Tag 16 – Dienstag, 30.08.2022 – Pool und Montecatini Terme

Wir wachen bei herrlichem Sonnenschein auf. Die Kinder sind ganz gechillt unterwegs heute. Samuel möchte heute Feuerwehr-Kniestrümpfe tragen – seines Erachtens das richtige Outfit für dieses Wetter 😉 Irgendwann geht Lorena mit Kai an den Pool, Samuel möchte nicht hin (vielleicht weil er dann die Strümpfe ablegen müsste 😉 ) und möchte sich schon ca.um 11 Uhr zum Schlafen hinlegen. Er schläft aber lange nicht ein (zumindest war er um 11.24 noch halbwach). Irgendwann dann aber doch. Ich gehe auch noch zum Pool, schwimme meine Bahnen, spiele mit Lorena. Kai, Lorena und ich duschen um 12.45 und holen dann Samuel. Um kurz nach 13 Uhr wären wir dann soweit nach Montecatini Terme zu fahren. Wir möchten Eis essen und bummeln gehen. Die Kinder sind aber anscheinend nicht so scharf auf Eis und bevorzugen es zu spielen und sich nicht umzuziehen. Also fahren wir erst nach 14 Uhr los. Die Eisdiele, die wir eigentlich ansteuern hat aber geschlossen. Also gehen wir weiter und probieren eine andere aus. Die Kinder bekommen riesige Kugeln und es schmeckt lecker. Anschließend hat Samuel Durst. Das Trinken am Trinkbrunnen klappt mäßig und da Lorena dann auch noch was möchte setzen wir uns ins nächste Café, gönnen uns ein paar süße Stückchen, Cappuccini und die Kinder Apfelsaft und Wasser. Noch bevor wir gehen, laufen die Kinder selbstständig los und um die Ecke. Lorena sehe ich dann ca. 50m weiter weglaufen, Samuel war wieder zurück und hatte laut Lorena eine Straße bereits überquert. Ganz schön mutig die beiden. Ich gehe mit ihnen in den Tezenin, da ich schauen wollte…Zum Glück kam dann gleich Kai, bevor Samuel sich verschiedenste Unterwäsche genauer „angeschaut“ hat. Er läuft mit den beiden zurück zum Auto, ich shoppe noch und auf dem Rückweg muss ich natürlich auch noch in den Uashmama 😉

Tag 14 – Sonntag, 28.08.2022 – Montecatini Alto

Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück gemütlich nach Alto laufen, aber Samuel hat andere Pläne. Er ist total umtriebig, gehorcht überhaupt nicht und sagt schon um kurz vor 11:00, dass er schlafen will. Also legen wir ihn in den Wohnwagen zum schlafen. Lorena geht mit Cordula zum Abspülen und ich schreibe Blog. Als sich Samuel nach einer Stunde meldet, machen wir uns fertig und wandern los nach Montecatini Alto. Lorena und Samuel laufen prima mit – als Ziel ein Eis vor Augen. Samuel wird dann etwas abgehängt, weil er einen Transporter sieht, der hinten Doppelbereifung hat und ich anfangs nicht verstehe, dass er mich fragt, wieso das so ist. Kurz darauf kommt noch eine Baustelle, die uns aufhält. Cordula und Lorena erreichen den steilen Berg kurz vor der Ankunft mit ein paar Minuten Vorsprung vor Samuel und mir. Wir kommen um Punkt 15:00 oben an und überbrücken die Zeit bis die Eisdiele um 15:30 aufmacht mit einem kleinen Spaziergang und ein paar Fotos zu viert. Nach der Öffnung sind Lorena und Samuel die ersten, die die Eisdiele betreten, weil sie es kaum erwarten können. Nach dem Eis beginnt es bedrohlich zu donnern und wir sind uns sofort sicher, dass wir nicht direkt wieder heim laufen. Wir schlendern durch einen Souvenirladen und nehmen dann in der Bar „Il Roughetta“ Platz als es zu regnen beginnt. Dort gibt es für die Kinder Fanta und für die Eltern einen megastarken Limoncello Spritz. Der Regen wird etwas stärker, aber vom großen Gewitter bleiben wir verschont. Als der Regen schwächer wird, meldet sich Samuels und Lorenas Bewegungsdrang. Er hat Riesenfreude daran, sich unter den Wasserstrahl unter der Markise zu stellen und Lorena animiert ihn auch dazu. Nach kürzester Zeit ist er klitschnass. Irgendwann wird die Stimmung aber zu überschwänglich und eskaliert in Geschrei – erst von Samuel, direkt danach von Lorena. Ich packe beide unter dem Arm, nehme sie mit um die Ecke und halte ihnen eine Standpauke. Danach machen wir uns auf den Heimweg und kommen trocken daheim an. Auch Samuel ist inzwischen wieder trocken. Am Wohnwagen angekommen kochen wir und gehen ins Bett.

