Mitten in der Nacht geht es über Berlin und Stuttgart zurück nach Hause.
„Tag 33 – 04.09.2016 – Von Abu Dhabi nach Hause“ weiterlesen

Hier findet ihr ein paar Eindrücke unserer schönsten gemeinsamen Momente. Viel Spaß beim Lesen und Schauen!
Urlaub in Dubai, Thailand, Kambodscha und Myanmar (03.08.-04.09.2016)
Mitten in der Nacht geht es über Berlin und Stuttgart zurück nach Hause.
„Tag 33 – 04.09.2016 – Von Abu Dhabi nach Hause“ weiterlesen
Vom Fliegen mit Kambodschanern und dem Leben der Armen und (Super-)Reichen…
„Tag 32 – 03.09.2016 – Von Bangkok nach Abu Dhabi“ weiterlesen
Heute heißt es Koffer packen für die lange Heimreise auf Etappen. „Tag 31 – 02.09.2016 – Von Chaloklum nach Bangkok“ weiterlesen
Viel S(tr)and, viel Mango, viel Shake, viel Erholung. „Tag 30 – 01.09.2016 – Chaloklum“ weiterlesen
„Shopping“ in Chaloklum und relaxen am Malibu-Beach „Tag 29 – 31.08.2016 – Chaloklum“ weiterlesen
Rock’n’Roller – Inselrundfahrt mit Besteigung eines Aussichtspunktes und Massage am Strand „Tag 28 – 30.08.2016 – Chaloklum (Inseltour mit dem Roller)“ weiterlesen
Entspannung pur am Malibu Beach „Tag 27 – 29.08.2016 – Chaloklum“ weiterlesen
Die wundenvolle Wanderung zum wundervollen Bottle Beach „Tag 26 – 28.08.2016 – Chaloklum (Ausflug Bottle Beach)“ weiterlesen
Stranderholung und Sunsetparty in der ThreeSixty360-Bar „Tag 25 – 27.08.2016 – Chaloklum“ weiterlesen
Aufwachen im Paradies
„Tag 24 – 26.08.2016 – Chaloklum auf Koh Phangan“ weiterlesen
Ab auf die Insel
„Tag 23 – 25.08.2016 – Von Surat Thani nach Koh Phangan“ weiterlesen
Von Nord nach Süd und Don Muaeng – die Dritte
Heute gibt’s kein Frühstück, denn um 9:00 werden wir abgeholt für unseren Thai-Kochkurs und hatten gelesen, dass es dort viel zu essen gibt. Wir sind zu zehnt (6 Mädels aus den USA und ein britisches Paar) und es geht los mit der Auswahl dessen, was man so kochen möchte.
Erster Gang: Frühlingsrollen (Cordula frische, ich frittierte). Wir bekommen zuerst eine kurze Einweisung, dann die Zutaten und dann wird geschnitten und gerollt.
Die Frühlingsrollen sind echt schnell zu machen und schmecken hervorragend.
Weiter geht es wieder mit einer Vorführung, wie eine Suppe gekocht wird.
Mit wenigen Zutaten und ohne Salz und Pfeffer fabrizieren wir ruck-zuck eine leckere Suppe (Cordula Hot&Sour Prawn Soup creamy, ich Chicken in Coconut Milk). Das war schon mal einiges zu essen.
Zur Verdauung machen wir einen Ausflug zum Markt und bekommen dort verschiedene Obst- und Gemüsesorten, sowie Fisch, Gewürze und Reis gezeigt und erhalten ein paar Erklärungen.
Wieder zurück in der Kochschule geht es nach einem Snack (thailändische Süßigkeiten, wie Thai-Donuts und Fried Banana)…
…weiter mit den Hauptgerichten – einem Curry (Cordula Green Chicken Curry, ich Panang Curry Pork) und einem Stir Fry (Cordula Chicken with Cashew Nuts, ich Sweet&Sour Chicken).
Auch das geht nach den Tipps und Einweisungen wieder sehr schnell und schmeckt total lecker.
Nebenbei gibt es Wasser, Tee und Kaffee so viel man will. Bevor wir die Nachspeise (Cordula Steamed Banana Pie, ich Steamed Pumpkin Pie) zubereiten, dürfen wir noch ein paar Früchte probieren (Durian, Mangosteen, Baby-Ananas, Dragonfruit).
Auch die Nachspeise schmeckt wieder super.
Wir sind jetzt echt voll und wundern uns, wie schnell die Zeit vergangen ist. Zum Abschluss bekommen wir noch ein Kochbuch mit allen Gerichten und freuen uns schon jetzt darauf zu Hause Thai-Essen zu kochen. Kai freut sich besonders darauf, dass er das im Wok auf dem Grill machen kann. Der Kochkurs hat echt superviel Spaß gemacht, auch dank der netten Veranstalter und war sein Geld wert. Auf dem Weg zum Hotel sehen wir uns noch einen Wat an und gönnen uns eine Traditional Thai Massage. Knapp 70 min wird Cordula massiert und ich malträtiert, aber das tat richtig gut. Dann bummeln wir noch ein bisschen durch nette Gassen. Um 17:30 holen wir unsere Wäsche und sind froh, dass nicht alles eine Nummer kleiner geworden ist. Nach einer kurzen Auszeit auf dem Zimmer gibt’s eine längere Auszeit in einer Sportsbar gegenüber, wo wir ein Hotel in Surat Thani und die Fähre von dort nach Koh Pa Ngan organisieren. Außerdem suchen wir ein Hotel auf Koh Pa Ngan und werden nach langer Suche auch fündig. Wir schicken eine Mail und hoffen auf baldige, positive Antwort.
Wir wachen vor dem Wecker auf und kuscheln uns noch ein paar Minuten unter die kuschelige Decke. Nach dem Frühstück, bestehend aus Toast, Erdbeermarmelade, Bananen und Kaffee/Tee/Wasser, versuchen wir ohne Erfolg die letzten Kyats in Baht zu tauschen und sind um kurz nach 10:00 am Busbahnhof. Der Bus kommt relativ spät und fährt dann aber mit nur 10 Minuten Verspätung um 10:50 los. Es gibt wieder mal einen kleinen Snack, eine Flasche Wasser und ein Erfrischungstuch. Die Fahrt verläuft deutlich entspannter als der wilde Ritt von Bagan nach Nyaungshwe und um kurz nach 14:00 erreichen wir den Busbahnhof von Chiang Mai. Dort nehmen wir uns ein Red Taxi (PickUp für 12 Personen) für 40 THB p.P. in die Nähe der Stadtmitte.
Thai müssen nur 20 THB bezahlen. Ist das ausländerfreundlich??? Außerdem müssen wir die Rucksäcke selber auf- und abladen.
Wir steuern das Britannia Hotel an (gute Bewertung, Lage und Preis) und nehmen ein Zimmer für zwei Nächte für je 700 THB. Nachdem wir fast unsere komplette Wäsche in die Wäscherei gebracht haben, setzen wir uns in eine Sportsbar, überlegen uns, wie wir die letzte Urlaubswoche verbringen wollen und machen den Trip nach Koh Pa Ngan klar. Anschließend laufen wir zum Night Bazar, genießen die Atmosphäre und essen dort.
Das Chicken Tikka Masala schmeckt gut, aber das Naan Brot dazu ist leider nicht mehr ganz frisch.
Als Nachtisch gibt es gerolltes Eis. Interessante Zubereitung.
Sehr lecker. Dann bummeln und „shoppen“ wir noch ein bisschen. Kurz vor 22:00 nehmen wir ein TukTuk zum Hotel und müssen dem Fahrer den Weg sagen, obwohl er noch bei seinem Kumpel nachgefragt hatte. Was für ein planloser Vogel. Chiang Mai gefällt uns jetzt schon. Es herrscht eine entspannte Stimmung und ist – obwohl es Thailands zweitgrößte Stadt ist – überhaupt nicht mit der Hektik Bangkoks vergleichbar.
Nachdem wir nachts bereits von wildem Hundegebell aufgewacht sind, werden wir um kurz nach 6:00 vom lauten Geknatter der Bootsmotoren geweckt.
Wir relaxen noch eine ganze Weile, genießen das leckere Frühstück auf der Dachterrasse, packen die Rucksäcke und werden pünktlich um 10:00 vom Taxi abgeholt. Nach einer 45-minütigen Fahrt durch Reisfelder und über einen Pass, erreichen wir den „Flughafen“ Heho.
Die Kofferwaage ist aus dem 19. Jahrhundert, Sicherheit ist hier ein Fremdwort und das „Gepäckband“ ist ein großer Bollerwagen, auf das unsere Rucksäcke von Hand verladen werden. Dass die Bordkarten aus einem Drucker kommen, überrascht uns. Wir sind fast die Einzigen in der riesigen Wartehalle, da wir bereits gut eineinhalb Stunden vor Abflug am „Gate“ sitzen.
Dann geht aber alles ganz schnell: die Wartehalle füllt sich etwas, unsere Propellermaschine landet und ist innerhalb von 10 min geleert und wieder mit Passagieren bestückt. Im nagelneuen Flieger dürfen wir unsere Plätze frei wählen und freuen uns über den tollen Service. Während des 50-minütigen Fluges bekommen wir einen Snack, ein Getränk und ein Erfrischungstuch.
Nach der unsanften Landung in Tachileik müssen wir komischerweise an der Immigration (wir sind immer noch in Myanmar!) unsere Pässe zeigen, die der nette Grenzbeamte mit seinem Privathandy abfotografiert. Vor dem Flughafen werden wir wieder einmal von Taxifahrern „angegriffen“. Über sein erstes Angebot von 4000 Kyat p.P. lachen wir, satteln unsere Rucksäcke und laufen los. Beim Verlassen des Flughafengeländes bietet er uns 3000 Kyat p.P. und ein paar Meter weiter sind wir dann doch bei den von uns gebotenen 2000 Kyat p.P. angekommen und schlagen zu bzw. er schlägt zu. Ein mulmiges Gefühl bekommen wir, als wir kurz vor einer Grenzbrücke abbiegen und ein paar Ecken später an einem Marktstand anhalten. Dort begutachtet uns sein Kumpel (in einem Poloshirt mit der Stickerei „Team Glock“) mit erst kritischem und dann lächelndem Blick. Zum Glück geht alles gut und wir nehmen nur einen Käfig voller Hühner mit, die kurz davor aus zwei Kartoffelsäcken „umgesiedelt“ wurden. Artgerechte Käfighaltung direkt neben unseren Rucksäcken im Kofferraum. Bei der Ausreise aus Myanmar geht alles gut und wir laufen weiter über die Brücke Richtung Thailand.
Bei der Einreise dort wird jedoch rumgezickt, weil wir keine Adresse, wo wir übernachten werden angegeben haben. Wir bekommen einen Flyer, den wir bei unserem Hotel abgeben müssen. Kurz darauf sitzen wir in einem überdachten Pick-Up, der uns für 15 THB p.P. zum Busbahnhof bringt. Dort werden wir freundlich empfangen und zum Linienbus nach Chung Rai geführt. Nach den ersten Kilometern, die wir in Schrittgeschwindigkeit zurücklegen, bleiben wir stehen, ein Polizist betritt den Bus und nimmt einen Fahrgast mit sich. Wieder ein paar Kilometer weiter ein ähnliches Schauspiel: mehrere Polizisten kontrollieren einige Pässe und nehmen drei Fahrgäste mit, die jedoch – anders als beim Stop davor – wieder mitfahren dürfen. Nach ein paar weiteren Stopps ist der Bus so voll, dass einige stehen müssen. Noch zweimal hält uns die Polizei auf und wir wissen bis zum Ende nicht warum. Um kurz nach 16:30 erreichen wir den Busbahnhof und besorgen uns gleich die Tickets nach Chiang Mai für den nächsten Tag um 10:40 (1. Klasse für 166 THB p.P.). Danach laufen wir los und suchen die Hotels, die wir uns davor im Internet angesehen haben. Wir steuern zwei an (eins ist ganz ok, das andere ausgebucht) und nehmen das dritte: Baan Warabordee. Das Zimmer ist geräumig, sauber, hat eine total kuschlige Decke, eine kleine Terrasse als Zugang und kostet 600 THB (15€). Wir ziehen gleich los und essen bei einem Thai, der mit einer Deutschen verheiratet ist. Cordula bestellt etwas mit Galangal (auch Laoswurzel, Thai-Ingwer oder Galgant: schmeckt wie eine Mischung aus Ingwer und Erkältungsbad, in Kombination mit der Kokosmilch aber ganz gut) und ich Hähnchen mit Dry Chilis und Cashewkernen.
Anschließend schlendern wir über den Night Market und ärgern uns, dass wir nicht hier gegessen haben. Zurück im Hotel informieren wir uns noch über Chiang Mai, buchen einen Thai-Kochkurs und schlafen gegen 23:00.
Hm, wie weit kommen wir mit unseren Kyats noch? Wir fragen beim Bootsfuzzi, ob wir auch mit Dollars zahlen können. Da das nicht geht und wir auch noch das Taxi zum Heho Airport zahlen müssen, lauf ich zum Bankomat und heb noch ein paar Kyats ab. Dann erst gibt’s ein superleckeres Frühstück auf der Dachterrasse, bei dem wir zwischen verschiedenen Komponenten wählen können. Wir bekommen Tee, Saft oder Früchte, Ei nach Wahl, einen Pfannkuchen und Shan Nudelsuppe und sind begeistert.
Außerdem hat der Regen der Nacht aufgehört und wir freuen uns auf den Tag auf dem See. Bei der Abfahrt um kurz nach 8:00 auf einem laut knatternden Boot tröpfelt es ganz leicht, aber der laue Fahrtwind trocknet uns gleich wieder. Vorbei an Häusern auf Stelzen und durch dichte, grüne Wasserpflanzen geht es auf den See. Wir sehen, wie die Tomaten im und auf dem Wasser angebaut werden und machen unseren ersten richtigen Stop bei einem Tempel. Interessanter als der Tempel ist jedoch der Markt dahinter, den wir zuerst ansteuern. Hier gibt es allerlei Gemüse, Gewürze, Stoffe,… aber vor allem reges Treiben der Einheimischen, die hier einkaufen gehen.
Wenn der Boden vom zunehmenden Regen nicht so matschig wäre, hätten wir es hier länger ausgehalten. So geht es nach einer kurzen Besichtigung des Tempels weiter zu einer Weberei. Hier wird uns erklärt und gezeigt, wie Baumwoll- und Seidenlongyis gewebt werden und wie Lotusfäden von Hand gesponnen werden. Echt interessant!
Danach geht es weiter zu einem Silberschmied. Auch hier bekommen wir zur Begrüßung einen Tee und anschließend Erklärungen wie verschiedene Schmuckstücke hergestellt werden.
Bei der darauf folgenden Besichtigung des Bootsbaus und der Zigarrendreherei gibt es keinen Tee und ein paar weniger Informationen, aber hier ist auch ziemlich viel los, da es jetzt richtig schüttet. Sehr angenehm ist, dass man bei all diesen Besichtigungen/Führungen zum Abschluss überhaupt nicht genötigt wird etwas zu kaufen. Klar, es wird darauf gehofft, dass wir etwas kaufen, aber auch ohne Kauf wird man mit einem Lächeln gehen gelassen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Sehr freundlich. Jetzt ist Zeit für das Mittagessen. Wir werden in ein Restaurant in der Nähe des zuerst angefahrenen Tempels gebracht und speisen dort gut und billig. Anschließend geht die Fahrt durch einen schmalen Kanal mit kleinen, künstlichen Staustufen Richtung Indein-Tempel, den wir nach mehreren Nachfragen und 25 min Fußmarsch von der Anlegestelle erreichen. Hier stehen über 1000 wahllos aufgestellte Stupas in ziegelrot, weiß, heruntergekommen-weiß und gold herum.
Sieht ganz interessant aus, aber der Dauerregen nervt etwas und nach einem kurzen Rundgang marschieren wir zurück zum Boot. Es geht weiter zu den Long-Neck-Frauen, deren Hälse durch Metallspiralen über Jahrzehnte gestreckt wurden. „Wirkt“ zwar sehr wie eine Show, aber die Frauen sind natürlich echt.
Der letzte Halt ist ein Kloster. Wir drehen eine Runde und machen uns dann auf den langen, nassen, kalten Rückweg. Als wir um kurz vor 17:00 anlegen, sind wir froh, dass wir nur 200m zum Hotel zu laufen haben und hüpfen dort sofort unter die heiße Dusche. Das tut gut. Jetzt würden wir gerne noch eine Unterkunft für die nächste Nacht in Chiang Rai suchen, aber das Internet ist wieder einmal down.
Um 7:25 holt uns der Minibus direkt an Hotel ab. Es sitzt bereits ein spanisches Pärchen im Bus. Uns werden die Plätze dahinter zugewiesen und wir erschrecken erstmal, wie klapprig der Bus ist und wie senkrecht wir sitzen müssen.
Zum Glück lassen sich die Lehnen ein Stück nach hinten legen.
An verschiedenen Hotels gabeln wir Leute auf, bis der Bus mit 12 Passagieren voll ist (davon 10 Deutsche, eine Vierergruppe hatten wir in Mandalay im „Mann“ schon einmal gesehen). Nachdem wir voll besetzt sind, kann der Fahrer endlich richtig Gas geben und heizt wie ein Gestörter über die holprige Straße. Unser Bus scheppert ohne Ende und nach kurzer Zeit bekommen wir leichte Kopfschmerzen, da die Stoßdämpfer ihre Lebenszeit schon um mindestens 200’000 km überschritten haben und nur noch knarzen. Nach einer Stunde Fahrt machen wir eine kurze Pinkelpause und kurz nach der halben Strecke in Thanzi eine 40-minütige Mittagspause. Die Fahrt ist sehr interessant und führt durch Reisfelder und allerlei Plantagen. Richtig spannend wird es, als es mit Vollgas in die Berge geht. Der Fahrer nimmt die Serpentinen schnittig und die Straße wird gefühlt noch schlechter. Es bieten sich immer wieder schöne Aussichten, die jedoch viel zu schnell vorbeifliegen. Wir machen noch eine weitere Pause um zu pinkeln und um den Motor per Gartenschlauch zu kühlen.
Um 14:40 erreichen wir Kalaw, wo vier Leute aussteigen und um kurz nach 16:00 werden wir direkt vor dem Inle Star Hotel abgesetzt. Das Zimmer ist dunkel und an einer Tür wächst ein Baum zur Tür rein, aber es ist sauber, geräumig und gut ausgestattet. Nach einer kurzen Pause kümmern wir uns um einen Bootstrip für den nächsten Tag. Einem Typen auf der Straße erteilen wir eine Absage, obwohl sein Angebot nicht schlecht war. Ein größerer Bootsverleih erscheint uns vertrauenserweckender und wir buchen einen Ganztagestrip für 18’000 Kyat. Zum Abendessen entscheiden wir uns für’s Inle Palace Restaurant und sitzen im ersten Stock auf der Terrasse bis es anfängt zu regnen.
Das Essen ist echt gut und wir genehmigen uns noch einen Fresh Mango Juice als Nachtisch.
Außerdem ist hier die Internetverbindung ganz gut und wir suchen einen Flug von Heho nach Tachileik für den 21.08.16 (139 € p.P.). Dann geht doch nichts mehr im Internet und wir schließen die Buchung im Hotel ab bevor wir schlafen.
