2025-08-24 – Tag 14 – Sonntag – Zaton Holiday Resort

Morgendlicher Krawall deluxe

Kaum sind die beiden kleinen Energiebündel wach, geht das Spektakel auch schon los: Krawall und Remmidemmi in Reinform! Samuel freut sich zwar grundsätzlich, wenn Lorena ebenfalls wach ist – aber diese Freude äußert sich bei ihm in einer Art, die eher an einen Wrestling-Match erinnert. Fast jeden Morgen geht er auf sie los, als wäre sie ein Gegner im Ring.

Lorena sucht dann Schutz bei mir, was Samuel wiederum als Einladung versteht, nun mich ins Visier zu nehmen. Schlagen, Treten, auf mich draufspringen – alles wird von ihm als eine Art Spiel verstanden. Dass mir dabei regelmäßig wehgetan wird, scheint ihn nicht weiter zu stören. Immerhin: Nach dem Toilettengang und einem kleinen Frühstück beruhigt sich die Lage etwas.

Strandspaziergang mit Überraschungen

Nach dem Frühstück machen wir uns auf, die riesige Campingplatzanlage zu erkunden. Wir laufen hinunter zum Strand – der laut Werbung ein Sandstrand sein soll. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um einen Steinstrand mit aufgeschüttetem Sand dahinter, getrennt durch Betonstufen. Marketing-Zauber eben.

Trotzdem ist es wirklich schön dort. Es ist zwar viel los, aber der über einen Kilometer lange Strand bietet genug Platz für alle. Mindestens drei Restaurants und Bars verteilen sich entlang der Promenade. Wir spazieren bis zur Poolanlage und werfen einen neugierigen Blick auf den Kids Club. Danach geht’s zurück durch die Hauptstraße des Resorts – vorbei an Shops, einer Eisdiele, einer Bäckerei, der Rezeption und einem Biergarten. Kurz darauf sind wir wieder am Wohnwagen.

Poolabenteuer mit Liegenlogistik

Da es mittlerweile Nachmittag ist, beschließen wir, zur oberen Poolanlage zu gehen. Umziehen, eincremen, los geht’s! Sowohl der Kinderpool als auch der Erwachsenenpool sind riesig – und es gibt sogar zwei Rutschen. Doch dann die Überraschung: Man kann sich nicht einfach irgendwo hinlegen. Zwei Liegen mit Sonnenschirm kosten stolze 19 € pro Tag!

Da die Liegen nicht nummeriert sind, schnappen wir uns einfach eine und stellen unsere Tasche darauf. Das Wasser ist angenehm temperiert, aber mit etwa 25–26 °C Lufttemperatur und dem stetigen Wind wird es beim Rauskommen doch recht frisch. Cordula beobachtet, wie ein Mitarbeiter durch die Reihen geht und kontrolliert, ob die Liegen bezahlt wurden. Wir nehmen unsere Tasche lieber wieder runter – sicher ist sicher.

Schwimmhelden und Sprungakrobaten

Die Kinder haben riesigen Spaß im Wasser. Lorena schwimmt immer besser – es wird wirklich Zeit für ihr Seepferdchen! Auch Samuel macht Fortschritte, traut sich aber beim Schwimmen noch nicht so viel zu. Beim Springen hingegen ist er mutig wie ein kleiner Stuntman: Kopfsprünge, Saltos und andere akrobatische Einlagen vom Beckenrand.

Bei einem Sprung verfehlt er den Rand nur um wenige Zentimeter – bei einem anderen klatscht er so hart aufs Wasser, dass er danach Kopfschmerzen hat. Nach einer Weile beginnen die Kinder zu schlottern, wollen aber trotzdem nicht raus. Stattdessen geht’s zur Rutsche!

Rutschpartie mit Gänsehaut

Beim Anstehen wird uns allen noch kälter. Ich rutsche einmal mit Samuel, er dann noch ein weiteres Mal mit Lorena. Danach reicht es uns Erwachsenen – Lorena rutscht noch ein paar Mal alleine weiter. Schließlich bleiben wir noch ein paar Minuten im Wasser, bevor wir unsere sieben Sachen packen und zurück zum Wohnwagen gehen.

Minidisco und Abendprogramm

Nach dem Abendessen machen wir uns um 20 Uhr bereit für die Minidisco. Wir radeln zum Theater – um 20:30 Uhr geht’s los. Die Veranstaltung läuft ähnlich ab wie in der Türkei oder letztes Jahr am Amfora Campingplatz. Lorena ist von Anfang an voll dabei und hat mächtig Spaß!

Als die Kinderdisco um 21:10 Uhr endet, will Samuel nach Hause. Also radeln er und ich zurück, während Cordula und Lorena noch bleiben und sich „Mom versus Dad“ anschauen. Zuhause trinkt Samuel erst einmal viel – dann will er überraschenderweise wieder zurück. Ich überrede ihn, im Wohnwagen zu bleiben. Wir lesen noch ein wenig, und er schläft relativ schnell ein.

Zähneputzen unter Sternen

In der Zwischenzeit kommen Cordula und Lorena zurück. Lorena zieht sich vor dem Wohnwagen um und putzt auch dort ihre Zähne – Campingromantik pur! Als ich ihr sage, dass Samuel schon schläft, geht sie ebenfalls in den Wohnwagen. Auch bei ihr dauert es nicht lange, bis sie eingeschlafen ist.

Trotzdem ist es inzwischen schon 22:30 Uhr – ein langer, aufregender Tag geht zu Ende.

2025-08-23 – Tag 13 – Samstag – Von Postojna nach Zaton

Ein ganz normaler Morgen – mit kleinen Dramen

Der Morgen beginnt wie gewohnt: Alles läuft seinen gewohnten Gang, was bedeutet, dass es eine ganze Weile dauert, bis wir endlich am Frühstückstisch sitzen. Heute frühstücken wir wieder im Wohnwagen – eine gemütliche, aber nicht ganz stressfreie Angelegenheit.

Das Frühstück selbst entwickelt sich erneut zu einem mittleren Drama. Samuel hat die Füße auf dem Tisch, zappelt ununterbrochen herum und ist einfach nicht richtig bei der Sache. Doch es gibt auch Positives: Nach dem Frühstück spielen beide Kinder friedlich miteinander – ein kleines Wunder! So haben wir genügend Zeit, alles zusammenzupacken.

Spülmeister in Aktion

Während die Kinder noch mit dem Abspülen beschäftigt sind – und das gleich zweimal – sind auch wir mit dem Rest fertig.

Dank dieser gründlichen Spülaktion können wir um 10:30 Uhr losfahren. Ein kurzer Tankstopp in Postojna und dann geht es auf der Landstraße südwärts.

Überraschung auf der Straße: Vollsperrung!

Alles läuft prima, bis wir nach etwa 40 Minuten auf einen Stau auffahren. Cordula schaut bei Google Maps nach: Vollsperrung! Blöderweise war etwa 300 Meter vor dem Stauende eine Abzweigung, mit der wir den Stau hätten umfahren können.

Wir überlegen, ob wir warten oder wenden sollen. Reihenweise beginnen Autos und Wohnmobile vor uns zu wenden – das ist unsere Chance! Wir fahren auf einen Parkplatz, wenden an der Ausfahrt und fahren die 300 Meter zurück zur verpassten Einfahrt.

Abenteuer im slowenischen Hinterland

Cordula ist skeptisch: Die Straße ist bei Google Maps nur als weiße Linie eingezeichnet – ein Hinweis auf eine Nebenstraße. Zudem steht ein Schild mit einer Höhenbegrenzung von 3,0 Metern. Ich halte kurz an, gehe zum Wohnwagen und messe grob nach – das sollte passen.

Wir fahren weiter und kurz nach dem Schild kommt ein Tunnel. Er sieht niedrig aus, aber wir passen problemlos hindurch. Danach wird es richtig spannend: Die Straße ist eng, kurvig und teilweise steil. An manchen nassen Stellen drehen sogar die Räder durch. Es ist eine aufregende Fahrt durch das slowenische Hinterland! Wir überwinden über 300 Höhenmeter – und fahren sie später auch wieder hinunter.

Grenzübertritt und Fahrt durch Kroatien

Schließlich erreichen wir eine größere Straße, die uns nach wenigen Kilometern zur Grenze nach Kroatien bringt. Ab hier geht es auf einer autobahnähnlichen Straße flott weiter. Kurz hinter Rijeka verlassen wir die Autobahn und fahren auf einer zweispurigen Straße weiter.

Die Fahrt verläuft zügig – bis zur Abzweigung auf die Insel Krk. Hier werden wir von der Hauptstraße abgeleitet, um einen Stau zu umfahren. In diesem Stau stehen alle, die auf die Insel wollen. Die Umleitung führt uns auf eine wunderschöne Küstenstraße – ein echtes Highlight!

Endspurt zum Campingplatz

Irgendwann zweigen wir von der Küstenstraße ab und fahren über einen Pass zurück zur Autobahn. Diese bringt uns weiter flott Richtung Süden. Die letzten Kilometer verlaufen problemlos, und wir erreichen die Einfahrt zum Campingplatz kurz vor 17:30 Uhr.

Wir passieren die Schranke und fahren fast einen Kilometer bis zur Rezeption. Schon hier merken wir: Diese Campingplatzanlage ist riesig! Nach kurzer Wartezeit bekommen wir unseren Stellplatz Nummer 275.

Ankommen und Ausklang

Wir steuern unseren Platz an und parken ein. Beim Aufbau helfen die Kinder fleißig mit – sie waren übrigens auch während der Fahrt super! Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein gemütliches Abendessen und dann geht’s ab ins Bett.

2025-08-22 – Tag 12 – Freitag – Ljubljana nach Postojna (Höhlen)

Ein turbulenter Start in den Tag

Der Tag beginnt – wie so oft – viel zu früh, zu unruhig und definitiv zu laut. Bis wir halbwegs gesittet am Frühstückstisch sitzen, vergeht wieder eine gefühlte Ewigkeit. Doch kurz vor dem Frühstück hört der Regen endlich auf – ein kleines Wunder! Wir packen alles zusammen und verlassen den Campingplatz um kurz nach 11 Uhr. Das Timing ist knapp, denn wir haben nur etwa eine Stunde für unseren geplanten Zoobesuch.

Auf zum Zoo!

Der Eintritt in den Zoo ist glücklicherweise in unserer Ljubljana-Card enthalten. Die Fahrt dorthin dauert rund 20 Minuten. Cordula hat im Vorfeld den Parkplatz recherchiert – sehr vorausschauend! Leider verpasse ich beim ersten Versuch die Einfahrt, aber beim zweiten Anlauf klappt alles reibungslos. Wir stellen den Wohnwagen auf einem Schotterplatz ab und laufen zum Eingang. Dank unserer L-Card kommen wir problemlos hinein.

Tierische Abenteuer

Die Kinder haben einen klaren Plan: Erst die Kängurus, dann die Löwen, gefolgt von Elefanten und Giraffen – und zum Schluss noch die Bären. Der Weg durch den Zoo ist damit vorgegeben. Die Kinder sind begeistert und machen super mit. Wir verweilen nie allzu lange bei einer Tierart, was den Besuch angenehm dynamisch macht.

Lorena möchte unbedingt in den Streichelzoo. Dort gibt es Schafe, Schweine und Ziegen – alle dürfen gestreichelt werden. Doch als wir im Gehege sind, bekommt sie plötzlich große Angst und möchte wieder hinaus. Samuel hingegen wird immer mutiger und streichelt alle Tiere – außer den Ziegen. Er hat sichtlich Spaß dabei!

Elefanten, Giraffen und ein einsamer Bär

Weiter geht’s zu den Elefanten. Wir haben Glück: Einer verlässt gerade das Elefantenhaus und dreht draußen ein paar Runden, während er Gras und Heu frisst. Die Giraffen sind leider weit entfernt, aber dennoch beeindruckend. Kurz vor dem Ausgang biegen wir noch in Richtung Bärengehege ab. Dort sehen wir einen einzelnen Bären, der eifrig seine Runden dreht. Auf dem Rückweg statten wir den Robben noch einen kurzen Besuch ab.

Zeitdruck auf dem Weg zur Höhle

Gegen 13:30 Uhr verlassen wir den Zoo. Leider geraten wir auf dem Weg zu den Höhlen von Postojna in zähflüssigen Verkehr. Das setzt uns unter Zeitdruck, denn unsere Höhlentour startet um 16 Uhr und wir müssen spätestens um 15:45 Uhr am Eingang sein. Vorher müssen wir noch den Wohnwagen am Campingplatz Pivka Jama abstellen. Zum Glück löst sich der Verkehr nach einigen Kilometern auf und alles läuft glatt.

Unser Stellplatz am Campingplatz Pivka Jama

Das Servicehaus des Campingplatzes hat den Charme einer DDR-Jugendherberge der 80er-Jahre.

Nach dem Abstellen des Wohnwagens läuft es dann wieder unrund. Samuel ist unruhig: Muss er aufs Klo oder hat er Hunger? Die Situation eskaliert lautstark. Und als wäre das nicht genug, kleckert Lorena kurz nach der Abfahrt zur Höhle ihr Orangensaftpäckchen in den Schoß und bekommt eine nasse Hose. Ihre Müdigkeit führt zur nächsten Eskalation. Trotzdem schaffen wir es pünktlich zur Höhle – und alles ist gut.

Die Magie der Tropfsteinhöhle

Es wird sogar noch besser: Wir betreten die Höhle mit einem deutschsprachigen Führer.

Die Kinder entdecken sofort den Zug, der uns etwa 5 Kilometer tief in den Berg bringt. Die Fahrt ist beeindruckend – die Felsen sausen knapp über unsere Köpfe hinweg, und links und rechts sehen wir faszinierende Tropfsteinformationen.

