Donnerstag, 19.08.2021 – Tag 1 – Senden nach Camping Lido Lilla`, Vallelaghi am Lago Terlago

Wir starten um 10:23 Uhr (zum ersten Mal mit unserem 100er Schild auf dem Wohnwagen) und machen einen kurzen prophylaktischen Pipi und Bewegungs-Stopp gleich nach dem Grenztunnel (Füssen/Reutte), damit Samuel danach gut Mittagsschlaf machen kann. Lorena schläft aber zuerst ein und Samuel schläft eine gute Stunde. Wir fahren staufrei den Fernpass und Brenner und machen unseren nächsten Stopp Nähe Klausen. Wir machen Brotzeit und fahren weiter. Auf der Fahrt rufe ich bei Camping Steiner an, aber leider ist für heute Nacht alles ausgebucht. Wir fahren auf gut Glück beim Camping Gretl am Kalterer See vorbei, aber auch da ist alles voll, genauso bei St. Josef einen Kilometer weiter. Beim Camping Markushof rufe ich auch noch an und erhalte eine Absage. Wir sehen uns schon irgendwo an der Autobahn stehen, aber dann versuche ich es noch bei Camping Lido Lilla` paar Kilometer westlich von Trient. Da bekommen wir einen Platz für 63 Euro. Superteuer für wenig geboten, abgesehen von schöner, ruhiger Lage direkt am Lago Terlago. Die Bar mit Blick auf den See lädt eigentlich zum Verweilen am Abend ein und wir dachten kurz daran, aber die Kinder hatten anderen Pläne 😉 Sanitäranlagen waren total in die Jahre gekommen: In meiner Dusche ging alle 10 Sekunden für eine Sekunde das Licht aus. Während ich in der Duschkabine war, hatte ich gar kein Licht (es war kurz vor 22 Uhr) – zum Glück kam durch das Fenster etwas Helligkeit rein. Das Warmwasser hatte eine wechselnde Temperatur, aber dann doch noch schön heiß und der Duschkopf strahlte Wasser in alle Richtungen. Immerhin gab es Klopapier. Die Kinder fanden ihr Schlaflager (hinten im Wohnwagen mit einem Polster getrennt) super spannend und dachten gar nicht ans Einschlafen. Um ca. 22 Uhr war es dann endlich so weit. Wir schlafen auch gleich und wachen alle erst um 7:30 Uhr wieder auf.

Heimreise von Cux am 05.06.2021

Um kurz vor 6 wecken uns zwei sich süß unterhaltende Kinder, die wir übers Babyphone hören. Gut, dann stehen wir eben auf, machen Frühstück, packen, putzen gründlich, spielen zwischendurch oder versuchen zu deeskalieren 🙈 Um 10:15 Uhr sind wir startklar. Wir stoppen noch bei der Fischkiste und nehmen Fisch für zu Hause und zum Direktverzehr mit. Es fängt auf der Fahrt gleich zum Regnen an und wir kommen deswegen leider nicht so schnell vorwärts. Beide Kinder schlafen schnell ein. Der Regen hört auf und wir können sehr gut fahren bis wir auf Höhe Seesen bis Echte/Kalefeld im Baustellenbereich im Stau stehen wegen einer kurzen Spurverengung auf 1 Spur. Das kostet uns über 45 Minuten. Wir machen kurz danach eine längere Pause: Essen und die Kids brauchen Bewegung.

Dann geht die Fahrt weiter. Es kommt immer wieder zu Platzregen. In Bayern angekommen, jagt eine Baustelle die nächste. An einem Rastplatz ca. 1 Stunde vor zu Hause machen wir nochmal Halt – Essen, Zähne putzen, Schlafanzug anziehen. Samuel schläft dann auch ein, Lorena ist noch wach. Wie sind erstaunt wie super wir heute durchgekommen sind und wir sind ganz stolz auf unsere Kinder wie toll und brav sie mitgefahren sind. Ein toller Urlaub geht zu Ende.

Cux – Tag 7 – 04.06.2021

Unser Tag startet wieder um 6 Uhr. Die Kinder unterhalten sich ganz süß: Lorena bringt Samuel immer Wörter und Sätze bei. Heute:

„Samuel sag mal: Ich hab dich lieb, Mama/Papa/Lorena.“ Als Samuel „Mama lieb“ sagt, passt auch Lorena ihre Anweisungen auf Samuels 2-Wort-Satz Niveau an. Samuel sagt dann von selber „Opa lieb, Oma lieb“. So zuckersüß. Irgendwann sagt dann Lorena „Ruf mal Papa, ganz laut“ – Samuel macht es. Er sagt meistens ganz brav alles nach, was ihm Lorena vorsagt.

Das Wetter ist den ganzen Tag sehr schön und wir wollen an den Strand. Da wir aber heute so früh dran sind und noch warten wollen bis es wärmer wird, machen wir erst einen kurzen Einkaufsspaziergang. Um 10.30 Uhr sind wir dann am Strand. Es ist wieder sehr schön und harmonisch unter den Kindern und Papa baut einen Kanal im Watt.

Zum Mittagsschlaf um 12 Uhr sind wir wieder zu Hause. Lorena möchte heute unbedingt Nagellack auf den Fingernägeln haben. Also mache ich ihr zum ersten Mal einen hin.

Um 15 Uhr sind wir wieder am Strand. Es ist viel los und Lorena findet schnell einen Jungen zum Spielen im Watt. Sie spielt sehr lange im Watt und liegt dort im Wasser bis ihr richtig kalt ist. Auch Samuel wurde es irgendwann kalt. Also Aufwärmen in der Strandmuschel und weiter geht’s. Lorena dann wieder mit ihrem Spielkameraden im Sand. Samuel zieht es natürlich wieder in die Pfützen und in den Schlick 😉

Zu Hause räumt Kai mit den Kids bisschen auf, während ich koche. Dann duschen, essen und die Kinder totmüde ins Bett. Wir packen noch bisschen.

