Tag 08 – Montag, 22.08.2022 – Pisa und Lucca

Eigentlich hatten wir vorgehabt, heute nach La Spezia zu fahren, aber nachdem für heute eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 40% vorhergesagt war, haben wir am Vorabend umgeplant und uns für Pisa entschieden. Wir fahren um kurz nach 10:30 los und kommen um kurz vor 11:30 in Pisa an. Dort sind einige Straßen gesperrt und nach einem kurzen Umweg ignorieren wir einfach zwei Schilder und finden einen Parkplatz in kurzer Laufdistanz zum Piazza dei Miracoli. Lorena ist wieder ziemlich stinkig, weil sie nur ein kurzes Schläfchen hatte und wir sie geweckt haben. Irgendwann nach eincremen, Pipi machen und Rucksack packen schaffen wir es dann doch loszukommen. Lorena und Samuel sind hocherfreut den Schiefen Turm zu sehen, da sie schon mehrmals das Buch von der Reisemaus in Italien gelesen haben und dort etwas über den Schiefen Turm von Pisa steht. Lorena bockt immer noch rum und Samuel will ganz nah zum Turm: er will die Reisemaus sehen. Nach einer kurzen Stärkung in Schatten des Turms machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant.

Die Suche wird allerdings von Pferdekutschen unterbrochen. Die sind so interessant, dass Lorena und Samuel gar nicht mehr davon loskommen. Nach einigen Minuten machen s die Kirschen wieder auf den Weg und wir ebenso. Wir brauchen eine Weile, bis wir um 13:20 etwas halbwegs passendes finden, verweilen dort aber auch nur kurz, denn hinter dem Schiefen Turm ziehen immer mehr dunkle Wolken auf und für 14:00 beträgt die Gewitterwahrscheinlichkeit 60%. Also stehen wir ohne gegessen zu haben wieder auf und laufen Richtung Auto. Unterwegs checken wir beim Mini-Supermarkt ein und kaufen den Kindern Apfelsaft und Sandwiches. Das ist zwar kein vollwertiges Mittagessen, müsste den größten Hunger aber stillen. Zurück am Auto gehe ich mit beiden noch Pipi machen und dann starten wir nach Lucca. Die Sandwiches kommen leider gar nicht gut an, aber Cordula verköstigt die beiden mit Snacks. Das reicht erstmal. Unterwegs nach Lucca legen wir noch einen Tankstopp ein und steuern den Stamm-Parkplatz an.

Wir haben Glück und bekommen ein Parkticket bis 19:01 geschenkt. Das müsste reichen: es ist 15:20. Kinder eincremen und los zum Spielplatz hinter der Stadtmauer. Dort bleiben wir eine ganze Weile und laufen dann straight Richtung Stadtmitte mit dem Ziel eine Gelateria zu finden. Wir werden schnell fündig und gönnen uns zwei Aperol Spritz. Für die Kinder wollen wir das Eis mitnehmen. Wir entscheiden uns dann doch anders, denn Samuel hat wohl schon auf dem Spielplatz ein großes Geschäft in seine Unterhose gesetzt und die (Aus-)Wasch-Aktion auf dem Klo kostet mich Nerven und Schweiß. Davon muss ich mich erstmal in Ruhe erholen, während die Kinder erst unsere Erdnüsse und dann ihr Eis essen.

Anschließend marschieren – äh: schleppen wir uns zum Torre Guinigi, den wir besteigen. Lorena jammert, dass sie nicht laufen kann wegen ihres Mückenstichs und Samuel ist einfach hinüber, weil er keinen Mittagsschlaf hatte. Dafür stürmt er energisch mit der Cordula auf den Turm. Lorena braucht länger, denn sie zählt die Stufen. Sie kommt mit meiner Hilfe auf 217 (220 sollten es sein), weil sie Probleme bei den Schnapszahlen hat und weil sie bei den höheren Zahlen schneller läuft als zählt. Oben freuen wir uns alle über die tolle Aussicht. Nach einigen Fotos steigen wir wieder runter und laufen zurück Richtung Auto, wobei wir auf dem Weg dorthin beim Local Food Market essen wollen.

Wir haben den Local Food Market beim Hinweg gesehen und für gut befunden. Wir sind rechtzeitig dort und es gibt noch genügend Plätze. Während Cordula bestellt und die Kinder mit ihren Malbüchern bei Laune hält, laufe ich schnell zum Auto und hol noch einen Parkschein, denn es ist bereits kurz vor 19:00. Wäre ich fünf Minuten später gekommen, hätten wir wahrscheinlich einen Strafzettel bekommen, da Kontrolleure auf dem Parkplatz unterwegs sind. Im Local Food Market essen wir Pizza und ein leckeres Tiramisu. Zurück am Auto machen wir die Kinder bettfertig und uns dann auf den Heimweg. Lorena schläft überraschenderweise nicht ein, weil sie „noch die Sterne anschauen“ will. Im Wohnwagen dauert es dann auch noch kurz bis wirklich Ruhe herrscht, aber es war ein schöner Tag, an dem wir dann doch von einem Gewitter verschont blieben.