unser Stellplatz im Camping Francàs
https://maps.app.goo.gl/WvrRCvuy6kCrzv4f8

2024-08-26 – Tag 23 – Coma-ruga nach Isla de Gracia

Die Kinder wachen zusammen um kurz vor 8.30 auf und sind beide noch müde. Folglich spielen sie lieber zusammen als beim Abbau mitzuhelfen. Wahrscheinlich geht es deshalb so flott. Beim Müll wegbringen ist Samuel dann dabei. Bei dieser Gelegenheit zahlen wir, fragen nach einem Platz für den kommenden Tag und lassen die Mülleimer vor der Rezeption stehen. Das bemerkt Cordula kurz bevor wir auf die Schnellstraße fahren. Also wieder zurück, Mülleimer holen und dann erst zum Lidl. Der Einkauf dort zieht sich ganz schön in die Länge. Um 14.00 sind wir fertig und fahren zum Decathlon Tarragona. Dort ist nur ein ganz kurzer Stop geplant, um für Samuels Fahrrad einen neuen Schlauch und einen neuen Reifen zu kaufen. Kaum im Laden, biegen Cordula und Lorena zu den Badeklamotten ab. Kurz darauf sind sie in der Umkleide zu finden, während Samuel und ich schon fertig sind. Okay, zugegeben, eine Sonnenbrille kommt nach kurzer Beratung noch in Papis Einkaufstasche. Zurück im Auto merken wir, dass wir jetzt ein bisschen Gas geben müssen, um rechtzeitig um 16.45 auf der Isla de Gracia zu sein. Für 17.30 ist nämlich eine Bootstour um die Insel geplant. Wir kommen ohne Zwischenfälle (und ohne Pinkelpause!) um 17.00 an. Nach der Begrüßung mit kurzer Hausführung cremen wir uns und die Kinder ein und laufen vorbei an Mandarinenbäumen zum Nachbarhaus, wo uns Aris Cousin Lucas empfängt. Da das Boot (ein Boot zum Wakeboarden/Wasserskifahren) nicht anspringt, starten wir mit etwas Verspätung und rasen dann los auf dem Ebro.

Bootstour auf dem Ebro

Dummerweise platzt auf dem Rückweg ein Auspuffrohr und wir können nur noch extrem gedrosselt heimtuckern. Wieder zurück am der Casa Marcos von Aris Familie gibt es Snacks als Vorspeise für das Abendessen. Lorena und Samuel haben viel Spaß mit Santi, Carla und Maria, den drei Kindern von Moni und Albert und natürlich mit Pablo. Wir haben Spaß, weil wir entspannen können. Carmen, Aris Mutter, bereitet unterdessen zusammen mit der Haushaltshilfe das Abendessen vor. Es gibt Gazpacho, Salat, eine  Kartoffel-Ei-Pfanne, Käse, Pan con Tomate – einfach alles typisch spanisch und einfach alles lecker. Richtung Bett gehen wir mit den Kindern erst wieder kurz vor 23.00.

Unser Stellplatz auf Isla de Gracia
https://maps.app.goo.gl/oPVcCrxYDw5RN6rRA

2024-08-25 – Tag 22 – Coma-ruga

Durch ein lautes Knarren und Knacksen werde ich um kurz nach 6.00 wach und direkt von Cordula, die schon länger wach ist, angesprochen, dass ein Sturm aufzieht. Sie hat bereits durch das WC-Fenster Handtücher abgenommen. Wir gehen raus und nehmen das Tarp ab, das bereits beim Nachbar gegen das Wohnmobil weht. Lorena ist ebenfalls.aufgewacht vom sehr starken Wind, der immer wieder unsere Markise anhebt und auf das Gestänge schlägt.