Cux – Tag 6 – 03.06.2021

Vormittags fahren wir (mit dem Auto; vom Parkplatz bis hin fährt Lorena mit dem Fahrrad) zur Alten Liebe und schauen uns Schiffe an. Zufälligerweise kommt auch ein 400m langer und 58m breiter Frachter vorbei. Danach fahren wir noch kurz zur Fischkiste und kaufen Blauleng fürs Abendessen und dann heim zum Mittagsschlaf.

Mittags fängt es zu regnen an und es kommt ein Gewitter (war auch so vorhergesagt). Als es eigentlich aufgehört hat fahren wir im strömendem Regen mit dem Auto (mit Kurzstopp über den Fahrradladen) zum Kurpark. Dort angekommen ist es aber wieder trocken und wir gehen auf den Spielplatz. Die Kids haben richtig Spaß – v.a. auf der Seilbahn. Am Ende kommt nochmal ein heftiger Regenschauer, aber dank der Bäume bleiben wir halbwegs trocken und Samuel springt gerne im Regen herum.

Cux – Tag 5 – 02.06.2021

Die Sonne scheint heute wieder, es ist nur sehr windig. Wir fahren vormittags mit dem Fahrrad zum Spielplatz Piratenschiff am Strandhaus Döse. Lorena fährt selber und Samuel sitzt im Fahrradsitz.

Cux – Tag 4 – 01.06.2021

Strand vormittags bei bestem Sonnenschein und nix los. Mittags zu Hause zu Samuels Mittagsschlaf und Kais Korrektur. Lorena und ich gehen zum Aldi. Nachmittags wieder Strand. Leider ziehen bisschen Wolken auf und es wird kühler. Trotzdem spielen die Kinder lange im Watt.

Cux – Tag 3 – 31.05.2021

Für 9:45 Uhr haben wir Zootickets für den „Zoo am Meer“ in Bremerhaven gebucht. Heute ist außerdem Zootag und Erwachsene kosten 7,50 Euro Eintritt. Unsere Kinder sind sowieso frei. Wir kommen pünktlich an und fangen gleich mit den Schimpansen an. Es folgen Eisbären, Polarfüchse, Seelöwen, Seehunde, Seebären, Pinguine, Dampfschiffenten, Meeresvögel, Waschbären, Kaiserschnurrbarttamarine, Kaninchen usw., die Meeresgrotte und natürlich der Spielplatz mit der Röhrenrutsche (Samuel hat sich sofort runter getraut…Lorena hat etwas gezögert). Samuel und Lorena sind sehr begeistert von den Tieren und wir auch – wir können alle Tiere entdecken und richtig schön von verschiedenen Perspektiven aus beobachten. Das Wetter spielt auch perfekt mit: Es ist sonnig und gefühlt 15 Grad wärmer als gestern.

Wir hoffen, dass Samuel gegen 12 Uhr im Buggy einschläft, aber es ist alles viel zu spannend. Um ca. 13 Uhr verlassen wir den Zoo und gehen gegenüber vom Zoo Backfischbrötchen, Fisch mit Kartoffelsalat und Pommes essen und setzen uns an einen Tisch hin. Gleichzeitig machen Kai und ich einen Coronatest, der am anliegenden Parkplatz angeboten wird. Vielleicht können wir ihn ja gebrauchen.

Damit Samuel nun wirklich einschläft spazieren wir langsam am Hafen entlang. Er schläft tatsächlich ein. Als er schläft gönnen wir uns dann noch ein Dessert bzw. Eis und setzen uns nochmal hin.

Nach einer Stunde Schlaf wacht Samuel auf, wir gehen zum Auto und fahren in den Hafen. Dort besteigen wir den Containerturm und sehen uns Deutschlands zweitgrößte Schleuße und den Containerhafen an.

Danach fahren wir zu einer Mühle nach Bad Bederkesa. Sie hat zwar zu, aber wir wollen sie von außen anschauen und den Kindern zeigen. Lorena sagt gleich, dass sie so eine Mühle schon vom Sandmännchen kennt 😉

Danach wollten wir noch einen Moorpfad gehen. Die Anfahrt führt uns über ungeteerte Straßen – erinnert uns etwas an Finnland und später Schweden als wir am See entlang fahren.

Der Startpunkt ist aber schwer zu finden. Dann denken wir, wir hätten ihn, aber da ist der Fußweg gesperrt und dann passieren wir auf der weitern Fahrt wohl den Startpunkt, aber dann merken wir sowieso, dass es wohl schon etwas spät ist. Dank Cashewkernen bleiben die Kinder wach auf der Fahrt und wir sind um kurz vor 18 Uhr zu Hause. Abendessen ist schnell gekocht, wir essen draußen weil es noch so warm und sonnig ist und zum Sandmännchen sind wir schon pünktlich fertig. Beide Kids sind wirklich müde und schlafen relativ schnell ein.

Cux – Tag 2 – 30.05.2021

Das Wetter ist recht frisch, aber trocken. Wir spazieren einfach mal an den Strand – Samuel ist natürlich nicht zu halten als er das Watt sieht und bevor ich die Matschhose aus dem Rucksack auspacke und anziehe, entdeckt er schon die Pfützen, springt rein und kurz danach steckt er schon komplett im Matsch. Auch die Gummistiefel laufen voll Wasser 😉 Macht ja nix, Hauptsache der Junge hat Spaß und wir haben es ja nicht weit nach Hause.

Nachmittags gehen wir zum Spielplatz am Duhner Kreisel.

Cux – Tag 1 – 29.05.2021

Bis wir aufwachen, fit werden und frühstücken ist es mittags. Samuel hat bis ca. halb 11 geschlafen und wir machen uns schon Sorgen, ob alles ok ist. Aber er war anscheinend einfach nur müde. Aber von der Routine rückt er nicht ab und kurz nach 13 Uhr ist er schon wieder müde und macht seinen Mittagsschlaf – nur lassen wir den heute kürzer ausfallen. Um ca. 15:30 Uhr fahren wir zur Fischkiste und kaufen erstmal Fisch fürs Abendessen und beschließen da wir eh schon unterwegs sind gleich noch einen uns unbekannten Spielplatz auszuprobieren. Wir fahren nach Altenbruch und spazieren an Schafen vorbei zum Spielplatz am Strand. Dort kommt dann auch noch ein riesiges Containerschiff vorbei.

