Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück gemütlich nach Alto laufen, aber Samuel hat andere Pläne. Er ist total umtriebig, gehorcht überhaupt nicht und sagt schon um kurz vor 11:00, dass er schlafen will. Also legen wir ihn in den Wohnwagen zum schlafen. Lorena geht mit Cordula zum Abspülen und ich schreibe Blog. Als sich Samuel nach einer Stunde meldet, machen wir uns fertig und wandern los nach Montecatini Alto. Lorena und Samuel laufen prima mit – als Ziel ein Eis vor Augen. Samuel wird dann etwas abgehängt, weil er einen Transporter sieht, der hinten Doppelbereifung hat und ich anfangs nicht verstehe, dass er mich fragt, wieso das so ist. Kurz darauf kommt noch eine Baustelle, die uns aufhält. Cordula und Lorena erreichen den steilen Berg kurz vor der Ankunft mit ein paar Minuten Vorsprung vor Samuel und mir. Wir kommen um Punkt 15:00 oben an und überbrücken die Zeit bis die Eisdiele um 15:30 aufmacht mit einem kleinen Spaziergang und ein paar Fotos zu viert. Nach der Öffnung sind Lorena und Samuel die ersten, die die Eisdiele betreten, weil sie es kaum erwarten können. Nach dem Eis beginnt es bedrohlich zu donnern und wir sind uns sofort sicher, dass wir nicht direkt wieder heim laufen. Wir schlendern durch einen Souvenirladen und nehmen dann in der Bar „Il Roughetta“ Platz als es zu regnen beginnt. Dort gibt es für die Kinder Fanta und für die Eltern einen megastarken Limoncello Spritz. Der Regen wird etwas stärker, aber vom großen Gewitter bleiben wir verschont. Als der Regen schwächer wird, meldet sich Samuels und Lorenas Bewegungsdrang. Er hat Riesenfreude daran, sich unter den Wasserstrahl unter der Markise zu stellen und Lorena animiert ihn auch dazu. Nach kürzester Zeit ist er klitschnass. Irgendwann wird die Stimmung aber zu überschwänglich und eskaliert in Geschrei – erst von Samuel, direkt danach von Lorena. Ich packe beide unter dem Arm, nehme sie mit um die Ecke und halte ihnen eine Standpauke. Danach machen wir uns auf den Heimweg und kommen trocken daheim an. Auch Samuel ist inzwischen wieder trocken. Am Wohnwagen angekommen kochen wir und gehen ins Bett.
Tag 04 – Donnerstag, 18.08.2022 – Shopping und Besuch von AuRI und Pablo
Die Kinder sind vor 7:00 wach und sammeln damit weitere Minuten gut ihr Schlafdefizit. Wir frühstücken und brechen um kurz vor 10:00 auf zum Markt nach Montecatini Terme. Da es zu regnen beginnt wird es ein kurzer Besuch und nur Cordula kauft Käse und etwas Obst während die Kinder mit mir im Auto warten. Danach fahren wir zum Decathlon und parken auf dem Parkdeck. Wir können gerade noch die Kinder bei normalem Regen aus dem Auto rausholen, bevor die Welt untergeht. Aus dem Aufzug filme ich, wie der Sturm ein Dachfenster aufreißt und eine Abdeckung über das Parkdeck wirbelt.
Wir fahren im Aufzug nach unten, steigen aber nicht aus, weil wir sonst innerhalb kürzester Zeit komplett nass wären. Also warten wir im Aufzug. Hier kann uns zum Glück nichts passieren. Also, fast nichts. Es gibt einen Stromausfall und für ca. eine Minute geht das Licht aus. Als es wieder an geht, lässt sich die Tür über den Schalter öffnen und wir sehen, dass das Schlimmste überstanden ist. Vor dem Obi, wo der Aufzug ankommt, liegen alle Pflanzen kreuz und quer, Schilder sind umgefallen und überall liegen Blätter und stehen Pfützen. Lorena und Samuel sind total verängstigt. Wahrscheinlich verläuft der anschließende Einkauf im Decathlon deshalb so entspannt. Als wir fertig sind, muss Samuel getragen werden und Lorena wehrt sich schreiend dagegen, dass wir den Laden verlassen. Irgendwann geht es dann doch und wir gehen weiter zum Coop. Nach dem Einkauf fahren wir heim. Während der Heimfahrt wird uns angesichts der herumliegenden Blätter und Äste immer mulmiger, da die größte Verwüstung genau auf einem Streifen liegt, der zu unserem Campingplatz führt. Dort angekommen, werden wir bereits von unseren holländischen Nachbarn an der Rezeption gestoppt: „Be prepared!“ Sie bereiten uns schon auf das vor, was uns erwartet: das Vorzelt wurde vom Sturm weggerissen. Dabei wurde auch die Markise zerstört. Die Gelenkarme wurden am vorderen Querbalken abgerissen. Es sieht verheerend aus. Naja, Hauptsache uns ist nichts passiert. Blöd, dass der Urlaub erst begonnen hat und wir so lange ohne Markise und Vorzelt auskommen müssen.