Der abziehende Sturm

Ich bleibe noch eine Weile draußen und beobachte unsere Markise und den Kampf des spanischen Nachbars mit dem Wind und der Plane über ihrem selbstgestrickten Pavillon. Bei unserer Ankunft bestand der Pavillon noch aus zwei Teleskopstangen und einer Netzplane. Das erste Upgrade auf ein stabileres Gestell und eine feste blaue Plane war nicht von Erfolg gekrönt, weshalb kurzerhand ein Pavillonüberzug machgekauft wurde. Dieser musste aber mit einer Folie und Panzertape wasserdicht gemacht werden. Als der Nachbar damit fertig war, war auch der Sturm größtenteils weitergezogen und ich bin wieder in den Wohnwagen gegangen. Samuel hat von dem ganzen Treiben zum Glück nichts mitbekommen und Lorena ist zum Glück auch wieder eingeschlafen. Um kurz nach 9.00 weckt uns Samuel. Irgendwie sind wir heute alle etwas antriebslos und so dauert es bis 11.00, bis wir mit dem Frühstück fertig sind. Wir entscheiden uns, heute nicht zu den anderen an den Pool zu gehen und einen entspannten Tag am Wohnwagen zu verbringen. Samuel, Lorena und ich leeren den Abwassertank, bringen den Müll weg und fragen an der Rezeption nach einem freien Platz für die Nacht vom 2024-08-27 auf 2024-08-28 (ist gar kein Problem, weil die Spanier wieder anfangen zu arbeiten und ganz viel frei wird). Auf dem Rückweg wollen die Kinder noch auf dem Spielplatz bleiben. Als ich bei Cordula ankomme, sagt sie mir, dass die Haag-Pijoans noch kurz vorbeikommen, um Zeit zu überbrücken. Also machen wir spontan ein Mittagessen beim Campingplatz-Italiener, das wir bis 15.30 ausdehnen.

„Unser“ Campingplatz-Italiener
Eis macht Kinder glücklich(er)

Wieder zurück am Wohnwagen bekommen wir von den Nachbarn einen Teller voll „Nudel-Paella“. Sehr lecker!

Frisch gestärkt mache ich mit Samuel die Chemie-Toilette. Danach gehen wir alle zusammen ins heute etwas unruhigere Meer. Lorena sind die Wellen nicht ganz geheuer. Samuel hat viel Spaß, aber auch etwas Respekt, nachdem ihn einmal eine Welle erwischt und durcheinanderwirbelt.

Auch Papi hat Spaß im Wasser

Nach dem Meer spielen Lorena und Samuel noch eine Weile ganz friedlich zusammen im Sand. Anschließend wird geduscht und gegessen. Statt lesen spielen wir heute zu viert Schwarzer Peter und haben alle mächtig Spaß. Um 21.30 liegen die Kinder schlafend im Bett und wir genießen das Rauschen der Brandung an unserem letzten Abend hier. Bevor wir uns Bett gehen zieht noch ein Gewitter über das Meer, das bei uns glücklicherweise nur zu ein bisschen Wind führt.

Blitzeinschlag ins Meer macht die Nacht kurzzeitig zum Tag

2024-08-24 – Tag 21 – Coma-ruga

Nachdem Lorena um 5.30 ganz selbstverständlich zu uns spaziert und meint „Es ist doch schon nach 9.00“ (da hatte sie wohl auf ihrer Kamera falsch geschaut), schlafen wir zum Glück wieder ein und wachen erst um kurz nach 9.00 wieder auf. Cordula kann leider nicht mehr schlafen, ich mit Lorena im Arm auf dem Rücken liegend schnarche. Nach dem Frühstück kommen die Kinder auf die Idee auch heute die Badeklamotten des anderen anzuziehen.

Wer ist Lorena und wer ist Samuel?
Links Samuel, rechts Lorena. 🙂

Wir laufen  wieder zu „den Anderen“ und es dauert kurz, Busse alle merken, wer wer ist. Nach einer Weile am heute ruhigeren Meer gehen wir an den Pool. Dort sind Lorena und Samuel kaum aus dem Wasser zu bekommen (außer sie nehmen Anlauf, um hineinzuspringen). Sie spielen super zu zweit.

Lorena läuft übers Wasser

Zwischendurch versucht Samuel nicht nur zu tauchen, sondern auch zu schwimmen. Irgendwann klappt es komplett ohne Hilfsmittel, dass er den Pool alleine an der schmalsten Stelle (ca. 4 m) durchschwimmt.

Samuel schwimmt!
Fast angekommen!

