2024-08-23 – Tag 20 – Coma-ruga

Der Tag beginnt wie der vorherige. Wir sind um 11.30 am Strand vor der Ferienanlage von Aris Familie. Erst kommen Auri und Ari mit Pablo und Nicolas, kurz darauf auch noch Ramon und Carola mit ihren zwei Mädchen an den Strand. Dort haben wir bis kurz nach 13.00 Spaß und gehen dann an den Pool. Lorena und Samuel schwimmen, springen, rennen, tauchen, … unermüdlich bis wir um 16.15 den Heimweg antreten. Am Wohnwagen gibt’s Melone und Cordula kümmert sich um die am Vormittag  gewaschene Wäsche. Um kurz vor 19.00 essen wir. Danach gehen wir duschen, spülen ab und bringen die Kinder ins Bett. Samuel meckert ziemlich viel, weil er noch einmal aufs Klo muss, es aber wieder einmal nicht sagt. Um kurz nach 21.00 ist dann endlich Ruhe. Denken wir bis 21.20, als Lorena aufs Klo schleicht.

2024-08-22 – Tag 19 – Coma-ruga und Roc de Sant Gaieta

Der Morgen beginnt ganz entspannt. Um kurz nach 11.00 laufen wir den Strand entlang zu Auri, Ari, Pablo und Nicolas. Eine gute Stunde schwimmen und planschen wir im und am Meer. Dann zieht es uns an den Pool. Um 15.00 laufen wir zurück zum Wohnwagen und essen ein bisschen Obst, bevor wir losradeln in den Nachbarort, wo es den sehenswerten Rock de Sant Gaieta gibt. Nach knapp 20 min und zwei ordentlichen Steigungen haben wir die 2,5 km geschafft und stellen die Räder ab.

Wir laufen ein paar Meter zum Restaurant bzw. zur Eisdiele Cal Sisquet.

Fußweg zum Roc de Sant Gaieta

Dort gibt es für die Kinder  je eine Kugel Eis und für uns einen Affogato (Espresso mit einer Kugel Eis).

Danach spazieren wir noch kurz durch die Gassen, machen ein paar Fotos und radeln dann wieder heim, wo wir um 18.30 ankommen.

Lorena macht quasi im Vorbeigehen noch bei einem der Kinder-Animationsspiele mit und um 19.30 treffen wir uns mit den Haag-Pijoans zum Abendessen am Campingplatz. Heute werden leider alle Pizzas berechnet. Es schmeckt trotzdem wieder sehr gut. Bis Lorena und Samuel schlafen ist es 22.45 und damit Lorena immer noch zu früh: „Papi, können wir nicht mal später ins Bett gehen?“ Sehr witzig.

2024-08-21 – Tag 18 – Coma-ruga

Samuel schläft bis 8.00, Lorena sogar bis 9.00. Wir laden den Vormittag ruhig angehen und sind erst um 10.30 mit dem Frühstück fertig. Anschließend gehen wir zum Lidl einkaufen und sind um kurz vor 14.00 wieder zurück. Schnell Mittagessen und dann ab ins Meer. Um 17.15 laufen wir am Strand entlang los zur Ferienanlage von Ari und sind dort bis kurz vor 19.00 am und im Pool. Wieder daheim gibt es Brotzeit und Reste von Pizza und Nudeln zum Abendessen. Um 21.00 schlafen Lorena und Samuel.

2024-08-20 – Tag 17 – Amfora Campingplatz nach Coma-ruga

Die Kinder schlafen etwa bis 8.00 und haben natürlich immer noch ein Schlafdefizit. Trotzdem helfen beide super mit beim Abbau und Zusammenpacken. Toll, wie sie manches jetzt schon ganz alleine erledigen können (Samuel leert den Abwassertank, Lorena packt heute überall mit an). Um 11.45 fahren wir los. Wir machen wieder ein paar Pinkelpausen für Lorena. Samuel schläft über eine Stunde und wacht rund 20 min vor der Ankunft auf.  Um 14.30 sind wir am Campingplatz Francàs, den Ari für uns organisiert hat. Wir können uns einen Platz raussuchen. Dazu drehen wir eine Runde auf einem kleinen Golf-Auto und  entscheiden uns für einen der Plätze ganz vorne am Meer. Vom Strand trennt uns nur ein Trampelpfad, den wir selbst nutzen, um die 20 m bis am den Strand zu laufen. Wir richten uns ein und treffen uns um 19.30 mit Aurelius, Ari, Pablo und Nicolas zum Abendessen im Restaurant am Campingplatz. Dort können wir essen und plaudern und die Kinder sich auf dem Spielplatz austoben. Das Essen ist lecker und supergünstig, weil unsere Pizzen nicht berechnet wurden. Um 22.15 sind die Kinder im Bett und schlafen beide innerhalb von 5 min ein.

https://maps.app.goo.gl/jgDCz7UascDVApcC9

2024-08-19 – Tag 16 – Amfora Campingplatz

Vor dem Frühstück fahren Lorena und Samuel ganz alleine Brot holen. Lorena bekommt Geld mit und den Auftrag, uns noch zwei süße Stückchen mitzubringen. Lorena erledigt das alles ganz selbstbewusst und ohne viele Fragen zu stellen, ganz anders als bisher, wenn sie mit etwas Unbekanntem konfrontiert war. Sie hat sich echt weiterentwickelt. Die Kinder essen dann ihr selbst gekauftes Baguette zum Frühstück. Danach gehen die Kinder zum Masken basteln und ich rasiere mir die Haare.

Als die Kinder zurückkommen, stärken wir uns ausgiebig und gehen an den Pool. Samuel hat Spaß am Tauchen und Lorena ist mit Cordula ein paar Mal rutschen, bis einer der Securitys feststellt, dass Lorena zu klein ist.

Cordula und Lorena auf dem Weg zur Rutsche
Aufwärmen nach dem Pool

Daraufhin gehe ich mit den Kindern zum Wohnwagen für eine kleinen Nachmittag-Obst-Snack und Cordula schont am Pool ihr Auge, das sehr brennt. Nach dem Snack am Wohnwagen gehen die Kinder zu den Amfi-Games und spielen mit den Animateurinnen und etlichen anderen Kindern Reise nach Jerusalem und ähnliches. Währenddessen mache ich im Fit-Park ein paar Übungen. Nach den Amfi-Games duschen wir uns, machen Brotzeit und wollen den aufgehenden Vollmond über dem Meer bestaunen. Als er bis 20.40 nicht zu sehen ist, gehen wir zur Mini-Disco: Lorena von 0 auf 100 in zwei Sekunden, Samuel braucht ein wenig Anlaufzeit, tanzt dann aber auch mir. Wie die meisten Eltern setzen wir uns an einen Tisch und gönnen uns einen Sangria bzw. Sangria Blanca Cava.

Um 21.30 ist die Sause vorbei und wir sausen ins Bett. Beide sind etwas aufgedreht, schlafen aber schnell ein, als sie im Bett liegen.

2024-08-18 – Tag 15 – Amfora Campingplatz

Lorena wacht vom Regen schon um 6.50 auf, Samuel kurz nach 7.00. Wir chillen noch bis nach 8.00 im Wohnwagen. Nach dem Frühstück gehen Cordula und Lorena um 9.30 zum Functional Training. Samuel fällt wieder einmal zu spät und nach unzähligen Aufforderungen ein, dass er dort auch hin will. Er erlebt nur die letzte Minute mit. Während Cordula noch ein paar Bahnen schwimmt hole ich mir den Kindern ein Baguette im Campingplatz-Supermarkt. Als wir an der Kasse stehen, fällt Samuel ein, dass er aufs Klo muss. Lorena sagt, dass sie mit ihm schon einmal vorausfährt und dass sie den Weg kennt. Also fahren die beiden los. Die drei Leute vor mir an der Kasse zahlen, ich zahle, fahre gemütlich heim und bin noch drei Minuten vor den Kindern am Wohnwagen, weil Lorena den Weg natürlich doch nicht gefunden hat. Sie hatte schon Schwierigkeiten vom Pool zum Supermarkt zu finden, obwohl sie dort auch schon zweimal war. Die Orientierung bereitet ihr enorme Probleme. Immerhin findet sie danach zur Pumptrack-Bahn, neben der ich ein paar Fitness-Übungen mache. Als ich fertig bin, gehen Lorena und Samuel auf den Spielplatz und ich schwimme noch ein paar Bahnen. Kurz vor 13.00 treffen wir uns alle wieder am Wohnwagen und fahren kurz danach zur Tropic Beach Bar am Strand zum Mittagessen.