Tempeltour
Um 5:40 stehen wir auf und nachdem einer von uns die ganze Nacht mit Schwitzen beschäftigt war, ist noch eine schnelle Dusche fällig. Um 6:15 bringt uns das Taxi zur Ablegestelle. Wir zeigen das Ticket, gehen an Bord und wundern uns, dass das Schiff schon gut besucht ist und fast voll wird.
Wir ergattern gerade noch einen Doppelplatz mit Blick auf die Wand. Die Fahrt startet mit einem Frühstückspaket bestehend aus einem Croissant, einem süßen Teilchen, einer Banane und einem gekochten Ei sowie mit einem tollen Ausblick auf die zahllosen Pagoden von Sagaing. Kurz darauf wird es jedoch weniger interessant, da der Ayeryawaddy sehr breit und die umliegende Landschaft flach ist. Abwechslung bieten die mit unterschiedlichen Gütern beladenen Schiffe, die wir überholen bzw. die uns entgegenkommen. Inzwischen hat uns der nette Franzose hinter uns angeboten die Stühle zu drehen, wodurch wir plötzlich die besten Plätze an Bord haben.
Die meiste Zeit ist es bewölkt mit kurzen sonnigen Momenten. Um 12:00 wird das Mittagessen serviert: Hühnchen mit Gemüse und Reis. Sehr lecker. Man darf allerdings nicht an die Vor- und Zubereitung denken, bei der einer der Köche direkt nachdem er aus dem Motorraum kommt, einen kompletten Vogel mit ungewaschenen Händen aus einem Eimer Flusswasser holt. Was danach passierte, war leider (oder zum Glück? ) nicht mehr zu sehen. Nach dem Essen relaxen wir.
Das absolute Highlight der Fahrt ist der Monsunschauer um 14:00. Aus dem Nichts geht es plötzlich los.
Es schüttet und die Sicht ist so schlecht, dass der Kapitän ans Ufer steuert und dort für 20 min anlegt (=Holzpflock in den Sand schlagen).
Danach werden die Stühle abgetrocknet und in kürzester Zeit kehrt wieder der Normalzustand ein, bis sich 30 min später der nächste Schauer anbahnt und wir wieder am Ufer ankern. Doch dieses Mal bleibt es bei einigen Regentropfen und wir erreichen kurz darauf um 16:00 die Anlegestelle in Nyaung U. Wir gehen über ein Holzbrett von Bord und werden sofort von Taxifahrern belagert, die wie Geier über ein totes Tier herfallen. Wir lehnen die ersten Angebote an und nehmen dann eine Kutsche für 4000 Kyat. Auch das muss man einmal mitgemacht haben. Unser Hotel, das Aung Mingalar, ist eine schöne Anlage und unser Zimmer ist auch voll in Ordnung, hat aber kein WLAN. Wir legen unsere Rucksäcke im Zimmer ab, statten der eingehüllten Shwezigon-Pagode einen Besuch ab und laufen in Richtung Hauptstraße auf der Suche nach einem Restaurant. Im Pyi Wa werden wir fündig und bekommen richtig gutes und günstiges Essen. Auf dem Rückweg decken wir uns mit Wasser für den nächsten Tag ein und buchen den Bus (15’000 Kyat p.P.) zum Inle See.
Wir frühstücken um 8:40 vom Buffet und wundern uns, dass schon einiges sehr leer ist. Aber gerade als wir fast fertig sind, wird nachgefüllt. Wir packen die Rucksäcke und ziehen um ins billigere ET-Hotel in der gleichen Straße. Wir können gleich um 10:30 einchecken und bekommen für 16$ ein Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsbad und Ventilator. Wieso dieses Zimmer nur 9$ billiger ist, wird uns nicht klar. Dann also los auf den Zegyui-Markt, auf dem wir uns je einen Longyi (für zusammen 6500 Kyat – so viel hätte in Yangon einer gekostet) kaufen. Weiter geht’s Richtung Königspalast. Zum Glück stellen wir noch rechtzeitig fest, dass man nur über das Osttor Zugang hat.
Wir entschließen uns kein Taxi zu nehmen und laufen die endlos erscheinende Strecke entlang des knapp über 2km langen, quadratischen Wassergrabens. Am Eingang zahlen wir die – wie sich noch herausstellen wird – völlig überteuerten 10’000 Kyat, die angeblich nicht nur zum Eintritt in den Königspalast, sondern auch zum Mandalay Hill und verschiedenen Pagoden berechtigen. Da fallen die 1000 Kyat pro Fahrrad auch nicht mehr ins Gewicht und die Räder sind wirklich eine Erleichterung.
Auf dem Weg zum zentralen Palast trinken wir zur Stärkung noch eine Cola und sehen uns dann die Mischung aus chinesisch anmutenden Gebäuden, Wildem Westen und Disneyland an. Ganz schön ist die Aussicht vom Wachturm über das Areal mit den rot angestrichenen Wellblechdächern.
Nach einem kurzen Regenschauer verlassen wir das Gelände und nehmen ein Taxi zur Khutadow-Pagode. Bei Thomas im Taxi sitzen schon zwei Touristen, die er zuerst noch am Fuße des Mandalay Hills absetzt und auf dem Weg dorthin spätestens alle 10m oder alle 2s (je nachdem welcher Fall zuerst eintritt) mindestens einmal komplett planlos hupt. Irrer Typ. An der Khutadow-Pagode müssen wir unsere Schuhe ausziehen und sehen uns die beeindruckende Anzahl von kleinen, weißen Pagoden, in denen auf Marmortafeln das größte Buch der Welt steht, an.
Der Sinn, auf dem dreckigen Böden barfuß laufen zu müssen, erschließt sich uns nicht, aber sehenswert ist diese Pagode allemal. Über das Gelände einer ähnlichen Pagode gelangen wir ein paar hundert Meter weiter zum Mandalay Hill, wo wir ebenfalls wieder unsere Schuhe ausziehen und dann über etliche Stufen und vorbei an fast ebenso vielen Hunden und Sitzbänken die 236m Höhenmeter erklimmen. Unterwegs stehen ein paar Buddhas – teilweise in Käfigen – rum und wir merken mit jedem Meter, dass wir heute schon eine ganz schöne Strecke zurückgelegt haben. Schon auf dem Weg haben wir schöne Ausblicke. Oben angekommen werden wir mit einer tollen Aussicht in fast alle Richtungen belohnt.
Die Sonne lässt sich vor dem Untergang zwar nur kurz blicken, aber die Atmosphäre hier oben ist schon etwas Besonderes.