Er ist selber total begeistert und stolz – wie wir auch. Faszinierend, wo beide die Kraft und die Ausdauer hernehmen, denn erst gegen 15.00 essen sie von ihrem Porridge. Getrunken wird nichts und wir wundern uns schon, weshalb Samuel mehrmals aufs Klo musste. Irgendwann Frage ich ihn, was er heute schon getrunken hat. Seine Antwort! „Chlorwasser.“ Er hat regelmäßig einen ordentlichen Schluck aus dem Pool genommen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass er kurze Zeit später über Bauchweh klagt. Also laufen wir um kurz nach 16.00 gemütlich nach Hause. Samuel wirkt sichtlich angeschlagen. Am Wohnwagen angekommen räumen wir kurz auf, weil später erst Pablo bei uns abgeliefert wird und kurz darauf Aurelius, Ari und Nicolas zu Besuch auf einen Spritz kommen.

Lorena liest den Jungs vor.

Sie bleiben bis kurz nach 19.00. Danach machen wir uns fertig für das Treffen mit meinem Cousin Günther und seiner Frau Ana. Wir gehen wieder in unserem Campingplatz-Italiener, plaudern und essen wieder lecker.

Um kurz nach 21.00 wird es kurz laut, weil eine Band auf der Terrasse ihren Soundcheck macht. Lorena ist total interessiert, was die für Musik machen werden. Wir zahlen und setzen uns ein paar Meter abseits am einen Tisch als es um 22.00 mit spanischer Musik und Flamenco. Lorena und Samuel sind gleichermaßen begeistert und müde.

Um 22.30 verabschieden wir uns und bringen die Kinder ins Bett. Um 23.00 gehen bei ihnen die Lichter aus.

2024-08-23 – Tag 20 – Coma-ruga

Der Tag beginnt wie der vorherige. Wir sind um 11.30 am Strand vor der Ferienanlage von Aris Familie. Erst kommen Auri und Ari mit Pablo und Nicolas, kurz darauf auch noch Ramon und Carola mit ihren zwei Mädchen an den Strand. Dort haben wir bis kurz nach 13.00 Spaß und gehen dann an den Pool. Lorena und Samuel schwimmen, springen, rennen, tauchen, … unermüdlich bis wir um 16.15 den Heimweg antreten. Am Wohnwagen gibt’s Melone und Cordula kümmert sich um die am Vormittag  gewaschene Wäsche. Um kurz vor 19.00 essen wir. Danach gehen wir duschen, spülen ab und bringen die Kinder ins Bett. Samuel meckert ziemlich viel, weil er noch einmal aufs Klo muss, es aber wieder einmal nicht sagt. Um kurz nach 21.00 ist dann endlich Ruhe. Denken wir bis 21.20, als Lorena aufs Klo schleicht.

2024-08-22 – Tag 19 – Coma-ruga und Roc de Sant Gaieta

Der Morgen beginnt ganz entspannt. Um kurz nach 11.00 laufen wir den Strand entlang zu Auri, Ari, Pablo und Nicolas. Eine gute Stunde schwimmen und planschen wir im und am Meer. Dann zieht es uns an den Pool. Um 15.00 laufen wir zurück zum Wohnwagen und essen ein bisschen Obst, bevor wir losradeln in den Nachbarort, wo es den sehenswerten Rock de Sant Gaieta gibt. Nach knapp 20 min und zwei ordentlichen Steigungen haben wir die 2,5 km geschafft und stellen die Räder ab.

Wir laufen ein paar Meter zum Restaurant bzw. zur Eisdiele Cal Sisquet.

Fußweg zum Roc de Sant Gaieta

Dort gibt es für die Kinder  je eine Kugel Eis und für uns einen Affogato (Espresso mit einer Kugel Eis).

Danach spazieren wir noch kurz durch die Gassen, machen ein paar Fotos und radeln dann wieder heim, wo wir um 18.30 ankommen.

Lorena macht quasi im Vorbeigehen noch bei einem der Kinder-Animationsspiele mit und um 19.30 treffen wir uns mit den Haag-Pijoans zum Abendessen am Campingplatz. Heute werden leider alle Pizzas berechnet. Es schmeckt trotzdem wieder sehr gut. Bis Lorena und Samuel schlafen ist es 22.45 und damit Lorena immer noch zu früh: „Papi, können wir nicht mal später ins Bett gehen?“ Sehr witzig.