Nach etwa 10 Minuten erreichen wir den Ausstieg. Von hier aus beginnt eine rund einstündige Wanderung durch das Höhlensystem, das aus fünf miteinander verbundenen Grotten besteht. Wir laufen über Brücken, durch Gänge, hoch und runter – ein echtes Abenteuer!

Die Kinder sind begeistert. Lorena stellt fantasievolle Fragen: „Papa, schau mal, das sieht aus wie ein Herz!“

Grottenolme und Kristall-Schätze

Anfangs ist es ziemlich kalt – etwa 10 Grad Celsius – aber wir gewöhnen uns schnell daran. Kurz vor dem Ende kommen wir an einem kleinen Aquarium vorbei, in dem Grottenolme zu sehen sind – faszinierende, blinde Höhlenbewohner. Die Tour endet in einem Souvenirshop, wo sich Lorena von ihrem Taschengeld einen Kristall kauft.

Dann steigen wir wieder in den Zug und fahren zurück zum Ausgang. Draußen erwartet uns die warme Helligkeit – ein krasser Kontrast zur kühlen Höhlenwelt.

Zurück zum Campingplatz

Wir laufen zurück zum Parkplatz, zahlen die 6 € Parkgebühr und fahren zum Campingplatz. Dort gibt es Abendessen im Wohnwagen. Das Zubettgehen verläuft – sagen wir mal – „so lala“. Lorena ist natürlich wieder unzufrieden mit der Höhle, was das Einschlafen verzögert. Aber irgendwann schlafen beide Kinder endlich ein.

2025-08-21 – Tag 11 – Donnerstag – Ljubljana

🌧️ Ein nasser Start in den Tag

Die Kinder sind – wie so oft – viel zu früh wach. Die Stimmung? Entsprechend mäßig. Der anhaltende Regen trägt auch nicht gerade zur Verbesserung bei. Eigentlich wollten wir früh los, um möglichst viel von der Stadt zu sehen. Doch daraus wird nichts.

Samuel möchte nicht los, weil er noch „seinen Stinker“ machen muss. Lorena hingegen findet Städte generell doof. Also zieht sich alles in die Länge. Immerhin: Wir warten einfach, bis der Regen aufhört. Um 10:30 Uhr verlassen wir schließlich den Campingplatz – besser spät als nie!

🚌 Auf in die Stadt

Mit dem Bus geht’s in die Innenstadt. Unser erster Plan: eine Rundfahrt mit der Stadtbahn. Leider ist die nächste Fahrt bereits ausgebucht. Also Planänderung! Wir buchen Tickets für 14 Uhr und machen uns auf den Weg zum „House of Illusions“ – einem Museum voller optischer Täuschungen und Mitmachstationen.

🌀 Illusionen und Wartezeiten

Vor dem Museum erwartet uns eine lange Schlange. Eine größere Gruppe hat für 12 Uhr reserviert, und es dürfen nur so viele Besucher hinein, wie auch wieder herauskommen. Anfangs geht es zügig voran, dann stockt es. Doch um Punkt 12 Uhr dürfen wir endlich hinein.

Unsere Sachen verstauen wir in der Garderobe, dann geht’s los – durch drei Stockwerke voller faszinierender Illusionen. Die Kinder haben riesigen Spaß: Es gibt Bilder, die sich bewegen, Räume, in denen man schrumpft oder wächst, und viele Stationen zum Ausprobieren.

Um 13:40 Uhr verlassen wir das Museum – gerade rechtzeitig für die Stadtbahn.

🚋 Stadtbahn im Regen

Inzwischen schüttet es wie aus Eimern. Wir sind heilfroh, dass wir in die trockene Stadtbahn einsteigen können. Pünktlich um 14 Uhr startet die Rundfahrt. Der erste Halt: oben auf der Burg – mit tollem Ausblick. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Danach geht es kreuz und quer durch die Stadt mit einem weiteren geplanten Stopp, an dem Cordula blitzschnell Cappuccino organisiert.

Eigentlich wollten wir beim Schokoladenmuseum aussteigen, doch der Fahrer reagiert blitzschnell auf unseren Haltewunsch und lässt uns ein Stück früher raus. Also laufen wir die letzten 300 Meter zu Fuß.

🍫 Schokolade macht alles besser

Im Schokoladenmuseum angekommen, erfahren wir: Führungen starten immer zur vollen Stunde. Es ist kurz nach 15 Uhr – also heißt es warten. Die Kinder bekommen zur Überbrückung ein Eis.

Um 16 Uhr geht’s dann endlich los. Das Museum ist liebevoll gestaltet. Es gibt viel zu sehen und zu lernen: über Kakao, Anbaugebiete, Verarbeitung und natürlich die Herstellung von Schokolade. Wir dürfen Kakaobohnen probieren, später kleine Schokoladenchips – und sogar flüssige Schokolade!

Am Ende wartet ein Raum mit einer Auswahl an ausgefallenen Sorten zum Probieren: Knoblauch-Schokolade, Basilikum, Rosmarin – und mein Favorit: Chili-Schokolade. Ein echtes Geschmackserlebnis!

🍽️ Auf der Suche nach Abendessen

Um 17 Uhr sind wir fertig mit dem Museum. Der Magen knurrt. In der Nähe finden wir jedoch kein passendes Restaurant. Also laufen wir zurück zum Fluss, wo es eine Vielzahl an Lokalen gibt.

Auf dem Weg zum Abendessen

Die Auswahl ist riesig – fast zu groß. Schließlich biegen wir in eine ruhigere Seitenstraße ab und entdecken ein gemütliches Restaurant.

Wir quetschen uns zu viert an einen Zweiertisch. Die Bedienung ist super freundlich. Samuel hat keinen Hunger (noch nicht), Lorena bestellt Pfannkuchen, und Cordula und ich gönnen uns eine slowenische Platte für zwei.

Leckeres Essen und …
… Bier im geeisten Glas.

Natürlich bekommt Samuel dann doch noch Appetit und nascht sich quer über alle Teller. Alles schmeckt hervorragend!

🚌 Heimfahrt und Höhlen-Drama

Nach dem Essen geht’s zur Bushaltestelle. Zehn Minuten später bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz. Glück gehabt – wir sind trocken geblieben. Doch als wir aussteigen, sehen wir: Hier hat es geregnet.

Das Zubettgehen wird – wie so oft – zum kleinen Drama. Der Grund: der Aufbau der „Höhle“. Lorena und Samuel wollen sich aus den Polstern jeweils eine Höhle bauen. Lorena ist sauer, weil Samuel immer die größere bekommt. Samuel kann – mal wieder – nicht zurückstecken. Es dauert… und dauert… bis beide endlich schlafen. Um kurz vor 22 Uhr kehrt endlich Ruhe ein.

2025-08-20 – Tag 10 – Mittwoch – Camp Špik nach Ljubljana

Ausgerechnet am Tag der Abreise schlafen die Kinder länger als sonst. Erst um 7:45 Uhr wachen sie auf – immerhin ist die Stimmung gut. Sie hatten sich am Vortag mit ihren Spielkameraden für den Morgen verabredet. Also ziehen sie sich schnell an und stürmen nach draußen, um noch ein letztes Mal gemeinsam zu spielen.

Cordula und ich beginnen währenddessen mit dem Packen. Die Abfahrt steht bevor. Doch nach nur zehn Minuten kommt Samuel zurück – er will unbedingt noch Fahrrad fahren. Leider müssen wir ihm sagen, dass das heute nicht mehr möglich ist. Diese Antwort gefällt ihm gar nicht.

Samuel rastet komplett aus. Mit einem Hammer will er alles Mögliche zerstören, tritt gegen den Mülleimer und schreit. Wir versuchen, ihn zu beruhigen, aber er lässt sich nicht bändigen. Die Eskalation kostet uns mindestens 20 Minuten. Er schlägt mir mehrmals mit der flachen Hand auf den Rücken. Als Cordula vom Waschen zurückkommt und meinen Rücken sieht, spricht sie ihn direkt darauf an. Das scheint endlich zu wirken – Samuel wird ruhiger.

Wir packen weiter, füllen Frischwasser auf, entsorgen das Abwasser und bezahlen. Um kurz vor 11 Uhr verlassen wir den Campingplatz. Die knapp 90 Kilometer bis Ljubljana schaffen wir in etwas über einer Stunde. Gegen 12 Uhr kommen wir am neuen Campingplatz an.

Unser Stellplatz am Campingplatz Ljubljana

Cordula übernimmt den Check-in, wir parken den Wohnwagen – gerade rechtzeitig, denn jetzt beginnt es zu regnen. Zum Glück schaffen wir es noch, die wichtigsten Dinge zu erledigen, bevor es richtig schüttet. Eigentlich wollten wir direkt in die Stadt fahren, aber wir ändern unseren Plan. Stattdessen stärken wir uns im Wohnwagen und fahren später noch zu Lidl, um einzukaufen.

Als wir zurückkommen, hat der Regen aufgehört. Die Kinder packen ihre Rucksäcke, wir unsere – und um kurz nach 15:00 brechen wir endlich auf in die Stadt. Die Bushaltestelle liegt direkt vor dem Campingplatz. Mit dem Bus geht es ins Zentrum.
Ljubljana empfängt uns mit Charme.

Vom Zentrum aus laufen wir Richtung Fluss. Dort entdecken wir eines der Ausflugsboote, das halb besetzt am Anleger liegt. Glücklicherweise können wir es mit unserer Ljubljana Card nutzen. Wir hüpfen an Bord – und los geht die Fahrt!

Nach etwa zehn Minuten halten wir an einer kleinen Bar unter einer Brücke. Die Kinder bekommen ein Eis, Cordula und ich einen Cappuccino. Dann geht es weiter den Fluss hinunter. Kurz nachdem zwei Flussarme zusammenfließen, dreht das Boot um und fährt wieder flussaufwärts – vorbei an Brücken und durch die malerische Altstadt. Nach rund 50 Minuten endet die Fahrt am Anleger.

Nächster Programmpunkt: die Burg. Wir laufen zur Standseilbahn und fahren hinauf.

Oben angekommen, geht es zuerst zum Aussichtsturm. Der Rundumblick ist fantastisch – man sieht die ganze Stadt und sogar bis zu den Alpen!

Wir steigen wieder hinab, besichtigen die Kapelle und das alte Gefängnis.

Eigentlich wollten die Kinder in die Drachenhöhle, doch die hat leider geschlossen. Wir überlegen, mit der Bahn wieder hinunterzufahren. Doch dann entdecken die Kinder eine Ausstellung, die sie interessiert. Und siehe da – der Eingang führt uns doch noch in einen Bereich, der wie die Drachenhöhle wirkt. Wir verkaufen es den Kindern einfach als solche. Die Stimmung dort unten ist großartig, auch dank der stimmungsvollen Lichtinstallation.

Wir bleiben eine ganze Weile – auch, weil Samuel sich endlich dazu durchringen kann, aufs Klo zu gehen. Danach machen wir uns auf den Rückweg.

Schlösser auf einer Brücke

Unten angekommen, überqueren wir den Fluss und steuern das erstbeste Restaurant an. Abendessen! Für Cordula und mich gibt es leckere Burger, für die Kinder Chicken Wings.

Als wir fertig sind, ist es bereits kurz vor 21 Uhr. Es beginnt wieder zu regnen, also laufen wir zur Bushaltestelle.

Nach kurzer Wartezeit bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz. Im Wohnwagen gibt es leider noch ordentlich Gezeter. Es dauert bis weit nach 22 Uhr, bis endlich beide Kinder schlafen. Ein langer, turbulenter, aber auch schöner Tag geht zu Ende.

2025-08-19 – Tag 9 – Dienstag –  Wanderung und Campingplatz

Heute war ein Morgen, wie er im Buche steht – und doch ganz anders als sonst.

Frühstart mit Kinderpower

Noch vor 7 Uhr sind die Kinder wach. Irgendetwas liegt in der Luft. Der Vorhang zum Schlafbereich ist zu, aber dahinter hört man leises Getuschel, viel Bewegung – und dann: Zack! Der Vorhang geht auf und die Kinder spazieren fröhlich an uns vorbei. Ein „Guten Morgen“? Überbewertet! Stattdessen geht’s direkt aufs Klo und ans Anziehen – ganz selbstständig.

Cordula legt Samuel passende Kleidung bereit, während Lorena wenigstens noch kurz zum Kuscheln und „Guten Morgen“-Sagen ins Bett kommt. Doch lange hält sie es dort nicht aus – beide verlassen bald den Wohnwagen und stürmen den Spielplatz.

Spielplatz statt Streit

Wir vermuten, dass sie bald zurückkommen, weil Samuel Lorena ärgert – wie so oft. Aber diesmal ist alles anders: Sie kommen nur kurz zurück, um ihre Fahrräder zu holen. Danach sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Später erfahren wir, dass sie andere Kinder kennengelernt haben und nun begeistert Verstecken und Fangen spielen.

Samuel taucht zwischendurch immer mal wieder auf – wirkt ziemlich aufgeheizt – stellt sein Fahrrad ab, holt es wieder, sucht seine Fahrradhandschuhe oder legt sie ab. Lorena kommt nur kurz vorbei, um etwas zu essen. Eigentlich hatten wir für heute eine kleine Wanderung zum Wasserfall geplant, aber der Spielspaß der Kinder verschiebt den Start immer weiter nach hinten.

Bikepark-Entdeckung

Irgendwann hören wir, dass die Kinder einen „Bikepark“ entdeckt haben. Ich fahre mit, um mir das anzusehen. Es ist kein richtiger Bikepark, sondern eher eine kleine BMX-Bahn aus Erde und Kies. Samuel zeigt uns stolz, wie hoch er angeblich gesprungen ist – hebt sein Fahrrad etwa 30 cm in die Luft. Beeindruckend!