Nur ärgerlich, dass wir – obwohl wir das 10’000-Kyat-Ticket vom Palast hatten – noch einmal 1000 Kyat p.P. zahlen müssen. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir uns den Palast geschenkt, verstehen den Eintritt aber als Spende. Mit Einbruch der Dunkelheit versuchen wir ein Taxi zu bekommen, müssten aber nicht verhandelbare 8000 Kyat hinblättern. Somit laufen wir den teilweise dunklen und mittlerweile von den Hunden verpissten Weg, der jedoch trotzdem „schön, weil ruhig und stimmungsvoll“, ist, wieder barfuß runter. Unten angekommen haben wir keine Probleme ein Taxi für 4500 Kyat, das uns in die Nähe des Hotels bringt, zu finden. Wir werfen einen Blick in verschiedene Restaurants und entscheiden und für das „Rainbow“. Dass wir tatsächlich die richtige Bestellung vor uns stehen haben, wird uns erst klar, als uns die bestellten BBQ-Gerichte erklärt werden. Es ist ja auch schwer zu verstehen, dass mit „Sauces“ in Wirklichkeit „Sausages“ gemeint sind. Das „Rumb of Chicken“ besteht zwar zu einem Großteil aus Knochen, geschmacklich ist aber alles wunderbar. Um 20:30 sind wir im Zimmer und waschen uns den Dreck runter bevor wir um kurz nach 21:00 ins Bett fallen und bei angenehmen Temperaturen den Schlaf suchen.
Um 0:30 gehen die Lichter im Bus an und eine Pause wird angekündigt. Auf dem großen Rasthof haben wir 30 min Zeit für Klo, Zähne putzen und durchatmen, dass wir noch leben. Dann geht es mit einem anderen Fahrer, der die Start-Stop-Technik bei Tempo >100 zelebriert, weiter. Bis zur Ankunft um kurz nach 6:00 nicken wir immer nur kurz ein. Während wir im Warteraum vom Boss frühstücken (3 süße Teilchen + Apfelsaft) und die warmen Sachen wieder in den Rucksack packen, werden wir von einem Taxifahrer angesprochen. Da wir weit außerhalb der Stadt und auf ein Taxi angewiesen sind, ist unsere Verhandlungsposition eher schlecht und wir müssen uns mit einem Preis von 7000 Kyat zufrieden geben. Auf der Fahrt bietet uns JoJo an, für 35’000 Kyat den ganzen Tag zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu fahren. Da wir noch keinen genauen Plan haben, belassen wir es bei der Fahrt zu seiner Hotelempfehlung, dem Yadarnar Teingi. Wir sehen uns ein Zimmer für 25$ an, wollen aber auch noch eins im vom Reiseführer als gut empfohlenen ET-Hotel begutachten. Dort bekämen wir für 20$ ein dunkles Zimmer ohne Fenster. Also bringt uns JoJo wieder zum Yadarnar Teingi, wo wir gleich in der Früh um 8:00 einchecken können. Wir duschen, legen uns hin und schlafen erstmal bis nach 12:00. Heute steht somit ein chilliger Tag auf dem Programm. Gespätstückt wird im „Mann“.
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Anschließend lassen wir uns ans Flussufer des Ayeryawaddy zu einem River Cruise-Unternehmen bringen und machen ein Expressboot nach Bagan für Mittwoch, 17.08.16, klar (42$ p.P.). Die Zeit bis zum Sonnenuntergang überbrücken wir mit einem Spaziergang an der „Uferpromenade“ zum Sunset Point und haben einen Einblick in das – schmutzige – Leben der Einheimischen am Fluss.
Wir werden immer wieder angelächelt und uns wird überaus freundlich und herzlich zugewunken. Am Sunset Point angekommen ist es noch zu früh für den Sonnenuntergang und wir laufen über einen Fisch- und Fleischmarkt, auf dem Fisch ungekühlt in der Sonne liegt bzw. entschuppt und ausgenommen wird, zu einem Restaurant direkt am Fluss. Auf dem Weg dorthin werden wir von einem stehenden Laster (=Bus) aus fotografiert. Wir bleiben stehen und Cordula macht den einheimischen Frauen die riesige Freude sich mit ihnen fotografieren zu lassen.
Blonde Haare sind hier echt etwas Besonderes. Am Uferrestaurant genehmigen wir uns einen Mangosaft (frisch püriert!), Bier vom Fass und Cola und genießen, wie die Sonne hinter den Hügeln auf der anderen Seite des Flusses verschwindet.
Danach nehmen wir ein Taxi zum Hotel und s-/b-uchen ein Hotel für Bagan.
Es ist Sonntag und wir stehen früh auf, da wir uns um einen Nachtbus nach Mandalay kümmern müssen. Die erste Anlaufstelle ist eine Pleite, weil uns die Kassiererin im Tante-Emma-Laden nicht versteht und nur „No.“ antworten kann. Ein paar hundert Meter weiter, rund ums Stadion, sind zum Glück einige Agenturen, die um 8:30 schon offen haben und wir buchen auf Empfehlung aus einem Blog einen „VIP-Bus“ von Boss Express. Der kostet zwar mit zusammen 44’000 Kyat fast doppelt so viel wie die billigste Variante, aber das wird sich noch auszahlen. Jetzt erstmal was essen. Wir entscheiden uns für ein Nudelgericht an einem Straßenstand und sitzen dabei auf Stühlen aus’m Småland von Ikea. Sehr cool 😀 Unser Nudelgericht wird frisch aus schon bereitstehenden Zutaten (mit den Händen) zusammengemischt. Die Nudeln sind zwar kalt aber es gibt eine warme, scharfe Brühe dazu, die wir drübergeben – sehr lecker, auch wenn wir nicht ganz genau wissen was wir da essen 😉 Nach diesem Frühstück gehen wir zurück zum Hotel, checken aus und lassen unsere Rucksäcke dort.
Da der Tag noch lang ist und Yangon sowieso nicht allzu viel zu bieten hat, leisten wir uns ein Zugticket und fahren einmal um ganz Yangon.
Die Fahrt liefert spannende und interessante Einblicke in das Leben der Einheimischen. Da werden 2m hohe Plastiksäcke gefüllt mit Plastiktüten transportiert, fliegende Händler springen in den offene Waggon, verkaufen Obst, Wasser, Kautabak,… und springen an der gleichen Haltestelle vom anfahrenden Zug.