Das Essen ist nichts Besonderes, aber preislich in Ordnung und die Location und das Ambiente unschlagbar. Ein kleiner Schauer zwingt uns zu einem Platzwechsel nach drinnen. Auch hier passt das Ambiente.

Anschließend machen wir noch ein paar Bilder am Strand und uns dann auf den Weg zum Pool. Wir bleiben nur ganz kurz, weil um 17.00 die Holi-Party anfängt. Wir kommen ein paar Minuten zu spät, aber immer noch rechtzeitig. Es ist ein wirklich buntes Spektakel und die Farben sind nicht nur kräftig – sie riechen auch so.

Um kurz vor 18.00 ist alles vorbei und wir gehen noch zum Pool. Auf dem Weg dorthin duschen wir uns und müssen dabei feststellen, dass die Farben doch nicht so leicht abzuwaschen sind. Am Pool bleiben wir bis 19.00, duschen direkt im Anschluss und machen Brotzeit zum Abendessen.

Abendessen

Samuel und Lorena haben richtig Hunger und zelebrieren das Essen. Bis sie im Bett sind ist es kurz nach 21.00. Da für die Nacht stürmisches Wetter vorhergesagt ist, räume ich jetzt noch auf, damit ich die Markise einrollen kann.

2024-08-17 – Tag 14 – Amfora Campingplatz

Lorena ist wieder um 7.15 wach und Samuel schläft fast bis 9.00. Cordula macht sich schnell fertig und geht zum Zumba. Ich mache die Kinder fertig und frühstücke mit ihnen. Lorena beeilt sich ganz arg und fährt dann noch alleine zu Cordula um den Rest vom Zumba zu sehen. Sie erlebt noch das abschließende Dehnen und findet es langweilig. Als Samuel fertig ist mit seinem Frühstück machen wir uns wieder bereit für die Pumptrack-Bahn. Cordula und Lorena gehen um 12.00 zur Water-Mini-Disco. Samuel und ich sind um 12.40.wieder am Wohnwagen, weiler ganz arg Hunger hat. Cordula und Lorena kommen etwas später dazu. Alle zusammen machen wir wieder eine ausgedehnte Siesta und gehen um 15.30 ans und ins Meer (die Kinder haben mächtig Spaß) und danach zum Aquadance. Wir sind voll dabei. Später wird es fast stressig, weil nach der Wassertanzerei bereits um 18.00 Karaoke auf dem Programm steht und Lorena daran interessiert ist. Also „heim“, duschen, essen. Samuel zickt extrem rum und Lorena fährt dann mit dem Rad alleine zum Karaoke. Mittlerweile findet sie immerhin den Weg zum Pool und damit auch zur Bühne. Samuel wird zum Essen verdonnert (er wollte extra frische Nudeln) und fährt dann auch noch zum Karaoke. Er kommt kurz darauf mit Lorena zurück. Samuel duscht auch noch und um 21.00 liegen beide im Bett.

2024-08-16 – Tag 13 – Amfora Campingplatz

Lorena kommt wieder um 7.15 zu uns ins Bett gehüpft, Samuel etwas später. Wir frühstücken und Cordula geht um 9.30 zum Stepaerobic. Währenddessen flicke ich Samuels Vorderreifen (den hatte er sich am Vortag an der Pumptrack-Bahn platt gefahren). Kurz nachdem Cordula vom Steppen kommt, geht sie mit Lorena zum Pool und ich mit Samuel wieder auf die Pumptrack-Bahn. Kurz nach 12.30 treffen wir uns zum Mittagessen wieder am Wohnwagen. Nach einer längeren Siesta gehen wir zum Pool. An der Rutsche blitzen Samuel und ich heute leider ab, weil die Security sofort erkennt, dass er noch nicht 1,20m ist und uns wegschickt. Nach dem Baden gehen wir schnell duschen und essen, damit wir pünktlich um 19.00 bei der Mini-Disco sind. Folglich wird es etwas später bis die Kinder schlafend im Bett liegen. Heute liest Lorena Samuel etwas vor und die beiden kuscheln zusammen. Wir sind heute raus. Das ist auch sehr

2024-08-15 – Tag 12 – Amfora Campingplatz

Lorena ist bereits um 7.15 wach, Samuel schläft bis 8.00. Während wir uns umziehen und frühstücken wollen die Kinder mal zum Pool, kurz darauf zum Spielplatz, dann zum Strand, dann wieder zum Pool, … Wir starten mit einer Fahrradtour zum Strand und bleiben beim Rückweg an der Pumptrackbahn und dem Spielplatz hängen.

Cordula wäscht und ich bleibe mit den Kindern eine ganze Weile an der Bahn bzw. beim Spielplatz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellen sich beide immer besser an. Als es sonniger und wärmer wird, wollen die Kinder zum Pool. Wir fahren zurück zum Wohnwagen, ziehen uns um und fahren zum Pool. Wir finden zwei Liegen unter einem Baum. Dann also ab ins Wasser. Schwimmen wird schnell langweilig. Die Rutschen sind deutlich interessanter. Die Mindestgröße von 1,20 m haben zwar beide noch nicht erreicht, aber das juckt zum Glück niemanden, obwohl die Security wirklich genau schaut. Wir verbringen eine ganze Weile mit rutschen und obwohl Samuel und Lorena schon zittern, wollen sie nicht aufhören. Kurz nachdem Cordula kommt, reicht es Lorena. Sie wärmt sich auf mir auf der Liege und Samuel schwimmt noch eine Weile mit Cordula. Irgendwann setzt auch bei ihm die Ermüdung ein und er braucht dringend etwas zu essen und zu trinken. Ab zum Wohnwagen und schwupps ist eine ganze Melone, eine Birne und ein Apfel weg. Den Großteil hat Samuel gegessen. Danach gehen wir noch einmal zur Pumptrack-Bahn, bis Samuel gegen eine Kante fährt und sein Reifen platt ist. Wir laufen zurück zum Wohnwagen. Es wird Zeit für das Abendessen. Während die Nudeln ziehen, duscht Cordula mit den Kindern. Samuel macht nach drei Tagen seinen Stinker und hat mächtig Hunger. Essen und Bettgehen zieht sich von ca. 19.00 bis 21.15. Dann beginnt der gemütliche Teil zu zweit.

2024-08-14 – Tag 11 – Carcassonne nach Amfora Campingplatz (Sant Pere Pescador)

Wir sind früh wach, räumen flott zusammen und kommen um kurz vor 11.00 los. Nach einigen Pinkelpausen, einem Stau vor der Grenze nach Spanien und viel Verkehr kurz vor dem Ziel, kommen wir um 14.15 am Amfora Campingplatz – äh: der Campingstadt – an.

Unser Stellplatz im Amfora Campingplatz

Wir checken ein, parken und warten mit dem Aufbau, weil ein Gewitter aufzieht. Gute Entscheidung. Als der Regen nachlässt, beginne ich mit dem Aufbau des neuen Privacy Rooms. Schnell kommt die Ernüchterung: ich habe wohl den falschen gekauft. Die Wände sind für Höhen zwischen 2,50 m und 2,80 m und unser Wohnwagen hat ca. 2,40 m. Würden wir die Wände richtig aufbauen, wäre die Markise vorne nur auf ca. 1,70 m Höhe. So ein Mist! Also räumen wir alles wieder zusammen und sind pünktlich vor dem nächsten Regen fertig. Mit so einem Wetter hatten wir nicht gerechnet. Wir essen heute im Wohnwagen. Noch vor 20.30 schlafen die Kinder. Sie müssten auch wirklich Nachholbedarf haben. Wir räumen noch ein bisschen auf, spülen ab und gehen auch früh ins Bett.

https://maps.app.goo.gl/KFgtv6NzgQ4JPRGo8

2024-08-13 – Tag 10 – Carcassonne

Lorena ist um 7.15 wach und ganz motzig, weil sie sich umzieht und wir noch im Bett liegen. Sie weckt Samuel auf, der gerne noch schlafen würde. Er legt sich noch einmal hin, während Lorena weitermotzt und ich mit ihr das 3-Anfangsbuchstaben-Spiel spiele. Bis wir loskommen zieht es sich dann doch wieder. Um 10.15 fahren wir los und parken direkt vor den Toren der Festungsanlage auf Parkplatz P0. Die Kinder sind total begeistert als wir über die Zugbrücke die Festung betreten. Abgesehen von den vielen Touristen ist es wirklich ein bisschen wie im Mittelalter. Wir laufen erst ein Stück an der Festungsmauer entlang und tauchen dann ein in den Personenstrudel im Inneren der Festung. Man findet trotzdem immer wieder Fleckchen, an denen nichts los ist.

