Tag 01 – Mittwoch, 09.08.2023 – Abflug

Der Wecker klingelt zwar um 5:05, aber Cordula ist schon seit 4:45 wach. Wir duschen, machen und fertig und wecken die Kinder um 5:45. Beide sind zwar ziemlich müde, machen aber ganz ordentlich mit. Es ist trotzdem 6:30 (und nicht wie angepeilt 6:00) bis wir loskommen. Wir machen noch einen Stopp beim Brenner und fahren ohne Zwischenfälle nach München. Wir haben in der Kurzparkzone, laden aus und ich fahre das Auto zum Runas Hotel. Dort zahle ich und warte zusammen mit einer Familie auf das Shuttle. Nach einigen Minuten Wartezeit laden wir das Gepäck in das Shuttle und fahren in Kolonne zu einem Parkplatz außerhalb von Hallbergmoos. Dort stelle ich das Auto ab und fahre im Shuttle zu Terminal 1. Cordula steht mit den Kindern bereits in der schier endlosen Schlange. Es geht nur schleppend vorwärts, aber die Stimmung ist gut (abgesehen von Samuels Aussetzer: er hört überhaupt nicht und versucht und zu beißen). Beim Einchecken bekommen wir vier Plätze in einer Reihe (für Samuel hatten wir kein Gepäckstück gebucht und er hatte somit den Economy Basic-Tarif, bei dem man keine Sitze reservieren kann). Durch den Security Check kommen wir flott, laufen aber danach gefühlte 3km bis zur Passkontrolle um danach die selben 3km vorbei an den Gates zu unserem Abflug-Gate C26 zu laufen. Dann rein ins Flugzeug und mit etwas Verspätung starten wir um 11:45.

Der Flug verläuft ruhig, der Service ist super und die Kinderbespaßung dank Paw Patrol und Peppa Pig im eigenen Screen ebenso. Einziger Kritikpunkt: statt „Chicken or Pasta?“ gibt es in unserer Reihe 54 nur noch Pasta. Aber die Gnocchi sind lecker und es gibt Eis als Dessert. Die neun Stunden Flug sind flott vorbei (Samuel schläft zwischenzeitlich ein Stündchen, Lorena gar nicht), allerdings müssen wir vor der Landung 20 min kreisen. Nach der Landung vergesse ich meine Umhängetasche im Flugzeug, aber Cordula erinnert mich an Ende der Gangway daran und so geht alles gut. Wir sind froh um alles, was Zeit kostet, denn schließlich haben wir knapp acht Stunden Aufenthalt vor uns. Wir bringen die Einreise hinter uns, holen unser Gepäck um es gleich wieder aufzugeben und gehen nach dem Security Check zu den Gates. Cordula findet auf der Flughafen-Karte eine Kids-Zone, zu der wir zur Freude der Kinder mit der Airport Tram fahren. Die Kids-Zone besteht nur aus einem Fernseher und einem klapprigen Spielhaus, aber Lorena und Samuel machen das Beste daraus: es wird gekocht, Drinks gemixt, Eis zubereitet und die virtuellen Köstlichkeiten natürlich auch zu horrenden Preisen verkauft.  So vergeht die Zeit und gegen 21:30 gehen wir zu unserem Gate. Die Müdigkeit (daheim ist es inzwischen 4:00 nachts und beide hatten kaum bzw. keinen Schlaf) führt bei Samuel zu wildem Getobe und bei Lorena zu Schlaf. Lorena legt sich quer über zwei Sitze und Samuel ist einfach nur anstrengend, weil er sie stören will und nicht hört. Nachdem sich der Flug verzögert, überkommt auch Samuel irgendwann der Schlaf. Blöderweise müssen wir dann das Gate wechseln und haben neben dem Handgepäck jetzt auch noch zwei Kinder zu tragen und ins Flugzeug zu befördern. Irgendwann sitzen wir dann doch im halbleeren Flieger mit zwei schlafenden Kindern. Samuel wacht jedoch auf als eine laute Durchsage kommt. Lorena schläft durch. Nach dem 40-minütigen Flug landen wir um 0:20 in Cincinnati und laufen eine halbe Ewigkeit zur Gepäckabholung. Die Kinder laufen ganz ordentlich mit. Wir holen als letzte unser Gepäck und laufen zu den Taxis. Es regnet leicht. Da der Taxifahrer 40$ für die kurze Fahrt will, ordert Cordula eine Uber-Fahrt für knapp 15 $. Kurz darauf kommt der Van und bringt uns zum Hotel, wo es eine Weile dauert bis wir die völlig übermüdeten Kinder bettfertigt gemacht und zur Ruhe gebracht haben. Um 2:30 sind dann endlich bei allen die Augen zu.