Das ist auch kein Problem, denn der Zug fährt maximal so schnell, wie wir zusammen in Cent bezahlt haben: ca. 30 (=400 Kyat). Nach drei Stunden steigen wir aus und gehen auf einen Markt auf der Suche nach einem Longyi (ein Stoffschlauch, der geschickt geknotet wie ein langer Rock von sehr vielen Männern getragen wird). Die Preise sind jedoch hoch und langsam überkommt uns ein Hungergefühl. Wir vertrauen wieder der Empfehlung des Reiseführers und essen in einem Grillrestaurant in Chinatown in der 19. Straße. Wir wählen verschiedene rohe Fleisch- und Gemüsespiese aus der Auslage aus und bekommen sie kurz danach heiß vom Grill serviert. Es schmeckt zwar ganz gut, ist aber – anders als im Reiseführer beschrieben – mit 20’000 Kyat echt teuer. Ein Taxi bringt uns anschließend zur Shwedagon-Pagode. Bereits unten an der Treppe müssen wir die Schuhe ausziehen und laufen über den keineswegs sauberen Boden hoch zum Ticketschalter. Hier werden wir mit 8000 Kyat pro Person zur Kasse gebeten und bekommen dafür Disneyland geboten. Leider gibt es keine Fahrgeschäfte, aber Buddhas, Gold und blinkende LEDs im Überfluss. Wir laufen einmal um eine der wichtigsten Pilgerstätten der Buddhisten, sehen beim Beten zu und genießen die Stimmung bei Einbruch der Dunkelheit.
Zurück im Hotel satteln wir die Rucksäcke auf und nehmen danach ein Taxi (8000 Kyat) für die gut einstündige Fahrt zum Busbahnhof Aung Mingalar. Jetzt zahlt es sich aus, dass wir bei Boss Express gebucht haben, denn dieses Unternehmen ist groß und bekannt und der Taxifahrer findet nach zweimaliger Nachfrage den Weg dorthin, vorbei an Hunderten anderen, kleineren Unternehmen, bei denen oft nur ein alter, verrosteter, klappriger Bus vor einer Garage steht. Zu Fuß wäre es unmöglich, das ganze Gelände abzulaufen. Die nette Belegschaft reißt uns – gut gemeint – die Rucksäcke aus der Hand, um sie im Bus zu verladen. Wir müssen uns aber noch umziehen und warme Sachen mit in den Bus nehmen. Um 20:45 sind wir fertig und überbrücken die Zeit bis zur Abfahrt mit der Hotelsuche für Mandalay. Kurz nach 22:00 fährt er dann los, der Tiefkühltransporter. Es hat gefühlte 10° und eisig kalte Luft bläst weiterhin aus den Lüftungsschlitzen. Wir packen uns dick ein, legen die breiten Liegesitze nach hinten und versuchen zu schlafen.
Doch daraus wird nichts. Wir nicken immer nur kurz ein, da der Fahrer ess wohl eilig hat und wie ein Irrer über die schlechte Straße heizt. Zum Glück ist es dunkel und man sieht draußen nicht, wie die Landschaft an uns vorbeirauscht. Hin und wieder hat man das Gefühl, der Fahrer hat eine rote Ampel übersehen, macht eine Vollbremsung um dann doch Gas zu geben, weil er nicht mehr rechtzeitig stehen bleiben kann.
Aufstehen, packen, frühstücken und um 10:00 steigen wir ins TukTuk zum Flughafen. Einchecken, boarden, einsteigen – Routine. Im Flugzeug reden wir über das Hotel in Yangon und stellen fest, dass wir aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen das „falsche“ Hotel gebucht haben: Clover City Center Hotel statt Clover Hotel. Ärgerlich. 🙁 Aber nur bis wir beim Lesen des Reiseführers merken, dass die Lage für uns viel günstiger ist. Wenn jetzt auch noch das Zimmer passt, haben wir alles richtig gemacht. Die drei Stunden am Flughafen Don Muaeng in Bangkok überbrücken wir im Starbucks. Der Weiterflug ist wetterbedingt etwas holprig aber die Einreise nach Myanmar läuft dafür ganz glatt durch.
Erstes Ziel: Geldautomat. Die ersten drei sind „Out of Service“. Der einzig funktionierende spuckt zum Glück etwas aus. Wir ziehen beide 200’000 Kyat (=150€) und sind gespannt, wie weit wir damit kommen und ob wir unsere Dollars tatsächlich noch brauchen. Laut Reiseführer und diversen Blogs soll man mit Dollars angeblich mehr erreichen bzw. einiges nur damit bezahlen können. Die Taxifahrer vor dem Flughafen liefern uns dann auch gleich die ersten Angebote in USD. Wir gehen ein paar Meter weg vom Ausgang und alle fünf Sekunden bleibt neben uns ein Taxi stehen mit jedem Schritt weiter werden die Einstiegsangebote billiger. Nach kurzem Handeln schlagen wir für 6000 Kyat zu und bekommen eine 35-minütige, wilde Fahrt ins Zentrum von Yangon. Erstaunlich: Trotz Rechtsverkehr haben die Autos hier das Lenkrad auch rechts. Um kurz nach 19:00 macht uns der nette Burmese die Tür zum Hotel auf und beim Blick ins und aus dem Zimmer sind wir froh, dass wir in diesem Hotel sind: alles sauber, 7. Stock, Blick auf die Stadt.
Da die Restaurants – außer in Chinatown – relativ früh schließen, brechen wir gleich auf und bekommen in der Dunkelheit einen Vorgeschmack auf den Dreck in dieser Stadt. Die Burmesen haben ständig so etwas ähnliches wie Kautabak im Mund und spucken die rote Soße alle paar Minuten auf den Boden.
Außerdem fallen uns die zahlreichen streunenden Hunde auf, die zum Glück sehr ängstlich und friedlich sind. Echt aufregend, aber auch eklig, wie das Leben hier abläuft. Wir hoffen, dass wir ein brauchbares Restaurant finden. Das „New Delhi Restaurant“ im indischen Viertel ist eine Empfehlung des Reiseführers, die wir selbst nie gewählt hätten. Die Gerichte auf den Nachbartischen sehen ganz interessant aus. Unsere Chickencurries ebenso: Besteck und Metallteller wurden wie die Gläser wohl nur kurz durch kaltes Wasser gezogen und das Hähnchen ist nicht wie erwartet kleingeschnitten sondern ein ganzer Schenkel.
Blendet man die Umstände aus, schmeckt das Essen und die Dips – auch wenn man nicht weiß, was man da isst – ganz lecker und ist mit 4200 Kyat auch noch günstig. Auf dem Heimweg zum Hotel machen wir noch einen Abstecher zur toll beleuchteten Sule-Pagode. Um kurz nach 21:00 sind wir im Hotel, waschen uns den Dreck der Großstadt runter und legen uns hin.