Wanderung mit Hindernissen

Die Kinder sind kaum zu motivieren, die Wanderung zu starten. Doch dank Cordulas Überredungskünsten schaffen wir es zumindest bis zum Startpunkt eines Klettersteigs. Die Kinder sind fasziniert von den Kletterern und würden am liebsten selbst loslegen – leider fehlt uns die Ausrüstung.

Ohne es zu merken, beginnen wir unsere Wanderung auf einem schmalen, steilen Pfad über Wurzeln und Steine. Der Weg führt durch einen Wald und steigt teilweise kräftig an. Nach etwa einem Viertel der Strecke erreichen wir einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf einen Wasserfall.

Ziel erreicht: Brunarica Krmiše

Schließlich kommen wir bei der Hütte Brunarica Krmiše an. Dort stärken wir uns, machen ein paar Fotos und genießen die Aussicht. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man steil ins Tal blicken kann. Danach geht’s flott bergab – und um 16 Uhr sind wir wieder am Wohnwagen.

Belohnung & Abendroutine

Zur Belohnung gibt’s das versprochene Eis – die Kinder haben es sich verdient! Danach geht’s direkt weiter mit dem Spielen. Ich baue den Privacy Room ab und räume ein bisschen auf. Die Kinder finden kein Ende beim Spielen, also essen Cordula und ich alleine.

Später duschen wir die Kinder – sie essen erst danach. Und natürlich wollen sie noch einmal spielen. Wir gewähren ihnen fünf Minuten. Danach holen wir sie in den Wohnwagen zurück. Doch das ist leichter gesagt als getan: Samuel springt wild herum, reagiert nicht und will sich wieder eine Höhle bauen. Lorena ist genervt und macht mit. Es dauert bis nach 21:30 Uhr, bis endlich Ruhe einkehrt.

Zeit für uns

Cordula und ich haben nun endlich ein bisschen Zeit für uns – nach einem langen, turbulenten, aber auch wunderschönen Tag voller Abenteuer, Entdeckungen und Kinderlachen.

2025-08-18 – Tag 8 – Montag – Radtour und Bergwanderung Kranjska Gora

07:20 Uhr – Der Tag beginnt… turbulent!

Die Kinder werden wach – und das nicht gerade leise. Kurz darauf kommen sie zu uns ins Bett, weil sich ein Streit anbahnt. Lorena sieht man die Müdigkeit nicht nur an, sie gibt auch offen zu, dass sie schlapp ist. Samuel hingegen ist – wie so oft – voller Energie und kaum zu bändigen. Er hört nicht, ist rücksichtslos, und Cordula muss schließlich eingreifen, um die beiden zu trennen. Sie kümmert sich um Samuel, während Lorena noch eine Weile ruhig in meinem Arm liegt.

Frischwasser, Frühstück und viel Geduld

Nachdem Samuel angezogen ist, machen er und ich uns auf den Weg, um Frischwasser aufzufüllen. In der Zwischenzeit stärkt sich Lorena mit einem Cranberry-Cashew-Mix und Hafermilch. Es dauert eine ganze Weile, bis wir endlich frühstücken. Danach packen wir unsere Rucksäcke, cremen die Kinder ein – und ehe wir uns versehen, ist es schon 11:45 Uhr, als wir endlich losradeln. Ziel: Kranjska Gora.

Auf zwei Rädern Richtung Abenteuer

Schon auf den ersten Metern klagt Lorena, dass sie sich noch sehr schwach fühlt – fährt aber trotzdem erstaunlich flott. Samuel hingegen macht Faxen mit seinen Fahrradhandschuhen, die er heute extra mitgenommen hat, und landet prompt einmal in der Wiese. Doch irgendwann läuft es rund, und wir erreichen Kranjska Gora zügiger als gedacht.

Sessellift, Sommerrodelbahn und ein steiniger Aufstieg

Wir fahren durch den Ort und stellen unsere Fahrräder an der Talstation des Vitranc 1 ab. Dort startet der Sessellift, der sowohl zur Sommerrodelbahn als auch zum Ausgangspunkt unserer geplanten Wanderung führt. Für 58 € kaufen wir eine Familienkarte für die Bergfahrt und die Rodelbahn. Mit dem Vierersessellift geht es nach oben.

An der Bergstation des Lifts angekommen, gönnen wir uns eine kleine Stärkung, bevor wir den Aufstieg beginnen. Der Weg ist ein breiter Fahrweg – im Winter ein Ziehweg für Skifahrer – und nicht besonders schön.

Nach den ersten zwei Kurven fragen Cordula und ich uns ernsthaft, ob wir das schaffen. Der Blick nach oben ist einschüchternd. Zum Glück können die Kinder die Höhe nicht einschätzen. Samuel wird zusätzlich vom Anblick eines Baggers motiviert, der oben auf uns wartet.

Serpentinen, Geröll und ein motivierender Bagger

Serpentine für Serpentine kämpfen wir uns nach oben. Der Weg ist steinig, steil und rutschig. Samuel setzt sich einmal ordentlich hin, aber lässt sich nicht entmutigen. Lorena redet ununterbrochen – offenbar ihre Art, sich abzulenken. Als wir endlich beim Bagger ankommen, ist Samuel völlig fasziniert: Bagger, Quads und ein Unimog mit Kran – ein Paradies für ihn. Nach einer Weile können wir ihn losreißen und wandern noch etwa 25 Minuten weiter. Die letzten 300–400 Meter führen über Wurzeln am Waldrand entlang.

Oben angekommen – Stolz und Kaiserschmarrn

Um kurz nach 14:00 erreichen wir die Hütte auf 1.555 Metern Höhe – und sind mächtig stolz auf die Kinder!

Cordula bestellt für sich und Lorena einen Kaiserschmarrn, dazu Apfelsaft für Lorena, Fanta für Samuel, ein Radler für Cordula und für mich ein Brotzeitbrett mit Bier. Es ist herrlich hier oben – die Aussicht, die Ruhe, das Essen.

Zeitdruck und Rutschpartie bergab

Die Zeit vergeht wie im Flug. Um 15:40 Uhr merken wir, dass wir nur noch etwas mehr als eine Stunde haben, um die Sommerrodelbahn zu erreichen – die letzte Fahrt ist um 16:45 Uhr. Der Abstieg ist rutschig, aber die Kinder machen super mit. Wir sind so flott, dass wir bereits um 16:30 Uhr am Start der Rodelbahn stehen.

Adrenalin und ein kleiner Dämpfer

Lorena ist überglücklich, als sie erfährt, dass sie ab sechs Jahren alleine fahren darf – und das tut sie natürlich auch.

Samuel hingegen hat große Angst und will eigentlich gar nicht fahren. Also fahren wir im Tandem: Cordula voraus, Lorena in der Mitte, Samuel und ich hinten. Anfangs ist Samuel noch sehr ängstlich und ruft ständig: „Papa, brems bitte!“ Doch schon bald will er, dass ich schneller fahre.

Völlig überraschend holen wir Lorena ein – sie fährt deutlich langsamer als erwartet. Ich rufe ihr zu, sie solle etwas Gas geben. Das tut sie auch – fast zu viel, denn sie kommt mit ordentlich Schwung ins Ziel. Leider hat ihr meine Zurufe den Spaß verdorben, und es gibt eine kleine Auseinandersetzung. Doch die ist schnell vergessen, als es in der Fußgängerzone von Kranjska Gora ein Eis gibt. Die Kinder dürfen sich Sorte und Toppings selbst aussuchen – ein Highlight!

Heimweg, Abendessen und ein glückliches Ende

Der Rückweg zum Wohnwagen ist zum Glück nur bergab – für die Kinder also kaum anstrengend. Gegen 18 Uhr sind wir zurück. Es gibt ein gemütliches Abendessen, und danach geht’s auch bald ins Bett. Lorena hilft mir noch beim Abspülen, während Cordula Samuel vorliest. Als wir zurückkommen, schläft Samuel schon. Wir bauen seine Höhle so um, dass die Einwölbung zu Lorenas Seite zeigt – das macht sie glücklich. Kurz darauf schläft auch sie ein.

2025-08-17 – Tag 7 – Sonntag – Fahrt über den Vršič-Pass ins Soča-Tal

Morgenstimmung im Wohnwagen

Der Tag beginnt um 7:45 Uhr mit einem kleinen Familienchaos: Lorena und Samuel krabbeln zu uns ins Bett. Die Stimmung ist angespannt – Samuel ist zappelig wie ein Flummi, Lorena steht kurz davor, in schlechte Laune umzuschwenken. Doch wie durch ein Wunder bessert sich Lorenas Laune mit dem ersten Bissen Frühstück. Samuel hingegen bleibt eine kleine Herausforderung.

Nach unserer üblichen Morgenroutine brechen wir um 10:30 Uhr auf in Richtung Kranjska Gora, einem charmanten slowenischen Bergdorf nahe der österreichischen Grenze. Von dort aus nehmen wir die kurvige Straße hinauf zum Vršič-Pass, dem höchsten Gebirgspass Sloweniens mit einer Höhe von 1.611 Metern.

Kurven, Kurven, Kurven

Die Fahrt ist spektakulär – wie im Reiseführer beschrieben, schlängelt sich die Straße in engen Serpentinen den Berg hinauf. Doch die Zählweise der Kurven ist rätselhaft: Als wir bei Spitzkehre Nummer 1 ankommen, haben wir gefühlt schon 50 hinter uns. Laut Reiseführer soll es insgesamt 50 Kehren geben – wir sind sicher, es sind deutlich mehr!

Nach etwa 30 Kurven erreichen wir den Sattel. Leider verpassen wir einen Parkplatz mit traumhafter Aussicht, aber da wir dieselbe Strecke zurückfahren werden, ist das halb so schlimm. Auch auf der Abfahrt verpassen wir einen Aussichtspunkt – offenbar sind wir heute einfach zu flott unterwegs.

Kurve 50

Wanderung zur Soča-Quelle

Kurz nach der 50. Spitzkehre biegen wir auf eine Stichstraße zur Soča-Quelle ab. Die Soča, auch Isonzo genannt, ist einer der schönsten Flüsse Europas – bekannt für ihr kristallklares, türkisblaues Wasser. Die Straße windet sich erneut bergauf, und wir parken das Auto, schultern die Rucksäcke und starten unsere Wanderung.

Die ersten Meter führen entlang der Straße, dann zweigen wir am Gasthof ab und betreten den eigentlichen Wanderweg. Es geht steil bergauf, über Wurzeln, Steine und Stufen, begleitet vom Rauschen der Soča. Die Kinder sind sofort begeistert: Samuel wirft Steine ins Wasser, Lorena klettert die Felsen hoch. Die Umgebung ist märchenhaft – moosbewachsene Felsen, glitzerndes Wasser und Sonnenschein.

Abenteuer am Stahlseil

Nach etwa drei Viertel des Weges wird es richtig spannend: Der Pfad wird steiler, und ein Stahlseil hilft beim Aufstieg entlang einer schmalen Felskante. Jetzt ist volle Konzentration gefragt!

Lorena und Samuel meistern die Herausforderung großartig – wir sind stolz, aber auch angespannt. Am Ende stehen wir in einer engen Felsspalte, von der aus man zur Quelle hinabsteigen kann. Das Wasser ist glasklar und wunderschön.

Wir verbringen viel Zeit mit Fotografieren. Lorena wird ungeduldig – sie will weiterklettern. Nach einem Familienselfie geht es zurück.

Der Abstieg ist genauso anspruchsvoll wie der Aufstieg. Lorena ist konzentriert, Samuel macht an einer Stelle Quatsch – zum Glück hält er sich fest. Eigentlich wäre hier Kletterausrüstung angebracht. Wir sind erleichtert, als wir wieder sicher unten ankommen.

Weiterfahrt durchs Soča-Tal

Die Kinder sind erschöpft und hungrig. Nach einer kleinen Stärkung fahren wir weiter entlang der Soča. Die Straße bleibt kurvig und landschaftlich beeindruckend. In der Ortschaft Soča drehen wir um und starten den Rückweg.

Fotostopps und Schafe

Auf dem Rückweg holen wir die verpassten Stopps nach. Wir halten an einer Hängebrücke und machen Fotos vom türkisblauen Wasser.

Weiter geht’s bergauf zum Vršič-Pass. Diesmal stoppen wir an einem Aussichtspunkt mit Blick ins Soča-Tal – einfach traumhaft!

An der Passhöhe steigen wir aus, obwohl Lorena und Samuel zuerst keine Lust haben.

Auf dem Sattel des Vršič-Pass

Doch als ich ihnen von den Schafen erzähle, sind sie sofort dabei. Beide streicheln die Tiere – etwas zögerlich, aber neugierig. Der Himmel zieht sich zu, Regen liegt in der Luft. Kurz nach der Passhöhe machen wir noch einen letzten Fotostopp – dann beginnt es zu regnen, und wir flüchten ins Auto.

Gemütlicher Ausklang

In Kranjska Gora halten wir noch bei einem Bäcker und kaufen Brot sowie süße und herzhafte Teilchen fürs Abendessen. Um 16:45 Uhr sind wir zurück am Campingplatz. Der Abend verläuft ruhig: Wir spülen, spielen Karten und essen um 18 Uhr.

Das Zubettgehen beginnt harmonisch. Samuel ist beim Vorlesen ganz süß und ruhig. Doch dann tickt Lorena aus – die Bettabgrenzung passt ihr nicht. Sie stört Samuel beim Einschlafen. Cordula überredet sie schließlich, bei uns im Bett zu schlafen.