Anfahrt nach Cux – Freitag, 28.05.2021

Um 15:30 Uhr fahren wir los Richtung Cuxhaven.

Die Fahrt verläuft gut, aber es reiht sich eine Baustelle an die nächste. Einmal müssen wir ein gesperrtes Autobahnstück umfahren. Aber das lief auch gut.

Wir machen um 17.15 eine Pause zum Vertreten der Beine und Tanken am Autohof Eichenzell.

Zum Abendessen, Schlafanzug anziehen, Zähne putzen halten wir am Rastplatz in der Region Knüllwald an.

Brotzeit. Es ist richtig kühl.

Um ca. 21 Uhr fahren wir dort weiter. Samuel braucht noch eine Stunde bis er einschläft. Aber das macht nichts. 00:45 Uhr kommen wir am Cux-Haus an. Samuel war schon ca. eine halbe Stunde vorher aufgewacht und hat einfach geschaut. Er scheint die Fahrt durch den hellerleuchteten Hafen genossen zu haben 😉 Wir legen ihn dann in sein Reisebett und er schläft sofort weiter. Lorena wacht auf als wir am Haus anhalten. Wir nehmen sie von vornherein mit zu uns ins Bett, weil wir denken, dass sie da sicher am besten weiterschläft und so war es auch.

Tag 16 – 26.08.2020 – Camping Belsito nach Camping Steiner

Das Aufräumen ist wieder langwierig, da sich einer von uns immer um Samuel kümmern muss. Wir fahren um kurz vor 10 Uhr auf unserem Stellplatz los. Bis Kai den Wohnwagen wieder bestens nach unten manövriert hat und wir gezahlt haben usw. ist es 10.20 Uhr bis wir die Rückfahrt starten. Die Kinder schlafen gut und lange. Erster Stopp ist am Rastplatz Po, weil Lorena aufs Klo muss. Samuel wacht dann auch auf. Danach braucht Samuel viel Bespaßung und v.a. Bewegung, deshalb halten wir wieder an einem Rastplatz in der Nähe Trient an. Dort läuft er mit Kai neben den LKWs auf und ab. Samuel schläft dann nochmal ein und wir fahren wie schon auf der Hinfahrt zum Camping Steiner. Dort spielen die kids gleich begeistert auf dem schönen Spielplatz. Wir lassen sie auch nach dem Abendessen nochmal spielen, da sie die Bewegung brauchen. Alle noch Duschen und ab 21.30 Uhr ab ins Bett.

Tag 15 – 25.08.2020 – Pool und Montecatini Alto

Die kids schlafen heute etwas länger. Bis nach 8. Aber Kai lag ab 5.30 bei Lorena. Wir gehen also später an den Pool, der heute wieder schön leer ist. Kai baut währenddessen das Vorzelt ab usw. Samuel fällt leider beim Laufen einmal unglücklich nach vorne um, direkt auf die Nase und hat dann bisschen Nasenbluten. Er schreit sehr, da er v.a. das Kühlen nicht mag. Aber es geht zum Glück relativ schnell wieder vorbei und es ist alles gut.

Um 16.45 Uhr laufen wir nach Alto los. Machen dort erst ein paar Fotos, bei denen die kids mehr oder weniger kooperativ sind 😉 dann gehen wir zum Pizza essen. Bis die Pizza kommt sagt uns Samuel immer ganz begeistert, wenn er einen „wawa“ (Hund) sieht und erkundet ein bisschen den Marktplatz bzw. Stühle und einen Hauseigang. Lorena isst super ihre Margerita – ungewöhnlich viel für ihre Verhältnisse und Samuel schmeckt es auch sehr gut. Danach gibt’s noch ein Eis – Lorenas Lampone Eis und Samuels nackte Waffel gehen aufs Haus – bevor wir zurück laufen. Lorena läuft/rennt/balanciert die ganze Strecke zurück. Wir sind mit Duschen und ins Bett gehen später dran als sonst, aber das macht nichts. Es war ein sehr schöner Abend.

Tag 14 – 24.08.2020 – Markt in Monsummano Terme und Pool

Die Kids wachen auf und bespaßen sich gegenseitig, was total süß ist. Lorena ist in ihrem Bett und Samuel liegt im Zelt am Boden. Dieser Unterhaltung lauschen wir eine Weile.

Da wir noch nicht genug von Märkten haben und wissen, dass der in Monsummano Terme schöne Kleidung für Kinder und Frauen hat, fahren wir dort hin und werden natürlich fündig. 🙂 Wir kaufen außerdem wieder Obst und jede Menge Parmesan. Danach machen wir noch einen Stopp beim Conard und kaufen die restlichen Dinge, die wir noch brauchen. Abschließend tanken wir voll. Wieder zurück am Campingplatz machen wir Brotzeit und dann geht’s ab an den Pool bzw. für Samuel zum Mittagsschlaf. Es ist jedoch bewölkt heute und recht windig. Nach dem Baden wird einem schnell kalt. Aber da können wir uns ja schnell einmummeln. Vor dem Abendessen werden die Fahrzeuge noch kurz ausgefahren.

Tag 13 – 23.08.2020 – Pool all day

Blick von unserem Wohnwagenbettfenster am Morgen

Wir starten den Tag mit dem üblichen Morgenprogramm: Kids wachen auf, kommen zu uns ins Bett, trinken Milch, frühstücken und dann ab an den Pool. Lorenas Freundin Greta ist abgereist, aber es gibt andere Mädels, mit denen sie schön spielt. Samuel läuft nun immer besser und längere Strecken am Stück. Samuel macht ab kurz vor 12 Mittagsschlaf in seinem „Zelt“ vor dem Wohnwagen und Lorena legt sich um 13 Uhr im Wohnwagen zum Mittagsschlaf hin. Wir genießen unsere Mittagsruhe am Pool mit zwei Freunden: Hugo und Spritz. Lorena holen wir um kurz vor 14:00, Samuel schläft noch 20 min länger. Nach einer ausgiebigen Brotzeit geht es frisch gestärkt wieder an den Pool. Während Papi die Kinder am/im Wasser bespaßt, wäscht Mami Wäsche. Der Abend verläuft nach dem üblichen Programm. Mit dem Wetter haben wir echt Glück: wir sehen, wie bei Sonnenuntergang ein Gewitter mit vielen Blitzen durch die nördlichen Berge zieht. Samuel und Lorenas brauchen heute etwas länger beim Einschlafen. Um 21:30 sitzen wir zu zweit draußen bei Gezirpe und merklich kühlerer Luft.