Heute steht die sogenannte große Runde auf dem Programm und wir frühstücken bereits um 6:30, weil wir um kurz nach 7:00 aufbrechen. John steht schon bereit. Der erste Tempel ist Preah Khan. Hier ist noch nicht viel los. Das will auch ein offiziell aussehender Typ (Uniform, auf der „(Heritage) Police“ steht) ausnutzen und startet ungefragt eine kleine Führung und macht (zugegeben gute) Fotos von uns. Wir brechen die Aktion nach kurzer Zeit ab und drücken ihm 3000 Riel (=0,75$) in die Hand. Das erfreut ihn wenig, aber wir hatten ihn ja nicht um seine Hilfe gebeten. Der Tempel bietet wieder einige schöne Fotomotive. Wieder zurück am TukTuk geht es weiter zum Inseltempel Neak Pean. Viel interessanter und eindrucksvoller als der Tempel ist der Weg über den Holzsteg dorthin. Außerdem kann Cordula ein Schnäppchen mit dem Kauf eines T-Shirts mit Elefantenmotiv machen und endlich mal einer Händlerin eine Freude bereiten 😉
Next Stop: Ta Som. Auch irgendwie interessant und irgendwie anders aber doch auch irgendwie wie die anderen Tempel. Wir haben inzwischen einfach zu viele zerfallene Mauern und bewachsene Steine gesehen. Da bietet es sich an gleich noch ein T-Shirt mit Elefantenprint zu kaufen. (Zumal heute „world elephant day“ ist – was für ein Zufall).
Was den nächsten Tempel Me Bon auszeichnet, sind die monolithischen Elefanten an den Ecken des Tempels. Beste Location für uns für ein kleines Fotoshooting. Beim letzten Tempel, Pre Rup, dürfen wir noch einmal Treppen steigen und genießen die Aussicht.
Dieser Tempel soll gut geeignet sein, um den Sonnenuntergang zu genießen, aber blöderweise geht im August die Sonne unter nachdem der Tempel schließt. Das wird also nichts. Bleibt zu überlegen, ob wir uns den Stress antun und den Sonnenaufgang morgen um 5:28 erleben wollen. Die Aussichten sind in der Regenzeit nicht gerade gut. Mal sehen… Um 12:30 sind wir wieder im Hotel, waschen kurz die versandeten Beine und laufen los um eine Wäscherei zu suchen bzw. um uns für eine der grob geschätzt 471 Wäschereien zu entscheiden. Das avisierte „The Missing Socks“-Cafe sieht zwar sehr einladend und westlich aus, allerdings müssten wir dort – auf den ersten Blick – deutlich mehr zahlen als in den Straßen-Laundries. Also laufen wir zurück zu einer anderen Laundry. Dort würde die Wäsche jedoch nicht mehr heute fertig und so gehen wir angesichts der dunklen Wolken weiter und werden unsere Dreckwäsche doch noch in einer vertrauenserweckenden Laundry los: 5,25$ für fast 4kg verschwitzte, stinkende Wäsche inkl. trocknen sind ok (aber dann doch nur 0,75$ billiger als im Laundry-Cafe ohne trocknen). Jetzt setzt tatsächlich feiner Sprühregen ein und wir sitzen in einem „Straßencafe“ (Dol Tiritt). Nach einem Drink gehen wir zwei „Straßencafes“ weiter und gönnen uns noch einen Drink. Danach gehen wir heim, um noch ein bisschen zu entspannen und den nächsten Schauer abzuwarten bevor wir um 19:20 losziehen zum Abendessen. Wir biegen spontan in eine Seitenstraße ab und entdecken das „Palm Café“, das sehr einladend aussieht. Es war die absolut richtige Wahl. Wir bekommen mega leckeres und ansprechend dekoriertes Essen und leckere Getränke. Vorspeise: (riesige) Fresh Spring Rolls, Hauptgerichte: Fish Amok (typisches Khmerfood), Kale Chicken, Nachspeise: Bang-em Lapouv (Sweet Pumpkin and Tapioca in Coconutmilk), Getränke: Fresh Passionfruit Shake, Angkor Beer, Mango Daiquiri, Long Island Ice Tea. Kostenpunkt insg. 12 Dollar 😀
Schließlich holen wir unser „Paket“ Wäsche ab und gehen nach Hause.
Nach dem Frühstück (Baguette mit Butter und Marmelade bzw. Omelette mit drei Scheiben Toast), das man hier nach Karte bestellt, erwartet uns unser TukTuk-Fahrer John pünktlich um 8:00 vor dem Hotel. Auf dem Weg nach Angkor Wat besorgen wir uns die 3-Tages-Tickets für je 40$. Am Osteingang von Angkor Wat bleibt John stehen und wir schauen uns in aller Ruhe die Tempel an. Wow, echt grandios!
Gut zwei Stunden laufen wir durch und um die Ruine und wundern uns schon hier, weshalb entgegen der meisten Internetinfos relativ wenig los ist. Kurz nach 11:00 empfängt uns John mit seinem breiten Grinsen und weiter geht’s zum nächsten Tempel Prasat Krayan. Der ist jedoch eigentlich keinen Stop wert. Besser wird es beim Schwimmteich des Königs (welcher König???) Srah Srang und noch besser genau auf der anderen Straßenseite beim Tempel Banteay Kdei. Hier ist wenig los und wir stapfen zwischen Steinbrocken durch die Ruine. Sehr schön. Ein bisschen nervig sind nur immer die gut 100-300m bis zum Tempel: Kinder versuchen sehr aufdringlich Postkarten zu verkaufen, ihre Mütter wollen uns T-Shirts und „Elefantenhosen“ (mit denen hier jeder dritte Alternativ-Touri rumrennt, weil er dann wohl denkt dazuzugehören und anders zu sein) anzudrehen und irgendwelche anderen Verwandten wollen ihre Tempelführer loswerden. Mit einem Lächeln und mindestens dreimaligem „No, thank you.“ kommt man aber ganz gut durch. Nächster Halt: Ta Prohm, der „Tomb Raider-Tempel“. Hier brauchen wir auch gut eine Stunde, weil es wirklich toll aussieht, wie die Bäume über, zwischen und durch die halbeingefallenen Mauern wachsen und wurzeln.
Der nächste Tempel, Ta Keo, ist der erste, den wir besteigen. Die wirklich steilen Stufen sind tatsächlich auch mit Flip Flops zu bewältigen, obwohl „dringend davon abgeraten“ wird. Wir sind auch so passend gekleidet. Cordula einen Rock, der die Knie bedeckt und ein T-Shirt, damit die Schultern bedeckt sind. Da Männer nicht so wichtig sind („men are not important – only women“ Aussage unseres TukTuk-Fahrers) sind für sie kurze Hosen kein Problem. Jedenfalls war die Aussicht von der Tempelspitze nicht so toll wie erwartet, da die umliegenden Bäume höher sind als der Tempel. Aber trotzdem ein tolles Gefühl dort oben zu stehen.