Tag 12 – Freitag, 26.08.2022 – Pool und Serravalle Pistoiese

Die Kinder schlafen etwas länger. Dementsprechend ist es auch erst kurz fast 11:30 bis wir am Pool sind. Samuel plantscht noch kurz und dann legen wir ihn schlafen. Lorena wird wie fast immer am Pool mit Essen versorgt. Nach Samuels Mittagsschlaf dauert es wieder fast eine halbe Stunde bis er soweit ist, dass er mitkommt zum Pool. Doch in der Zwischenzeit sind erst dunkle Wolken aufgezogen und kurz darauf beginnt es zu tröpfeln. Lorena und Cordula kommen bereits vom Pool zurück. Wir sitzen im Wohnwagen und überlegen, was wir heute noch machen. Lorena und Samuel spielen (die meiste Zeit friedlich) Duplo am Boden. Gegen 17:00 entscheiden wir uns für einen Ausflug nach Serravalle Pistoiese, weil wir im Falle eines Gewitters von dort leicht wieder zum Wohnwagen zurückfahren können. Aber wir haben Glück und es bleibt den Rest des Tages trocken. Weniger Glück haben wir jedoch in Serravalle, denn der Turm ist nicht begehbar. So verbringen wir die Zeit am Spielplatz. Um kurz vor 19:00 laufen wir zum einzigen Restaurant in Serravalle. Es öffnet dann doch erst gegen 19:15 und wir bekommen glücklicherweise einen Platz, obwohl wir nicht reserviert hatten. Wahrscheinlich war es nur italienisches Getue, dass der Chef erst einmal seine Frau fragen muss, ob sie das stemmen können, ehe er einer anderen deutschen Familie und uns die Plätze zuweist. Soooo viel ist später dann doch nicht los bzw. die Pizzeria „La Carceria“ füllt sich erst gegen 21:00. Wir essen echt super leckere Pizza (Cordula eine Pizza biancha mit Zucchini und Zucchiniblüten, Samuel und Lorena eine Pizza mit Cocktailtomaten und Pesto und ich eine mit Zucchini und Speck). Der Chef ist auch sehr redselig und kümmert sich um unser Wohlbefinden. Wir genießen den Abend und die gute Laune der Kinder und so dauert es bis nach 21:00 bis wir zahlen und gehen. Die Kinder sind um 22:00 im Bett und schlafen ca. 15 min später.

Tag 11 – Donnerstag, 25.08.2022 – Markt in Montecatini Terme

Die Kinder schlafen heute länger und sind auch nach dem Aufstehen ziemlich trödelig. Wir überlegen schon, den kurzen Ausflug zum Markt zu streichen, fahren dann aber doch um 10:40 los. Während wir über den Markt schlendern, packen die ersten Stände bereits langsam zusammen. Wir finden auch nichts, was uns gefällt, außer Obst. Der Rückweg zieht sich dann, weil Lorena ein kleines Fotoshooting mit Cordula vor einem Baum hat und Samuel nicht von einem Minibagger loszueisen. Irgendwann klappt es dann doch und Cordula wird sogar noch bei einem der letzten Stand fündig und kauft ein pinkfarbenes Kleid.

Danach fahren wir erst zum Decathlon (zweites Tarp, Sonnenbrillen, Poncho, Wasserschuhe) und dann zum Coop. Dort wird erstmal das Mittagessen nachgeholt. Es gibt ein Stück Pizza mit scharfer Salami für die Kinder, einen Salat für Cordula und ein Panino mit Schinken und Salat für mich. Im Menü mit dabei sind noch Muffin, Getränk, Espresso und zwei „Kugeln“ Eis – ein Hammerangebot, den für 24€ sind wir alle vorübergehend satt. Nach dem Einkauf bleibt noch kurz Zeit für eine Runde schwimmen bzw. springen am Pool. Samuel traut sich nämlich in den großen Pool zu springen und hat richtig Spaß dabei. Er schließt sich mit Vollgas ins Wasser: Arschbombe und Bauchplatscher im Wechsel. Lorena ist ein einziges Mal so mutig und springt ohne meine Hilfe rein, traut sich danach aber nicht noch einmal, weil sie Wasser in die Nase bekommen hat. Am Abend gibt es Brotzeit und dann gehen wir ins Bett. Wieder etwas spät, aber dafür halbwegs harmonisch.

Tag 10 – Mittwoch, 24.08.2022 – Ausflug nach La Spezia und Cinque Terre

Das Frühstück für Lorena und Samuel findet erst im Auto statt. Wir essen, während wir packen und die Kinder fertig machen. Bis wir loskommen ist es dann doch 9:20. In La Spezia kommen wir um 10:40 an und entscheiden uns nach kurzer, erfolgloser Parkplatzsuche für einen relativ teuren Parkplatz (2€/h). Von dort laufen wir knapp 500 m zur Ablegestelle und bekommen einen Schreck, wie lang die Schlange an der Kasse ist. Aber wir haben Glück und kommen noch aufs Schiff. Wir ergattern sogar noch einen Platz, zwar nicht am Fenster, aber für uns alle Vier. Mit fast 15 min Verspätung legen wir ab, steuern aber pünktlich den ersten Stopp Ponte Venere an. Wir überlegen lange, ob wir aussteigen sollen, bleiben aber (wie der Rest des Tages zeigen wird) glücklicherweise sitzen. Bei der Weiterfahrt passieren wir die schön gelegene, alte Festungsanlage.

Beim nächsten Halt, Riomaggiore, steigen wir aus. Samuel hätte eine Weiterfahrt gut getan, denn er ist müde und es wäre gerade seine Schlafenszeit. Aber der Hunger ist auch groß und so spazieren wir erst an Fischerbooten vorbei, dann durch einen Tunnel, zur „Hauptstraße“ durch Riomaggiore. Hier reihen sich Bars, Cafés, Restaurants und Frittier-Fast-Food-Läden aneinander. In einem Restaurant bekommen wir einen Platz in einem ungemütlichen Keller angeboten. Das lassen wir dann lieber und setzen uns stattdessen auf eine Bank, wo die Kinder Pommes mit Ketchup essen und Cordula und ich einen Cappuccino trinken. Samuel und Lorena ziehen die ganze Tüte weg – das war also die passende Stärkung. Jetzt haben beide genügend Energie für den Rückweg zur Anlegestelle. Wir sind dort 20 min vor der Abfahrtszeit und die Schlange führt schon für ganze Treppe hinauf. Kurze Zeit später ist die Schlange hinter uns gut doppelt so lang. Wir kommen aber ohne Probleme mit aufs Schiff und haben sogar einen Fensterplatz bzw. einen Sitzplatz am Heck. Nach einigem Hin und Her (Klobesuch) kommt Samuel zur Ruhe und schläft mit dem Kopf auf meinem Oberschenkel ein. Blöderweise erreichen wir 15 min später (beim Zwischenstopp in Manorola bleiben wir sitzen) Vernazza, den angeblich schönsten Ort der Cinque Terre. Ich trage Samuel, noch schlafend, von Bord und wir versuchen ihn am – völlig überfüllten – Strand auf ein Handtuch zu legen, aber der Versuch scheitert und er wacht auf. Also stiefeln wir hoch durch verwinkelte Gassen zum Castello, von wo wir einen schönen Ausblick über die Bucht von Vernazza und das Meer haben. 2€ pro Erwachsenem sind trotzdem viel. Weiter geht es zur Eisdiele. Das hebt die Stimmung bei den Kids, stillt aber nicht ihren Hunger. Lorena weil einen ganzen Apfel und Samuel eine Banane. Für 1,50€ können wir beide Wünsche in einem Tante-Emma-Laden erfüllen und laufen dann zurück zur Anlegestelle. Dort stellen wir uns in die völlig ungeordnete Schlange, die noch ungeordneter wird, nachdem zwei Schiffe mit anderen Zielen an- und wieder ablegen. Irgendwann regelt sich dann doch alles, unser Schiff kommt und ich besorge uns einen Platz auf dem Sonnendeck. Die Rückfahrt biete traumhaft schöne Aussichten auf die Liste und die Orte, bei denen man sich wundern muss, wie sie in die steilen Hänge gebaut wurden.

