Tag 25, 16.07.2018, von Trondheim nach Åndalsnes

Und wieder einmal landet Lorena um 6:40 bei mir im Bett, wo sie bis 8:20 weiterschläft. Eigentlich zu kurz, aber dann schläft sie vielleicht während der Fahrt ganz gut. Nach einem reichhaltigen und ausgedehnten Frühstück kommen wir wie so oft gegen 12:30 los. Noch in Trondheim liegt zufällig eine Shell-Tankstelle mit einem Preis von 14,60 NOK auf dem Weg. Da schlagen wir doch gleich zu und machen den Tank voll. Kurz nach Trondheim wird es baustellenbedingt für ein paar Kilometer sehr zähflüssig. Als wir dann von der E6 abfahren auf die E39, nimmt der Verkehr sofort ab. Gemütlich mit gelegentlichen Überholmanövern geht es durch abwechslungsreiche Landschaft. Dass wir eine Fähre knapp verpassen macht gar nichts, da wir während der Wartezeit Lorena mit ihrem Nachmittagsbrei füttern. Aber sie braucht auch Bewegung und die bekommt sie auf der 20-minütigen Überfahrt (146 NOK) leider zu wenig. In Batnfjordsøra finden wir zum Glück einen Spielplatz und Lorena flippt vor Freude aus, aus dir schon von weitem eine Nestschaukel entdeckt. Wir bleiben hier eine knappe Stunde, die uns allen gut tut. Nach dieser Aktivpause schläft Lorena wieder und bekommt gar nichts von der zweiten Fähre (wieder 146 NOK für knapp 10min Überfahrt) gar nichts mit. Danach sind es nur noch 30 km bis Åndalsnes. In Isfjorden, knapp 5km vor Åndalsnes, steuern wir einen Campingplatz an. Es gibt nur noch eine Hütte für 600 NOK. Wir entscheiden uns weiterzufahren nach Åndalsnes, bekommen aber noch eine Absage. Bei der Fahrt zum nächsten Campingplatz, überlegen wir uns, dass wir – wenn es dort auch keine Hütte gibt – im Zelt zu schlafen. So kommt es dann auch. Für 290 NOK bauen wir gegen 19:30 unser Zelt neben einem schweizer Biker-Pärchen auf. Dieser Preis ist schon hoch, aber 15 NOK für 4,5 min duschen ist wirklich Abzocke. Es geht auch mal einen Tag ohne. Naja, wir sind hier halt kurz vor einer der Hauptattraktionen Norwegens, den Trollstigen. Genau für solche Fälle haben wir zum Glück unser Zelt dabei. Und die Campingstühle, die wir nach dem Abendessen (Tortelloni mit Tomatensoße) für ein paar Minuten benutzen, bevor uns der frische Wind ins Zelt treibt. Dort spielen wir noch eine ganze Weile (bis kurz vor 0:00) mit Lorena. Sie versteht wohl nicht ganz, dass das Zelt für diese Nacht ihr Schlafplatz und kein Spielplatz ist. Außerdem ist es natürlich taghell. Die Mischung aus „todmüde“ und „nicht schlafen wollen/können“ beschert uns wieder einige lustige Momente. Wir sind froh, als wir endlich die Augen zumachen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert