Tag 2 – Mittwoch, 08.06.2022 – Coma-ruga

DIe Kinder schlafen für ihre Verhältnisse zwar lang (7:45) aber insgesamt natürlich zu kurz. Samuel ist dementsprechend launisch. Lorena hat zwar auch ihre Stimmungsschwankungen, aber in einem erträglichen Ausmaß. Wir frühstücken gemütlich und gehen dann runter zum Pool, während Aurelius arbeitet. Das Wetter ist etwas wolkig, aber warm. Lorena und Samuel haben sehr viel Spaß am und im Wasser und spielen relativ friedlich. Richtig „lustig“ wird es, als Samuel seinen Stinker in die Badehose setzt und die braune Masse die Innenhose verlässt. Wir waschen ihn und den Boden ordentlich ab und legen ihn gegen 13:15 zum Mittagschlaf hin. Gut eine Stunde später wecken wir ihn, damit wir uns zusammen für den Strand stärken können. Lorena hat in der Zwischenzeit mit Cordula am Pool gespielt. Nachdem Samuel etwas eskaliert, gehe ich mit ihm voraus zum Mini-Spielplatz (2 Wippen und eine kleine Rutsche) in der Anlage, um ihn aus der Situation rauszunehmen. Doch auch dort folgt er nicht, provoziert und ist aggressiv. Man merkt, dass er deutlich mehr Schlaf bräuchte. Kurz darauf gehen wir zusammen mit Lorena und Cordula runter zum Strand. Im Sand kann er sich richtig austoben. Beide haben Spaß an den Wellen, die am Strand auslaufen, trauen sich aber nicht ins Wasser. Samuel wird trotzdem komplett nass, als er beim rennen stolpert und sich der Länge nach auf den Bauch ins Wasser legt. Lorena lässt sich von Lorena und mir ein Stück mit reinnehmen, hat aber mehr als Respekt vor den Wellen. Sie baut lieber eine Sandburg, bei der ich ihr helfe. Kurze Zeit später kommt Ari und dann noch Aurelius mit Pablo. Es ist schon nach 18:00, als wir die knapp 100 m zurück zur Ferienwohnung laufen. Zum Abendessen gibt es wieder leckere spanische Brotzeit.

Samuel geht heute nur minimal besser ins Bett, aber leider wieder viel zu spät. Lorena schläft besser ein. Irgendwann ist dann aber auch für uns wieder Zeit für Wein mit Meeresrauschen (und Zugrauschen).

Tag 1 – Dienstag, 07.06.2022 – Von Senden nach Coma-ruga

Wenn man ab Stuttgart fliegt, regnet es.

So beginnt auch dieser Tag. Als wir um 10:15 loskommen, hat es jedoch aufgehört. Kurz vor dem Stuttgarter Flughafen gibt es zwei Baustellen, die uns etwas Zeit kosten, aber wir kommen fast pünktlich bei unserem Parkhaus mit Shuttle-Service an. Wir werden freundlich empfangen, stellen das Auto im Parkhaus ab und werden zum Terminal gefahren. Dort gehen wir direkt zum Schalter und checken nach einiger Wartezeit problemlos ein, obwohl einer unserer Koffer minimal Übergewicht (21 kg anstatt 20kg) hat. Anachließend gehen wir zum Spielplatz beim McDonald’s, damit sich die Kinder vor dem Abflug noch etwas austoben können. Cordula holt währenddessen Verpflegung vom Bäcker. Nach einer kurzen Stärkung gehen wir durch den Sicherheitscheck und weiter zum Gate. Wir boarden, steigen über die Gangway ein, nehmen unsere Sitzplätze (18 AB+CD) ein und starten pünktlich und problemlos. Die Probleme beginnen ca. 5 min nach dem Start (die Anschnallzeichen sind noch an), als es plötzlich ein Geräusch gibt und es sehr laut wird im Flugzeug. Außerdem vibriert die ganze Maschine und die grünen Notausstiegzeichen gehen an. Es klingt so, als hätte der Pilot bei vollem Tempo einfach mal das Fahrwerk ausgefahren. Alle im Flugezug sind leicht beunruhigt und es herrscht eine komische Stimmung. Nach ca. 20-30s ist der Spuk vorbei, aber die angespannte Stimmung hält an. Erst nach weiteren 5 min meldet sich der Pilot und erklärt in schlecht(est)em Englisch, dass etwas mit den Bremsen und dem Fahrwerk heiß geworden ist und deshalb gekühlt werden müsste und dass es der Crew gut geht und das Wetter in Barcelona gut ist. Naja, dann passt ja alles. Hauptsache das Wetter in Barcelona ist gut. Es bleibt aber das ungute Gefühl, dass es bei der Landung Probleme geben könnte. Zum Glück geht nach ein paar Ehrenrundenüber Barcelona alles gut und wir landen überpünktlich um 16:40. Dafür warten wir (wie einmal) eine halbe Ewigkeit am Gepäckband. Samuel ist außer Rand und Band, Lorena eher in freudiger Erwartung auf den Urlaub. Aber auch ihre Stimmung kippt etwas, nachdem wir nicht zur Autovermietung finden. Wir irren nach draußen, um dann festzustellen, dass wir in Terminal 1 sind und zu Terminal 2 müssen. Also nehmen wir den Bus dorthin und irren dort weiter. Auch die Nachfrage bei der Info hilft nur bedingt weiter. Irgendwann finden wir dann doch fast vor Terminal 2C den Shuttle-Bus zur OKmobility-Autovermietung. Dort wollen sie uns natürlich noch zig Zusatzversicherungen und Schutzbriefe aufquatschen und so dauert es bis fast 19:00 bis wir mit unseren Seat Leon die Autovermietung verlassen und uns auf den Weg nach Süden machen.

Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir unser Ziel: die Ferienwohnung von Aris Mama in Cama-ruga (https://goo.gl/maps/1KYHmJKHoqC3heNu9). Auri und Ari sind mit Pablo bereits da und haben ein tolles Abendessen vorbereitet. Bei Meeresrauschen genießen wir leckeres Brot, Schinken, Muscheln, Käase, Gazpacho, Chorizo, … – einfach alles, was die kalte spanische Küche hergibt. Anschließend versuchen wir über eine Stunde lang vergeblich Samuel ins Bett zu bringen. Er ist völlig überdreht, aggressiv, laut und folgt überhaupt nicht. Irgendwann nach 23:00 klappt es dann endlich und wir können mit Auri und Ari noch in Ruhe einen Wein trinken.