Um kurz vor 19:00 erreichen wir wieder La Spezia und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant. Nach kurzer Suche werden wir fündig: das Kairos ist ein Volltreffer. Die Kinder essen zusammen eine Portion Nudeln mit Pesto, Cordula ein großes, lecker belegtes Weißbrot und ich einen Burger. Der Chef des Hauses ist superfreundlich und wir haben einen tollen Ausklang für diesen wunderbaren Tag. Danach laufen wir zurück zum Auto, machen die Kinder bettfertig und fahren zurück zum Campingplatz. Um kurz nach 22:00 legen wir Samuel und Lorena ins Bett und machen uns selbst auch fertig fürs Bett. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.

Tag 09 – Dienstag, 23.08.2022 – Pooltag

Lorena und Samuel sind heute im Trödelmodus. Kurz nachdem Lorena mit Cordula zum Pool geht, lege ich Samuel bereits schlafen. Der Nachmittag verläuft wie immer am Pool: bisschen essen, bisschen schwimmen, bisschen Eis essen, bisschen ins Wasser springen, sehr viel Meckerei von Lorena und Samuel. Am Abend versuchen wir die Kinder früh ins Bett zu legen, damit wir am nächsten Tag früh starten können.

Tag 08 – Montag, 22.08.2022 – Pisa und Lucca

Eigentlich hatten wir vorgehabt, heute nach La Spezia zu fahren, aber nachdem für heute eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 40% vorhergesagt war, haben wir am Vorabend umgeplant und uns für Pisa entschieden. Wir fahren um kurz nach 10:30 los und kommen um kurz vor 11:30 in Pisa an. Dort sind einige Straßen gesperrt und nach einem kurzen Umweg ignorieren wir einfach zwei Schilder und finden einen Parkplatz in kurzer Laufdistanz zum Piazza dei Miracoli. Lorena ist wieder ziemlich stinkig, weil sie nur ein kurzes Schläfchen hatte und wir sie geweckt haben. Irgendwann nach eincremen, Pipi machen und Rucksack packen schaffen wir es dann doch loszukommen. Lorena und Samuel sind hocherfreut den Schiefen Turm zu sehen, da sie schon mehrmals das Buch von der Reisemaus in Italien gelesen haben und dort etwas über den Schiefen Turm von Pisa steht. Lorena bockt immer noch rum und Samuel will ganz nah zum Turm: er will die Reisemaus sehen. Nach einer kurzen Stärkung in Schatten des Turms machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant.

Die Suche wird allerdings von Pferdekutschen unterbrochen. Die sind so interessant, dass Lorena und Samuel gar nicht mehr davon loskommen. Nach einigen Minuten machen s die Kirschen wieder auf den Weg und wir ebenso. Wir brauchen eine Weile, bis wir um 13:20 etwas halbwegs passendes finden, verweilen dort aber auch nur kurz, denn hinter dem Schiefen Turm ziehen immer mehr dunkle Wolken auf und für 14:00 beträgt die Gewitterwahrscheinlichkeit 60%. Also stehen wir ohne gegessen zu haben wieder auf und laufen Richtung Auto. Unterwegs checken wir beim Mini-Supermarkt ein und kaufen den Kindern Apfelsaft und Sandwiches. Das ist zwar kein vollwertiges Mittagessen, müsste den größten Hunger aber stillen. Zurück am Auto gehe ich mit beiden noch Pipi machen und dann starten wir nach Lucca. Die Sandwiches kommen leider gar nicht gut an, aber Cordula verköstigt die beiden mit Snacks. Das reicht erstmal. Unterwegs nach Lucca legen wir noch einen Tankstopp ein und steuern den Stamm-Parkplatz an.

