Morgendlicher Krawall deluxe
Kaum sind die beiden kleinen Energiebündel wach, geht das Spektakel auch schon los: Krawall und Remmidemmi in Reinform! Samuel freut sich zwar grundsätzlich, wenn Lorena ebenfalls wach ist – aber diese Freude äußert sich bei ihm in einer Art, die eher an einen Wrestling-Match erinnert. Fast jeden Morgen geht er auf sie los, als wäre sie ein Gegner im Ring.
Lorena sucht dann Schutz bei mir, was Samuel wiederum als Einladung versteht, nun mich ins Visier zu nehmen. Schlagen, Treten, auf mich draufspringen – alles wird von ihm als eine Art Spiel verstanden. Dass mir dabei regelmäßig wehgetan wird, scheint ihn nicht weiter zu stören. Immerhin: Nach dem Toilettengang und einem kleinen Frühstück beruhigt sich die Lage etwas.
Strandspaziergang mit Überraschungen
Nach dem Frühstück machen wir uns auf, die riesige Campingplatzanlage zu erkunden. Wir laufen hinunter zum Strand – der laut Werbung ein Sandstrand sein soll. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um einen Steinstrand mit aufgeschüttetem Sand dahinter, getrennt durch Betonstufen. Marketing-Zauber eben.
Trotzdem ist es wirklich schön dort. Es ist zwar viel los, aber der über einen Kilometer lange Strand bietet genug Platz für alle. Mindestens drei Restaurants und Bars verteilen sich entlang der Promenade. Wir spazieren bis zur Poolanlage und werfen einen neugierigen Blick auf den Kids Club. Danach geht’s zurück durch die Hauptstraße des Resorts – vorbei an Shops, einer Eisdiele, einer Bäckerei, der Rezeption und einem Biergarten. Kurz darauf sind wir wieder am Wohnwagen.
Poolabenteuer mit Liegenlogistik
Da es mittlerweile Nachmittag ist, beschließen wir, zur oberen Poolanlage zu gehen. Umziehen, eincremen, los geht’s! Sowohl der Kinderpool als auch der Erwachsenenpool sind riesig – und es gibt sogar zwei Rutschen. Doch dann die Überraschung: Man kann sich nicht einfach irgendwo hinlegen. Zwei Liegen mit Sonnenschirm kosten stolze 19 € pro Tag!
Da die Liegen nicht nummeriert sind, schnappen wir uns einfach eine und stellen unsere Tasche darauf. Das Wasser ist angenehm temperiert, aber mit etwa 25–26 °C Lufttemperatur und dem stetigen Wind wird es beim Rauskommen doch recht frisch. Cordula beobachtet, wie ein Mitarbeiter durch die Reihen geht und kontrolliert, ob die Liegen bezahlt wurden. Wir nehmen unsere Tasche lieber wieder runter – sicher ist sicher.
Schwimmhelden und Sprungakrobaten
Die Kinder haben riesigen Spaß im Wasser. Lorena schwimmt immer besser – es wird wirklich Zeit für ihr Seepferdchen! Auch Samuel macht Fortschritte, traut sich aber beim Schwimmen noch nicht so viel zu. Beim Springen hingegen ist er mutig wie ein kleiner Stuntman: Kopfsprünge, Saltos und andere akrobatische Einlagen vom Beckenrand.
Bei einem Sprung verfehlt er den Rand nur um wenige Zentimeter – bei einem anderen klatscht er so hart aufs Wasser, dass er danach Kopfschmerzen hat. Nach einer Weile beginnen die Kinder zu schlottern, wollen aber trotzdem nicht raus. Stattdessen geht’s zur Rutsche!
Rutschpartie mit Gänsehaut
Beim Anstehen wird uns allen noch kälter. Ich rutsche einmal mit Samuel, er dann noch ein weiteres Mal mit Lorena. Danach reicht es uns Erwachsenen – Lorena rutscht noch ein paar Mal alleine weiter. Schließlich bleiben wir noch ein paar Minuten im Wasser, bevor wir unsere sieben Sachen packen und zurück zum Wohnwagen gehen.
Minidisco und Abendprogramm
Nach dem Abendessen machen wir uns um 20 Uhr bereit für die Minidisco. Wir radeln zum Theater – um 20:30 Uhr geht’s los. Die Veranstaltung läuft ähnlich ab wie in der Türkei oder letztes Jahr am Amfora Campingplatz. Lorena ist von Anfang an voll dabei und hat mächtig Spaß!

Als die Kinderdisco um 21:10 Uhr endet, will Samuel nach Hause. Also radeln er und ich zurück, während Cordula und Lorena noch bleiben und sich „Mom versus Dad“ anschauen. Zuhause trinkt Samuel erst einmal viel – dann will er überraschenderweise wieder zurück. Ich überrede ihn, im Wohnwagen zu bleiben. Wir lesen noch ein wenig, und er schläft relativ schnell ein.
Zähneputzen unter Sternen
In der Zwischenzeit kommen Cordula und Lorena zurück. Lorena zieht sich vor dem Wohnwagen um und putzt auch dort ihre Zähne – Campingromantik pur! Als ich ihr sage, dass Samuel schon schläft, geht sie ebenfalls in den Wohnwagen. Auch bei ihr dauert es nicht lange, bis sie eingeschlafen ist.
Trotzdem ist es inzwischen schon 22:30 Uhr – ein langer, aufregender Tag geht zu Ende.


































































































































