Ein stolzer Moment zum Schluss

Etwa 20 Minuten später hören wir Schritte im Wohnwagen. Lorena kommt heraus – strahlend und stolz: Ihr Zahn ist endlich rausgefallen! Darauf hat sie schon Tage gewartet. Vielleicht war das der Grund für ihre Unruhe.

2025-08-16 – Tag 6 – Samstag – Wanderung zu den Martuljek-Wasserfällen

Heute war ein kleiner Sieg für die Eltern: Die Kinder haben bis kurz vor acht geschlafen! Man merkt sofort, wie gut ihnen diese paar Minuten mehr Schlaf getan haben – beide sind deutlich besser gelaunt. Auch wenn Samuel in der Nacht ausgelaufen ist, bleibt die Stimmung beim Frühstück erstaunlich gut. Es gibt gepufften Dinkel – ein kulinarisches Abenteuer, das zwar für Begeisterung sorgt, aber leider nicht für Sättigung. Und so kommt es, wie es kommen muss: Genau in dem Moment, als wir endlich loslaufen wollen, verkündet Samuel mit Nachdruck, dass er jetzt noch was essen muss. Also gibt’s einen Nachschlag, und es ist bereits kurz nach 11:30 Uhr, bis wir wirklich starten.

Eigentlich wollten wir früher los, denn für den Nachmittag sind Gewitter angesagt. Unser Ziel: die Martuljek-Wasserfälle – ein Name, der nach Abenteuer klingt! Der Wanderweg beginnt direkt am Campingplatz. Wir überqueren die Straße, laufen ein Stück am Radweg entlang und tauchen dann in den Wald ein. Die Sonne scheint, aber zwischen den Bäumen ist es angenehm kühl – perfektes Wanderwetter.

Schon nach kurzer Zeit erreichen wir den ersten kleinen Wasserfall. Und siehe da: Lorena, die zu Beginn noch klagte, dass ihre Füße weh tun und sie auf gar keinen Fall wandern könne, ist plötzlich Feuer und Flamme. Wir machen ein paar Fotos, stärken uns und die Kinder werfen begeistert Steine ins Wasser.

Ein paar Meter weiter entdecken sie übereinander geschichtete Steine – sogenannte Steintürme. Natürlich wollen sie auch einen bauen. Leider sind sich Samuel und Lorena nicht einig, wie ihr Turm aussehen soll. Ein Streit entbrennt, der sich aber schnell löst, als beide beschließen, einfach ihren eigenen Turm zu bauen. Und siehe da: Sie sind so vertieft ins Bauen, dass wir Mühe haben, sie wieder zum Weitergehen zu bewegen.

Der Weg schlängelt sich weiter am Fluss entlang, vorbei an Felswänden, über Wurzeln und Steine. Hinter jeder Kurve wartet ein neues kleines Naturwunder.

Über Brücken und Treppen geht es stetig bergauf, bis wir schließlich den großen Wasserfall erreichen: Über vier Stufen stürzt das Wasser über 60 Meter in die Tiefe – ein beeindruckendes Schauspiel! Die Kinder sind begeistert, wir machen Fotos und genießen den Moment.


Doch plötzlich merken wir, dass die Tropfen, die wir für Gischt hielten, tatsächlich Regen sind. Der Himmel verfinstert sich, und kurz darauf hören wir den ersten Donner. Zeit für den Rückweg! Cordula und Samuel laufen voraus, Lorena trödelt ein wenig und so verlieren wir den Anschluss. Schließlich laufen wir in Zweiergruppen zurück zum Campingplatz.

Als Lorena und ich am Wohnwagen ankommen, sind Cordula und Samuel schon da. Insgesamt waren wir über sechs Kilometer unterwegs – und haben dafür etwas mehr als drei Stunden gebraucht. Zurück am Campingplatz bleibt es trotz Donnergrollen trocken. Im „Privacy Room“ stärken wir uns mit Obst, bevor Lorena und ich zum Abspülen gehen.

Zurück vom Spülen treffen wir Cordula, die gerade joggen gehen will. Sie sagt, Samuel sei am Tablet und mache „Anton“. Doch als wir am Wohnwagen ankommen, zockt Samuel. Ich spreche ihn darauf an – und merke sofort, dass er weiß, dass das nicht abgesprochen war. Das Gespräch eskaliert, als ich ihm das Tablet wegnehme. Samuel hat einen heftigen Aussetzer, den Cordula glücklicherweise auffängt, als sie vom Joggen zurückkommt. Sie nimmt ihn mit zum Fluss, wo er Steine werfen und ein kleines Wehr bauen kann.

Lorena und ich spielen derweil „Bing Boing“. Als Cordula und Samuel zurückkommen, ist die Welt wieder in Ordnung. Samuel bringt mir sogar einen kleinen Stein in Herzform mit – ein versöhnliches Geschenk.

Das Abendessen beginnt ruhig, doch bald werden Samuel und Lorena unruhig. Lorena ist schnell fertig und lenkt Samuel ab. Beim Zubettgehen folgt die nächste Eskalation – Samuel lässt sich kaum beruhigen. Es dauert über eine Stunde, bis beide Kinder endlich schlafen. Aber: Zum ersten Mal seit Tagen schlafen sie vor 21 Uhr. Ein kleiner Triumph zum Abschluss eines turbulenten Tages.

2025-08-15 – Tag 5 – Freitag – Zipline Planica

Ein Tag voller Zipline, Pizza und ein bisschen Zickerei

Lorena ist offensichtlich immer noch sauer auf uns – und das zeigt sie gleich am frühen Morgen: Punkt sieben Uhr weckt sie uns mit einem trockenen „Tja. Hättet ihr halt früher ins Bett gehen müssen. Dann wärt ihr jetzt nicht müde und ausgeschlafen. Pech gehabt.“ Charmant wie immer.

Doch die Stimmung bessert sich zum Glück bald ein wenig. Samuel weigert sich wie gewohnt, sich morgens umzuziehen, und so dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich am Frühstückstisch sitzen. Auch nach dem Frühstück vergeht viel Zeit – Trödelei deluxe – bis wir endlich bereit sind, Richtung Planica aufzubrechen. Nach ein bisschen Rumgezicke und viel Herumgetrödel ist es kurz vor 11 Uhr, als wir losfahren.

Um 11:30 Uhr stellen wir unser Auto direkt vor den Skisprungschanzen in Planica ab. Wir schauen uns kurz um und spazieren dann zur Station der gebuchten Zipline. Dort merken wir schnell: Es reicht völlig, wenn wir kurz vor 13 Uhr wieder da sind. Die Zwischenzeit verbringen wir im Landebereich der Skiflugschanze.

Wir laufen zur Statue von Domen Prevc – ja, genau da, wo er am 30. März 2025 seinen Weltrekord mit sagenhaften 254,5 Metern aufgestellt hat. Natürlich machen wir ein paar Fotos. Die Kinder haben ihren Spaß daran, den Aufsprunghügel hinunterzurennen – und so vergeht die Zeit bis zum Zipline-Start um 13 Uhr wie im Flug.

Kurz vor dem Start müssen Cordula und Lorena noch ein Formular ausfüllen, dann bekommen sie ihre Ausrüstung. Nach einer kurzen Einweisung geht’s zum Sessellift, der sie hoch zum Absprungbereich der Skiflugschanze bringt. Samuel und ich bleiben unten und bereiten uns darauf vor, das Spektakel zu filmen.

Die Wartezeit vertreiben wir uns mit einer Besichtigung der Sommerloipe: In einer Halle herrschen Minusgrade und echter Schnee – hier kann ganzjährig trainiert werden.

Cordula gibt mir von oben Bescheid, wann sie dran ist. Samuel ist ganz aufgeregt, als Cordula und Lorena im Tandem die Zipline runterrauschen. Auf den Fotos und Videos sieht man deutlich, dass Lorena Spaß hatte – auch wenn sie das natürlich nicht zugeben will. Ihr Kommentar: „War nicht so toll.“ Klar, Lorena.

Am Ziel der Zipline

Direkt nach ihrer Ankunft bin ich an der Reihe. Ich bekomme meine Ausrüstung, werde eingewiesen und fahre ebenfalls mit dem Sessellift nach oben. Von dort gebe ich Cordula Bescheid, damit sie mich filmen kann. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend – und das Runtersausen am Seil ist einfach großartig! Cordula und ich sind uns einig: Das war ein supertolles Erlebnis. Und wir sind ziemlich sicher, dass es auch Lorena gefallen hat – auch wenn sie das nicht so recht zugeben will.

Nachdem ich die Ausrüstung abgegeben habe, gehen wir noch zum Spielplatz. Die Kinder halten sich dort allerdings nur kurz auf – sie haben ein Ziel: Eis! Das bekommen sie natürlich, und Cordula und ich gönnen uns einen Cappuccino mit traumhafter Aussicht auf die umliegenden Berge.

Nach dem Eis bzw. Cappuccino laufen wir zurück zum Auto, zahlen die fairen 4 € Parkgebühr und treten die Heimreise an. Auf dem Rückweg legen wir noch einen Stopp bei der Quelle des Flusses Sava ein. Wir parken und spazieren durch den Wald zu einem idyllisch gelegenen See – der in Wirklichkeit die Quelle der Sava ist. Ein paar Fotos später machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Der Weg zur …
… Quelle der Sava.

Am Campingplatz kommen wir kurz nach 17 Uhr an. Fürs Abendessen entscheiden wir uns für die Express-Variante: Pizza im Campingplatz-Restaurant. Doch bevor es soweit ist, spielen Lorena, Samuel und ich noch eine Runde Tischtennis, während Cordula den Abwasch erledigt. Danach haben wir uns die leckere Pizza wirklich verdient – besonders Samuel, der fast eine dreiviertel Pizza verdrückt.

Nach dem Essen machen wir uns bettfertig. Samuel hat – wie so oft – eine schwierige Phase vor dem Zubettgehen. Aber irgendwann wird’s besser, und das Lesen und Kuscheln verläuft größtenteils harmonisch. Auch Lorena ist heute etwas früher dran, und beide Kinder schlafen gegen 21:30 Uhr.

Cordula und ich nutzen die Ruhe, um Pläne für die kommenden Tage zu schmieden. Wir haben unseren Aufenthalt im Camp Špik um drei Nächte verlängert und können nun die Nächte in Ljubljana und bei den Höhlen von Postojna buchen. Abenteuer voraus!

2025-08-14 – Tag 4 – Donnerstag – Pumptrack-Bahn und Bleder See

Lorena und Samuel sind um Punkt 07:15 Uhr wach. Erst spielen sie ganz friedlich – fast schon idyllisch –, aber das hält natürlich nicht lange. Die Unruhe kehrt zurück, wie ein nervöser Boomerang. Cordula bleibt gelassen und schafft es trotzdem, die beiden recht flott anzuziehen. Respekt!

Die Zeit bis zum Frühstück ist allerdings… sagen wir mal: herausfordernd. Samuel muss aufs Klo, hat Hunger und ist generell nicht gerade ein Zen-Mönch. Das Frühstück selbst läuft dann erstaunlich ordentlich ab – ein kleines Wunder.

Nach dem Frühstück gehe ich mit den Kindern spielen, während Cordula sich heldenhaft der Wäsche widmet. Lorena bastelt einen 3D-Osterhasen (ja, wirklich!), und Samuel schaut zu – oder hilft, je nach Laune. Irgendwann weiß er aber nichts mehr mit sich anzufangen und wird wieder unruhig. Natürlich genau in dem Moment, als Lorena auf dem Klo sitzt und ihren „Stinker“ macht. Und was passiert? Samuel muss auch. Timing ist alles.

Irgendwann ist das ganze Drama erledigt, und wir kommen um 12:30 Uhr los. Etwa 40 Minuten später erreichen wir die Ortschaft vor dem Bleder See – mit einer Pumptrack-Bahn! Die Fahrräder werden aus dem Kofferraum geladen, montiert, und schon legen die Kinder los. Anfangs noch etwas zögerlich, aber Samuel gibt nach fünf Minuten ordentlich Gas. Lorena ist etwas vorsichtiger und dreht ihre Runden langsamer. Trotzdem findet sie diese Bahn besser als die vom letzten Jahr am Amfora-Campingplatz.


Dann entdeckt Lorena die Kletterwand – und zack, ist die Pumptrack-Bahn vergessen. Während Samuel Runde um Runde dreht, tobt sich Lorena an der Wand aus. Energie haben sie jedenfalls genug.

Gegen 15:00 Uhr brechen wir auf zum Bleder See. Wir finden einen Parkplatz, der mit Parkscheibe sogar eine Stunde kostenlos ist – Jackpot! Mit Badesachen bepackt geht’s den steilen Weg hinunter zum See. Unten angekommen: Menschenmassen. Der See sieht zwar hübsch aus, mit der kleinen Kirche auf der Insel – fast wie aus einem Märchenbuch –, aber zum Baden lädt er nicht gerade ein.

Viel los am Bleder See

Cordula geht mit den Kindern ins Wasser, ich bewache unsere Sachen. Nach etwa 20 Minuten (im Wasser waren sie vielleicht fünf davon) reicht es den Kindern. Wir ziehen uns um, machen ein paar Fotos und treten den Rückweg zum Auto an.

Auf dem Weg zum Campingplatz legen wir noch einen Stopp bei Lidl ein. Lorena ist müde und mürrisch, weil wir sie nicht schlafen lassen. Der Einkauf verläuft erstaunlich friedlich – bis zur Self-Checkout-Kasse. Die macht ein bisschen Zicken, aber wir überwinden auch dieses Hindernis.

Zurück im Auto merken Lorena und Samuel, dass die Pizza-Schnitten, die sie sich ausgesucht haben, plötzlich gar nicht mehr so lecker schmecken. Tja, Geschmack ist eben auch tagesformabhängig.