Wir haben Glück und bekommen ein Parkticket bis 19:01 geschenkt. Das müsste reichen: es ist 15:20. Kinder eincremen und los zum Spielplatz hinter der Stadtmauer. Dort bleiben wir eine ganze Weile und laufen dann straight Richtung Stadtmitte mit dem Ziel eine Gelateria zu finden. Wir werden schnell fündig und gönnen uns zwei Aperol Spritz. Für die Kinder wollen wir das Eis mitnehmen. Wir entscheiden uns dann doch anders, denn Samuel hat wohl schon auf dem Spielplatz ein großes Geschäft in seine Unterhose gesetzt und die (Aus-)Wasch-Aktion auf dem Klo kostet mich Nerven und Schweiß. Davon muss ich mich erstmal in Ruhe erholen, während die Kinder erst unsere Erdnüsse und dann ihr Eis essen.

Anschließend marschieren – äh: schleppen wir uns zum Torre Guinigi, den wir besteigen. Lorena jammert, dass sie nicht laufen kann wegen ihres Mückenstichs und Samuel ist einfach hinüber, weil er keinen Mittagsschlaf hatte. Dafür stürmt er energisch mit der Cordula auf den Turm. Lorena braucht länger, denn sie zählt die Stufen. Sie kommt mit meiner Hilfe auf 217 (220 sollten es sein), weil sie Probleme bei den Schnapszahlen hat und weil sie bei den höheren Zahlen schneller läuft als zählt. Oben freuen wir uns alle über die tolle Aussicht. Nach einigen Fotos steigen wir wieder runter und laufen zurück Richtung Auto, wobei wir auf dem Weg dorthin beim Local Food Market essen wollen.

Wir haben den Local Food Market beim Hinweg gesehen und für gut befunden. Wir sind rechtzeitig dort und es gibt noch genügend Plätze. Während Cordula bestellt und die Kinder mit ihren Malbüchern bei Laune hält, laufe ich schnell zum Auto und hol noch einen Parkschein, denn es ist bereits kurz vor 19:00. Wäre ich fünf Minuten später gekommen, hätten wir wahrscheinlich einen Strafzettel bekommen, da Kontrolleure auf dem Parkplatz unterwegs sind. Im Local Food Market essen wir Pizza und ein leckeres Tiramisu. Zurück am Auto machen wir die Kinder bettfertig und uns dann auf den Heimweg. Lorena schläft überraschenderweise nicht ein, weil sie „noch die Sterne anschauen“ will. Im Wohnwagen dauert es dann auch noch kurz bis wirklich Ruhe herrscht, aber es war ein schöner Tag, an dem wir dann doch von einem Gewitter verschont blieben.

Tag 06 – Samstag, 20.08.2022 – Pooltag

Die Kinder holen etwas Schlaf auf: es ist kurz vor 8:00 als sie zu uns ins Bett hüpfen. Nach kuscheln, Milch trinken, frühstücken und umziehen gehen wir zum Pool. Lorena bleibt dem ganzen Tag dort, Samuel macht natürlich Mittagsschlaf in „seinem“ Zelt und geht dann wieder zum Pool. Gegen 17:30 packen wir alles ein, duschen die Kinder und kochen dann. Beide schlafen heute relativ schnell ein, aber nicht so schnell wie erwartet.

Tag 05 – Freitag, 19.08.2022 – am Campingplatz und Shopping

Die Kinder schlafen endlich mal länger und kommen in der Früh zu uns ins Bett. Wir frühstücken, räumen ein bisschen auf und verkrümeln uns wieder im Wohnwagen, weil es regnet bzw. gewittert. Nebenbei telefoniert Cordula mit der Versicherung und meldet den Schaden.

Während Samuels Mittagsschlaf schaut Lorena den neuen Nachbarn beim Aufbau ihres Zeltes total interessiert zu. Danach stärken wir uns und fahren zum Decathlon, um ein Sonnensegel zu kaufen. Heute läuft der Einkauf alles andere als entspannt, denn Lorena ist auf dem Hinweg im Auto kurz eingeschlafen und dementsprechend stinkig als wir sie wecken. Samuel passt seine Stimmung Lorenas an. Anschließend gehen wir noch kurz zum Coop und fahren wieder heim. Dort wird gekocht und dann geschlafen.

