Tag 18 – 20.08.2016 – Nyaungshwe (Inle See)

Hm, wie weit kommen wir mit unseren Kyats noch? Wir fragen beim Bootsfuzzi, ob wir auch mit Dollars zahlen können. Da das nicht geht und wir auch noch das Taxi zum Heho Airport zahlen müssen, lauf ich zum Bankomat und heb noch ein paar Kyats ab. Dann erst gibt’s ein superleckeres Frühstück auf der Dachterrasse, bei dem wir zwischen verschiedenen Komponenten wählen können. Wir bekommen Tee, Saft oder Früchte, Ei nach Wahl, einen Pfannkuchen und Shan Nudelsuppe und sind begeistert.

Außerdem hat der Regen der Nacht aufgehört und wir freuen uns auf den Tag auf dem See. Bei der Abfahrt um kurz nach 8:00 auf einem laut knatternden Boot tröpfelt es ganz leicht, aber der laue Fahrtwind trocknet uns gleich wieder. Vorbei an Häusern auf Stelzen und durch dichte, grüne Wasserpflanzen geht es auf den See. Wir sehen, wie die Tomaten im und auf dem Wasser angebaut werden und machen unseren ersten richtigen Stop bei einem Tempel. Interessanter als der Tempel ist jedoch der Markt dahinter, den wir zuerst ansteuern. Hier gibt es allerlei Gemüse, Gewürze, Stoffe,… aber vor allem reges Treiben der Einheimischen, die hier einkaufen gehen.

Wenn der Boden vom zunehmenden Regen nicht so matschig wäre, hätten wir es hier länger ausgehalten. So geht es nach einer kurzen Besichtigung des Tempels weiter zu einer Weberei. Hier wird uns erklärt und gezeigt, wie Baumwoll- und Seidenlongyis gewebt werden und wie Lotusfäden von Hand gesponnen werden. Echt interessant!

Danach geht es weiter zu einem Silberschmied. Auch hier bekommen wir zur Begrüßung einen Tee und anschließend Erklärungen wie verschiedene Schmuckstücke hergestellt werden.

Bei der darauf folgenden Besichtigung des Bootsbaus und der Zigarrendreherei gibt es keinen Tee und ein paar weniger Informationen, aber hier ist auch ziemlich viel los, da es jetzt richtig schüttet. Sehr angenehm ist, dass man bei all diesen Besichtigungen/Führungen zum Abschluss überhaupt nicht genötigt wird etwas zu kaufen. Klar, es wird darauf gehofft, dass wir etwas kaufen, aber auch ohne Kauf wird man mit einem Lächeln gehen gelassen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Sehr freundlich. Jetzt ist Zeit für das Mittagessen. Wir werden in ein Restaurant in der Nähe des zuerst angefahrenen Tempels gebracht und speisen dort gut und billig. Anschließend geht die Fahrt durch einen schmalen Kanal mit kleinen, künstlichen Staustufen Richtung Indein-Tempel, den wir nach mehreren Nachfragen und 25 min Fußmarsch von der Anlegestelle erreichen. Hier stehen über 1000 wahllos aufgestellte Stupas in ziegelrot, weiß, heruntergekommen-weiß und gold herum.

Sieht ganz interessant aus, aber der Dauerregen nervt etwas und nach einem kurzen Rundgang marschieren wir zurück zum Boot. Es geht weiter zu den Long-Neck-Frauen, deren Hälse durch Metallspiralen über Jahrzehnte gestreckt wurden. „Wirkt“ zwar sehr wie eine Show, aber die Frauen  sind natürlich echt.

Der letzte Halt ist ein Kloster. Wir drehen eine Runde und machen uns dann auf den langen, nassen, kalten Rückweg. Als wir um kurz vor 17:00 anlegen, sind wir froh, dass wir nur 200m zum Hotel zu laufen haben und hüpfen dort sofort unter die heiße Dusche. Das tut gut. Jetzt würden wir gerne noch eine Unterkunft für die nächste Nacht in Chiang Rai suchen, aber das Internet ist wieder einmal down.

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