Tag 12 – 22.08.2020 – Pistoia und Serravalle Pistoiese

Ausgerechnet heute schlafen Samuel und Lorena länger (bis nach 7:00). Wir wollen nämlich auf den Markt nach Pistoia fahren. Dementsprechend wird es erst 10:30 bis wir losfahren. In Pistoia finden wir nach kurzer Suche einen Parkplatz und laufen auf den Markt. Wir müssen uns beeilen, weil die Stände schon um 12:00/12.30 wieder abgebaut werden. Abgesehen von Weintrauben verläuft der Marktbesuch nicht besonders erfolgreich, abgesehen von einem Rock für Cordula. Das macht aber nichts, da der Bummel durch Pistoias Gassen sehr schön ist. In einem Kinderladen bekommt Lorena noch eine Leggings – sie trägt daraufhin die Tüte voller Stolz durch die Stadt – und dann kommt Lorenas weiteres Highlight des Tages: Eis. Damit sie nicht alleine essen muss, nehmen wir auch eins. Samuel bekommt eine leere Waffel und Eis von uns. Danach laufen wir zurück zum Auto und legen noch zwei Stopps ein: einen im Café Globe (zur Versorgung mit süßen Leckereien) und einen im Conad (zur Grundversorgung mit Brot, Schinken und 2 kg Parmesan). Auf der Heimfahrt machen wir noch einen Abstecher nach Serravalle Pistoiese. Endlich. Seit zwei Jahren sehen wir die Türme und reden davon und dieses Mal schaffen wir es endlich. Wir stellen das Auto ab und laufen ein bisschen im Ort herum. Erst gehen wir auf den Festungsturm, von dem aus man einen tollen Rundumblick hat. Danach gehen wir auf Umwegen zur und in die Kirche. Um 15:00 sind wir wieder am Auto und fahren zurück zum Campingplatz. Dieser Zwischenhalt hat sich wirklich gelohnt. Zurück am Wohnwagen lassen wir Lorena und Samuel noch ein Weilchen im Auto (natürlich bei geöffneten Türen und Fenstern) schlafen. Nach einer Stärkung gehen wir an den Pool. Der Rest des Tages verläuft wie gewohnt: planschen, kochen, essen, baden, schlafen, die Ruhe genießen.

Tag 11 – 21.08.2020 – Pool

Lorena und Samuel wachen beide um 6:30 auf – viel zu früh. Lorena bleibt wenigstens noch eine gute habe Stunde bei Cordula im Bett und ich versuche Samuel einzuschläfern. Das klappt auch ganz gut, bis es Lorena zu langweilig wird im Bett und sie (wie so oft) ätzende Töne von sich gibt. Samuel schreckt hoch und ist natürlich hellwach und gleichzeitig todmüde. Naja, dann stehen wir halt auf und frühstücken. Anschließend gehen wir an den Pool und bleiben dort, bis wir Samuel um kurz vor 12:00 schlafen legen. Lorena ist eine Stunde später fällig und schläft knapp 50 min. Zum ersten Mal seit langem ist sie nicht zickig und bockig nach dem Aufwachen. Samuel wacht heute erst nach 2,5 h auf. Der Schlaf heute hat beiden gut getan, was man an ihrer Ausgeglichenheit merkt. Der Nachmittag verläuft ganz entspannt, mit den üblichen Störungen: großes Geschäft in Samuels Schwimmwindel, Lorena muss Pipi und dann doch nicht, … Um 17:30 übernehme ich beide Kinder und Cordula fängt an zu kochen. Lorena traut sich zum ersten Mal alleine ins große Becken zu springen – mit Schwimmflügel, Schwimmreifen und viel Geheule als ihr das Wasser ins Gesicht spritzt. Samuel ist wie immer auf Entdeckertour und lässt sich beim Einstieg ins Fußwaschbecken von einer Biene stechen. Er schreit wie am Spieß und es dauert eine Weile bis wir den Stich überhaupt lokalisieren können. Er steckt fast die ganze Hand in den Mund, weshalb ich denke, dass er an der Hand gestochen wurde. Kurz darauf finde ich den Stachel in seinem rechten Fuß. Wir ziehen ihn mit einer Pinzette raus und hoffen, dass er sich nicht so eine Infektion wie Lorena holt. Nach dieser Aufregung wird gegessen und dann geduscht. Das ist insbesondere bei Samuel extrem nötig, denn er ist überall mit Couscous beschmiert. Beim Duschen traut er sich heute endlich wieder in die Kinderwanne. Allerdings endet die Badeaktion wieder mit viel Geschrei, weil Samuel total erschrickt, als der Abfluss beim Ablassen des Wassers ein lautes schlürfendes Geräusch macht. Das erklärt endlich, woher die Angst vor der Wanne kam. Der Rest des Abends verläuft dann wieder nach Plan: Samuel ins Bett (=Zelt) bringen (heute mit etwas schunkeln auf meinem Arm), Lorena draußen eine Geschichte vorlesen, sie ins Bett bringen und parallel dazu abspülen und um Punkt 21:00 setzen wir uns hin, schenken uns einen Wein ein und schauen auf das erleuchtete Serravalle Pistoiese und die Lichter von Pistoia im Hintergrund.

Tag 10 – 20.08.2020 – Markt und Pool

Es ist schon wieder Donnerstag und somit Markttag in Montecatini. Wir brauchen Obst und holen das dort. Danach fahren wir zum Esselunga. Der hat erst vor 1 Monat neu eröffnet und wir wollen ihn uns ansehen. Ist ein schöner Supermarkt und wir kaufen ein paar leckere Sachen und Mitbringsel. Lorena schläft dort im Kinderwagen ein. Samuel dann im Auto.

Samuel liebt die Trauben vom Markt

Den Nachmittag verbringen wir am Pool. Lorena schwimmt ganz alleine im tiefen Pool und hat so viel Spaß dabei.