Tag 04 – Donnerstag, 18.08.2022 – Shopping und Besuch von AuRI und Pablo

Die Kinder sind vor 7:00 wach und sammeln damit weitere Minuten gut ihr Schlafdefizit. Wir frühstücken und brechen um kurz vor 10:00 auf zum Markt nach Montecatini Terme. Da es zu regnen beginnt wird es ein kurzer Besuch und nur Cordula kauft Käse und etwas Obst während die Kinder mit mir im Auto warten. Danach fahren wir zum Decathlon und parken auf dem Parkdeck. Wir können gerade noch die Kinder bei normalem Regen aus dem Auto rausholen, bevor die Welt untergeht. Aus dem Aufzug filme ich, wie der Sturm ein Dachfenster aufreißt und eine Abdeckung über das Parkdeck wirbelt.

Wir fahren im Aufzug nach unten, steigen aber nicht aus, weil wir sonst innerhalb kürzester Zeit komplett nass wären. Also warten wir im Aufzug. Hier kann uns zum Glück nichts passieren. Also, fast nichts. Es gibt einen Stromausfall und für ca. eine Minute geht das Licht aus. Als es wieder an geht, lässt sich die Tür über den Schalter öffnen und wir sehen, dass das Schlimmste überstanden ist. Vor dem Obi, wo der Aufzug ankommt, liegen alle Pflanzen kreuz und quer, Schilder sind umgefallen und überall liegen Blätter und stehen Pfützen. Lorena und Samuel sind total verängstigt. Wahrscheinlich verläuft der anschließende Einkauf im Decathlon deshalb so entspannt. Als wir fertig sind, muss Samuel getragen werden und Lorena wehrt sich schreiend dagegen, dass wir den Laden verlassen. Irgendwann geht es dann doch und wir gehen weiter zum Coop. Nach dem Einkauf fahren wir heim. Während der Heimfahrt wird uns angesichts der herumliegenden Blätter und Äste immer mulmiger, da die größte Verwüstung genau auf einem Streifen liegt, der zu unserem Campingplatz führt. Dort angekommen, werden wir bereits von unseren holländischen Nachbarn an der Rezeption gestoppt: „Be prepared!“ Sie bereiten uns schon auf das vor, was uns erwartet: das Vorzelt wurde vom Sturm weggerissen. Dabei wurde auch die Markise zerstört. Die Gelenkarme wurden am vorderen Querbalken abgerissen. Es sieht verheerend aus. Naja, Hauptsache uns ist nichts passiert. Blöd, dass der Urlaub erst begonnen hat und wir so lange ohne Markise und Vorzelt auskommen müssen.

Nach dem Unwetter

Lorena und Samuel sind ganz hungrig und wir müssten eigentlich aufräumen, wissen aber gar nicht, wo wir anfangen sollen. Wir räumen das Nötigste weg, „reparieren“ notdürftig die Markise und machen dann erstmal Brotzeit. Samuel liegt auch dann selber schlafen, Lorena macht ihr Kratzbuch und Cordula und ich räumen weiter auf. Nach einer Stunde Mittagsschlaf holen wir Samuel und um 16:00 kommen Ari, Aurelius und Pablo, die gerade in der Toskana Urlaub machen und einen Tagesausflug nach Lucca mit einem Stopp bei uns verbinden. Wir spazieren über den Campingplatz, räumen noch kurz etwas auf und fahren dann nach Alto. Dort schauen wir erst im die Kirche und gehen dann zum Abendessen ins Il Giardino. Wir sind kurz enttäuscht, dass wir nicht draußen sitzen können. Kurz darauf sind wir aber froh darüber, denn während wir auf die Pizza warten, zieht das nächste Gewitter über uns hinweg. Im Anschluss wollen wir noch ein Eis essen, aber unsere Lieblingseisdiele hat bereits geschlossen. Also gehen wir wieder zurück und gönnen uns im Il Giardino noch einen Nachtisch. Als wir zum Auto laufen wollen vor und donnert es schon wieder. Wir verabschieden uns von AuRI und Pablo, die durch den Regen zu ihrem Auto laufen. Lorena hat panische Angst und will um keinen Preis rausgehen. Ich trage Samuel, der sich zitternd an mich klammert, zum Auto und fahre Cordula und Lorena entgegen. Kurz darauf kommen die beiden. Cordulas erzählt, dass eine Bedienung Lorena an die Hand genommen hat, damit sie geht.