Lorena und Samuel sind ganz hungrig und wir müssten eigentlich aufräumen, wissen aber gar nicht, wo wir anfangen sollen. Wir räumen das Nötigste weg, „reparieren“ notdürftig die Markise und machen dann erstmal Brotzeit. Samuel liegt auch dann selber schlafen, Lorena macht ihr Kratzbuch und Cordula und ich räumen weiter auf. Nach einer Stunde Mittagsschlaf holen wir Samuel und um 16:00 kommen Ari, Aurelius und Pablo, die gerade in der Toskana Urlaub machen und einen Tagesausflug nach Lucca mit einem Stopp bei uns verbinden. Wir spazieren über den Campingplatz, räumen noch kurz etwas auf und fahren dann nach Alto. Dort schauen wir erst im die Kirche und gehen dann zum Abendessen ins Il Giardino. Wir sind kurz enttäuscht, dass wir nicht draußen sitzen können. Kurz darauf sind wir aber froh darüber, denn während wir auf die Pizza warten, zieht das nächste Gewitter über uns hinweg. Im Anschluss wollen wir noch ein Eis essen, aber unsere Lieblingseisdiele hat bereits geschlossen. Also gehen wir wieder zurück und gönnen uns im Il Giardino noch einen Nachtisch. Als wir zum Auto laufen wollen vor und donnert es schon wieder. Wir verabschieden uns von AuRI und Pablo, die durch den Regen zu ihrem Auto laufen. Lorena hat panische Angst und will um keinen Preis rausgehen. Ich trage Samuel, der sich zitternd an mich klammert, zum Auto und fahre Cordula und Lorena entgegen. Kurz darauf kommen die beiden. Cordulas erzählt, dass eine Bedienung Lorena an die Hand genommen hat, damit sie geht.
Es ist bereits 21:30 als wir daheim sind und bis beide Kinder nach diesem aufregenden Tag schlafen ist es kurz vor 22:00. Wir machen uns auch gleich fertig fürs Bett und schlafen gleich ein.
Tag 07 – 17.08.2020 – Pool und Montecatini Alto

Nach dem Aufstehen und dem Frühstück gehen wir an den Pool. Lorena freut sich schon auf Greta und spielt sofort mit ihr. Samuel spielt auch mit. Da dunkle Wolken aufziehen, befestige ich unseren Privacy Room richtig.

Wir hören es donnern, aber die dunklen Wolken verziehen sich wieder. Nach Samuels Mittagsschlaf machen wir uns mit dem Kinderwagen auf den Weg nach Montecatini Alto.
Nach 20 min (wir nehmen die abkürzende „Straße“, die durch den Campingplatz führt) stehen wir vor der Gelateria und gönnen uns ein Eis. Lorena bekommt einen kleinen „Streifer“ Himbeer-Eis geschenkt.

Anschließend schlendern wir noch (wie jedes Jahr) beim Uashmama (dort, wo es das waschbare Papier gibt) vorbei. Ach nein, nicht „vorbei“: Cordula geht rein und kauft natürlich etwas. Auf dem Heimweg legen wir noch einen Stop bei einer kleinen Kirche ein und sind um 17:30 wieder zurück am Wohnwagen. Während Cordula kocht, geh ich mit den Kindern an den Pool, damit sie noch einmal Bewegung haben. Samuel powert sich beim Krabbeln und Laufen aus und Lorena verliert beim Spielen mit Greta immer mehr die Angst vor dem tiefen Wasser. Nach dem Abendessen gibt es ein großes Drama beim Duschen: Samuel will wieder nicht in die Wanne und Lorena wird für ihr Geschrei auf dem Weg mit der Dusche „bestraft“ (sie wollte auch in die Wanne). Danach schläft Lorena gleich um kurz nach 20:00 ein. Samuel braucht eine Sonderbehandlung und schläft erst kurz vor 21:00.