Am Campingplatz angekommen, machen wir uns bereit für die Dusche, dann gibt’s Abendessen. Das Zubettgehen? Wieder ein kleines Abenteuer. Lorena weigert sich, schlafen zu gehen, während Samuel schon müde ist und relativ schnell einschläft. Um kurz vor zehn ist dann auch Lorena endlich so müde, dass sie ins Traumland abdriftet.

2025-08-13 – Tag 3 –  Mittwoch – Fahrradtour zu den Peričnik Wasserfällen

Ein Zeh-Wecker und die große Fahrradtour

Es war 7:45 Uhr, als Samuels kleines Spielchen Lorena unsanft aus dem Land der Träume riss. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Zeh zu traktieren. Lorena, noch völlig in den Kissen versunken und weit entfernt von jeglicher Morgenfrische, war darüber „stinkesauer“ und machte ihrem Ärger lautstark Luft. Das weckte in Samuel eine seltsame Schüchternheit, und die Stimmung am frühen Morgen war alles andere als sonnig.
Zum Frühstück gab es ein kleines Drama. Samuel schob erst nur lustlos zwei Löffel Müsli in sich hinein. Eine halbe Stunde später aber, fast wie ausgewechselt, verputzte er eine riesige Portion Fruity Loops mit Milch. Lorena aß auch brav auf, und so waren wir um kurz nach 11 Uhr endlich bereit für unser großes Abenteuer: eine Radtour zu den Peričnik-Wasserfällen, 14 Kilometer entfernt.

Der Weg ist das Ziel – und der Umweg

Wir starteten um 11:15 Uhr, aber der Anfang war holprig. Nach einer falschen Abzweigung radelten wir etwa 200 Meter in die falsche Richtung, bis wir unseren Irrtum bemerkten. Kurzerhand drehten wir um und waren wieder auf dem richtigen Weg. Von da an ging es nur noch bergab. Der Radweg war perfekt ausgebaut, sodass wir kaum treten mussten. Entsprechend voll war es aber auch. Die Kinder flogen regelrecht dahin und bemerkten nicht einmal den leichten Gegenwind, so sehr trug sie das Gefälle.
In Mojstrana bogen wir dann ab, und das gemütliche Vergnügen war vorbei. Die nächsten vier Kilometer ging es nur noch bergauf. Der erste Kilometer an der Straße war etwas chaotisch, weil wir von Autos überholt wurden, Fußgänger umkurven mussten und uns Radfahrer und Spaziergänger entgegenkamen. Nach einer Schranke wurde es nicht nur steiler, sondern auch deutlich ruhiger, da wir nun auf einem Privatweg waren.

Kleine Helden auf zwei Rädern

Die Kids waren einfach unglaublich! Bis auf ein paar kurze Verschnaufpausen, um den Weg zu checken, radelten beide kontinuierlich bergauf, ohne auch nur einmal abzusteigen. Samuel hatte kurz vor dem Ziel einen kleinen Durchhänger, aber er kämpfte sich tapfer weiter. Lorena bewältigte sogar den steilsten Abschnitt mit links und radelte ganz lässig im ersten Gang mit ordentlichem Tempo nach oben.
Als sie vom Rad sprang und den Wasserfall sah, war ihr erstes Wort: „Boah, Papi! Das sieht voll cool aus!“
Wir legten eine wohlverdiente Pause ein, stärkten uns und machten uns dann auf den Rundwanderweg zu den beiden Wasserfällen. Es ging steil bergauf durch den Wald, über Wurzeln, Stock und Stein und sogar über Treppen. Nach etwa zehn Minuten erreichten wir den ersten Aussichtspunkt und hatten einen fantastischen Blick auf den Wasserfall. Wir stellten uns in die Warteschlange für Fotos und liefen dann weiter nach oben.
Fünf Minuten später standen wir am nächsten Aussichtspunkt, der uns eine seitliche Ansicht des Wasserfalls bot und den Zugang zu einem ganz besonderen Weg freigab: einem Pfad hinter dem tosenden Wasservorhang!

Ein Spaziergang hinter dem Wasserfall

Die Kinder machten super bei den Fotos mit, was uns sehr freute. Wir liefen die wenigen Meter an der Felswand entlang, quasi durch einen Wasservorhang, und fanden uns auf dem Pfad hinter dem Wasserfall wieder. Von oben tropfte es unaufhörlich, aber das überwältigende Rauschen und die magische Atmosphäre ließen uns die Tropfen völlig vergessen. Total begeistert schossen wir Fotos, bevor wir auf der anderen Seite wieder herauskamen. Von hier aus sahen wir den Wasserfall in einem völlig anderen Licht – und entdeckten einen kleinen Regenbogen!


Nach einer kurzen Pause wollten wir noch den oberen Teil des Wasserfalls erkunden, der von unten nicht sichtbar war. Auch hier führte ein Weg hinter dem Wasserfall vorbei, den Lorena unbedingt gehen wollte. Cordula ließ sich schließlich überreden, mit ihr und Samuel loszulaufen. Aber nach etwa 20 Metern machte Lorena einen Rückzieher. Der Weg war einfach zu feucht.
Nachdem wir noch einige Fotos und Videos gemacht hatten, traten wir den Rückweg zu unseren Rädern an. Mit einer letzten Stärkung im Gepäck schwangen wir uns wieder auf die Sättel.

Mit Rückenwind und Eis als Belohnung

Die Kinder hatten auf der Rückfahrt einen Riesenspaß, denn es ging fast nur bergab, sodass sie die Räder einfach nur rollen lassen mussten. Im Tal angekommen orientierten wir uns kurz und fanden schnell wieder auf den Radweg zurück. Wir hatten auf dem Hinweg eine kleine Hütte am Wegesrand entdeckt, die wir als unser nächstes Ziel auserkoren hatten, denn dort wartete eine versprochene Eispause.
Wir hatten Glück und bekamen leichten Rückenwind. Die Kinder bemerkten so gar nicht, dass es die nächsten neun Kilometer wieder bergauf ging. Gerade als die Kräfte schwanden, tauchte endlich die Hütte auf. Zur Belohnung gab es für die Kinder ein Eis und eine Fanta, während Mami und Papi einen Radler und ein Bier genossen. Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter. Die letzten zwei bis drei Kilometer zum Campingplatz schafften die Kids zwar langsam, aber ohne Murren.

Zurück am Wohnwagen mehr man ihnen dann am, dass sie völlig hinüber sind. Nach 15 min Pause ist Lorena aber wieder fit, um mit mir abspülen zu gehen. Währenddessen kocht Cordula bzw. bereitet das Müsli für Samuel vor.  Nach dem Essen gehen die Kinder auf den Spielplatz und wir planen die nächsten Tage. Wieder zurück vom Spielplatz steht Samuel auf. Er hört nicht, macht wieder nur komische Geräusche ärgert Lorena, schlägt mir mit der flachen Hand aufs Ohr, … Er steigert sich immer mehr rein und ich mich auch. Erst als ich den Wohnwagen verlasse um angeblich einen von der Security hole, entschuldigt er sich und bricht dann in Tränen aus. Der Rest läuft friedlich ab und er liegt im 21:15 ruhig im Bett. Lorena schaut wieder um 22:00 raus und erzählt uns, dass sie nicht schlafen kann. Schluss für heute.

2025-08-12 – Tag 2 – Dienstag – Von Traunstein nach Camp Špik

Wir schlafen noch tief und fest als Lorena um 7:10 die Tür zum Wohnwagen aufreißt. Samuel war anscheinend schon wach. Wir kuscheln noch kurz mit Samuel und stehen dann auf.

Nach dem Frühstück und der Verabschiedung kommen wir um 9:45 los. Auf der Autobahn ist nichts los. In Flachau legen wir einen kurzen Tankstopp ein und fahren ohne weitere Pause bis zum Campingplatz Camp Špik, kurz vor Kranjska Gora. Hier hatten wir versucht zu reservieren, haben jedoch eine Absage erhalten, mit dem Hinweis es einfach auf gut Glück zu probieren. Wir haben Glück und erhalten einen der beiden letzten Plätze. Um 14:30 steht der Wohnwagen – nach der Mithilfe des Nachbarn – dort wo er hin soll.

Unser Stellplatz 177 am Camp Špik

Wir richten uns gemütlich ein und bauen alles auf.. Die Kinder helfen fleißig mit. Während die Kinder auf dem tollen Kletter-Spielplatz sind, planen wir die nächsten Tage. Das Zubettgehen ist eine mittlere Katastrophe. Samuel redet wieder einmal nicht und gibt nur nervige Geräusche von sich. Lorena kommt um 22:00 noch einmal raus und sagt, dass sie nicht schlafen kann. Kurz danach ist dann doch endlich Ruhe. Cordula und ich gehen noch Sternschnuppen schauen und erwischen auch gleich eine. Um 23:30 sind wir dann auch im Bett.

2025-08-11 – Tag 1 – Montag – Von Senden nach

Wir packen am Vormittag noch alles gemütlich fertig und starten um 12:30. Auf der A8 ist zwar viel Verkehr, aber es läuft ganz ordentlich. Einziges Problem: bei Tempo 100 schaukelt sich der Wohnwagen langsam auf. Anscheinend ist er ungünstig beladen. Vor München stehen wir auf dem kurzen Stück A99 zur A96 ein bisschen im Stau. Danach läuft es wieder durch München durch ganz gut. Kurz vor dem Ziel stehen wir dann noch einmal an Chiemsee im Stau. Um kurz vor 17:00 kommen wir endlich bei Familie Gläser/Zoller an.

Stellplatz mit Ausblick

Lorena und Tobi verstehen sich von Anfang an bestens. Samuel hat Spaß daran, mit Maxi und Leo Holz in die Feuerschale zu füllen. Am Abend wird gegrillt und mit Verspätung die Kinder ins Bett gebracht. Lorena schläft bei Tobi, Samuel mit uns Wohnwagen.

Nachdem bei den Kindern Ruhe ist, setzen wir uns noch raus und schauen Sternschnuppen. Besonders viele sehen wir leider nicht. Um 23:30 liegen wir dann auch im Wohnwagen.

2024-08-31 – Tag 28 – Arbois nach Hause

Cordula und ich werden vom Regen wach bzw. sie weckt mich. Es ist 6.15. Der Regen war überhaupt nicht vorhergesagt. Ich springe schnell und leise nach draußen und bringe Schuhe und Kühlbox ins Trockene. Die Kinder bekommen wohl auch ein bisschen was mit, denn sie sind total unruhig. Nach der Aktion brauche ich eine Weile bis ich wieder einschlafe. Ziemlich genau bis zu dem Moment, in dem uns Lorena weckt, weil Samuel angeblich die Abtrennung zu ihr geschoben hat. Wir kuscheln kurz zu viert, was schwierig ist, weil Samuel wieder einmal nicht interagiert sondern nur komische Presslaute von sich gibt und auf keine Frage normal antwortet. Cordula macht ihm seine Milch, ich gehe duschen und wie durch Zauberei sind die Kinder plötzlich umgezogen und haben bereits Zähne geputzt. Sie sind heiß darauf, mit den Rädern in die Stadt zu fahren und dort zu frühstücken.

Um kurz nach 9.00 radeln wir los.

Radtour in die Stadt Arbois

Kaum kommen wir an einer Bäckerei am bunt geschmückten Kreisverkehr an, muss Samuel aufs Klo.

Le Petit Déjeuner (=Frühstück)
In der Boulangerie

Wir suchen und finden eine Mauer, die er anstrahlt. Nach dem Frühstück (6,50€ für ein Heißgetränk, ein halbes Baguette mit Butter und Marmelade, ein süßes Stückchen und ein Becher Orangensaft) fahren wir über Umwege durch das nette Örtchen wieder zurück.

In Arbois

Am Wohnwagen werden noch die letzten kleinen Arbeiten erledigt und um 11.30 fahren wir los. Erster Stop ist eine Tankstelle (1,748 €/l), wo wir gerade so viel tanken, dass es „leicht“ bis Freiburg reicht. Die Fahrt verläuft reibungslos und auf der Autobahn ab Besancon auch recht flott. So flott, dass die Reichweitenanzeige meint, dass wir doch nicht bis Freiburg kommen. Also hänge ich mich in den Windschatten eines LKWs und schon kommen wir locker bis Freiburg. Dort tanken wir für 1,649 €/l. Es hat sich also gelohnt. Um eine abwechslungsreichere Fahrt zu haben, fahren wir durch den Schwarzwald und die B311 Richtung Ulm. Das geht anfangs echt gut, wird aber, je näher wir ans Ziel kommen, immer nerviger, da einige Ortsdurchfahrten gesperrt sind und wir drei Umleitungen fahren. Das kostet zwar Zeit, aber wir kommen um 18.45 daheim an. Die Kinder sind heute wieder einmal supertoll mitgefahren. Danke dafür!

