Lorena wacht um 6:30 auf und lässt sich nicht wieder einschläfern. Erst nachdem Cordula sie gestillt hatte und ich sie zu mir ins Bett genommen habe, schläft sie – wie wir auch – wieder ein. Erst um kurz vor 10:00 waschen wir wieder auf. Wir machen uns fertig, checken um 12:00 aus und spätstücken (also brunchen) gemütlich in der Jugendherberge. Wir fahren erst um kurz vor 13:30 los, haben aber auch keine lange Strecke vor uns. Bei Salo fahren wir auf Empfehlung des Bedaeker-Reiseführers von der Autobahn ab Richtung Ekenäs. In Perniö soll es eine mittelalterliche Kirche geben. Wir kurven kreuz und quer durch das finnische Dörfchen, finden aber keine Kirche. Bei der Weiterfahrt merken wir auch weshalb: wir waren erst in Perniö Asemanseutu (was „Bahnhof“ heißt). Nach 6km kommt dann das „echte“ Perniö mit einer stattlichen, mittelalterlichen Kirche, die jedoch leider montags geschlossen ist. Wenigstens gibt es in der gepflegten Ortschaft einen Spielplatz, auf dem Lorena noch schaukelt und wippt. Eine halbe Stunde später erreichen wir Ekenäs, einer Sommerresidenz vieler Russen. Als diese Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts vorbei war, ist auch in diesem Städtchen die Zeit stehengeblieben. Einen Stopp ist uns nur der Lidl hier wert, bei dem wir uns mit Getränken versorgen. Auf der Weiterfahrt macht Cordula nach zähem Ringen mit der airbnb-App eine Unterkunft in Helsinki klar. Dort kommen wir um 18:15 an und sind überrascht, was uns hier für ein neu renoviertes (jedoch noch nicht ganz fertiges) High-Tech-Zimmer mit Beamer, Leinwand, LED-Streifen, Glasschiebetüren und (endlich mal wieder) Doppelbett erwartet. Der Gastgeber kommt etwas später, aber zwei wortkarge Asiaten sind ja auch nicht schlecht. Wir richten uns ein, wechseln später ein Worte mit dem freundlichen Gastgeber Janne und kochen dann Tortelloni mit Schinke-Sahne-Sauce. Der ältere Asiate fühlt sich bereits wir daheim und bedient sich an unserem Campingtopf und unseren Gewürzen. Der andere ist nur mit seinem Handy beschäftigt und braucht deshalb für sein Essen fest eine Stunde. Ins Bett gehen wir um kurz nach 22:00, kleben aber vorher noch ein großes Fenster mit der Lufthansa-Decke und Panzertape ab