Festungsanlage Carcassonne

Es ist einfach toll und die Kinder haben auch ihren Spaß. Nach drei Stunden sind wir fertig und besuchen heute nach einem kurzen weiteren Fotostop erfolgreich den Decathlon.

Carcassonne von außen

Um 16.15 sind wir wieder am Campingplatz, sodass die Kinder noch Zeit am Pool und wir zum Abspülen haben. Abends gibt es Nudeln und die Kinder sind endlich mal wieder vor 21.00 im Bett.

2024-08-12 – Tag 09 – Aix-en-Provence nach Carcassonne

Vor 8.00 sind alle wach. Wir frühstücken und legen gleich los mit dem Zusammenpacken. Während Samuel wirklich bei jeder Tätigkeit super mithilft, liegt Lorena nutzlos im Bett und beschwert sich noch lautstark, als es kurz vor Abreise nichts mehr für sie zu tun gibt. Um 11.35 verlassen wir den Campingplatz und steuern den Decathlon an, um mir eine Sonnenbrille zu kaufen. Leider gibt es keinen Parkplatz und vom Parkplatz eines anderen Ladens werden wir weggescheucht, bevor wir richtig stehen. Also fahren wir ohne Decathlon-Stop.weiter. Kaum sind wir auf der Autobahn, kommt das erste Stück zähflüssiger Verkehr. Als wir dann im Stau stehen, muss Lorena aufs Klo. Kaum fahren wir weiter, muss Lorena. Oder war es umgekehrt? Ich weiß es nicht mehr genau, denn wir machen bis zum Ziel gefühlt 10 Pinkelpausen. Außerdem halten wir noch beim Lidl, um für Samuel spritziges Wasser zu kaufen.

„Nur schnell spritziges Wasser kaufen.“

Kurze Zeit später kaufen wir noch eine Melone am Straßenrand, da wir nicht über Nimes, sondern geradewegs (also kurvig) durch die Camargue fahren. Es ist bereits kurz vor 16.00 und noch nicht einmal Halbzeit. Aber danach flutscht es und wir kommen um 18.45 in Villegly am Campingplatz Moulin de Saint Anne an. Die Zufahrt zum Stellplatz ist eng, das Einparken noch enger, aber der nette Brite von nebenan hilft gerne. Er hilft fleißig beim Rangieren mit und gibt den Kindern noch ein Wassereis. Als spezielles Bonusmaterial gibt es noch ein Gespräch von und mit ihm und mit seinem Freund/Schwager/… (wir wissen es nicht).

Unser Stellplatz in Villegly (Nähe Carcassonne)

Nachdem alles aufgebaut ist, machen wir eine ausgiebige Brotzeit und haben die Kinder um 22.00 im Bett.

https://maps.app.goo.gl/87YMZFntY9BSqBw5A

2024-08-11 – Tag 08 – Tagesausflug nach Marseille (Calanques)

Nach dem Frühstück machen wir am Vormittag ganz gemütlich alles fertig und fahren um 11.40 los in Richtung Marseille. Aus meinem Sonnenbrillennachkauf beim Decathlon wird leider nichts, weil es Sonntag ist. Also fahren wir direkt nach Marseille, wo wir um 12.20 das Parkhaus Etiennes d’Orves erreichen. Das Parkhaus liegt günstig an alten Hafen und wir laufen entspannt zum Ticket-Center, wo Cordula die gebuchten Tickets für unsere Bootstour durch den Calanques National Park holt.

Bis zum Einlass haben wir noch 45 min Zeit und überbrücken diese mit einer Stärkung: es gibt Crèpes.

Stärkung vor der Bootstour

Als wir uns um 13:35 anstellen ist die Schlange schon ganz schön lang. Wir bekommen trotzdem einen Sitzplatz unter Deck.

Schwitzen unter Deck

Es ist sehr warm und stickig und wir hoffen, dass es mit Fahrtwind besser wird. Wird es nicht. Es „gesellen“ sich noch ein pfälzerisches Deutsch-Portugiesen-Paar mit Schwieger+-Mutter zu uns. Naja, der Sohn parkt die beiden älteren Damen bei uns. Kurz nach 14.00 tuckern wir los durch den alten Hafen raus aufs Meer. Wir fahren die Küste entlang und haben immer wieder schöne Ausblicke auf die Felsen und die Buchten, in denen große Segelboote ankern, sich die Schwimmer tummeln und Stand-up-Paddler mit Kanuten um die Wette paddeln.

Les Calanques

Lorena findet es eher langweilig, Samuel ist auf der Rückfahrt müde und Cordula und ich genießen es einfach. Um 17.15 sind wir wieder zurück. Wir laufen Richtung Parkhaus und überlegen uns, hier ein Restaurant für das Abendessen zu suchen.

Leider öffnet bei fast allen die Küche erst um 18.00, sodass wir die Zeit mit Eis für die Kinder und Aperol Spritz für die Eltern überbrücken. Um 18.15 nehmen wir einen Platz im La Pointu ein und haben ein superleckeres Essen: als Vorspeise Hacklachs mit Brotsticks, Cordula Tartar vom Thunfisch mit Preiselbeeren, ich Fish and Chips und die Kinder eine Vorspeisen-Platte mit frittiertem Allerlei, die größtenteils in unserem Bauch landet. Weil Happy Hour ist, gibt es noch Mojitos für uns.

Mmmmh…

Völlig vollgegessen machen wir die Kinder bettfertig und uns auf den Heimweg. Um 21.00 sind wir zurück am Wohnwagen. Bis die Kinder schlafen ist es 21.45. Ein schöner Tag.

2024-08-10 – Tag 07 – Aix-en-Provence

Lorena und Samuel sind wieder um kurz vor bzw. nach 8.00 wach. Nachdem wir keine großen Pläne für heute haben, lassen wir es ruhig angehen. Wir frühstücken und verbringen den ganzen Vormittag vor dem Wohnwagen. Samuel malt, schneidet und klebt, Lorena rätselt. Es ist sehr entspannt. Um 13.20 brechen wir mit dem Auto auf in die Stadt. Es dauert eine Weile bis wir ein passendes Parkhaus finden. Wir spazieren fast zwei Stunden durch die belebten Gassen, die an manchen Stellen an Lucca, an anderen eher an Barcelona erinnern. Sagen wir einfach: mediterran schön.

Aix-en-Provence

Auf dem Heimweg kaufen wir in einem Supermarkt noch Wasser und Brot (und Sushi und Salami und Babymöhrchen). Um 16.30 sind wir wieder zurück am Platz und machen uns sofort fertig für den Pool. Die Kinder haben wir mächtig Spaß im Wasser und wir mit ihnen. Um 18.15 gehen wir zum Wohnwagen und machen das Abendessen. Die Kinder helfen mir beim Müll wegbringen und essen ganz ordentlich. Beide sind echt sehr süß und wollen heute direkt nebeneinander kuscheln und schlafen. Wir erlauben es ihnen und sind gespannt wie es laufen wird. Um kurz nach 21.00 ist Ruhe und wir genießen den Abend auf der Terrasse.

2024-08-09 -Tag 06 – Avignon nach Aix-en-Provence

Die Kinder sind überraschenderweise gegen 8.00 wach und dementsprechend übermüdet. Trotzdem ist die Laune in Ordnung. Wir packen alles zusammen und fahren mit den Rädern noch einmal an die Rhône, um die Pont d’Avignon bei Tageslicht zu fotografieren.

Die Pont d’Avignon

Um Punkt 12.00 fahren wir los und erreichen um 14.00 erreichen wir den Camping Chantecler in Aix-en-Provence. Der Stellplatz ist nicht besonders groß und leicht abschüssig, aber wunderschön gelegen.

Unser Stellplatz in Aix-en-Provence

Wir bauen alles auf, stärken uns und dann ab zum Pool. Die Kinder haben wieder einen riesigen Spaß im Wasser. Wir bleiben bis 18.30 und gehen dann zum Wohnwagen. Lorena schläft nach dem Abendessen schnell ein. Bei Samuel dauert es bis kurz nach 22.00, da er auf der Fahrt über 30 min geschlafen hat.

https://maps.app.goo.gl/eLdSGA1tMRwDzU2g9

2024-08-08 – Tag 05 – Vallon Pont d’Arc nach Avignon

Die Kinder sind doch erst wieder um 8.00 bzw. kurz danach wach. Lorena ist ziemlich bockig und verweigert jegliche „Arbeit“. Über eine Stunde liegt sie nutzlos im Bett und pflaumt uns an. Das kann ja heiter werden bei dem straffen Programm, das für heute geplant ist.