Tag 1 – Dienstag, 07.06.2022 – Von Senden nach Coma-ruga

Wenn man ab Stuttgart fliegt, regnet es.

So beginnt auch dieser Tag. Als wir um 10:15 loskommen, hat es jedoch aufgehört. Kurz vor dem Stuttgarter Flughafen gibt es zwei Baustellen, die uns etwas Zeit kosten, aber wir kommen fast pünktlich bei unserem Parkhaus mit Shuttle-Service an. Wir werden freundlich empfangen, stellen das Auto im Parkhaus ab und werden zum Terminal gefahren. Dort gehen wir direkt zum Schalter und checken nach einiger Wartezeit problemlos ein, obwohl einer unserer Koffer minimal Übergewicht (21 kg anstatt 20kg) hat. Anachließend gehen wir zum Spielplatz beim McDonald’s, damit sich die Kinder vor dem Abflug noch etwas austoben können. Cordula holt währenddessen Verpflegung vom Bäcker. Nach einer kurzen Stärkung gehen wir durch den Sicherheitscheck und weiter zum Gate. Wir boarden, steigen über die Gangway ein, nehmen unsere Sitzplätze (18 AB+CD) ein und starten pünktlich und problemlos. Die Probleme beginnen ca. 5 min nach dem Start (die Anschnallzeichen sind noch an), als es plötzlich ein Geräusch gibt und es sehr laut wird im Flugzeug. Außerdem vibriert die ganze Maschine und die grünen Notausstiegzeichen gehen an. Es klingt so, als hätte der Pilot bei vollem Tempo einfach mal das Fahrwerk ausgefahren. Alle im Flugezug sind leicht beunruhigt und es herrscht eine komische Stimmung. Nach ca. 20-30s ist der Spuk vorbei, aber die angespannte Stimmung hält an. Erst nach weiteren 5 min meldet sich der Pilot und erklärt in schlecht(est)em Englisch, dass etwas mit den Bremsen und dem Fahrwerk heiß geworden ist und deshalb gekühlt werden müsste und dass es der Crew gut geht und das Wetter in Barcelona gut ist. Naja, dann passt ja alles. Hauptsache das Wetter in Barcelona ist gut. Es bleibt aber das ungute Gefühl, dass es bei der Landung Probleme geben könnte. Zum Glück geht nach ein paar Ehrenrundenüber Barcelona alles gut und wir landen überpünktlich um 16:40. Dafür warten wir (wie einmal) eine halbe Ewigkeit am Gepäckband. Samuel ist außer Rand und Band, Lorena eher in freudiger Erwartung auf den Urlaub. Aber auch ihre Stimmung kippt etwas, nachdem wir nicht zur Autovermietung finden. Wir irren nach draußen, um dann festzustellen, dass wir in Terminal 1 sind und zu Terminal 2 müssen. Also nehmen wir den Bus dorthin und irren dort weiter. Auch die Nachfrage bei der Info hilft nur bedingt weiter. Irgendwann finden wir dann doch fast vor Terminal 2C den Shuttle-Bus zur OKmobility-Autovermietung. Dort wollen sie uns natürlich noch zig Zusatzversicherungen und Schutzbriefe aufquatschen und so dauert es bis fast 19:00 bis wir mit unseren Seat Leon die Autovermietung verlassen und uns auf den Weg nach Süden machen.

Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir unser Ziel: die Ferienwohnung von Aris Mama in Cama-ruga (https://goo.gl/maps/1KYHmJKHoqC3heNu9). Auri und Ari sind mit Pablo bereits da und haben ein tolles Abendessen vorbereitet. Bei Meeresrauschen genießen wir leckeres Brot, Schinken, Muscheln, Käase, Gazpacho, Chorizo, … – einfach alles, was die kalte spanische Küche hergibt. Anschließend versuchen wir über eine Stunde lang vergeblich Samuel ins Bett zu bringen. Er ist völlig überdreht, aggressiv, laut und folgt überhaupt nicht. Irgendwann nach 23:00 klappt es dann endlich und wir können mit Auri und Ari noch in Ruhe einen Wein trinken.