Tag 15 – 17.08.2016 – Bootsfahrt nach Bagan

Um 5:40 stehen wir auf und nachdem einer von uns die ganze Nacht mit Schwitzen beschäftigt war, ist noch eine schnelle Dusche fällig. Um 6:15 bringt uns das Taxi zur Ablegestelle. Wir zeigen das Ticket, gehen an Bord und wundern uns, dass das Schiff schon gut besucht ist und fast voll wird.

Wir ergattern gerade noch einen Doppelplatz mit Blick auf die Wand. Die Fahrt startet mit einem Frühstückspaket bestehend aus einem Croissant, einem süßen Teilchen, einer Banane und einem gekochten Ei sowie mit einem tollen Ausblick auf die zahllosen Pagoden von Sagaing. Kurz darauf wird es jedoch weniger interessant, da der Ayeryawaddy sehr breit und die umliegende Landschaft flach ist. Abwechslung bieten die mit unterschiedlichen Gütern beladenen Schiffe, die wir überholen bzw. die uns entgegenkommen. Inzwischen hat uns der nette Franzose hinter uns angeboten die Stühle zu drehen, wodurch wir plötzlich die besten Plätze an Bord haben.

Die meiste Zeit ist es bewölkt mit kurzen sonnigen Momenten. Um 12:00 wird das Mittagessen serviert: Hühnchen mit Gemüse und Reis. Sehr lecker. Man darf allerdings nicht an die Vor- und Zubereitung denken, bei der einer der Köche direkt nachdem er aus dem Motorraum kommt, einen kompletten Vogel mit ungewaschenen Händen aus einem Eimer Flusswasser holt. Was danach passierte, war leider (oder zum Glück? ) nicht mehr zu sehen. Nach dem Essen relaxen wir.

Das absolute Highlight der Fahrt ist der Monsunschauer um 14:00. Aus dem Nichts geht es plötzlich los.

Es schüttet und die Sicht ist so schlecht, dass der Kapitän ans Ufer steuert und dort für 20 min anlegt  (=Holzpflock in den Sand schlagen).

Danach werden die Stühle abgetrocknet und in kürzester Zeit kehrt wieder der Normalzustand ein, bis sich 30 min später der nächste Schauer anbahnt und wir wieder am Ufer ankern. Doch dieses Mal bleibt es bei einigen Regentropfen und wir erreichen kurz darauf um 16:00 die Anlegestelle in Nyaung U. Wir gehen über ein Holzbrett von Bord und werden sofort von Taxifahrern belagert, die wie Geier über ein totes Tier herfallen. Wir lehnen die ersten Angebote an und nehmen dann eine Kutsche für 4000 Kyat. Auch das muss man einmal mitgemacht haben. Unser Hotel, das Aung Mingalar, ist eine schöne Anlage und unser Zimmer ist auch voll in Ordnung, hat aber kein WLAN. Wir legen unsere Rucksäcke im Zimmer ab, statten der eingehüllten Shwezigon-Pagode einen Besuch ab und laufen in Richtung Hauptstraße auf der Suche nach einem Restaurant. Im Pyi Wa werden wir fündig und bekommen richtig gutes und günstiges Essen. Auf dem Rückweg decken wir uns mit Wasser für den nächsten Tag ein und buchen den Bus (15’000 Kyat p.P.) zum Inle See.

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