Es ist 10.50 bis wir loskommen. Da die Parkplätze am Pont d’Arc sehr begrenzt sind, müssen wir den Wohnwagen irgendwo loswerden. Der anvisierte Parkplatz neben einem Fußballplatz ist erstens voll und zweitens nur für Autos bis 1,80 m Höhe. Macht aber nichts, denn auf der Fahrt dorthin haben wir am Straßenrand einen Platz gesehen. Dort stellen wir den Wohnwagen ab und fahren zum Pont d’Arc. Der Parkplatz dort ist komplett voll und wir warten einfach. Nach 20 min mit Erfolg. Cordula zieht ein Parkticket für 45 min und wir laufen die 300 m bis zur Ardèche. Dort gibt es einen Strand, hunderte Kanus, gefühlt tausende Menschen und einen tollen Blick auf den Pont d’Arc.

An der Pont d’Arc

Obwohl so viel los ist, ist es sehr schön. Vor allem für Lorena und Samuel im Wasser. Die beiden haben richtig Spaß sich im flachen Wasser auszutoben. Nach diesem kurzen Vergnügen gehen wir zurück zum Auto und fahren über einen Zwischenstopp bei einer Boulangerie (=Bäckerei) zum Wohnwagen. Ankuppeln und weiter geht es nach Orange, wo wir das Gespann auf dem Parkplatz eines Intermarché-Supermarkts abstellen. Wir laden die Räder ab und fahren damit die 1,8 km ins Zentrum.

Fahrt ins Zentrum von Orange und Triumphbogen

Nach einem Zwischenstopp am Triumphbogen geht es weiter zum Amphitheater, das wir jedoch nur von außen betrachten. 42€ für die ganze Familie sind ok, aber unsere Kids wohl noch zu klein.

Amphitheater und Forum

Wir investieren das Geld lieber in zwei Aperol Spritz und zwei Eis am Place de la République. Danach radeln wir wieder zum Gespann, satteln die Deichsel und machen uns auf den Weg nach Avignon, wo wir um 18.15 am Campingplatz du Pont d’Avignon ankommen.

Wir parken, kuppeln ab, ich will das Auto ein Stück vorfahren, aber irgendwas blockiert. Shit: das Stromkabel! Ich setze wieder ein Stück zurück und wir kuppeln dieses Mal auch das Stromkabel mit ab. Äußerlich sieht es ok aus. Hoffentlich ist innen kein Kabel gebrochen. Nach dem Schreck geht Cordula mit den Kindern zum Pool und ich baue alles auf.

Unser Stellplatz in Avignon

Als ich fertig bin, gehe ich auch noch kurz ins Wasser. Danach duschen wir die Kinder und wir richten uns her für das Abendessen. Cordula hatte nämlich die Idee mit den Rädern noch nach Avignon in die Stadt zu fahren. Es ist bereits 20.40 als wir aufbrechen. Google Maps schickt ins zu einer Fähre über die Rhône. Als wir dort ankommen, sehen wir, dass die Fähre nur bis 20.45 fährt: es ist 20.52. Mist! Aber wir haben Glück. Die Fähre kommt noch einmal rappelvoll zu uns gefahren und der nette Kapitän mit seiner Maat nehmen uns ganz alleine mit rüber auf der letzten Fahrt.

Fährfahrt über die Rhône

Auf der anderen Seite angekommen, fahren wir direkt.zum Papst-Palast. Die Kinder machen super mit und besonders Samuel freut sich, als er die „Ritterburg“ sieht.

Papst-Palast (=“Ritterburg“) in Avignon

Wir machen einige Fotos und suchen dann etwas zu essen. Problem dabei: viele Restaurants haben bereits die Küche geschlossen. Wir finden dann doch noch etwas. Nichts besonderes, aber Samuel bekommt die Nudeln, die wir ihm versprochen hatten und Lorena Chicken Nuggets mit Pommes. Um kurz nach 23.00 sind wir fertig und machen uns auf den Heimweg. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Riesenrad vorbei, das die Kinder sehr begeistert.

Zurück über die Rhône und Stadtmauer

Es ist 0.00 bis die Kinder im Bett liegen. Wenige Minuten später schlafen beide. Wir kurz darauf auch. Wahnsinn, wie die Kinder diesen Tag mitgemacht haben.

Unser Stellplatz in Avignon: https://maps.app.goo.gl/Uy3dzPEviEJjqzv36

2024-08-07 – Tag 04 – La Clé de Saône nach Vallon-Pont d’Arc

Die Kinder holen sich tatsächlich ihren Schlaf: Lorena bis kurz nach 8.00 und Samuel bis 8.45. Folglich ist es fast 11.30 bis wir den Campingplatz verlassen. Auf dem Weg zur Autobahn holen wir Wasser beim Lidl und tanken. Vorbei an Lyon geht es weiter Richtung Süden und wir merken, dass es schwierig werden könnte, die für 16.00 reservierten Eintrittskarten für die Grotte St.. Marcel pünktlich zu holen. Kurz nach der Abfahrt von der Autobahn hat uns Google zweimal „falsch“ gelotst. Bei der ersten Abzweigung standen wir vor einen sehr schmalen Straße (Route inonable = überflutbare Straße). Die zweite Abzweigung führte in eine kleine Ortschaft, bei der die Durchfahrt für Wohnwagen und Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt war. Die Straßenschilder führen uns dann auf dem richtigen Weg und wir kommen um 15.50 an der Grotte an. Gerade noch rechtzeitig, aber es gibt keinen Parkplatz. Cordula und die Kinder steigen aus und stellen sich in die Schlange. Ich suche einen Parkplatz und werde auf einem Schotterplatz 700m oberhalb der Grotte fündig.

Beim Eintritt bekommen wir noch 10% Rabatt und laufen die zahllosen Stufen nach unten in die riesige Tropfsteinhöhle. In der Höhle ist es frisch und es ist viel los. Trotzdem findet man immer genügend Platz und Ruhe zum Stehen und Staunen.

In der Höhle laufen wir über zahllose Stufen bis zum Ende und wieder zurück nach oben. Unterwegs gibt es ein kurzes Lichtspektakel mit Musikuntermalung an Stufen-Pfützen. Nach gut einer Stunde sind wir aus den Tiefen der Erde wieder zurück am der Oberfläche und laufen bei über 30° die 700m steil nach oben zum Wohnwagen.

Die Weiterfahrt zum Campingplatz ist wunderschön und liefert Ausblicke auf den Canyon der Ardèche.

Die Ardèche

Bis wir am Campingplatz sind, ist es kurz vor 19.00.

Unser Stellplatz in Vallon Pont d’Arc

Also schnell alles aufbauen, Kinder am Spielplatz toben lassen, übergelaufene Campingtoilette reinigen, Abendessen herrichten, total verschmutzen und verschwitzten Samuel duschen und ab ins Bett. Es ist fast 22.00 bis die Kinder schlafen. Hoffentlich sind sie morgen früher wach, damit wir rechtzeitig loskommen.

Unser Stellplatz: https://maps.app.goo.gl/ZyV8qRKStif75U1c8

2024-08-06 – Tag 03 – Vom Lug ins Land Campingpark nach Camping La Clé de Saône

Nach dem Aufstehen und Frühstücken gehen Lorena und Samuel zwei Runden Ponyreiten. Das ist zwar nichts Besonderes, aber jetzt haben sie das auch mal gemacht und es kostete nichts: super Service vom Campingplatz. Danach packen wir alles zusammen und checken um kurz vor 11.00 aus. Nach einem Zwischenstopp an der Packstation liefern wir Cordula bei einem Zahnarzt in Schliengen ab. Während Cordula auf die Behandlung ihres abgebrochenen Schneidezahns wartet, fahre ich mit den Kindern nach Müllheim, um bei einem Fahrradladen einen Mantel für Samuels Fahrrad zu kaufen. Der erste Laden liegt mitten in der Stadt und parken ist unmöglich. Ich suche einen Parkplatz, um in Ruhe einen anderen Läden zu finden und habe Glück, dass ich am Stadtrand einen Parkplatz finde, von dem ich nur zwei Minuten zu einem Fahrradladen laufe.