Lady in pink

Tag 08 – 18.08.2020 – Shopping

Heute weckt uns ein Gewitter um kurz nach 7:00. Kai bringt draußen alles ins Trockene und macht das Vorzelt zu. Da der Wetterbericht schon so etwas vorhergesagt hat, hatten wir für heute sowieso Shopping geplant. Um 9.45 geht’s los. Da Kai zur Bräunung seiner Füße noch Flipflops ohne Dach wollte, steuern wir als erstes den Decathlon an. Dieser ist viel größer als der in Senden und wir finden viele schöne Dinge für jeden von uns 😁 Kai findet sogar 2 Paar Flipflops. Ein Ersatzpaar schadet nicht, sollte man mal eines in der Schule (da stehen nämlich welche) oder vielleicht in der Dusche (da blieb z.B. das volle Duschgel) stehen lassen. 🤣 Lorena bekommt ein neues Schwimmoutfit, Samuel Badeschuhe (die slipstops hat er leider schon kaputt gelaufen. Er braucht welche denn er hat einen offenen Zeh) und einen Badeponcho. Kai noch Badehosen und ich einen Bikini. Und für uns beide einen Duschfußabtreter für trockene Füße nach dem Duschen. Danach gönnen wir uns im Coop-Cafe Pizza und Gemüse. Sehr lecker und preiswert. Dann noch Lebensmitteleinkauf im Coop. Um 14.15 sind wir wieder zurück. Die kids machen noch Mittagsschlaf im Auto. Das Wetter ist inzwischen wieder schön und wir verbringen den Nachmittag am Pool. Es ist zwar nicht so warm und sonnig wie die letzten Tage, aber schon ok zum Baden. Zum Abendessen machen wir zur Abwechslung mal pancakes.

Tag 07 – 17.08.2020 – Pool und Montecatini Alto

Frühstück

Nach dem Aufstehen und dem Frühstück gehen wir an den Pool. Lorena freut sich schon auf Greta und spielt sofort mit ihr. Samuel spielt auch mit. Da dunkle Wolken aufziehen, befestige ich unseren Privacy Room richtig.

Tolle Wolkenstimmung

Wir hören es donnern, aber die dunklen Wolken verziehen sich wieder. Nach Samuels Mittagsschlaf machen wir uns mit dem Kinderwagen auf den Weg nach Montecatini Alto.

Nach 20 min (wir nehmen die abkürzende „Straße“, die durch den Campingplatz führt) stehen wir vor der Gelateria und gönnen uns ein Eis. Lorena bekommt einen kleinen „Streifer“ Himbeer-Eis geschenkt.

Anschließend schlendern wir noch (wie jedes Jahr) beim Uashmama (dort, wo es das waschbare Papier gibt) vorbei. Ach nein, nicht „vorbei“: Cordula geht rein und kauft natürlich etwas. Auf dem Heimweg legen wir noch einen Stop bei einer kleinen Kirche ein und sind um 17:30 wieder zurück am Wohnwagen. Während Cordula kocht, geh ich mit den Kindern an den Pool, damit sie noch einmal Bewegung haben. Samuel powert sich beim Krabbeln und Laufen aus und Lorena verliert beim Spielen mit Greta immer mehr die Angst vor dem tiefen Wasser. Nach dem Abendessen gibt es ein großes Drama beim Duschen: Samuel will wieder nicht in die Wanne und Lorena wird für ihr Geschrei auf dem Weg mit der Dusche „bestraft“ (sie wollte auch in die Wanne). Danach schläft Lorena gleich um kurz nach 20:00 ein. Samuel braucht eine Sonderbehandlung und schläft erst kurz vor 21:00.

Tag 06 – 16.08.2020 – Pool

Lorena ist bereits um 6:30 wach. Gut 40 min kann ich sie noch ruhig halten, dann stehen wir auf. Nach dem Anziehen bringen wir zusammen das Abwasser weg. Um kurz nach 8:00 wachen auch Cordula und Samuel auf.

Als Erster am Pool. Nix los.

Nach dem Frühstück um 10:00 ist Lorena wieder müde und legt sich im Wohnwagen eine Stunde hin zum Schlafen. In dieser Zeit wäscht Cordula und Samuel und ich haben Spaß am Pool. Als Cordula meint, dass sie fertig ist mit der „Hausarbeit“, wacht Lorena auf und hat Pipi ins Bett gemacht. Immerhin ist Lorena sehr gut drauf nach dem Schlaf und freut sich richtig auf den Pool. Dort lernt sie ein Mädchen kennen, mit dem sie – nach anfänglicher Scheu – spielt. Samuel schläft ab kurz vor 13:00 über zwei Stunden, ist danach aber nur kurze Zeit wirklich fit und ausgeglichen. Allem Anschein nach machen ihm die Zähne wieder zu schaffen. Das Baden/Duschen am Abend ist für ihn auch eine Katastrophe und wir wissen nicht warum. Er schreit nur und sträubt sich gegen die Wanne. Nach dem Abendessen (Spaghetti alio e Olio e pomodori) schlafen beide gut ein: erst Samuel und nach der Gutenachtgeschichte auch Lorena. Um kurz nach 22:00 gehen wir auch ins Bett.

Mein Wohnwagen, mein Auto, meine Pantoffeln 🤣
Meine Pantof…äh…Flipflops mit Dach, mein Pool, mein Leben 😉

Tag 04 – 14.08.2020 – Pool

Samuel hat Joghurt für sich entdeckt 😅

Entspannung und Spaß am Pool ist heute das Motto. Wir verbringen den ganzen Tag am Pool. Mittags schläft Samuel 2,5 Stunden in seinem Zelt, während wir nebenan am Pool sind.