Es ist bereits 21:30 als wir daheim sind und bis beide Kinder nach diesem aufregenden Tag schlafen ist es kurz vor 22:00. Wir machen uns auch gleich fertig fürs Bett und schlafen gleich ein.

Tag 03 – Mittwoch, 17.08.2022 – Campingplatz

Die Kinder haben eigentlich zu kurz geschlafen, holen das aber bestimmt irgendwann wieder rein.

Wir frühstücken und machen uns betreut für den Pool. Um 9:45 sichern wir uns drei Liegen, die wir bis 17:30 nicht mehr hergeben. Lorena springt dem ganzen Tag am Pool herum, Samuel macht eine gute Stunde Mittagsschlaf in „seinem“ Zelt.

Am Abend essen wir Nudeln mit Pesto und lassen danach den Kindern mehr Zeit, bis wir sie uns Bett legen. Sie sind zwar wieder sehr unruhig und brauchen eine Weile, bis sie einschlafen, aber es läuft besser als die zwei Abende zuvor.

Tag 02 – Dienstag, 16.08.2022 – nach Camping Belsito

Wir fahren gemütlich um ca. 10.30 Uhr los, nachdem wir uns noch Kaffee und Milchschaum von der Bar geholt haben. Der Verkehr entlang des Gardasees ist etwas zäh. An einer Haltebucht machen wir einen kurzen Klostopp. Samuel schläft bald daraufhin ein. Lorena motzt ca. 1 Stunde, dass es zu hell ist usw. bis sie auch um 13.15 Uhr schläft. Wir wecken sie um 14 Uhr wieder auf. Wir kommen fahrtechnisch super voran. Eine Stunde vor dem Ziel machen wir noch einen Stopp an einem Rastplatz. Wir stellen fest, dass ein Teil der Autobahn nun auch untertunnelt ist, wodurch wir noch schneller vorankommen. Um 15.50 Uhr erreichen wir den Campingplatz und sind sehr happy. Wir haben wieder Platz 93 reserviert. Alle anderen Plätze in der Reihe sind auch belegt. Der Platz ist recht voll. Lorena kann es nicht erwarten an den Pool zu gehen. Also bauen die Jungs das Vorzelt auf und die Mädels gehen zum Pool. Lorena hat so viel Spaß im Wasser. Wir kochen Maultaschen zum Abendessen und legen die Kinder (Samuel war schon bei Ankunft am Platz super müde) gegen 19.45 Uhr ins Bett. Das Einschlafen zieht sich auch heute. Erst als wir eine Stunde später

Tag 01 – Montag, 15.08.2022 – Von Senden nach Lago di Terlago

Die Kinder schlafen bis 7:45. Wenigstens machen sie halbwegs ordentlich mit und nach den letzten Handgriffen kommen wir um Punkt 10 los. Die Fahrt läuft prima und mit nur zwei kurzen Stopps zum Vignettenkauf am Allgäuer Tor und zum Tanken in Mieming kommen wir bis über den Brenner und machen erst kurz vor Bozen eine 45-minütige Pause. Es war eine gute Wahl am Feiertag zu fahren, weil uns keine LKWs aufgehalten haben. Danach fahren wir noch eine Stunde und erreichen den Campingplatz Lido Lilla am Lago di Terlago um 16:40. Cordula hatte von unterwegs angefragt, ob es noch einen freien Platz gibt. Nicht nur einen – es ist kaum etwas los und auch im Laufe des Abends füllt sich der Platz nicht merklich. Beim „Aufbau“ des Wohnwagens hilft Samuel super mit. Anschließend fangen wir mit dem Kochen am und beide Kinder sind eine top Unterstützung: Lorena bringt Butter und die Bretter mit den geschnittenen Zucchini und Tomaten, schüttet Schupfnudeln in die Pfanne, Samuel rührt und würzt. Nach dem Essen gehen Samuel und ich spülen, während Lorena und Cordula die Betten herrichten. Zähneputzen, lesen, kuscheln und um 19:40 ist Ruhe. Aber nur für 30 s. Danach ist Halligalli bis 21:30. Im Wechsel benehmen sich Lorena und Samuel daneben und Schaukeln sich immer wieder gegenseitig hoch. Das könnte eine ruhige Autofahrt morgen werden …