2024-08-21 – Tag 18 – Coma-ruga

Samuel schläft bis 8.00, Lorena sogar bis 9.00. Wir laden den Vormittag ruhig angehen und sind erst um 10.30 mit dem Frühstück fertig. Anschließend gehen wir zum Lidl einkaufen und sind um kurz vor 14.00 wieder zurück. Schnell Mittagessen und dann ab ins Meer. Um 17.15 laufen wir am Strand entlang los zur Ferienanlage von Ari und sind dort bis kurz vor 19.00 am und im Pool. Wieder daheim gibt es Brotzeit und Reste von Pizza und Nudeln zum Abendessen. Um 21.00 schlafen Lorena und Samuel.

2024-08-20 – Tag 17 – Amfora Campingplatz nach Coma-ruga

Die Kinder schlafen etwa bis 8.00 und haben natürlich immer noch ein Schlafdefizit. Trotzdem helfen beide super mit beim Abbau und Zusammenpacken. Toll, wie sie manches jetzt schon ganz alleine erledigen können (Samuel leert den Abwassertank, Lorena packt heute überall mit an). Um 11.45 fahren wir los. Wir machen wieder ein paar Pinkelpausen für Lorena. Samuel schläft über eine Stunde und wacht rund 20 min vor der Ankunft auf.  Um 14.30 sind wir am Campingplatz Francàs, den Ari für uns organisiert hat. Wir können uns einen Platz raussuchen. Dazu drehen wir eine Runde auf einem kleinen Golf-Auto und  entscheiden uns für einen der Plätze ganz vorne am Meer. Vom Strand trennt uns nur ein Trampelpfad, den wir selbst nutzen, um die 20 m bis am den Strand zu laufen. Wir richten uns ein und treffen uns um 19.30 mit Aurelius, Ari, Pablo und Nicolas zum Abendessen im Restaurant am Campingplatz. Dort können wir essen und plaudern und die Kinder sich auf dem Spielplatz austoben. Das Essen ist lecker und supergünstig, weil unsere Pizzen nicht berechnet wurden. Um 22.15 sind die Kinder im Bett und schlafen beide innerhalb von 5 min ein.

https://maps.app.goo.gl/jgDCz7UascDVApcC9

2024-08-19 – Tag 16 – Amfora Campingplatz

Vor dem Frühstück fahren Lorena und Samuel ganz alleine Brot holen. Lorena bekommt Geld mit und den Auftrag, uns noch zwei süße Stückchen mitzubringen. Lorena erledigt das alles ganz selbstbewusst und ohne viele Fragen zu stellen, ganz anders als bisher, wenn sie mit etwas Unbekanntem konfrontiert war. Sie hat sich echt weiterentwickelt. Die Kinder essen dann ihr selbst gekauftes Baguette zum Frühstück. Danach gehen die Kinder zum Masken basteln und ich rasiere mir die Haare.

Als die Kinder zurückkommen, stärken wir uns ausgiebig und gehen an den Pool. Samuel hat Spaß am Tauchen und Lorena ist mit Cordula ein paar Mal rutschen, bis einer der Securitys feststellt, dass Lorena zu klein ist.

Cordula und Lorena auf dem Weg zur Rutsche
Aufwärmen nach dem Pool

Daraufhin gehe ich mit den Kindern zum Wohnwagen für eine kleinen Nachmittag-Obst-Snack und Cordula schont am Pool ihr Auge, das sehr brennt. Nach dem Snack am Wohnwagen gehen die Kinder zu den Amfi-Games und spielen mit den Animateurinnen und etlichen anderen Kindern Reise nach Jerusalem und ähnliches. Währenddessen mache ich im Fit-Park ein paar Übungen. Nach den Amfi-Games duschen wir uns, machen Brotzeit und wollen den aufgehenden Vollmond über dem Meer bestaunen. Als er bis 20.40 nicht zu sehen ist, gehen wir zur Mini-Disco: Lorena von 0 auf 100 in zwei Sekunden, Samuel braucht ein wenig Anlaufzeit, tanzt dann aber auch mir. Wie die meisten Eltern setzen wir uns an einen Tisch und gönnen uns einen Sangria bzw. Sangria Blanca Cava.