Lorena isst ein Eis…Wettlauf gegen das Schmelzen

Abendessen, Duschen, Bett bringen. Leider dauert letzteres heute sehr lang. Samuel kommt gar nicht zur Ruhe. Er hat wohl Zahnschmerzen. Wir haben beim „1,2,3 Hüpf“ in den Pool (weil Samuel da vor Freude den Mund so weit offen hat) schon gestern gesehen, dass ein Backenzahn unten rechts herausspitzt. Kai gelingt es um 22 Uhr Samuel schlafen zu legen. Nachts um ca. 2.30 Uhr meldet er sich und hat wohl richtig Schmerzen. Er schreit sehr. Osanit und Zahnöl helfen nicht. Wir geben ihm dann ein Zäpfchen, aber auch das dauert etwas bis es wirkt. Er schläft dann neben mir weiter. Kai legt sich neben Lorena.

Tag 03 – 13.08.2020 – Markt, Coop, Pool

Heute ist Donnerstag, also Markttag in Montecatini Terme. Nach einem schnellen Frühstück fahren wir zum Markt. Wir kaufen dort Parmesan und Obst. Dann geht’s noch zum Coop für restliche Nahrungsmittel und einen Topf, den wir zu Hause vergessen haben. Kurz vor 13 Uhr sind wir zurück. Samuel schläft noch im Auto weiter und Kai baut das Vorzelt auf. Später gehen wir dann endlich an den Pool. Samuel läuft gleich super erfreut ins Wasser und hat richtig viel Spaß. Lorena kommt kurz danach und ist auch so happy. Kein Vergleich zu ihrem wasserscheuen Verhalten letztes Jahr 😉

Tag 02 – 12.08.2020 – Leifers nach Montecatini Terme (Belsito)

Nach dem Frühstück bewegen sich die Kids wieder auf dem Spielplatz, bevor wir um halb 10 im Auto sitzen. Kurzer Stopp beim Lidl für Wasser und danach noch Tanken. Die kids schlafen sofort. 1. Pause machen wir am Rastplatz „Po“. Ein Spielplatz…yuhuu…paar Geräte waren heiß, aber da klettern unsere beiden einfach drumherum oder Lorena steht einfach auf der Wippe.

Wir entscheiden uns wie letztes Jahr für die A1 panoramico Route. Es stockt kurz wegen Bauarbeiten, aber nicht lange. Wir machen wie letztes Jahr Pause an einem Rastplatz auf dieser Route. Es gibt Obst und Lorena füttert Samuel.

Wir kommen um ca.17.30 am Campingplatz Belsito an. Wir suchen uns einen Stellplatz direkt gegenüber von den Swimmingpools aus. Der Weg nach oben und das Ausrichten des WW dauert ca. 2 Stunden. Sehr herausfordernd. Aber Kai meistert alles bestens. Es lohnt sich auf jeden Fall. Wir sind direkt am Pool und haben eine super Aussicht.

Abendessen

Die erste Nacht hier verläuft sehr gut. Samuel schläft wieder durch bis Lorena um ca. 7 Uhr aufwacht.

Tag 01 – 11.08.2020 – Senden nach Leifers (Campingplatz Steiner)

Kurz bevor wir losfahren möchten, lesen wir eine Nachricht von heute morgen, dass der Fernpass ab heute gesperrt ist. wir ärgern uns und überlegen uns welche alternative Route wir wählen: A96 über Bregenz, Feldkirch, St.Anton usw. das wird uns viel Zeit kosten, aber hilft nichts. Wir fahren um kurz vor 10 Uhr los, tanken und holen etwas beim Bäcker. die Autofahrt verläuft recht gut, es ist sehr wenig los und sogar auf der Brennerautobahn richtig wenig. So leer haben wir den Brenner wohl noch nicht gesehen um diese Jahreszeit. Wir kommen um ca. 17 Uhr beim Campingplatz Steiner an und bemerken auch dort, dass recht wenig los ist. Das erklärt auch warum wir vor 2 Tagen eine Buchung vornehmen konnten, obwohl wir nur für eine Nacht bleiben. das ist normalerweise nicht üblich. Die Kinder toben sich gleich auf dem tollen Spielplatz aus. Samuel ruft allen Leuten, die er sieht „Hao“ („Hallo“) zu.

Nach Abendessen und Duschen richten wir unser Bettlager her. Samuel schläft auf dem Boden auf einer Matratze in seinem „Zelt“.

Die Kids schlafen vor Aufregung erst um ca. 22 Uhr ein, aber das macht nichts. Wir haben eine sehr gute Nacht, alle schlafen durch und wir wachen um ca. 7 Uhr wieder auf.

Tage 37 und 38 – 01.01. und 02.01.2020 – Von Cairns über Melbourne, Dubai und München nach Hause