Cordula ist noch nicht dran, also fahren wir zum dm um Haferdrink zu kaufen. Kurz nach der Abfahrt in Müllheim Bremer ich an einem Kreisverkehr und es macht einen lauten Rumms. Im Rückspiegel sehe ich, dass dies Räder schief liegen und sofort fällt mir ein, dass ich vergessen hatte die Klappfunktion des Fahrradträger zu verriegeln. Mist! Ich finde schnell einen Platz zum Halten. Glück gehabt: Cordulas Rad ist mit dem Softgrip des Lenkers auf die Heckscheibe geknallt und es ist nichts kaputt oder verbogen. Also weiter zum Tanken und zum dm. Als ich dort fertig bin, ist auch Cordula fertig und ich gable sie kurz darauf auf. Da es schon kurz vor 13.00 ist, holen wir uns das Mittagessen für die Fahrt bei McDonald’s.

Das Essen ist auch spannender als die wenig abwechslungsreiche Fahrt. Um kurz vor 18.00 kommen wir am Campingplatz La Clé de Saône an und dürfen und einen Platz aussuchen. Es ist wenig los und die Stellplätze liegen großzügig unter Ahornbäumen.

Unser Stellplatz beim Camping La Clé de Saône

Wir nehmen einen Platz in der zweiten Reihe von Fluss und richten uns ein. Zum Abendessen gibt es bei immer noch knapp 30° Brotzeit und eine Möhrensuppe aus der Dose.

Abendessen

Bis die Kinder schlafen ist es leider 21.30. Ein bisschen mehr Schlaf würde ihnen nicht schaden.

Unser Stellplatz: https://maps.app.goo.gl/Yh543qHTMHMNmHaR6

2024-08-05 – Tag 02 – Lug ins Land Campingpark

Die Kinder wachen vor 6.30 auf und Samuel stört Lorena, obwohl sie den Eindruck macht, noch schlafen zu wollen. Er ist total unruhig, macht lästige Quietschgeräusche und geht überhaupt nicht auf uns ein, auch nicht bei uns im Bett. Als Lorena etwas später auch noch zu uns ins Bett kommt, „kuscheln“ wir zu viert. Das geht nicht lange gut und wir beginnen einen langen Aufstehprozess, während dem Cordula verschiedene Zahnärzte abtelefoniert, aber nur einen Termin für morgen um 11.30 bekommt. Bis wir am Frühstückstisch sitzen, ist es 9.00. Um 10.00 haben wir Lorena für die LuLa-Club-Kinderanimation angemeldet: erst Spiel und Spaß und Steine anmalen, später Spätzle kochen und essen. Samuel war nicht dafür zu begeistern, aber Lorena hat nach zwischenzeitlicher Skepsis echt Spaß. Samuel war unterdessen mit Cordula eine Runde schwimmen. Als Lorena zurückkommt, machen wir Mittagessen. Anschließend gehe ich mit Lorena zum Pool und Samuel kommt kurzerhand mit. Wir bleiben nicht lange, weil das Wasser echt frisch ist. Zurück am Wohnwagen ziehen wir uns um und Lorena bekommt das versprochene Eis, weil sie am Vortag fleißig abgetrocknet hat und sehr hilfsbereit war. Das wirft Samuel komplett aus der Bahn (auf der er den ganzen Tag noch war). Er eskaliert ziemlich und lässt Kieselsteine und Staub auf sich rieseln. Nachdem er wieder ein bisschen runtergekommen ist machen wir uns bereit für die nächste Runde schwimmen. Dieses Mal halten sie es länger aus im Wasser und Samuel macht mit dem Bauchgurt am Ende richtige Schwimmbewegungen. Dann duschen, Spielplatz, Abendessen und um 20.00 liegen beide im Bett und hören Tonie-Box. Und wir trinken Wein.

2024-08-04 – Tag 01 – Von Senden zum Lug ins Land Campingplatz

  • Abfahrt 12.15: erste Probleme bereits an der Wiesentalstraße, weil ein Auto in der Kurve parkt.
  • An der Baustellenampel vor dem Kreisel erinnert mich Cordula an die französische Umweltplakette: vergessen! Also rechts rein zur Ayer Turnhalle und dort umdrehen. Voll einschlagen geht nicht, wegen Fahrradträger. Wir kommen trotzdem rum. Beim Rückweg lasse ich Cordula an der Einfahrt zur Frankenstraße raus, damit ich nicht wenden muss. Ich fahre danach eine Runde über die Sonthofener Straße und warte kurz auf Cordula.
  • Tanken beim Inhofer verläuft ohne Probleme – zumindest bis 10,70€, dann stoppt der Tankvorgang. Also noch einmal. Klappt wieder nicht, auch nicht mit Cordulas ADAC-Kreditkarte. Dann fällt es mir ein: Limit erreicht. Also sucht Cordula die PIN für eine andere Karte und wir füllen inzwischen Luft in die Reifen. Beim zweiten Anlauf klappt es mit dem Tanken.
  • Wir sind kaum aus Ulm draußen, da beißt sich Cordula an der Gabel eine Ecke von einem Zahn weg: kein schönes Geräusch. Es tut zwar praktisch nicht weh, aber der Zahn fühlt sich komisch an.
  • Die weitere Fahrt verläuft problemlos, abgesehen von den vielen zähflüssigen Abschnitten. Kurz vor Freiburg machen wir eine Pinkelpause und Cordula bringt mir einen tollen Venti Salted Caramel Iced Coffee Macchiato con Sahne, also ein leckeres Kaffeegetränk. Nachdem die Kinder angeschnallt sind, schaffe ich es beim Einsteigen mein Getränk von der Mittelarmlehne zum Schalthebel hin umzuschmeißen. Der ganze Kaffee läuft über die Knöpfe rund um den Schalthebel in den Becherhalter. So ein Mist! Also trinke ich mit dem Strohhalm aus dem Becherhalter – schmeckt auch.
  • Ab jetzt verläuft der Rest wirklich ohne Zwischenfälle und wir kommen um 18:45 am Lug ins Land Campingpark an. Wir parken und schieben den Wohnwagen zusammen mit den Nachbarn auf seinen Platz. Alles aufbauen, essen, bettfertig machen und die Kinder schlafen um 21:45.
Campingpark Lug ins Land
Unser Stellplatz: https://maps.app.goo.gl/YhT921ywMAjiSTay8

2024-04-05 – Tag 14 (Fr) – Von Jukkasjärvi nach Senden

Wir wachen alle zusammen gegen 6:45 auf. Es war eine richtig kalte Nacht – draußen wie drinnen. Samuel schreit sofort nach seiner Milch. Lorena ist immer noch total K.O. und hängt nur rum. Um 8:30 sind wir beim Frühstück und können es heute richtig genießen. Samuel haut auch richtig rein. Danach gehen wir um 10:00 zur Rentierfütterung. Lorena will unbedingt ein Rentier streichen, hat aber Angst, sobald sich eines bewegt. Samuel ist ganz mutig und hat richtig Freude daran, die Tiere zu streicheln. Anschließend packen wir den Rest und checken um 11:10 aus. Die Kinder bekommen als Abschiedsgeschenk noch zwei Elche geschenkt. Dann tanken wir in Kiruna und fahren zum Flughafen. Dort laden wir die Koffer aus und ich suche verzweifelt nach einer Lösung, wie ich unseren Mietwagen loswerde. Ich lasse das Auto offen und mit Schlüssel auf dem Fahrersitz zurück. Auf dem Weg zu Cordula und den Kindern entdecke ich am Ausgang bei der Ankunft (wie bescheuert!) die Key-Drop-Box. Also wieder zurück zum Auto, absperren und Schlüssel einwerfen. Cordula hat in der Zwischenzeit unsere Bordkarten aus dem Automat gelassen. Die Baggage-Tags lässt der Drucker aber nicht raus, weil es sich um einen Lufthansa-Flug handelt. Die liebe Frau am Schalter wird uns helfen, sobald er aufmacht. Ihr Hilfe besteht darin, dass sie erstmal keine Ahnung hat und dann einen Koffer nicht annimmt, der 23,6 kg hat. Also packen wir um, denn die große Reisetasche hat nicht einmal 19 kg. Kurz danach passt alles und zwei unserer Koffer bekommen einen „Heavy“-Anhänger (mit 22,5 und 21,6 kg). Die Schweden nehmen es halt genau – auch beim Security Check. Cordulas Tüte für Flüssigkeiten ist zu groß. Sie bekommt eine in der richtigen Größe mit, muss aber nicht umpacken. Dann warten wir auf unseren Flug, der minimal verspätet abfliegt, aber pünktlich in Stockholm landet. Der Anschlussflug dort startet allerdings mit fast 30 min Verspätung. Hoffentlich bekommen wir dann in Frankfurt den ICE nach Ulm. Wir kommen fast pünktlich in Frankfurt und stehen um kurz vor 19:30 am Gepäckband. Auf der Anzeige dort steht: erwarteter Beginn in 25 min. Damit hat sich der Anschlusszug wohl erledigt, denn der fährt um 20:10. Wir warten und überraschenderweise geht es um 19:35 doch schon los mit dem Gepäck. Leider sind unsere Koffer auch nach längerem Warten nicht mit dabei. Cordula geht zur Gepäckermittlung und erfährt dort, dass das Gepäck direkt zum Fernbahnhof gebracht wird. Es ist genau 20:00. Dann also los: Cordula joggt voraus und ich nehme Samuel an die Hand und Lorena, die müde und völlig entkräftet ist, auf die Schultern. Samuel rennt fast die gesamte Strecke mit. Nur auf einer Rolltreppe gönnen wir uns eine Auszeit. Wahnsinn, Woche Energie Samuel hat, obwohl es schon so spät ist. Wir erreichen tatsächlich den Zug am Gleis, wissen aber nicht, wo unser Gepäck ankommt. Ich frage zwei Bahnmitarbeiter, die mich wieder nach oben in den langen Gang schicken. Ich jogge nach oben und laufe prompt am Eingang vorbei, da das Schild „Baggage Claim“ nur von einer Seite beschriftet ist. Sinnigerweise steht am Eingang auch noch „Vorübergehend geschlossen“. Es ist aber jemand da, den ich ansprechen kann und der wirklich freundlich Lufthansa-Mitarbeiter sagt mir, dass ich einfach warten soll. Mach ich. Es ist inzwischen 20:20 und Cordula schreibt mir, dass der Zug noch nicht abgefahren ist. Dann können endlich die Koffer – zumindest die ersten drei. Der große pinke fehlt. Ich bringe die drei Koffer zu Cordula und den Kindern und auf dem Weg zu ihr Fahrt unser Zug mit dem reservierten Plätzen um 20:22 ab. Ich gehe wieder hoch, warte noch ein paar Minuten bis endlich der pinke Koffer kommt und geht dann ins DB-Reisezentrum, um Plätze für den Zug um 20:51 zu reservieren. Jetzt läuft alles glatt. Zumindest bis wir im Zug sitzen und per Durchsage erfahren, dass es bei einem vorausfahrenden Zug Probleme gibt und wir über Darmstadt umgeleitet werden sollen. Egal, dann fahren wir halt über Darmstadt. Jetzt ist eine Verspätung auch schon egal. Am Ende fahren wir dann doch wie geplant und kommen um 23:10 in Ulm an. Wir laufen zu einem Taxi und sind um 23:40 daheim. Toll, wie die Kinder das mitgemacht haben. Es war ein toller Urlaub, den wir so nie erwartet hätten.

