Aufstehen, packen, frühstücken und um 10:00 steigen wir ins TukTuk zum Flughafen. Einchecken, boarden, einsteigen – Routine. Im Flugzeug reden wir über das Hotel in Yangon und stellen fest, dass wir aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen das „falsche“ Hotel gebucht haben: Clover City Center Hotel statt Clover Hotel. Ärgerlich. 🙁 Aber nur bis wir beim Lesen des Reiseführers merken, dass die Lage für uns viel günstiger ist. Wenn jetzt auch noch das Zimmer passt, haben wir alles richtig gemacht. Die drei Stunden am Flughafen Don Muaeng in Bangkok überbrücken wir im Starbucks. Der Weiterflug ist wetterbedingt etwas holprig aber die Einreise nach Myanmar läuft dafür ganz glatt durch.
Erstes Ziel: Geldautomat. Die ersten drei sind „Out of Service“. Der einzig funktionierende spuckt zum Glück etwas aus. Wir ziehen beide 200’000 Kyat (=150€) und sind gespannt, wie weit wir damit kommen und ob wir unsere Dollars tatsächlich noch brauchen. Laut Reiseführer und diversen Blogs soll man mit Dollars angeblich mehr erreichen bzw. einiges nur damit bezahlen können. Die Taxifahrer vor dem Flughafen liefern uns dann auch gleich die ersten Angebote in USD. Wir gehen ein paar Meter weg vom Ausgang und alle fünf Sekunden bleibt neben uns ein Taxi stehen mit jedem Schritt weiter werden die Einstiegsangebote billiger. Nach kurzem Handeln schlagen wir für 6000 Kyat zu und bekommen eine 35-minütige, wilde Fahrt ins Zentrum von Yangon. Erstaunlich: Trotz Rechtsverkehr haben die Autos hier das Lenkrad auch rechts. Um kurz nach 19:00 macht uns der nette Burmese die Tür zum Hotel auf und beim Blick ins und aus dem Zimmer sind wir froh, dass wir in diesem Hotel sind: alles sauber, 7. Stock, Blick auf die Stadt.
Da die Restaurants – außer in Chinatown – relativ früh schließen, brechen wir gleich auf und bekommen in der Dunkelheit einen Vorgeschmack auf den Dreck in dieser Stadt. Die Burmesen haben ständig so etwas ähnliches wie Kautabak im Mund und spucken die rote Soße alle paar Minuten auf den Boden.
Außerdem fallen uns die zahlreichen streunenden Hunde auf, die zum Glück sehr ängstlich und friedlich sind. Echt aufregend, aber auch eklig, wie das Leben hier abläuft. Wir hoffen, dass wir ein brauchbares Restaurant finden. Das „New Delhi Restaurant“ im indischen Viertel ist eine Empfehlung des Reiseführers, die wir selbst nie gewählt hätten. Die Gerichte auf den Nachbartischen sehen ganz interessant aus. Unsere Chickencurries ebenso: Besteck und Metallteller wurden wie die Gläser wohl nur kurz durch kaltes Wasser gezogen und das Hähnchen ist nicht wie erwartet kleingeschnitten sondern ein ganzer Schenkel.
Blendet man die Umstände aus, schmeckt das Essen und die Dips – auch wenn man nicht weiß, was man da isst – ganz lecker und ist mit 4200 Kyat auch noch günstig. Auf dem Heimweg zum Hotel machen wir noch einen Abstecher zur toll beleuchteten Sule-Pagode. Um kurz nach 21:00 sind wir im Hotel, waschen uns den Dreck der Großstadt runter und legen uns hin.