Cordula und ich saßen in der Silvesternacht noch bis 2.00 da, haben ein paar Kleinigkeiten gepackt und die Flasche alkoholfreien Sekt geleert. Um 7.00 hat uns der Wecker aus dem Schlaf gerissen. Lorena und Samuel haben noch gut 10 min länger geschlafen. Wir packen fertig, schmieren uns ein paar Brote für unterwegs und räumen wie geplant um 9.00 die Bude. Pünktlich um 9.15 kommt das gebuchte Taxi und bringt uns für 25 AUD zum Flughafen. Dort ziehen wir uns für den Flug um und geben das Gepäck auf. Das ist schon einmal eine große Erleichterung. Unser Handgepäck ist dank 20 Windeln und etlicher Quetschies immer noch üppig. Nachdem alles so glatt lief, haben wir nach dem Security Check immer noch über zwei Stunden Zeit bis zum Abflug um 12.00. Die über 3.30 h Flug bis Melbourne verlaufen völlig unproblematisch. Samuel und Lorena schlafen fast zwei Stunden. Zwischendurch sieht man am Horizont hohe Rauchwolken von den Buschfeuern. Nach einer Extrarunde landen wir mit etwas Verspätung in Melbourne. Macht aber nichts, da wir dort sechs Stunden Aufenthalt in fast eisiger Kälte haben. Die Kinder-Spiel-Area ist leider geschlossen. Wir suchen und finden einen ruhigen Platz in der Sonne, wo Lorena zwischen den Stühlen des Wartebereichs joggt („dotzt“), rennt und Fangen mit mir spielt. Um 22.30 Ortszeit geht es mit dem A380 weiter nach Dubai. 14 Stunden. Glücklicherweise zickt Lorena nicht so rum wie beim Hinflug und schläft wirklich viel, obwohl wir sie nach dem Essen vom Boden rauf auf ihren Sitzplatz setzen müssen. Samuel schläft auch gut, meldet sich aber mehrmals, weil er offensichtlich Zahnschmerzen hat. Vielleicht läuft es so wie beim Hinflug und er hat plötzlich ein weiteres Zähnchen. Im Flugzeug war es übrigens noch kälter als am Flughafen in Melbourne. Um 5.40 Ortszeit kommen wir in Dubai an. Dort gehen wir zuerst durch den Security Check und dann zum Gate. Drei Stunden später sitzen wir wieder im Flieger und heben mit etwas Verspätung um kurz vor 9.00 ab. Im Flugzeug dauert es eine Weile bis wir unser „bassinet“ bekommen, in das wir den bereits schlafenden Samuel verfrachten. Insgesamt schläft er fast zwei Stunden und ist dann wieder supergut drauf. Kurz bevor er aufwacht, schläft Lorena ein. Der letzte Flug vergeht auch wie im Flug und wir landen fast pünktlich in München. Dort warten wir eine halbe Ewigkeit auf unser Gepäck. Irgendwann ist es dann doch da und wir schnallen es auf einen Gepäckwagen. Mit dem fahren wir raus und werden nach dem Zoll von Benni, Luise, Josephine und Victoria empfangen. Was für eine tolle Überraschung! Wir quatschen kurz und dann fahrich mit dem Shuttle zumgeparkten Auto. Dort läuft alles halbwegs glatt. Unser Auto war so zugeparkt, dass ich mehr als 10-mal hin- und herrangieren musste, bis ich endlich aus der Lücke draußen war. Schnell noch ein paar Liter tanken und dann ab zum Flughafen. Dort muss es schnell gehen, damit wir innerhalb von 10 Minuten den kostenlosen Parkbereich wieder verlassen können. Wir schaffen es in sieben Minuten. Um kurz vor 16:00 sind wir wieder zu Hause. Wahnsinn, dass wirklich alles so gut gelaufen ist und wir wieder alle gesund daheim sind. Hoffentlich werden wir hier nicht krank, denn beim Anlaufen aus dem Urlaubsmodus ist die Heizung ausgefallen. Wir haben im Haus nur 15 °C. In der Nacht wird es kaum wärmer. Die erste Nacht daheim läuft also witzigerweise genauso wie die erste Nacht im Camper: eisig.

Tag 35 – 30.12.2019 – Cairns (Camperrückgabe)

Heute haben wir viel vor: 10.00 auschecken, 14.00 im Wake Up @ The Esplanade MK5 einchecken, 15.00 Camper abgeben. Bis auf den ersten Punkt, halten wir die Zeiten ganz gut ein. Wir verlassen den Campingplatz um 10.45 und stellen den Camper 800 m weiter östlich vor der neuen Unterkunft (die wir ja blöderweise nicht einfach um zwei Tage verlängern konnten) ab. Während Lorena und Samuel ihren Fahrschlaf machen, packen wir die Taschen und Rucksäcke, damit wir innerhalb von einer Stunde den Camper leerräumen und abgeben können, denn in die Wohnung kommen wir erst um 14.00 und das Büro von Britz hat nur bis 15.30 geöffnet. Interessant wird es um kurz nach 11.00, als die Putzfrau die Wohnung verlässt und absperrt, denn keine 20 min später kommt eine dreiköpfige Familie und sperrt die Tür zur Wohnung auf. Komisch, denn Check-Out-Zeit ist „strictly“ 10.00 und die Wohnung wurde ja bereits für uns gereinigt. Wir überlegen, was wir unternehmen sollen und machen nichts. Erstmal abwarten, wie die Wohnung aussieht. Um 12.30 sind wir fertig mit der Packerei. Also bleibt noch eine Stunde Zeit für den Spielplatz vorne am Strand. Während Cordula mit Lorena rumklettert und rutscht, füttere ich Samuel. Um 13.45 gehen wir zurück zum Wohnmobil und betreten pünktlichst um 14.00 die Wohnung. Scheinbar war in der Zwischenzeit jemand hier und hat das Zahlenschloss für uns eingestellt. Nach kurzen Problemen bekommen wir die Tür doch noch auf. Dann muss es ganz schnell gehen. Cordula kümmert sich um Samuel und Lorena und ich trage unser „komplettes Leben der letzten fünf Wochen“ aus dem Camper in die Wohnung, die im Übrigen sauber ist. Wir bleiben dabei, nichts zu unternehmen. Nach 20 min ist das Wohnmobil leer. Wir haben also noch Zeit für einen kleinen Snack und um die Kinder zu wickeln. Um Punkt 15.00 fahren wir los zum Britz-Office. Dort werden wir bereits von einer supernetten und megafröhlichen Dame erwartet und begrüßt. Wahrscheinlich freut sie sich so, weil sie nach uns Dienstschluss hat. 5305 km bzw. 77:44 h lang hat uns das Britz-Mobil treue Dienste geleistet. Die Rückgabe geht ganz schnell. Nach nicht einmal 15 min sind wir mit allem durch und laufen zur Bushaltestelle. Wir fahren direkt in die Stadt und gehen an der wunderschön angelegten Uferpromenade zur Esplanade Lagoon, einem kostenlosen öffentlichen Schwimmbad direkt am Meer. Mit Sandstrand. Und Palmen. Und Bademeister. Und Duschen. Und Asiaten. Einfach herrlich. Wir bleiben bis kurz nach 18.00 und gehen dann die Esplanade entlang auf der Suche nach Nahrung. Nach kurzem Hin und Her entscheiden wir uns für den „Grill’d“ und essen leckere Burger mit Zucchini-Chips. Die Zucchini-Chips sind eigentlich für Lorena vorgesehen, aber ihr schmeckt nur die Panade – schade. Uns schmeckt alles total gut. Lorena benimmt sich insgesamt sehr daneben und schreit viel und laut. Weil sie danach aber ganz lieb und süß ist und sich sogar entschuldigt, bekommt sie von uns ein paar Löffel Eis, das wir im Devine Gelato essen. Der Zucker darin verpasst ihr wohl so einen Energieschub, dass sie von dort den kompletten Weg bis nach Hause (2,0 km) selber läuft, bzw. rennt bzw. joggt. Sie hat richtig gute Laune und scheinbar Energie ohne Ende. Um 22.00 sind wir in der Wohnung. Bis Lorena schläft ist es 22.45. Wir gehen eine gute Stunde später ins Bett.