2024-08-30 – Tag 27 – Pont du Gard nach Arbois

Samuel kommt um kurz nach 8.00 zu uns, Lorena meldet sich kurz darauf, dass sie gar nicht mehr schläft und wir nicht mehr flüstern müssen. Das Frühstück verläuft eher mäßig, weil kaum etwas gegessen wird, aber das Anziehen der Badeklamotten geht ruckzuck. Lorena steht um 9.45 umgezogen, eingecremt und mit geputzten Zähnen bereit: „Wann gehen wir endlich an den Pool?“ Samuel hingegen sitzt laut singend auf dem Klo. Die Aufforderung bitte leiser zu singen quittiert er mit noch lauterem „Gesang“. Die Androhung, dass er nicht an den Pool dürfe, wenn er jetzt nicht endlich leiser ist, scheint ihn nicht zu interessieren. Deshalb gehen Lorena und Cordula um 10.10 ohne Samuel und mich an den Pool. Das führt dazu, dass Samuel bitterlich weint – und zwar die ganze nächste Stunde. Ich räume noch ein paar Sachen und gehe dann zum Pool. Samuel folgt mir einfach. Er hat sich weder dafür entschuldigt, dass er nicht gehört hat, noch hat er eine Erklärung, weshalb er nicht auf uns hört. Sich zu entschuldigen wäre die letzte Möglichkeit für eine Eintrittskarte in den Pool gewesen, aber auch diese Chance lässt er verfliegen. Am Pool bekomme ich dann vom Poolboy aufgezeigt, dass es so nicht geht: Samuel und ich haben zu weite Badehosen. In Frankreich sind nur enge Badehosen erlaubt. Also hole ich meine aus dem Auto und springe kurz ins Wasser zur Abkühlung. Samuel schaut weinend zu. Danach duschen alle, die nicht weinen und um 11.45 verlassen wir den Campingplatz. Phasenweise herrscht dichter Verkehr und wir überlegen lange, wie wir fahren sollen. Ziemlich spontan entscheiden wir uns für den großen Bogen ostwärts fast über Grenoble. Wie sich herausstellt eine gute Wahl, denn es ist wenig los auf der Straße. Rund um Lyon ist etwas mehr los, aber weiter Richtung Norden läuft es sehr flüssig. Bei der Wahl zwischen zwei – laut Campingführer – ähnlichen Campingplätzen entscheiden wir uns für den nördlichen. Das bedeutet zwar ca. 30-40 min mehr Fahrt, aber somit weniger Fahrt am Folgetag. Bei der Anfahrt zum Campingplatz haben wir schon Sorge, dass wir keinen Platz bekommen könnten, denn am 2024-09-01 findet ein großes Weinfest in Arbois statt und wir sehen bereits bei der Ortseinfahrt etliche Wohnwagen und Wohnmobile auf einem Parkplatz stehen. Um 18.30 erreichen wir den Camping Les Vignes in Arbois und es ist zum Glück kein Problem einen Platz zu bekommen. Wir richten uns ein und machen das Essen. Auf dem angrenzenden Sportplatz findet ein Boules-Turnier statt, was für die Kinder kurze Zeit interessant ist. Nach dem Essen spielen wir noch eine Runde Uno und um 21.40 schlafen die Kinder. Eigentlich verwunderlich, denn der Sportplatz ist vom Flutlicht hell erleuchtet und regelmäßig kommen sehr laute Durchsagen mit den anstehenden Begegnungen. Untermalt wird alles von – zugegeben: guter – Musik. Wir gehen nach dem Abspülen auch ins Bett und werden immer wieder von den Durchsagen geweckt, geschätzt bis um 1:00.

Unser Stellplatz in Arbois
https://maps.app.goo.gl/1Qi7pJrrVU9dZfMR8

2024-08-29 – Tag 26 – Camping Albera zum Pont du Gard (Camping La Sousta)

Wir lassen es ganz entspannt angehen. Alle, bis auf Samuel, der Lorena nicht in Ruhe lässt, ihr wehtut und auch nach mehrfacher Aufforderung nicht aufhört. Das kostet nicht nur Zeit sondern auch Energie. Um 11.45 verlassen wir den sehr schönen und gepflegten Campingplatz. Bevor wir auf die Autobahn fahren, tanken wir noch in Spanien für 1,578 €/l, da wir von der Hinfahrt wissen, dass in Frankreich das Benzin teurer ist. Kurz nach der Grenze wird der Verkehr immer zähflüssiger mit phasenweise Stau. Nach der Mautstation läuft es deutlich flüssiger und wir kommen ohne viel Zeit zu verlieren bis zum Ziel. Um kurz nach 16.00 erreichen wir den Campingplatz La Sousta am Pont du Gard. Wir bauen alles auf, stärken uns kurz mit Melone und radeln dann zum Pont du Gard. Lorena ist erst müde, dann hat sie Bauchweh und ist schwach. Als ihr von uns bewusst gemacht wird, dass sie in diesem Zustand nicht in den Pool kann geht es ihr relativ schnell besser. Irgendwas ist komisch … Vielleicht liegt es aber auch an dem beeindruckenden Blick auf den Pont du Gard, der im 1. Jahrhundert von den Römern als Aquädukt angelegt wurde.

Pont du Gard von beiden Seiten

Die Römer haben es Lorena ohnehin angetan. Wir machen ein paar Fotos und radeln wieder 5 min zurück zum Campingplatz. Für das Pool bleibt leider keine Zeit mehr, aber Lorena und Samuel gehe.n noch auf den Spielplatz, während wir das Essen herrichten. Außerdem stellen wir einen kurzen Poolbesuch für den nächsten Tag in Aussicht. Nach dem Essen dauert es wieder eine Weile bis beide zur Ruhe kommen. Um 21.25 gehen wir aus dem Wohnwagen. Da der Pont du Gard nachts beleuchtet ist, machen Cordula und ich uns noch zu zweit auf den Weg dorthin. Der Pont du Gard wird von wechselnden Lichtfarben bestrahlt und kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen wollen, beginnt eine Licht- und Videoshow.

Pont du Gard bei Nacht

Auf den Pont du Gard wird das 20-minütige Video „Wunder des Lebens“ projiziert. Einfach nur Wow! Das erklärt auch, weshalb um kurz nach 22.00 immer mehr Menschen kamen. Um kurz nach 23.00 sind wir zurück am Wohnwagen. Abspülen, Zähne putzen, Bett.

Unser Stellplatz im Camping La Sousta
https://maps.app.goo.gl/KznsBQYEjJyWbyq27

2024-08-28 – Tag 25 – Coma-ruga nach Camping Albera

Um Punkt 12.00 starten wir. Der erste Ausparkversuch misslingt, weshalb ich den Weg vor mir einfach weiterfahren. Dort stehen auch andere Wohnwägen und parkende Autos. Zweimal um die Kurve und dann Richtung Ausfahrt. Leider wird der Weg immer enger und kurviger und wir bleiben stecken, weil ich sonst das Gestänge eines Pavillons beschädigen würde. Also kuppeln wir ab und schieben den Wohnwagen ein Stück wo es sehr eng ist. Dann wieder ankuppeln und weiterfahren. Aber nur einen Meter, denn ich würde sonst eine Hecke kaputtfahren. Also wieder ankuppeln, schieben, ankuppeln weiterfahren. Dieses Mal kommen wir immerhin bis zum Supermarkt, wo ich wieder nicht um die Kurve kommen würde. Ein drittes Mal abkuppeln. Zwei Spanier helfen uns und schieben den Wohnwagen um die Kurve.  Zum letzten Mal kuppeln wir an und brausen dann ab in Richtung Norden. Hin und wieder ist es mehr Verkehr, aber zum Glück kein richtiger Stau. Um 15.00 erreichen wir Girona und parken auf einem Busparkplatz. Wir laden die Räder ab, cremen uns ein und radeln die 1,5 km bis an den Fluss, an dem die schönen bunten Häuser stehen. Dort ist der erste lohnenswerte Fotostop.

Altstadt von Girona

Dann schieben wir die Räder über eine Brücke, sperren sie an einen Fahrradständer und machen uns zu Fuß auf den Weg durch die engen und teilweise steilen Gassen. Nach einem Zick-Zack-Lauf mit meckernden Kindern erreichen wir die Stadtmauer und besteigen einen Turm, von dem aus wir einen schönen Blick auf die Stadt haben.

Panorama über Girona

Lorena und Samuel meckern jetzt nicht mehr, sondern sind unsere Stadtführer.

Stadtmauerführung mit Lorena und Samuel

Sie lotsen uns die Mauer entlang bis zur Kathedrale, die auch Drehort von „Game of Thrones“ war.

Kathedrale von Girona

Dann übernehmen wir wieder und führen die Kinder zu einer Eisdiele. Samuel ist ganz flott, Lorena zelebriert ihre eine Kugel für 4€ wieder einmal und braucht knapp 20 min bis sie fertig ist. Jetzt aber schnell zurück zum Auto, denn es ist inzwischen kurz vor 18.00 und bis zum angepeilten Campingplatz Albera, der um 19.30 schließt, haben wir noch 50 min Fahrt vor uns. Lorena und Samuel machen super mit und wir kommen um 18.15 in Girona los. Der Stopp hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zum Glück kommen wir ohne Stau durch und erreichen den etwas abgeschieden gelegenen Campingplatz kurz nach 19.00. Wir suchen uns einen Stellplatz (es ist wenig los und es gibt genügend Plätze) und während ich alles auspacke und aufbaue, geht Cordula noch kurz eine Runde schwimmen mit Lorena und Samuel. Das tut den beiden gut. Um kurz nach 20.00 kommen sie zurück und wir essen mit Einbruch der Dunkelheit. Als wir fertig sind, entdeckt Samuel sogar noch einen Satellit am klaren Nachthimmel. Im Bett liegend braucht Samuel noch kurz bis er runterkommt. Um 22.00 schlafen die Beiden.

Unser Stellplatz im Camping Albera
https://maps.app.goo.gl/bqn4PtM9ygJptPjn6

2024-08-27 – Tag 24 – Isla de Gracia nach Coma-ruga

Lorena und Samuel wachen um kurz nach 8.00 auf, kommen zu uns und hören gleich die anderen Kinder durch die offenen Fenster aus dem Haus. Selten waren sie in diesem Urlaub schneller umgezogen. Das Frühstück bestand nur aus einem Schokopudding und dann schnell ins Haus zu Santi, Clara, Maria und Pablo. Sie haben kurz zusammen gespielt, nochmal ein bisschen Müsli nachgeschoben und um 10.30 sind wir losgefahren auf den „Fischmarkt“. Auf dem Weg dorthin erzählt uns Ramon etwas über die Reisfelder und die Bewässerung. Der „Fischmarkt“ entpuppt sich dann als ein kleines Fischgeschäft oder besser: Meeresfrüchtegeschäft. Während die Kinder die Krebse, Muscheln, Tintenfische, Garnelen, … bestaunen, kauft Ramon selbige für die Paella. Auf dem Rückweg zur Isla tanken wir für 1,359 €/l. Wieder an der Villa angekommen, bereiten Albert und Ramon alles für die Paella vor und ich wechsle Samuels Reifen am Fahrrad.

Family-Cooking

Danach darf ich ein bisschen bei der Paella mithelfen. Zwiebeln, rote und grüne Paprika und Zucchini hat Carmen bereits klein geschnitten und angebraten. Außerdem hat sie 3 Liter Fischfond und Gemüsebrühe aufgekocht. Ramon und ich richten die Paella-Pfanne auf dem speziellen Gaskocher aus und braten 5 min den klein geschnittenen Tintenfisch an, der dann wieder aus der Pfanne raus zur Zwiebel-Paprika-Zuchhini-Mischung  kommt; obendrauf noch einen großen Klacks passierte Tomaten und dann zur Seite stellen. Jetzt braten wir die Garnelen/Gambas/Langusten/? an, natürlich in reichlich Öl und dann wieder zur Seite stellen.

Jetzt kommt die Gemüsemischung zusammen mit einem guten Schuss Weißwein in die Pfanne. Sobald der Weißwein rausreduziert ist, kommt der Reis mit in die Pfanne. Alles gut vermischen und mit der Fischfonbrühe ablöschen. Bei unserer schwarzen Paella kommt jetzt noch die Tinte vom Tintenfisch dazu und dann gut 10 min köcheln lassen.

Ramon gibt die Tinte zur Paella

Dann steckt man die Muscheln in den Reis und wartet noch einmal knapp 10 Minuten, bis sie sich öffnen. Für das Finale werden die Gambas und Garnelen dekorativ oben aufgelegt und dann ab auf den Teller damit.

Paella negro

Es schmeckt megalecker und auch Samuel und Lorena essen für ihre Verhältnisse eine ordentliche Portion, Lorena hauptsächlich Muscheln. Direkt nach dem Essen verabschieden sich Aurelius und Albert, weil um 15.30 ihr Kitesurf-Kurs beginnt. Wir helfen noch kurz mit beim abräumen und verabschieden uns dann auch. Es ist 16.45 als wir aufbrechen. Zwei Stunden später erreichen wir den Lidl in Coma-ruga (Cordula springt schnell alleine rein für Brot, Wein und Nachtisch). Am Camping Francàs werden wir wieder sehr freundlich begrüßt und stellen den Wohnwagen zwischen Restaurant und Rezeption ab. Cordula geht noch eine Runde ins Meer und die Kinder lassen die Krebse frei, die sie am Vormittag im Meeresfrüchtegeschäft bekommen haben.

Samuels bestaunt „seinen“ Krebs auf dem Weg in die Freiheit

Beim Abendessen ist es bereits fast ganz dunkel, was Lorena überhaupt nicht passt. Sie ist einfach ziemlich übermüdet. Um kurz vor 22.00 schlafen beide.

Unser Stellplatz im Camping Francàs
https://maps.app.goo.gl/WvrRCvuy6kCrzv4f8

2024-08-14 – Tag 11 – Carcassonne nach Amfora Campingplatz (Sant Pere Pescador)

Wir sind früh wach, räumen flott zusammen und kommen um kurz vor 11.00 los. Nach einigen Pinkelpausen, einem Stau vor der Grenze nach Spanien und viel Verkehr kurz vor dem Ziel, kommen wir um 14.15 am Amfora Campingplatz – äh: der Campingstadt – an.

