Tag 10 – 05.12.2019 – Von Port Fairy nach Port Campbell

Lorena ist in dieser Nacht zweimal völlig ausgeflippt und war nicht mehr zu beruhigen. Ich vermute, dass das mehr oder weniger im Halbschlaf passiert ist und sie gar nicht mitbekommen hat, wie sie da drauf war. Sie hat schrill geschrien und wusste nicht was sie wollte. „Kuscheln. Nein Kuscheln.“ „Zudecken. Nein Zudecken.“ … Die Aktion dauert etwa 20 min, bis sie wieder eingeschlafen ist war es insgesamt eine Stunde. Und das Ganze nachts um 1.00. Gegen 5.00 noch einmal die gleiche Aktion, nur kürzer. Nach 10-15 min war der Spuk vorbei. Um kurz nach 8.00 hat mich Lorena dann endgültig geweckt. Samuel hat wieder ganz gut geschlafen, aber beide schleppen immer noch ihren Husten mit. Lästig. Nach dem Frühprogramm kommen wir um 11.30 los. Lorena und Samuel schlafen kurz nach der Abfahrt ein. Bereits nach knapp 10 min kommen wir zum ersten Highlight des Tages, das Cordula gerade noch rechtzeitig im Reiseführer entdeckt hat: Tower Hill Game Reserve. Auf einem One Way-Loop durchfahren wir ein Naturreservat in einem Krater mit See. An einem Parkplatz steigen wir direkt neben ein paar Emus aus, die sich von uns nicht stören lassen. Außer Enten und schwarzen Schwänen auf dem See sehen wir leider keine weiteren Tiere, aber die Durchfahrt war echt lohnenswert. Kurz danach erreichen wir Warnambool, wo wir richtig billig tanken (1,497 $/l). Da Lorena und Samuel immer noch schlafen, fahren wir weiter und lassen den Einkauf im Woolworth’s neben der Tankstelle aus. Weiter geht es Richtung Great Ocean Road, dem zweiten Highlight des Tages. Nach einer 30 km langen eintönigen Fahrt durch Weideland führt die Straße zum Pazifik und kurz danach zu „The Islands“, einer Felsformation im Wasser. Wir laden Samuel und Lorena in die Trage bzw. die Kraxe und schauen uns dieses grandiose Stück Natur an. Wir haben Glück, dass gerade jetzt die Sonne kurz rauskommt. Wir hatten auf der Fahrt heute auch schon Regen. Weiter geht die Fahrt zu „The Grotto“, einem ausgespülten Felsbogen. Wahnsinn! Nach diesen beiden Stopps machen wir Brotzeit. Samuel isst heute richtig viel Brei und sperrt richtig den Mund auf, wenn er den Löffel vor sich sieht. Kürbis scheint ihm zu schmecken. Wir fahren um kurz vor 16.00 weiter und merken, dass wir heute wohl nicht so weit kommen wie geplant. Gut, dass wir am Vorabend die Route umgeplant und somit etwas Luft haben. Wir legen noch zwei weitere Fotostopps ein, jedoch ohne Kinder, da die nach dem Brotzeitstopp eingeschlafen sind. Um 17.30 erreichen wir den NRMA Port Campbell Holiday Park und ergattern gerade noch einen Platz. Lorena ist richtig schlecht drauf, weil wir sie wecken. Cordula schafft es aber ihre Laune zu heben. Zu essen gibt es heute Nudeln mit Sauce und Lorena dehnt das Abendessen wieder zu einem einstündigen Mahl aus. Wir legen sie zwar um 20.30 ins Bett, aber sie schläft erst einige Zeit später in meinem Arm ein. Und ich mit ihr. Um 22.00 wache ich auf. Cordula hat bereits abgespült und liegt im Bett. Ich mache auch bettfertig, schreibe diese Zeilen und höre immer wieder, wie Lorena sich meldet und Sachen sagt wie „Hahmehl“ (=Samuel) oder „Oh Tannenbaum“. Wieder mal ganz süß, aber tiefer Schlaf wäre wichtiger. Ich geh mal hoch in den Alkoven und schau, ob ich heute Nacht mehr Zentimeter von ihr zugestanden bekomme.

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