Tag 34 – 29.12.2019 – Cairns (Great Barrier Reef)

Lorena und ich sind kurz vor dem Wecker um 6.10 wach. Wir wecken Cordula und dann machen wir uns fertig für den Schnorchel-Trip. Ein paar Minuten später als geplant verlassen wir den Camper und laufen flott zum Bus, der in ganz Australien nur so ungefähr nach Fahrplan fährt. Wir sind immer noch rechtzeitig und fahren in die Innenstadt, von wo aus wir zum Reef Fleet Terminal laufen. Dort legen alle Ausflugsboote ins Great Barrier Reef ab. Wir stellen uns in die lange Schlange bei Reef Magic, der Organisation, bei der wir den Trip gebucht hatten. Nach gut 10 Minuten Wartezeit geht  alles ganz fix. Tickets, ab zur Jetty No. 10, Fotos schießen, rauf auf’s Schiff, Sitzplatz einnehmen und 10 min später legen wir ab. Um 10.30 erreichen wir nach einer wilden Fahrt mit kurzen Sturmböen, Regenschauer und Wellengang die im Riff schwimmende Plattform Marine World. Wir verfrachten den Kinderwagen eine Etage tiefer und sind leider zu spät, um uns auf dem Ponton einen festen Sitzplatz zu sichern. Also bleiben Lorena, der schlafende Samuel und ich erstmal an Bord des Schiffes und Cordula geht schnorcheln. Sie stattet sich mit allem aus und geht eine Runde schnorcheln. Als Cordula begeistert zurückkommt schläft Samuel noch immer. Er wacht erst kurz darauf auf, als wir uns am Mittagsbuffet bedienen und essen wollen. Während wir ihn dann nach unserem Essen füttern, bekommt Lorena noch 20 min Schlaf im Kinderwagen. Dann muss es flott gehen, denn um 1.35 legt das Halb-U-Boot ab. Wir drehen damit eine gut 20-minütige Runde und kommen enttäuscht zurück. Wir haben hauptsächlich Quallen und Luftblasen gesehen. Große oder bunte Fische gab es nur ganz wenige zu bestaunen. Wieder zurück an der Plattform hole ich mir eine Schnorchelausrüstung und gehe bis kurz vor 15.00 ins Wasser. Ich bin fast alleine im abgetrennten Bereich und sehe etliche verschiedene Fische und Fischschwärme. Ich hätte noch einmal mit Cordula tauschen sollen, damit sie auch so ein Erlebnis hat, denn bei ihr waren viele andere Schnorchler im Wasser, die die zahlreichen Fische wohl vertrieben haben. Um 15.00 muss dann alles ganz schnell gehen. Umziehen, runter von der Plattform, ablegen. Ganz so schnell geht es dann doch nicht, weil eine amerikanische Familie nicht unterschrieben hat, dass sie wieder zurück aus dem Wasser ist. Wir haben zum Glück gerade noch einen guten Sitzplatz auf der Schwimmwestenbank ergattern können. Mit etwas Verspätung legen wir ab und fahren wieder durch unruhige See zurück nach Cairns. Kurz vor dem Hafen gibt es noch einen schönen Regenbogen über den bewaldeten, in Wolken gehüllten Hügeln der Küste zu bestaunen. Um kurz nach 17.00 legen wir an. Wir wollen uns noch ein bisschen Cairns anschauen, bevor wir wieder zum Campingplatz fahren, bleiben aber in einem Souvenirshop hängen. Blöderweise schauen Cordula und ich nicht auf die Uhr und so kommt es, dass wir zwei Busse verpassen und gut 20 min auf den nächsten warten müssen. Zurück am Campingplatz sind wir um kurz vor 19.00. Duschen, Brotzeit, Bett, 23.00.

Tag 33 – 28.12.2019 – Von Cardwell nach Cairns

In der Nacht hatte es ziemlich geregnet. Der halbe Campingplatz unter Wasser. Zumindest gibt es riesengroße Pfützen. Wir lassen uns ganz gemütlich Zeit und kommen erst los, nachdem ich noch ein paar „Flug-„Mangos vom Boden eingesammelt habe. Um 10.30 sind wir unterwegs zu unserer letzten Tagesetappe. Die Umgebung ist inzwischen komplett grün und nach kurzer Fahrt wird auch klar, weshalb: die Regenzeit ist hier im Norden schon voll angekommen und erwischt uns auch. Heftige Regenschauer und Sonnenschein wechseln sich ab und sorgen für eine tropische Luftfeuchtigkeit von fast 100%. So ein Regenschauer bringt nur kurzzeitig eine „Abkühlung“ auf 26-28 °C. Mit dem ersten Sonnenstrahl nach dem Schauer sind es wieder über 30 °C. Um 12.30 kommen wir in Cairns an und steuern zu unserem Einkauf einen Woolworths an. Nach dem Einkauf machen wir endlich, was wir uns schon seit Beginn der Reise vorgenommen haben: wir gehen in einen Red Rooster, ein auf Hähnchen spezialisiertes Fast-Food-Restaurant. Die Burger sind wirklich lecker und die Lunch-Combo aus halbem Burger, Pommes, Kartoffelpüree mit Soße und einem Drink war die 5 AUD echt wert. Leider war die Bedienung irgendwie mit unserer Bestellung überfordert und so bekam Lorena statt der bestellten Erbsen Pommes. Ihr hat’s natürlich geschmeckt und wir haben es zu spät bemerkt. Naja, egal. Anschließend fahren wir zum von unterwegs reservierten NRMA Holiday Park. Der Campingplatz ist schön eingewachsen und hat auch einen Pool, an dem sich Lorena noch eine gute halbe Stunde austoben kann. Nach duschen, kochen und essen wird es dann doch wieder später als erwartet, bis wir alle im Bett sind. Wir müssen morgen früh raus zum Schnorchel-Trip ins Great Barrier Reef.