Unser Stellplatz im Amfora Campingplatz

Wir checken ein, parken und warten mit dem Aufbau, weil ein Gewitter aufzieht. Gute Entscheidung. Als der Regen nachlässt, beginne ich mit dem Aufbau des neuen Privacy Rooms. Schnell kommt die Ernüchterung: ich habe wohl den falschen gekauft. Die Wände sind für Höhen zwischen 2,50 m und 2,80 m und unser Wohnwagen hat ca. 2,40 m. Würden wir die Wände richtig aufbauen, wäre die Markise vorne nur auf ca. 1,70 m Höhe. So ein Mist! Also räumen wir alles wieder zusammen und sind pünktlich vor dem nächsten Regen fertig. Mit so einem Wetter hatten wir nicht gerechnet. Wir essen heute im Wohnwagen. Noch vor 20.30 schlafen die Kinder. Sie müssten auch wirklich Nachholbedarf haben. Wir räumen noch ein bisschen auf, spülen ab und gehen auch früh ins Bett.

https://maps.app.goo.gl/KFgtv6NzgQ4JPRGo8

2024-08-12 – Tag 09 – Aix-en-Provence nach Carcassonne

Vor 8.00 sind alle wach. Wir frühstücken und legen gleich los mit dem Zusammenpacken. Während Samuel wirklich bei jeder Tätigkeit super mithilft, liegt Lorena nutzlos im Bett und beschwert sich noch lautstark, als es kurz vor Abreise nichts mehr für sie zu tun gibt. Um 11.35 verlassen wir den Campingplatz und steuern den Decathlon an, um mir eine Sonnenbrille zu kaufen. Leider gibt es keinen Parkplatz und vom Parkplatz eines anderen Ladens werden wir weggescheucht, bevor wir richtig stehen. Also fahren wir ohne Decathlon-Stop.weiter. Kaum sind wir auf der Autobahn, kommt das erste Stück zähflüssiger Verkehr. Als wir dann im Stau stehen, muss Lorena aufs Klo. Kaum fahren wir weiter, muss Lorena. Oder war es umgekehrt? Ich weiß es nicht mehr genau, denn wir machen bis zum Ziel gefühlt 10 Pinkelpausen. Außerdem halten wir noch beim Lidl, um für Samuel spritziges Wasser zu kaufen.

„Nur schnell spritziges Wasser kaufen.“

Kurze Zeit später kaufen wir noch eine Melone am Straßenrand, da wir nicht über Nimes, sondern geradewegs (also kurvig) durch die Camargue fahren. Es ist bereits kurz vor 16.00 und noch nicht einmal Halbzeit. Aber danach flutscht es und wir kommen um 18.45 in Villegly am Campingplatz Moulin de Saint Anne an. Die Zufahrt zum Stellplatz ist eng, das Einparken noch enger, aber der nette Brite von nebenan hilft gerne. Er hilft fleißig beim Rangieren mit und gibt den Kindern noch ein Wassereis. Als spezielles Bonusmaterial gibt es noch ein Gespräch von und mit ihm und mit seinem Freund/Schwager/… (wir wissen es nicht).

Unser Stellplatz in Villegly (Nähe Carcassonne)

Nachdem alles aufgebaut ist, machen wir eine ausgiebige Brotzeit und haben die Kinder um 22.00 im Bett.

https://maps.app.goo.gl/87YMZFntY9BSqBw5A

2024-08-09 -Tag 06 – Avignon nach Aix-en-Provence

Die Kinder sind überraschenderweise gegen 8.00 wach und dementsprechend übermüdet. Trotzdem ist die Laune in Ordnung. Wir packen alles zusammen und fahren mit den Rädern noch einmal an die Rhône, um die Pont d’Avignon bei Tageslicht zu fotografieren.

Die Pont d’Avignon

Um Punkt 12.00 fahren wir los und erreichen um 14.00 erreichen wir den Camping Chantecler in Aix-en-Provence. Der Stellplatz ist nicht besonders groß und leicht abschüssig, aber wunderschön gelegen.

Unser Stellplatz in Aix-en-Provence

Wir bauen alles auf, stärken uns und dann ab zum Pool. Die Kinder haben wieder einen riesigen Spaß im Wasser. Wir bleiben bis 18.30 und gehen dann zum Wohnwagen. Lorena schläft nach dem Abendessen schnell ein. Bei Samuel dauert es bis kurz nach 22.00, da er auf der Fahrt über 30 min geschlafen hat.

https://maps.app.goo.gl/eLdSGA1tMRwDzU2g9

2024-08-08 – Tag 05 – Vallon Pont d’Arc nach Avignon

Die Kinder sind doch erst wieder um 8.00 bzw. kurz danach wach. Lorena ist ziemlich bockig und verweigert jegliche „Arbeit“. Über eine Stunde liegt sie nutzlos im Bett und pflaumt uns an. Das kann ja heiter werden bei dem straffen Programm, das für heute geplant ist.

Es ist 10.50 bis wir loskommen. Da die Parkplätze am Pont d’Arc sehr begrenzt sind, müssen wir den Wohnwagen irgendwo loswerden. Der anvisierte Parkplatz neben einem Fußballplatz ist erstens voll und zweitens nur für Autos bis 1,80 m Höhe. Macht aber nichts, denn auf der Fahrt dorthin haben wir am Straßenrand einen Platz gesehen. Dort stellen wir den Wohnwagen ab und fahren zum Pont d’Arc. Der Parkplatz dort ist komplett voll und wir warten einfach. Nach 20 min mit Erfolg. Cordula zieht ein Parkticket für 45 min und wir laufen die 300 m bis zur Ardèche. Dort gibt es einen Strand, hunderte Kanus, gefühlt tausende Menschen und einen tollen Blick auf den Pont d’Arc.

An der Pont d’Arc

Obwohl so viel los ist, ist es sehr schön. Vor allem für Lorena und Samuel im Wasser. Die beiden haben richtig Spaß sich im flachen Wasser auszutoben. Nach diesem kurzen Vergnügen gehen wir zurück zum Auto und fahren über einen Zwischenstopp bei einer Boulangerie (=Bäckerei) zum Wohnwagen. Ankuppeln und weiter geht es nach Orange, wo wir das Gespann auf dem Parkplatz eines Intermarché-Supermarkts abstellen. Wir laden die Räder ab und fahren damit die 1,8 km ins Zentrum.

Fahrt ins Zentrum von Orange und Triumphbogen

Nach einem Zwischenstopp am Triumphbogen geht es weiter zum Amphitheater, das wir jedoch nur von außen betrachten. 42€ für die ganze Familie sind ok, aber unsere Kids wohl noch zu klein.

Amphitheater und Forum

Wir investieren das Geld lieber in zwei Aperol Spritz und zwei Eis am Place de la République. Danach radeln wir wieder zum Gespann, satteln die Deichsel und machen uns auf den Weg nach Avignon, wo wir um 18.15 am Campingplatz du Pont d’Avignon ankommen.

Wir parken, kuppeln ab, ich will das Auto ein Stück vorfahren, aber irgendwas blockiert. Shit: das Stromkabel! Ich setze wieder ein Stück zurück und wir kuppeln dieses Mal auch das Stromkabel mit ab. Äußerlich sieht es ok aus. Hoffentlich ist innen kein Kabel gebrochen. Nach dem Schreck geht Cordula mit den Kindern zum Pool und ich baue alles auf.

Unser Stellplatz in Avignon

Als ich fertig bin, gehe ich auch noch kurz ins Wasser. Danach duschen wir die Kinder und wir richten uns her für das Abendessen. Cordula hatte nämlich die Idee mit den Rädern noch nach Avignon in die Stadt zu fahren. Es ist bereits 20.40 als wir aufbrechen. Google Maps schickt ins zu einer Fähre über die Rhône. Als wir dort ankommen, sehen wir, dass die Fähre nur bis 20.45 fährt: es ist 20.52. Mist! Aber wir haben Glück. Die Fähre kommt noch einmal rappelvoll zu uns gefahren und der nette Kapitän mit seiner Maat nehmen uns ganz alleine mit rüber auf der letzten Fahrt.

Fährfahrt über die Rhône

Auf der anderen Seite angekommen, fahren wir direkt.zum Papst-Palast. Die Kinder machen super mit und besonders Samuel freut sich, als er die „Ritterburg“ sieht.

Papst-Palast (=“Ritterburg“) in Avignon

Wir machen einige Fotos und suchen dann etwas zu essen. Problem dabei: viele Restaurants haben bereits die Küche geschlossen. Wir finden dann doch noch etwas. Nichts besonderes, aber Samuel bekommt die Nudeln, die wir ihm versprochen hatten und Lorena Chicken Nuggets mit Pommes. Um kurz nach 23.00 sind wir fertig und machen uns auf den Heimweg. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Riesenrad vorbei, das die Kinder sehr begeistert.

Zurück über die Rhône und Stadtmauer

Es ist 0.00 bis die Kinder im Bett liegen. Wenige Minuten später schlafen beide. Wir kurz darauf auch. Wahnsinn, wie die Kinder diesen Tag mitgemacht haben.

Unser Stellplatz in Avignon: https://maps.app.goo.gl/Uy3dzPEviEJjqzv36

2024-08-07 – Tag 04 – La Clé de Saône nach Vallon-Pont d’Arc

Die Kinder holen sich tatsächlich ihren Schlaf: Lorena bis kurz nach 8.00 und Samuel bis 8.45. Folglich ist es fast 11.30 bis wir den Campingplatz verlassen. Auf dem Weg zur Autobahn holen wir Wasser beim Lidl und tanken. Vorbei an Lyon geht es weiter Richtung Süden und wir merken, dass es schwierig werden könnte, die für 16.00 reservierten Eintrittskarten für die Grotte St.. Marcel pünktlich zu holen. Kurz nach der Abfahrt von der Autobahn hat uns Google zweimal „falsch“ gelotst. Bei der ersten Abzweigung standen wir vor einen sehr schmalen Straße (Route inonable = überflutbare Straße). Die zweite Abzweigung führte in eine kleine Ortschaft, bei der die Durchfahrt für Wohnwagen und Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt war. Die Straßenschilder führen uns dann auf dem richtigen Weg und wir kommen um 15.50 an der Grotte an. Gerade noch rechtzeitig, aber es gibt keinen Parkplatz. Cordula und die Kinder steigen aus und stellen sich in die Schlange. Ich suche einen Parkplatz und werde auf einem Schotterplatz 700m oberhalb der Grotte fündig.

Beim Eintritt bekommen wir noch 10% Rabatt und laufen die zahllosen Stufen nach unten in die riesige Tropfsteinhöhle. In der Höhle ist es frisch und es ist viel los. Trotzdem findet man immer genügend Platz und Ruhe zum Stehen und Staunen.

In der Höhle laufen wir über zahllose Stufen bis zum Ende und wieder zurück nach oben. Unterwegs gibt es ein kurzes Lichtspektakel mit Musikuntermalung an Stufen-Pfützen. Nach gut einer Stunde sind wir aus den Tiefen der Erde wieder zurück am der Oberfläche und laufen bei über 30° die 700m steil nach oben zum Wohnwagen.

Die Weiterfahrt zum Campingplatz ist wunderschön und liefert Ausblicke auf den Canyon der Ardèche.

Die Ardèche

Bis wir am Campingplatz sind, ist es kurz vor 19.00.

Unser Stellplatz in Vallon Pont d’Arc

Also schnell alles aufbauen, Kinder am Spielplatz toben lassen, übergelaufene Campingtoilette reinigen, Abendessen herrichten, total verschmutzen und verschwitzten Samuel duschen und ab ins Bett. Es ist fast 22.00 bis die Kinder schlafen. Hoffentlich sind sie morgen früher wach, damit wir rechtzeitig loskommen.

Unser Stellplatz: https://maps.app.goo.gl/ZyV8qRKStif75U1c8

2024-08-06 – Tag 03 – Vom Lug ins Land Campingpark nach Camping La Clé de Saône

Nach dem Aufstehen und Frühstücken gehen Lorena und Samuel zwei Runden Ponyreiten. Das ist zwar nichts Besonderes, aber jetzt haben sie das auch mal gemacht und es kostete nichts: super Service vom Campingplatz. Danach packen wir alles zusammen und checken um kurz vor 11.00 aus. Nach einem Zwischenstopp an der Packstation liefern wir Cordula bei einem Zahnarzt in Schliengen ab. Während Cordula auf die Behandlung ihres abgebrochenen Schneidezahns wartet, fahre ich mit den Kindern nach Müllheim, um bei einem Fahrradladen einen Mantel für Samuels Fahrrad zu kaufen. Der erste Laden liegt mitten in der Stadt und parken ist unmöglich. Ich suche einen Parkplatz, um in Ruhe einen anderen Läden zu finden und habe Glück, dass ich am Stadtrand einen Parkplatz finde, von dem ich nur zwei Minuten zu einem Fahrradladen laufe.

Cordula ist noch nicht dran, also fahren wir zum dm um Haferdrink zu kaufen. Kurz nach der Abfahrt in Müllheim Bremer ich an einem Kreisverkehr und es macht einen lauten Rumms. Im Rückspiegel sehe ich, dass dies Räder schief liegen und sofort fällt mir ein, dass ich vergessen hatte die Klappfunktion des Fahrradträger zu verriegeln. Mist! Ich finde schnell einen Platz zum Halten. Glück gehabt: Cordulas Rad ist mit dem Softgrip des Lenkers auf die Heckscheibe geknallt und es ist nichts kaputt oder verbogen. Also weiter zum Tanken und zum dm. Als ich dort fertig bin, ist auch Cordula fertig und ich gable sie kurz darauf auf. Da es schon kurz vor 13.00 ist, holen wir uns das Mittagessen für die Fahrt bei McDonald’s.

Das Essen ist auch spannender als die wenig abwechslungsreiche Fahrt. Um kurz vor 18.00 kommen wir am Campingplatz La Clé de Saône an und dürfen und einen Platz aussuchen. Es ist wenig los und die Stellplätze liegen großzügig unter Ahornbäumen.