2024-04-04 – Tag 13 (Do) – Jukkasjärvi

Lorena steht um kurz vor 7:00 neben meinem Bett und weckt mich. Wir kuscheln und irgendwann will sie angezogen werden. Samuel wacht dann auch auf und Cordula gegen 7:30. Wir ziehen uns an und gehen zum Frühstück. Wir sind etwas in Eile, denn um 9:30 werden wir abgeholt zum Hundeschlittenfahren. Somit gl können wir das tolle Frühstück gar nicht richtig genießen: Lachs, Rentierbraten, Eier, Waffeln, Möhrenkuchen, Pralinen, Müsli, … Die Kinder trödeln etwas und Lorena ist sichtlich angeschlagen. Beide essen kaum etwas und wir gehen um 9:15 zurück zur Hütte. Zähneputzen, warm anziehen und los zum Shuttle-Bus, der uns zu den Hunden bringt. Wir bekommen noch warme Schuhe und Overalls zum Überziehen, Handschuhe und Mützen und sehen aus wie auf einer Antarktis-Expedition. In der Zwischenzeit werden die Hunde angeschirrt und dann geht es auch schon los. Die verschneite Winterlandschaft saust an uns vorbei. Der Schnee glitzert und die Hunde stinken manchmal. Wir sind etwas mehr als eine halbe Stunde unterwegs bis wir bei ein paar Hütten an einem See anhalten. Unsere Hundeführerin schürt in einer Hütte den Ofen an. Wir genießen erst die Winterlandschaft, streicheln die Hunde und gehen dann in die gemütliche Hütte (ähnlich einer Almhütte) zum Fika. Es gibt heiße Schokolade bzw. Tee und Zimtschnecken. Nach dem Snack geht es eine ähnliche Strecke zurück. An der Base angekommen, ziehen wir uns um und dürfen danach noch in einen Hundezwinger, in dem kleine Hunde sind. Samuel darf sogar einen in den Arm nehmen. Anschließend werden wir wieder in die Reindeer Lodge gebracht. Dort machen wir es uns in der Gemeinschaftshütte gemütlich und essen etwas. Lorena ist völlig erledigt und schläft eine Runde. Samuel spielt Schwarzer Peter mit Cordula. Gegen 16:30 gehen Cordula und ich in die Sauna. Lorena legt sich in die Hütte und Samuel spielt draußen im Schnee. Danach machen wir uns bereit für das Abendessen. Wir sind um 18:30 im Restaurant. Heute gibt es Rentier-Geschnetzeltes mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Die Portion ist nicht groß, aber wieder sehr lecker und wir können auch Nachschlag haben. Für die Kinder wird auf die Schnelle noch eine Portion Nudeln gekocht. Um 19:45 sind wir wieder zurück in der Hütte und machen die Kinder bettfertig. Samuel schläft schnell ein, aber es dauert bis 20:15 bis auch Lorena schläft. Wir packen noch ein paar Sachen zusammen und setzen uns dann mit einer Flasche Sekt in die Gemeinschaftshütte. Gegen 22:30 hören wir Stimmen von draußen und sehen Leute hektisch herumlaufen. Wir schauen raus und erkennen gleich den Grund dafür: Polarlichter. Ich hole schnell das Stativ und dann gehen wir raus auf den See. Dieses Naturschauspiel ist so unfassbar schön. Wie ein Flaschengeist ziehen sich die Lichtbänder in zartem Hellgrün über den ganzen Himmel. Hätte es nicht unter -15°, könnten wir hier ewig stehen. Komplett durchgefroren spülen wir noch ab und machen uns dann fertig fürs Bett. Um kurz vor 0:00 schlafen wir.

2024-04-03 – Tag 12 (Mi) – Von Narvik nach Jukkasjärvi (Kiruna)

Die Kinder sind zwar nacheinander zwischen 5:35 und 6:00 wach, schlafen aber weiter bis kurz nach 7:00, Cordula bis fast 7:30. Wir richten uns her und sind um kurz vor 9:00 beim Frühstück. Der Tisch ist liebevoll gedeckt und das Buffet bietet eine tolle Auswahl mit vielen frisch zubereiteten Speisen. Ein super Start in den Tag. Um 11:00 checken wir aus und fahren bei starkem Schneefall raus aus Narvik. Den Weg hoch nach Riksgränsen, einem Ort direkt an der Grenze zwischen Norwegen und Schweden, schneit es durchgehend. Kaum auf schwedischem Gebiet lässt der Schneefall nach. Nach wenigen Kilometern kommt sogar die Sonne raus und wir haben wieder ein sagenhaftes Panorama über das schwedische Fjell. In Abisko machen wir eine kurze Stadtrundfahrt, wobei Abisko nur aus einem Bahnhof und ein paar Unterkünften für Wanderer besteht. In Kiruna kommen wir gegen 14:00 an und machen dort ebenso einer Stadtrundfahrt. Hier ist deutlich mehr geboten, denn in Kiruna ist die größte Eisenerzmine der Welt. Diese ist auch der Grund dafür, dass eine Umsiedlung stattfindet und Kiruna ein neues Stadtzentrum erhält. Der alte Teil besteht aus vielen bunten Mehrfamilienholzhäusern, vor denen sich der Schnee türmt. Im neuen Zentrum wird noch fleißig gebaut. Wir stellen das Auto auf einen Parkplatz ab und laufen durch eine moderne Passage zum Rathausplatz, auf dem verschneite Eisskulpturen stehen. Die Kinder haben kurz Spaß auf einer Eisrutsche. Auf dem Rückweg gibt es für Samuel und Lorena als Stärkung eine heiße Schokolade. Nach einem kleinen Einkauf im Coop fahren wir zu unserer Unterkunft Reindeer Lodge, wo wir um 16:15 ankommen. Wir bekommen unsere Hütte gezeigt und entladen das Auto. Lorena hat sich wohl bei Cordula und Samuel angesteckt und ist dementsprechend erledigt. Sie hatte bereits auf der Fahrt geschlafen und liegt auch nur im Bett, bevor wir um 18:00 zum Abendessen nach Jukkasjärvi fahren. Dort ist das Restaurant, das zu unserer Unterkunft gehört. Das Restaurant ist ein unbeheiztes, samisches „Zelt“ mit Feuerstelle in der Mitte. Es ist kalt, aber ein Erlebnis. Die Kinder bekommen Nudeln mit Ketchup und wir Gurpi (gebratenes Rentier mit Gemüse und einer Rotweinsauce) – sehr lecker. Dazu gibt es warmen Preiselbeersaft. Um 19:10 sind wir wieder in unserer Hütte, die am Boden eisig kalt und in Kopfhöhe angenehm warm ist. Wir machen die Kinder fertig und legen sie ins Bett. Lorena schläft sofort ein. Samuel braucht etwas länger, weil er sehr stark hustet. Sie stark, dass er sich übergeben muss. Das können wir hier echt nicht brauchen, denn in der Hütte gibt es kein fließendes Wasser. Wir bereinigen die Sauerei so gut es geht und machen uns dann auch bettfertig. Hoffentlich müssen wir nachts nicht aufs Klo, denn dazu müssen wir bei -15° ca. 30 m zum Klohäuschen laufen.

