Um Punkt 10.00 verlassen wir den Park. Beim Übertritt ins Territorium Queensland springt die Uhr eine Stunde zurück, da es hier keine Sommerzeit gibt. Damit wir noch etwas vom Flair der touristischen Gold Coast mitbekommen, fahren wir erst noch einige Kilometer die Küstenstraße hoch. Die Hotels werden immer höher und so wie es im Reiseführer beschrieben steht, kommt man tatsächlich kaum vorwärts, da man an vielen Ampeln steht. Man fühlt sich hier wie in Miami Beach. Noch vor Surfers Paradise haben wir genug gesehen und schwenken ein auf den Motorway, der uns flott nach und durch Brisbane führt. So wird schon etwas Vorfreude auf die Stadt geweckt. Um 12.00 checken wir beim Campingplatz ein. Dieser Vorgang dauert – anders als sonst – sehr lange. Erst muss der Kreditkarteninhaber (also ich) zum Unterschreiben kommen, dann hat er die Kreditkarte nicht unterschrieben und muss eine ID (also den Pass) holen. Vor der „netten“ Dame zuerst die Kreditkarte unterschreiben darf ich nicht. Nachdem dieser Prozess geschafft ist, erklärt sie mir alles dreimal wie einem Schuljungen. Das liegt wohl daran, dass viele hier ihren Australientrip starten und keine Ahnung haben, wie das hier läuft. Egal, wir haben es trotzdem geschafft, auch wenn sie den Betrag zweimal abgebucht hat (sie hat ihn aber wieder zurückgebucht). Um 13.30 machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt: 5 min Fußweg, 20min Busfahrt und schon sind wir in Southbank, einem neu angelegten, schicken Stadtviertel. Hier spazieren wir mit einigen Fotostopps die Uferpromenade bis zur Fährhaltestelle und fahren über den Fluss ans östliche Ende des Stadtzentrums. Nach einer kurzen Still-und-Wickel-Pause geht es weiter die Uferpromenade entlang zum Botanischen Garten, der wie in Sydney eine grüne Oase der Ruhe ist. Am House of Parliament vorbei gehen wir in die Fußgängerzone und erledigen ein paar Weihnachtseinkäufe. Außerdem sehen wir, dass täglich um 19.00 eine Christmas-Parade stattfindet, die wir uns anschauen wollen. Die Zeit bis dahin reicht genau für ein Abendessen in einem Burgerrestaurant. Sehr lecker. Anschließend sind wir um kurz vor 19.00 wieder in der Fußgängerzone zur Parade. Hier ist die Hölle los und die Plätze in der ersten Reihe sind natürlich längst belegt. Wir finden einen Platz in der zweiten Reihe, von dem aus wir den 15-minütigen Weihnachts-Faschings-Umzug anschauen können. Eine völlig andere Welt, aber sehr unterhaltsam. Lorena gefällt es auch. Danach fahren wir mit dem Bus wieder zum Campingplatz, den wir um kurz vor 20.00 erreichen. Jetzt zahlt sich die heute Vormittag gewonnene Stunde aus: Lorena ist viel früher im Bett und schläft um kurz vor 21.45.
