Wir wachen ausgeschlafen um 7:30 auf und Lorena knapp 10 Minuten später. Wir überlegen uns kurz, ob wir versuchen sollen, sie nochmal zum schlafen zu bringen, entscheiden uns dann aber dafür, aufzustehen. Abgesehen vom Tag der Überfahrt nach Turku, waren wir in diesem Urlaub noch nie so früh auf der Straße. Um 9:40 kommen wir los und da das Wetter super ist, fahren wir nochmal rein nach Helsinki um Fotos zu schießen. Wir halten kurz am Senatsplatz und in der Nähe des Marktes und sind uns einig, dass sich dieser Umweg, der und über eine Stunde gekostet hat, auf jeden Fall gelohnt hat.

Bei der Ausfahrt aus Helsinki nimmt der Verkehr schnell ab und nach knapp 45 Minuten machen wir einen Fotostopp in Pavoo (rote Speicherhäuser). Weiter geht die Fahrt nach Hamina, wo wir wegen der Festung und des außergewöhnlichen, achteckigen Grundriss der Stadt halten. Nach einem kurzen Spaziergang zwischen blumengeschmückten Holzhäusern kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten beim Lidl. Das einzige Highlight der sonst eher eintönigen Fahrt, ist die Nähe zur russischen Grenze.

Kurz vor dem Ziel wird es dann aber doch noch ganz schön. Nach dem Ort Punkaharju fahren wir auf einem schmalen Streifen, der teilweise kaum breiter ist als die Straße, durch bzw. über die finnische Seenplatte – Natur pur. Kurz darauf erreichen wir das Punkaharju Resort, wo wir eine Campinghütte für zwei Personen für 40€ direkt am See bekommen. Es ist traumhaft schön hier. Die Hütte ist wirklich winzig, reicht und aber vollkommen. Während Cordula auch um Lorena kümmert, koche ich einen Hähnchen-Nudel-Gemüse-Topf. Bereits jetzt nerven die Mücken, die, als wir um 23:30 ins Bett gehen, zur Plage werden. Irgendwie ist es dann doch nicht mehr so schön hier, weil man diese Idylle gar nicht genießen kann.