Unser Stellplatz beim Camping La Clé de Saône

Wir nehmen einen Platz in der zweiten Reihe von Fluss und richten uns ein. Zum Abendessen gibt es bei immer noch knapp 30° Brotzeit und eine Möhrensuppe aus der Dose.

Abendessen

Bis die Kinder schlafen ist es leider 21.30. Ein bisschen mehr Schlaf würde ihnen nicht schaden.

Unser Stellplatz: https://maps.app.goo.gl/Yh543qHTMHMNmHaR6

2024-08-05 – Tag 02 – Lug ins Land Campingpark

Die Kinder wachen vor 6.30 auf und Samuel stört Lorena, obwohl sie den Eindruck macht, noch schlafen zu wollen. Er ist total unruhig, macht lästige Quietschgeräusche und geht überhaupt nicht auf uns ein, auch nicht bei uns im Bett. Als Lorena etwas später auch noch zu uns ins Bett kommt, „kuscheln“ wir zu viert. Das geht nicht lange gut und wir beginnen einen langen Aufstehprozess, während dem Cordula verschiedene Zahnärzte abtelefoniert, aber nur einen Termin für morgen um 11.30 bekommt. Bis wir am Frühstückstisch sitzen, ist es 9.00. Um 10.00 haben wir Lorena für die LuLa-Club-Kinderanimation angemeldet: erst Spiel und Spaß und Steine anmalen, später Spätzle kochen und essen. Samuel war nicht dafür zu begeistern, aber Lorena hat nach zwischenzeitlicher Skepsis echt Spaß. Samuel war unterdessen mit Cordula eine Runde schwimmen. Als Lorena zurückkommt, machen wir Mittagessen. Anschließend gehe ich mit Lorena zum Pool und Samuel kommt kurzerhand mit. Wir bleiben nicht lange, weil das Wasser echt frisch ist. Zurück am Wohnwagen ziehen wir uns um und Lorena bekommt das versprochene Eis, weil sie am Vortag fleißig abgetrocknet hat und sehr hilfsbereit war. Das wirft Samuel komplett aus der Bahn (auf der er den ganzen Tag noch war). Er eskaliert ziemlich und lässt Kieselsteine und Staub auf sich rieseln. Nachdem er wieder ein bisschen runtergekommen ist machen wir uns bereit für die nächste Runde schwimmen. Dieses Mal halten sie es länger aus im Wasser und Samuel macht mit dem Bauchgurt am Ende richtige Schwimmbewegungen. Dann duschen, Spielplatz, Abendessen und um 20.00 liegen beide im Bett und hören Tonie-Box. Und wir trinken Wein.

2024-08-04 – Tag 01 – Von Senden zum Lug ins Land Campingplatz

  • Abfahrt 12.15: erste Probleme bereits an der Wiesentalstraße, weil ein Auto in der Kurve parkt.
  • An der Baustellenampel vor dem Kreisel erinnert mich Cordula an die französische Umweltplakette: vergessen! Also rechts rein zur Ayer Turnhalle und dort umdrehen. Voll einschlagen geht nicht, wegen Fahrradträger. Wir kommen trotzdem rum. Beim Rückweg lasse ich Cordula an der Einfahrt zur Frankenstraße raus, damit ich nicht wenden muss. Ich fahre danach eine Runde über die Sonthofener Straße und warte kurz auf Cordula.
  • Tanken beim Inhofer verläuft ohne Probleme – zumindest bis 10,70€, dann stoppt der Tankvorgang. Also noch einmal. Klappt wieder nicht, auch nicht mit Cordulas ADAC-Kreditkarte. Dann fällt es mir ein: Limit erreicht. Also sucht Cordula die PIN für eine andere Karte und wir füllen inzwischen Luft in die Reifen. Beim zweiten Anlauf klappt es mit dem Tanken.
  • Wir sind kaum aus Ulm draußen, da beißt sich Cordula an der Gabel eine Ecke von einem Zahn weg: kein schönes Geräusch. Es tut zwar praktisch nicht weh, aber der Zahn fühlt sich komisch an.
  • Die weitere Fahrt verläuft problemlos, abgesehen von den vielen zähflüssigen Abschnitten. Kurz vor Freiburg machen wir eine Pinkelpause und Cordula bringt mir einen tollen Venti Salted Caramel Iced Coffee Macchiato con Sahne, also ein leckeres Kaffeegetränk. Nachdem die Kinder angeschnallt sind, schaffe ich es beim Einsteigen mein Getränk von der Mittelarmlehne zum Schalthebel hin umzuschmeißen. Der ganze Kaffee läuft über die Knöpfe rund um den Schalthebel in den Becherhalter. So ein Mist! Also trinke ich mit dem Strohhalm aus dem Becherhalter – schmeckt auch.
  • Ab jetzt verläuft der Rest wirklich ohne Zwischenfälle und wir kommen um 18:45 am Lug ins Land Campingpark an. Wir parken und schieben den Wohnwagen zusammen mit den Nachbarn auf seinen Platz. Alles aufbauen, essen, bettfertig machen und die Kinder schlafen um 21:45.
Campingpark Lug ins Land
Unser Stellplatz: https://maps.app.goo.gl/YhT921ywMAjiSTay8

Tag 25 – Samstag, 02.09.2023 – Von Key West nach North Miami Beach

  • Aufstehen, Frühstück auf dem Zimmer, auschecken.
  • Erstes Ziel: Bahia Honda State Park (angeblich einer der schönsten Strände der USA). Da die Schlange an der Einfahrt recht lang ist (Labor Day Wochenende!), wir bei der Zugfahrt von der Brücke gesehen haben, dass schon viel los und der Park Eintritt kostet, fahren wir weiter.
  • Nächster Stopp (nach einer zwischenzeitlichen Pipi-Pause): Starbucks Islamorada. Doch da hier mein Lieblingsgetränk „Mocha Cookie Crumble Frappuccino“ plötzlich 8,95 $ anstatt der sonst üblichen 5,95 $ oder 6,25 $ kostet, kaufen wir nichts und machen wieder nur eine Pipi-Pause (Lorena: „Das heißt nicht Pinkel-Pause. Das heißt Pipi-Pause.“). In der Zwischenzeit hat es beginnen zu regnen, äh: zu schütten.
  • Bei starkem Regen verlassen wir die Keys. Auf dem Festland kommt wieder die Sonne raus. Während ich fahre sucht Cordula nach einem Hotel für die nächste Nacht. Die Suche gestaltet sich schwierig, da sie immer wieder von einem „Mama, warum …“ oder „Papa, warum …“ unterbrochen wird. Außerdem wird Samuel wieder sehr unruhig. Nach einigem Hin und Her, einem weiteren Starbucks-Stopp (mit Erfolg) und noch einer Pipi-Pause bei McDonald’s entscheiden wir uns für das Beach Place Motel in North Miami Beach, das wir gegen 18:00 erreichen.
  • Das Zimmer ist geräumig, der Bau aber etwas in die Jahre gekommen. Wir so oft würde anerkannten renoviert: drüberstreichen bis Türen nicht mehr richtig schließen, weil die Lackschicht schon so dick ist, ein paar aktuellere Bilder schief an die Wand hängen, unter dem Badspiegel eine neue Ablage und fertig ist die Renovierung.
  • Kinder noch schnell in den Pool, Abendessen, Bett.

Tag 24 – Freitag, 01.09.2023 – Vom Sugarloaf Key nach Key West

  • Es ist 0:15, als ich gerade am Einschlafen bin und plötzlich die Tür aufgeht. Lorena und Cordula halten es auch nicht mehr aus.
  • Das Auto wird weiter umgeräumt, Cordula „schläft“ mit Lorena und Samuel hinten, ich auf dem Beifahrersitz.
  • Wir kühlen das Auto noch einmal. Es hat immer noch 32°C.
  • Lorena findet alles ganz spannend und denkt gar nicht ans schlafen. Irgendwann wird sie unleidig.
  • Wir kühlen das Auto noch einmal. Es hat immer noch 32°C. Es ist nach 1:00.
  • Irgendwann schläft sie ein. Ich wache immer wieder auf, weil es entweder zu warm oder zu ungemütlich wird. Cordula geht es nicht besser so weil sie von Lorena getreten wird. Samuel schläft.
  • Wir kühlen das Auto noch einmal. Es hat immer noch 32°C. Keine Ahnung, wie spät es ist.
  • Kurz nachdem die Sonne aufgegangen ist, wird es zu warm und zu hell im Auto und die Kinder wachen auf. Lorena ist überraschend gut drauf, Samuel ziemlich das Gegenteil.
  • Wir duschen.
  • Frühstück gibt es erst, nachdem die weitere Planung steht, denn so eine Nacht wollen wir uns nicht noch einmal antun.
  • Die nette Dame am der Rezeption storniert unsere zweite gebuchte Nacht zum Glück kostenlos und wir suchen ein Motel auf Key West.
  • Frühstück, Cordula geht mit den Kindern an den Pool und ich räume alles auf. Nassgeschwitzt …
  • Abfahrt um kurz nach 11:00 in Richtung Key West.
  • Am Southernmost Point of Continental USA parken wir und machen dass obligatorische Foto, nachdem wir kurz angestanden sind.
  • Danach: Fort Zachary Taylor State Park. 6$ Eintritt, Parkplatz suchen, ab an den Strand – zumindest Samuel und Cordula, denn Lorena ist kurz vor der Ankunft eingeschlafen und hat nach der Nacht im Auto Nachholbedarf.
  • Nach 40 Minuten wecke ich sie, will mit ihr ebenfalls an den Strand gehen, dich es beginnt zu regnen. Kurz nachdem Cordula und Samuel am Auto ankommen, schüttet es. Nach 15 min ist alles vorbei, der Himmel wird blau und wir gehen alle zusammen an den Strand.
  • Herrlich! Einfach planschen im warmen Meer. Lorena und Samuel haben richtig Spaß.
  • Gegen 16:15 brechen wir wieder auf.
  • Fahrt entlang der Duval Street (Hauptstraße durch Key West) mit Eis-Stopp.
  • Um 17:30 checken wir im Harborside Motel ein. Das Zimmer ist groß, renoviert, mit kleiner Küchenzeile und einem Balkon.
  • Kinder in den Pool, wir essen von Denny’s geliefertes Hähnchen auf Gemüse (sehr lecker).
  • Die Kinder essen wieder auf dem Bett und schlafen wie so oft viel zu spät ein.

Tag 23 – Donnerstag, 31.08.2023 – Von Florida City zum Sugarloaf Key

  • Früher aufstehen, schneller frühstücken, den um 11:00 haben wir einen Bootstrip in den Everglades gebucht.
  • Wir kommen um 9:20 los und kommen pünktlich um 10:30 an der Flamingo Marina in den Everglades an.
  • Um kurz nach 11:00 starten wir mit Captain Nick, seiner Assistentin Ana und einem deutschen Pärchen zur 90-minütigen Bootstour.
  • Das Highlight haben wir gleich in den ersten 5 Minuten, als wir zwei Krokodile/Alligatoren im Wasser sehen. Danach geht es eher eintönig durch die Mangroven-, Fluss- und Seen-Landschaft. Insgesamt eher enttäuschend.
  • Bevor wir weiterfahren, gehen weiter im Visitor Center noch aufs Klo.
  • Bei der Weiterfahrt merke ich (zum Glück bereits nach wenigen Meilen), dass mein Autoschlüssel fehlt (das Auto startet trotzdem, weil Cordula Schlüssel im Auto ist). Wahrscheinlich ist er mir vor dem Auto aus der Hosentasche gefallen. Also fahren wir zurück zum Visitor Center, finden ihn dort aber nicht am Boden. Ich frage im Visitor Center nach und habe Glück: ein Mädchen hat ihn gefunden und die Familie hat ihn bei der Park Ranger in abgegeben.
  • Jetzt also endlich Weiterfahrt.
  • Erst Tankstopp, dann Stopp beim Starbucks, dann beim Taco Bell und dann ab auf die Keys.
  • Gemütlich fahren wir über etliche Brücken mit toller Aussicht auf türkisfarbenes und blaues Wasser in Richtung Süden.
  • Um 17:40 kommen wir am KOA-Campingplatz Sugarloaf Key an. Einchecken, Zelt aufbauen, ab zum Pool.
  • Der Pool ist toll zwischen Palmen angelegt und wir gönnen uns Cocktails. Da die Pool Rules von den anderen Amis sehr großzügig ausgelegt werden, passen wir uns einfach an und nehmen die Drinks mit in den Pool.
  • Bei Einbruch der Dämmerung gegen wir duschen und bisschen schnell ins Zelt, um möglichst wenige von den kleinen Stechmücken, die uns vor dem Zelt belästigen, mit hinein zu nehmen.
  • Nach kürzester Zeit juckt es uns alle am ganzen Körper. Unsere Schlafsäcke schützen uns nicht, den bei 89°F (=32°C) haben wir die gleiche im Auto gelassen bzw. verwenden sie als Kissen. Antibrumm hilft kurzzeitig, aber der Schweiß sorgt dafür, dass die Wirkung nach 20 min nachlässt. Die Kinder kratzen sich im Halbschlaf wie verrückt. Samuel dreht richtig durch. Also räume ich um 23:30 das Auto aus und um, damit Samuel und ich im Auto schlafen können.
  • Koffer raus, den Saustall der Kinder auf den Rücksitzen beseitigen, Rücksitze umklappen, Isomatte auslegen, Auto zum runterkühlen noch einmal starten und schlafen. Bei Samuel klappt das ganz gut, bei mir erst nach 0:15.
  • (Fortsetzung am Tag 24 – Freitag, 01.09.2023 – Vom Sugarloaf Key nach Key West)