2024-04-02 – Tag 11 (Di) – Von Mørsvikbotn nach Narvik

Samuel ist nachts wach und schläft deshalb ein paar Minuten länger als Lorena, die um 6:15 von ihrem Stockbett steigt. Wir kuscheln kurz und stehen dann auf. Packen, frühstücken und um 9:20 sind wir bei strahlendblauem Himmel wieder auf der E6 nach Norden. Auch die heutige Fahrt ist so schön und abwechslungsreich, das man alle paar hundert Meter stehenbleiben könnte um Fotos zu machen oder um einfach nur die Aussicht zu genießen. Um 10:30 kommen wir beim Fähranleger an und müssen gut 20 min warten, bis unsere Fähre kommt. Auch die kurze Überfahrt ist einfach nur schön, die kurvige Weiterfahrt ebenso.

Um 12:45 kommen wir in Narvik am Skilift an. Wir besorgen uns die Ausrüstung und steigen um 14:10 auf 220m über dem Meer in die Gondel. Die Auffahrt mit Blick aufs Meer und die Skipiste sind wieder der absolute Hammer.

Ski und Meer

Der Blick von oben auf die Stadt, den Fjord und die Skipiste im Vordergrund ist sogar noch besser. Einfach nur wow! Samuel ist bei ersten Abfahrt total schlecht drauf, hat keine Kraft und fällt dauernd hin. Lorena heizt einfach drauf los. Deshalb trennen wir uns: Cordula fährt mit Lorena und Samuel mit mir. Ab der zweiten Abfahrt geht’s bei Samuel plötzlich und er hat richtig Spaß. Wir fahren bis 17:20, bringen unsere Ausrüstung zurück und fahren die paar Minuten hinunter zum Hotel Wivel. Wir checken ein und machen Brotzeit in unserer Suite. Das Zimmer ist geschmackvoll eingerichtet und geräumig, geht aber direkt zur Hauptstraße und ist aufgrund der alten Fenster sehr laut. Die Kinder schlafen heute erst gegen 20:30. Samuel hustet leider immer wieder sehr stark. Er ist echt nicht ganz auf der Höhe, macht dafür aber alles prima mit. Hoffentlich kann er gut schlafen.

2024-04-01 – Tag 10 (Mo) – Von Arjeplog nach Mørsvikbotn

Die Kinder sind wieder früh wach. Gut so, denn wir wollen früh los, weil wir gut vier Stunden Fahrt vor uns haben. Bis alles fertig gepackt, aufgeräumt, ausgeräumt, geputzt und gesaugt ist, vergeht aber eine ganze Weile. Außerdem dauert es, bis die Einfahrt von den frisch gefallenen 10 cm Schnee befreit sind.

Schneeräumen vor der Abfahrt

Bis wir fahren, ist es 12:50. Die Straße ist zum Glück gut zu befahren und wir können die tolle verschneite Landschaft und das andauernde wechselnde Wetter genießen: mal Schneetreiben, mal Sonne. Es geht langsam aber stetig bergauf, bis wir erst den Polarkreis überqueren, dann in 740 m Höhe den Pass und kurz darauf die Grenze zu Norwegen erreichen.

In Norwegen geht es wieder bergab, vorbei an schroffen Bergen und Eisfällen neben der Straße. Bevor wir auf die Hauptstraße E6 Richtung abbiegen, fahren wir durch einen 2 km langen Tunnel und sind überrascht, als wir bei der Tunnel-Ausfahrt bemerken, dass praktisch kein Schnee mehr liegt. Auf der Weiterfahrt kommt immer häufiger die Sonne raus. Die Fahrt ist einfach traumhaft und hinter jeder Kurve, hinter jedem Tunnel, hinter jeder Anhöhe bieten sich neue, aufregende, wunderschöne Ausblicke auf die verschneite Landschaft, dunkelblaue Fjorde oder zugefrorene Seen.

Eindrücke von der Fahrt

Unsere Kinder sind heute wieder einmal tolle Mitfahrer und so erreichen wir um 17:30 unsere Hütte auf den Campingplatz Mørsvikbotn. Die Sonne geht langsam hinter den Bergen am Fjord unter und wir richten uns für eine Nacht in der kuscheligen Holzhütte mit Sofa, Kochzeile, Esstisch und zwei Stockbetten ein: total romantisch. Zum Abendessen gibt es leckere Reste: Pizzawraps, Elchsteak, Currygemüse mit Reis, Lammwürste,

Abendessen in Mørsvikbotn

Nudeln und Brotzeit. Für die Kinder ist „natürlich“ nichts dabei. Vermutlich haben sie aber auch fast keinen Hunger, weil sie kaum Bewegung hatten. Das merkt man auch. Bis dann beide schlafen ist es kurz nach 20:00. Da die Wettervorhersage gut ist für den kommenden Tag, bereiten wir alles vor für eine schnelle Abreise, damit wir frühzeitig in Narvik ankommen, um dort Ski zu fahren. Nachdem alles fertig ist, machen wir es uns auf dem Sofa bequem und lassen die Eindrücke der Fahrt noch einmal auf uns wirken. Gegen 22:30 schaue ich kurz nach draußen und sehe das Highlight des Tages: Polarlichter. Wir ziehen uns schnell an und gehen raus in die Kälte. Der Anblick der grünen Schleier ist atemberaubend.

Polarlichter in Mørsvikbotn

Wir können uns kaum satt sehen und machen massenhaft Fotos. Komplett durchgefroren (-9°) gehen wir wieder in die Hütte und können kaum glauben, was das für ein geiler Tag war.

2024-03-31 – Tag 09 (So) – Arjeplog

Um 3:15 schreit Samuel ganz laut. Wir gehen zu ihm und er sagt, dass ihn jemand gekickt hat. Er zittert vor Angst und es dauert, bis er sich wieder beruhigt hat von seinem schlechten Traum. Oder war es doch der Osterhase? Ich bleibe eine Stunde bei ihm und gehe dann wieder ins Bett. Um 5:50 kommt schon Lorena zu mir ans Bett. Sie berichtet mir gleich, dass sie im Wohnzimmer 10 Eier gesehen hat. Ich gehe mit ihr in ihr Zimmer um sie umzuziehen. Als sie auf dem Klo fertig ist, kommt Samuel aus seinem Zimmer. Das hat ja prima geklappt mit der Zeitumstellung. Er reibt sich noch die Augen und wird von Lorena schon zugequatscht, dass der Osterhase da war. Beide machen sich gleich auf die Suche nach allen Schoko-Eiern und den Osternestern.

Die Osternester werden geleert

Als Lorena erfährt, dass Samuel nachts wach war, weil er „gekickt“ wurde, kommt von ihr gleich die Vermutung, dass das der Osterhase gewesen sein könnte. Wir lassen die Kinder noch eine Weile spielen und machen dann ein schönes, ausgedehntes Osterfrühstück.

Osterfrühstück

Samuel ist ziemlich angeschlagen und müde. Er verbringt einige Zeit auf dem Sofa.

Sendung mit der Maus und den SamuElefant

Am Nachmittag gehen Cordula und Lorena noch einmal zum Eislaufen, während Samuel und ich doch noch den Kamin zum Laufen bekommen.

Samuel ist vom Feuer beeindruckt

Als Cordula und Lorena wieder da sind, fangen wir an unsere Verpflegung für die nächsten Tage vorzubereiten und das Abendessen zu kochen: es gibt Elchsteak mit Gemüse und Bulgur.