Um 21.30 ist die Sause vorbei und wir sausen ins Bett. Beide sind etwas aufgedreht, schlafen aber schnell ein, als sie im Bett liegen.

2024-08-18 – Tag 15 – Amfora Campingplatz

Lorena wacht vom Regen schon um 6.50 auf, Samuel kurz nach 7.00. Wir chillen noch bis nach 8.00 im Wohnwagen. Nach dem Frühstück gehen Cordula und Lorena um 9.30 zum Functional Training. Samuel fällt wieder einmal zu spät und nach unzähligen Aufforderungen ein, dass er dort auch hin will. Er erlebt nur die letzte Minute mit. Während Cordula noch ein paar Bahnen schwimmt hole ich mir den Kindern ein Baguette im Campingplatz-Supermarkt. Als wir an der Kasse stehen, fällt Samuel ein, dass er aufs Klo muss. Lorena sagt, dass sie mit ihm schon einmal vorausfährt und dass sie den Weg kennt. Also fahren die beiden los. Die drei Leute vor mir an der Kasse zahlen, ich zahle, fahre gemütlich heim und bin noch drei Minuten vor den Kindern am Wohnwagen, weil Lorena den Weg natürlich doch nicht gefunden hat. Sie hatte schon Schwierigkeiten vom Pool zum Supermarkt zu finden, obwohl sie dort auch schon zweimal war. Die Orientierung bereitet ihr enorme Probleme. Immerhin findet sie danach zur Pumptrack-Bahn, neben der ich ein paar Fitness-Übungen mache. Als ich fertig bin, gehen Lorena und Samuel auf den Spielplatz und ich schwimme noch ein paar Bahnen. Kurz vor 13.00 treffen wir uns alle wieder am Wohnwagen und fahren kurz danach zur Tropic Beach Bar am Strand zum Mittagessen.

Das Essen ist nichts Besonderes, aber preislich in Ordnung und die Location und das Ambiente unschlagbar. Ein kleiner Schauer zwingt uns zu einem Platzwechsel nach drinnen. Auch hier passt das Ambiente.

Anschließend machen wir noch ein paar Bilder am Strand und uns dann auf den Weg zum Pool. Wir bleiben nur ganz kurz, weil um 17.00 die Holi-Party anfängt. Wir kommen ein paar Minuten zu spät, aber immer noch rechtzeitig. Es ist ein wirklich buntes Spektakel und die Farben sind nicht nur kräftig – sie riechen auch so.

Um kurz vor 18.00 ist alles vorbei und wir gehen noch zum Pool. Auf dem Weg dorthin duschen wir uns und müssen dabei feststellen, dass die Farben doch nicht so leicht abzuwaschen sind. Am Pool bleiben wir bis 19.00, duschen direkt im Anschluss und machen Brotzeit zum Abendessen.

Abendessen

Samuel und Lorena haben richtig Hunger und zelebrieren das Essen. Bis sie im Bett sind ist es kurz nach 21.00. Da für die Nacht stürmisches Wetter vorhergesagt ist, räume ich jetzt noch auf, damit ich die Markise einrollen kann.

2024-08-17 – Tag 14 – Amfora Campingplatz

Lorena ist wieder um 7.15 wach und Samuel schläft fast bis 9.00. Cordula macht sich schnell fertig und geht zum Zumba. Ich mache die Kinder fertig und frühstücke mit ihnen. Lorena beeilt sich ganz arg und fährt dann noch alleine zu Cordula um den Rest vom Zumba zu sehen. Sie erlebt noch das abschließende Dehnen und findet es langweilig. Als Samuel fertig ist mit seinem Frühstück machen wir uns wieder bereit für die Pumptrack-Bahn. Cordula und Lorena gehen um 12.00 zur Water-Mini-Disco. Samuel und ich sind um 12.40.wieder am Wohnwagen, weiler ganz arg Hunger hat. Cordula und Lorena kommen etwas später dazu. Alle zusammen machen wir wieder eine ausgedehnte Siesta und gehen um 15.30 ans und ins Meer (die Kinder haben mächtig Spaß) und danach zum Aquadance. Wir sind voll dabei. Später wird es fast stressig, weil nach der Wassertanzerei bereits um 18.00 Karaoke auf dem Programm steht und Lorena daran interessiert ist. Also „heim“, duschen, essen. Samuel zickt extrem rum und Lorena fährt dann mit dem Rad alleine zum Karaoke. Mittlerweile findet sie immerhin den Weg zum Pool und damit auch zur Bühne. Samuel wird zum Essen verdonnert (er wollte extra frische Nudeln) und fährt dann auch noch zum Karaoke. Er kommt kurz darauf mit Lorena zurück. Samuel duscht auch noch und um 21.00 liegen beide im Bett.

