Der Tag beginnt am Flughafen in Dubai mit schlafenden Kindern. Doch der Schlaf dauert nicht lange, da das Boarding bereits über eine Stunde vor Abflug beginnt. Denken wir zumindest. Nachdem unsere Pässe (sehr genau) und die Bordkarten kontrolliert wurden, fahren wir mit dem Aufzug eine Etage tiefer in einen abgesperrten Bereich, vor dem wieder eine (sehr oberflächliche) Sicherheitskontrolle aufgebaut ist. Wir hatten also nur eine Art Pre-Boarding und dürfen wieder Platz nehmen – mit zwei wachen, unausgeschlafenen Kindern. Zum Glück müssen wir nicht lange warten bis wir an Bord der – nach dem ersten Flug alt wirkenden – 777 gehen dürfen. Unsere Plätze 14A, 14B und 14C sind ganz toll. Anders als der Service. Die Gurtverlängerung kommt erst mit Verspätung, nach dem Babybett müssen wir fragen, es gibt wenig zu trinken und die Stewardessen sind lange nicht so freundlich wie auf dem ersten Flug. Lorena passt sich an und ist ebenfalls alles andere als freundlich und gut gelaunt. Sie ist total übermüdet, findet aber nicht so richtig in den Schlaf. Wenigstens schläft Samuel ganz ordentlich. Blöderweise gibt es auf dem Flug Turbulenzen, was bedeutet, dass Samuel aus seinem Bett und Lorena angeschnallt werden muss. Irgendwann finden wir doch noch alle in den Schlaf. Pünktlich zum Lunch wachen wir wieder auf. Dann geht alle ganz schnell: essen, packen, Landeanflug, Adelaide. Nach der Einreise warten wir nicht allzu lange auf unser Gepäck und verstauen alles auf einer Gepäckkarre. Zumindest soviel halt darauf Platz hat. Den Kinderwagen trage ich auf dem Rücken und eine müde Lorena zeitweise auf dem Arm. Wir dürfen beim Agriculture Check alles wieder herunterladen, da alle Gepäckstücke durchleuchtet werden müssen. Die nette Frau erkennt allerdings schnell unsere Lage und dass wir tatsächlich nur Nahrungsmittel in Gläschen dabei haben und quält uns nicht lange. Anschließend gehen wir raus aus dem Flughafen und lassen uns dort auf einer Bank nieder. Lorena tut ein bisschen Bewegung sichtlich gut, ich hebe Geld ab und Cordula versucht jemanden vom Adelaide Airport Hotel zu erreichen – vergeblich. Aber sie wird zurückgerufen – angeblich. Nach kurzer Warterei und Überlegerei machen wir uns auf den Weg zum Taxistand. Ganz vorne in der Taxischlange steht ein Mann mit einem Minivan, der allen Ernstes davon überzeugt ist, dass er das ganze Gepäck in sein Auto bekommt. Als Cordula sagt, wo wir hinwollen, sagt einer der Taxieinweiser plötzlich: „Family Huebner?“ Wir sind überrascht und erzählt uns, dass jemand vom Adelaide Airport Hotel hier war um uns zu holen. Der Rückruf war ihnen leider wegen der fehlenden Ländervorwahl nicht möglich. Wir sollten weiter vorne warten, dort komme dann wieder jemand vom Motel. Und tatsächlich, nach knapp 10 min warten kommt eine Frau mit einem Minibus. Wir laden ein und fahren einmal um den Flughafen zum Motel. Dort angekommen geht alles glatt. Bis wir auf dem Zimmer das Nötigste ausgepackt und die Kinder ins Bett gebracht haben, ist es kurz vor 0.00. Wir sind alle todmüde.