Elchsteak

Die Kinder sind früh im Bett und wir packen noch vieles fertig für die Abreise am kommenden Tag.

2024-03-30 – Tag 08 (Sa) – Arjeplog

Jeden Tag das gleiche Spiel: die Kinder sind zu früh wach. Lorena kommt um 5:35 zu uns, Samuel wacht um kurz nach 6:00 auf. Ich spiele wieder UNO mit beiden bis Cordula auch wach ist. Ihr geht es ein bisschen besser. Während ich nach dem Frühstück mit den Kindern nach draußen gehe, legt sich Cordula noch einmal hin, um sich zu erholen für die anstehende Wanderung.

Lorena und Samuel im Iglu

Gegen 14:30 fahren wir zum Vaukaleden – einem Wanderweg ganz in der Nähe. Wir parken das Auto, schnallen die Schneeschuhe an und stapfen los.

Schneeschuhwanderung

Erst hatten die Kinder gar keine Lust auf eine Wanderung, haben jetzt aber umso mehr Spaß.

Glücklicherweise kommt dann auch noch die Sonne raus. Wir laufen zwischen Bäumen zum See und auf den See. Ein paar Meter weiter draußen sieht man bereits, dass das Eis wahrscheinlich nicht mehr ganz tragfähig ist. Wir laufen querwaldein zu einer Bucht, machen ein paar Fotos und uns dann auf den Rückweg.

Teilweise sinke ich bis zum Oberschenkel in den Schnee ein.

Tiefschnee

Kurz vor dem Parkplatz springen wir noch von Kabelrollen in den tiefen Schnee. Ein Riesenspaß!

Spaß im Schnee

Danach fahren wir nach Hause, wo die Kinder warm duschen. Samuel weigert sich erst, will dann aber nicht mehr raus – typisch. Beim Abendessen sind beide ziemlich hinüber. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir sie schon um kurz nach 19:00 im Bett haben. Gut so, denn in der kommenden Nacht wird die Uhr eine Stunde vorgestellt und der Osterhase kommt.

2024-03-29 – Tag 07 (Fr) – Arjeplog

Wie gehabt: die Kinder sind viel zu früh wach (Samuel um 5:40, Lorena um 6:10). Wenigstens beschäftigen sie sich noch bis 7:00 ganz ruhig. Ich stehe auf, mache Samuel seine Milch und danach spielen wir zu dritt eine Runde UNO.

UNO am Morgen

Cordula schläft noch bis 8:00. Ihr geht es gar nicht gut. Nach dem Frühstück fangen wir an die Eier zu färben.

Lorena beim Eierfärben

Nebenbei macht Cordula einen Teig für Osterplätzchen. Während der Teig draußen ruht, legt sich Cordula noch mal eine gute Stunde hin. Die Kinder spielen in dieser Zeit ganz friedlich miteinander. Ich räume auf und gönne mir Reste des Kinderfrühstücks zum Mittagessen. Kurz nachdem Cordula wieder aufgestanden ist, gehen die Kinder raus und die Eltern machen Fika (schwedische Kaffeepause mit Gebäck – in unserem Fall Kanel Gifflar, also Zimtschnecken).

Fika

Nach der Stärkung gehen wir auch raus und laufen zu den hohen Schneehaufen am Ende der Straße.

Spaß im Schnee

Der Spaß bei den Kindern währt nur kurz, denn beide sind hungrig und müde. Um 16:00 gehen beide ganz bereitwillig mit rein. Cordula backt mit den Kindern die Plätzchen fertig und ich koche.

Osterplätzchen
Elchsteak

Heute sind wir richtig früh dran mit dem Abendessen und schaffen es, dass Samuel um 19:15 schläft. Bei Lorena dauert es leider bis 19:45. Als die Kinder im Bett sind, buchen wir noch die Unterkünfte für die Strecke über Norwegen nach Kiruna. Geplant sind eine Nacht in Mørsvikbotn und eine in Narvik. Wir hoffen, dass wir am Montag über den Pass kommen, denn es schneit immer mehr und die Aussichten sind bleiben so: (lätt) snöfall = (leichter) Schneefall.

Blick aus dem Schlafzimmerfenster

2024-03-28 – Tag 06 (Do) – Arjeplog

Lorena ist wieder vor 6:00 wach, Samuel gegen 6:40. Anfangs läuft alles ganz harmonisch, später zeichnet sich ab, dass Samuel wieder einen schwierigen Tag hat. Er gibt komische Geräusche von sich, beißt Lorena und ist einfach nicht „einzufangen“. Auch seine Morgenmilch und das Frühstück machen es nicht merklich besser. Naja, da müssen wir alle halt durch. Gegen 10:30 fange ich an die Einfahrt zu räumen damit wir im Anschluss zur Eislaufanlage fahren können.

Erst mal die Einfahrt freiräumen

Nach kurzer Suche werden wir fündig. Während ich anfange den Schnee wegzuräumen, zieht Cordula den Kindern die Schlittschuhe an und dann geht es los.

Schnee-Schiebet

Die Kinder haben viel Spaß, auch wenn sie sich zwischenzeitlich kurz in die Quere kommen. Während Cordula und die Kinder fleißig ihre Runden drehen, versuche ich verzweifelt die Eisfläche vom Schnee zu befreien.

Eislaufen

Der Schneefall nimmt immer mehr zu. Wir bleiben bis fast 14:00 und stapfen durch den Schnee zurück zum Auto. Auf dem Rückweg fahren wir beim Coop vorbei und holen schnell ein paar Kleinigkeiten. Wieder daheim, snacken wir kurz. Um kurz nach 16:00 fährt Cordula mit Lorena zum Schwimmen und Samuel und ich bauen draußen ein Iglu.

Samuel im Iglu

Das Abendessen wird dadurch gestört, dass die Sicherung von Kühlschrank, Mikrowellen und noch ein paar Steckdosen rausgeflogen ist. Ich finde leider nicht die kaputte Sicherung, obwohl ich alle durchprobiert habe.

Ein Telefonat mit Jörg bringt die Lösung: es gibt draußen noch einen weiteren Sicherungskasten, in dem tatsächlich eine Sicherung kaputt ist. Ich tausche die Schraubsicherung aus und alles ist wieder gut. Die Kinder eskalieren währenddessen, da sie schon längst bettfällig sind. So dauert es heute bis 20:00, bis endlich beide schlafen.

2024-03-26 – Tag 04 (Di) – Skifahren in Galtis

Lorena kommt bereits um 5:30 zu mir geschlichen. Sie ist noch sehr müde, will aber angezogen werden. Wir kuscheln noch ein bisschen, trödeln rum und um 6:10 kommt Samuel angeschlappt. Er kuschelt noch kurz mit und dann stehen beide Kinder auf. Cordula schläft noch bis 7:20 und hat bis dahin von den Kindern nichts mitbekommen. Kurzerhand beschließen wir gleich vormittags Skifahren zu gehen, da die Sonne scheint und wir rechtzeitig dran sind. Also: Frühstück, anziehen, Zähne putzen und los. Klingt nach maximal 25 Minuten, dauert aber mit Lorena und Samuel gut zwei Stunden, weil wir beide immer wieder antreiben müssen und sie nur ans spielen denken. Um 9:25 kommen wir los und um 9:40 im Skigebiet an.

Auf dem Weg ins Skigebiet

Leider hat noch nichts offen und wir müssen bis kurz vor 10:00 warten. Dann öffnet der Verleih und ca. 15 min später stehen wir abfahrbereit am Lift.

Im Lift

Wir nehmen gleich den längsten der drei Schlepplifte und haben oben bei strahlendem Sonnenschein eine grandiose Aussicht auf die verschneite Natur und zugefrorene Seen.

Block von oben auf zugefrorene Seen
Panorama vom Gipfel
Abfaaaaaahrt!

Traumhaft … Bei der ersten Abfahrt fällt Lorena ein-, zweimal bin, Samuel etwas häufiger, aber es wird mit jeder Abfahrt besser. Lorena und Samuel haben richtig Spaß und Cordula und ich nicht weniger, weil die Kinder einfach nur gut drauf sind.

Happy im Schnee

Um 13:00 reicht es dann: Lorena und Samuel sind platt. Wir ziehen die Schuhe um, bringen die gemietete Ausrüstung zurück und fahren wieder ins Haus. Dort „operieren“ wir Samuel einen Spleiß aus dem Oberschenkel, den er sich geholt hat, als er mit Lorena gespielt hat, während wir einen kleinen Snack vorbereiten. Anschließend gehen die Kinder raus und spielen im Schnee. Zum Abendessen machen wir Nudeln und legen die Kinder um 19:40 schlafen.