2024-08-16 – Tag 13 – Amfora Campingplatz

Lorena kommt wieder um 7.15 zu uns ins Bett gehüpft, Samuel etwas später. Wir frühstücken und Cordula geht um 9.30 zum Stepaerobic. Währenddessen flicke ich Samuels Vorderreifen (den hatte er sich am Vortag an der Pumptrack-Bahn platt gefahren). Kurz nachdem Cordula vom Steppen kommt, geht sie mit Lorena zum Pool und ich mit Samuel wieder auf die Pumptrack-Bahn. Kurz nach 12.30 treffen wir uns zum Mittagessen wieder am Wohnwagen. Nach einer längeren Siesta gehen wir zum Pool. An der Rutsche blitzen Samuel und ich heute leider ab, weil die Security sofort erkennt, dass er noch nicht 1,20m ist und uns wegschickt. Nach dem Baden gehen wir schnell duschen und essen, damit wir pünktlich um 19.00 bei der Mini-Disco sind. Folglich wird es etwas später bis die Kinder schlafend im Bett liegen. Heute liest Lorena Samuel etwas vor und die beiden kuscheln zusammen. Wir sind heute raus. Das ist auch sehr

2024-08-15 – Tag 12 – Amfora Campingplatz

Lorena ist bereits um 7.15 wach, Samuel schläft bis 8.00. Während wir uns umziehen und frühstücken wollen die Kinder mal zum Pool, kurz darauf zum Spielplatz, dann zum Strand, dann wieder zum Pool, … Wir starten mit einer Fahrradtour zum Strand und bleiben beim Rückweg an der Pumptrackbahn und dem Spielplatz hängen.

Cordula wäscht und ich bleibe mit den Kindern eine ganze Weile an der Bahn bzw. beim Spielplatz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellen sich beide immer besser an. Als es sonniger und wärmer wird, wollen die Kinder zum Pool. Wir fahren zurück zum Wohnwagen, ziehen uns um und fahren zum Pool. Wir finden zwei Liegen unter einem Baum. Dann also ab ins Wasser. Schwimmen wird schnell langweilig. Die Rutschen sind deutlich interessanter. Die Mindestgröße von 1,20 m haben zwar beide noch nicht erreicht, aber das juckt zum Glück niemanden, obwohl die Security wirklich genau schaut. Wir verbringen eine ganze Weile mit rutschen und obwohl Samuel und Lorena schon zittern, wollen sie nicht aufhören. Kurz nachdem Cordula kommt, reicht es Lorena. Sie wärmt sich auf mir auf der Liege und Samuel schwimmt noch eine Weile mit Cordula. Irgendwann setzt auch bei ihm die Ermüdung ein und er braucht dringend etwas zu essen und zu trinken. Ab zum Wohnwagen und schwupps ist eine ganze Melone, eine Birne und ein Apfel weg. Den Großteil hat Samuel gegessen. Danach gehen wir noch einmal zur Pumptrack-Bahn, bis Samuel gegen eine Kante fährt und sein Reifen platt ist. Wir laufen zurück zum Wohnwagen. Es wird Zeit für das Abendessen. Während die Nudeln ziehen, duscht Cordula mit den Kindern. Samuel macht nach drei Tagen seinen Stinker und hat mächtig Hunger. Essen und Bettgehen zieht sich von ca. 19.00 bis 21.15. Dann beginnt der gemütliche Teil zu zweit.