Es war eine kurze Nacht. Während Lorena bis 8:20 schläft, stehen wir um 8:00 auf, machen uns im Bad fertig und überlegen dabei, wie wir das mit Frühstück, einpacken und Checkout bis 10:00 auf die Reihe bekommen. Wir schaffen es nicht. Ist aber auch egal, denn wir checken einfach später aus und außerdem müssen wir ja erst um 13:00, also eine Stunde vor Abfahrt, an der Fähre sein. Ach nein, Mist! Cordula hat gelesen, dass wir zwei Stunden vorher da sein müssen. Auch kein Problem. Wir fahren an der Jugendherberge um 11:10 ab, haben mal nichts vergessen und sind um 11:30 am Fährterminal. Nachdem wir unsere Bordkarten bekommen und uns eingereiht haben, stehen wir bis 13:00 in der prallen Sonne. Erst dann geht etwas vorwärts und wir können auf’s Schiff fahren. Lorena schläft zum Glück die ganze Zeit. Im Schiff stellen wir das Auto ab, wissen aber nicht wie wir oder der etwas füllige Mann nebenan aus dem Auto kommen sollen, da es verdammt eng ist. Irgendwie klappt es dann doch und wir machen uns auf den Weg zur Rezeption, wo wir erst einmal ein Kinderbett bestellen. Zum Glück geht das problemlos. Die Kabine ist wirklich ganz schön und geräumig – solange die Betten nicht heruntergeklappt sind und das Kinderbett, das unserem Modell sehr ähnelt, nicht aufgebaut ist. Wir lassen den Trolley auf der Kabine und suchen dann einen Platz, wo Lorena endlich ihr Mittagessen bekommt. Fündig werden wir in der Burgerbar. Dort können wir einen Kinderstuhl aufstellen und sie füttern während wir pünktlich um 14:00 ablegen. Danach laufen wir rum und sehen uns das Schiff an. Auf dem Sonnendeck werden wir die letzten norwegischen Kronen für zwei Eis los und finden zwei Liegen. Perfekt! Bis auf den Wind, der ganz schön um Lorenas Kopf pfeift. Also gehen wir über den Tax-free-refund-Schalter auf die Kabine, denn es ist bereits 15:45 und Lorena sollte vielleicht noch ein Schläfchen machen, bevor wir um 17:00 beim Essen sind. Das macht sie auch ganz brav und schläft von 16:00 bis 16:50. Dann ab zum Buffet. Wir bekommen einen traumhaften Platz am Fenster und sind begeistert von der Fischauswahl. Lorena ist auch ganz happy mit ihrem Brot. Die Auswahl an Hauptgerichten und Beilagen ist nicht ganz so üppig, reicht aber locker, um unseren Magen fast zu überfüllen. Platz für Nachspeise ist aber immer. Wir sind froh, dass wir die erste der drei Essenszeiten (17:00, 17:30 und 18:00) gewählt haben, denn wir sitzen bis 19:15 im Saal und es werden bereits die Tische für die späteren Essenszeiten um 20:00 und 20:30 eingedeckt. Lorenas Nachmittagsbrei verschwindet so ganz nebenbei in ihrem Mund. Total voll schwanken wir bei stärker gewordenem Seegang kurz auf die Kabine und gehen dann bis kurz nach 20:00 mit Lorena ins Spieleland. Sie ist gar nicht inaktiv dort und auch nicht an den anderen, wilden Kindern interessiert. Sie hat richtig Spaß und tobt sich aus. Über Umwege (Fotostopp und Shoppingmöglichkeiten anschauen) gehen wir auf die Kabine, füttern Lorena, duschen sie und legen sie um 21:50 ins Bett. Sie schläft gleich und wir auch kurz darauf.