Wir kommen auch wieder heil runter und fahren zum letzten großen Stop um 14:30. Nacheinander durchlaufen wir Baphuon (ohne ihn zu besteigen), Phimeanakas (grün bewachsener Tempel), Terrace of the Elephants (wenig interessante Terrasse) und Bayon (buddhistischer Tempel mit vielen in Stein gehauenen Gesichtern: toller Abschluss).
Auf dem Weg nach Hause machen wir noch einen kurzen Halt beim Südtor und laufen über die Brücke vorbei an Steinbüsten zu John, der uns anschließend zum Hotel bringt. Dort verabreden wir uns mit ihm für den nächsten Tag um 7:00. Da dunkle Wolken aufziehen gehen wir gleich los zum Essen und treffen mit dem „Piphop-Aha“ eine sehr gute Wahl. Für 9,90$ bekommen wir Lok Lak, Chicken mit Ei, Bandnudeln und Morning Glory (anders als man vielleicht vermuten könnte ist das Wasserspinat), sowie eine Cola, ein kleines und ein großes Angkor-Bier. Auf dem Heimweg nehmen wir uns in einem „Supermarkt“ drei Flaschen Wasser für den nächsten Tag mit (und werden dabei von einem Babyhund „angefallen“ und die Kinder drum herum fanden es lustig. War nicht gefährlich) und erreichen um 18:30 das Hotel gerade noch vor einem nahenden Gewitter. Endlich duschen und ins Bett.
Der Wecker klingelt viel zu früh. Um 6:30 sitzen wir schon beim Frühstück und fahren um 7:40 mit dem Taxi zum Don Muaeng Flughafen. Die 30-minütige Fahrt kostet uns 219 THB + 50 THB Maut + 70 THB Expressway-Maut. Einchecken und mit 30 min Verspätung heben wir ab, um eine Stunde später in Siem Reap wieder zu landen. Das „Visa on arrival“ kostet pro Person 30 USD + 2 USD weil wir kein Passfoto dabei haben. Alles weitere läuft ganz glatt und am Ausgang ist bereits ein Taxistand, an dem wir uns ein Remork (so heißen hier die TukTuks) für 6 USD besorgen. Der Fahrer ist freundlich und bietet uns an, am Folgetag für 20 USD den ganzen Tag durch die Tempelanlage zu fahren.
Wir überlegen auf der Fahrt bis zu unserem Hotel „Angkor Secret Garden Inn“ und sagen dann zu. Blöderweise sehen wir in der Lobby ein Schild, auf dem die gleiche Tour für 15 USD angeboten wird. Pech gehabt, aber wenigstens ist unser Fahrer nett und kann – relativ – gut Englisch. Außerdem soll er uns dann gefälligst so rumfahren, wie wir das wollen. Unser Zimmer ist schon fertig und ganz ordentlich, wenn auch schon etwas heruntergekommen. Aber was will man für 13 € pro Nacht schon erwarten? Wir legen uns erstmal ein Stündchen hin und holen den fehlenden Schlaf nach. Anschließend laufen wir ins Zentrum. Es ist wie im Film hier – das kann man gar nicht beschreiben. Wir kaufen uns was zu trinken und heben Geld ab. Ganz komische Sache: man zahlt alles in US-Dollar und bekommt das Wechselgeld gemischt in ganzen US-Dollar-Scheinen und kambodschanische Scheine anstatt Cent. Nach einem schnellen Bier für 0,75 $ laufen wir weiter durch die Stadt und die Pub-Street zu einem Tempel, der außer kitschigen Plastiktieren nichts zu bieten hat. Während langsam die Lichter angehen, suchen wir was zu essen und entscheiden uns für die „Purple Mangosteen“ – zwei Cocktails zum Preis von einem haben uns überzeugt. Das macht das Essen ebenso: frische Frühlingsrollen und zweimal Chicken mit Ingwer und Cashewkernen für 16$.
Nicht gerade billig für Kambodscha, aber wir wollen noch ein bisschen von der Atmosphäre auf der Pub-Street am Abend mitnehmen und dafür war es die richtige Wahl.
Bevor wir heimlaufen genehmigen wir uns noch einen Drink im „Temple“ – geiler Schuppen! Wir sitzen bzw. liegen am Balkon auf einer Matratze, schauen runter auf die belebte Straße und nebenbei läuft kambodschanische Livemusik, zu der traditionell (oder besser: touristenfreundlich) gekleidete Damen und Herren traditionelle (oder besser: touristenfreundliche) Tänze aufführen.
Für einen Smoothie, einen Mekhong-Cola und ein Bier zahlen wir 5,75$. Kurz bevor wir gehen wollen setzt leider Regen ein. Hilft nichts: ab durch den Regen zum Supermarkt (Verpflegung für den Tempeltag besorgen) und mit dem Remork nach Hause. Noch schnell duschen im Duschklo und dann ab ins Bett.
Nach dem Frühstück wollen wir mit dem Taxi zum Großen Palast. Doch der Taxifahrer hat entweder keine Lust oder recht mit der Info, dass er wegen des Verkehrs 1,5 Stunden brauchen würde und empfiehlt uns das Boot zu nehmen. Wir befolgen seinen Rat und sind um 12:30 beim Palast. Dort wimmelt es nur so von Chinesen und Japanern und uns ist schnell klar, dass uns das keine 500 THB pro Person wert ist.
Wir laufen vorbei an typischen Wohnverkaufsarbeitsräumen, in denen eine ganze Familie neben den Motorrollern und zwischen Buddhastatuen schläft oder auf dem iPad rumtippt, zum Giant Swing.
Keine Ahnung, warum der interessant sein soll: ein planlos auf einem Platz aufgebautes, rotes Holzgestell. Wir laufen weiter zum und auf den Golden Mount. Nach kurzer Begutachtung wird uns klar, dass das Ticket, dass man unten kaufen kann, wieder mal nur Abzocke ist. Die tolle Aussicht auf ganz Bangkok genießen wir eine ganze Weile, obwohl zwischen dunklen Wolken immer wieder die Sonne runterknallt und es total dampfig ist.
Wieder unten angekommen wollen wir uns auf die Suche nach einem Taxi machen, sehen aber kurz vor Erreichen der Hauptstraße etliche Polizisten, Asiaten und Mönche. Bei einem Gespräch mit einem Polizisten erfahren wir, dass die jungen Männer, die wie Schaufensterpuppen mit einem Lotusblatt im Schoß auf Plastikstühlen sitzen, zu Möchen geweiht werden. Dabei gehen die ganzen Menschen an den Sitzenden vorbei, schneiden ihnen ein Büschel Haare ab, werfen es in das Lotusblatt, verneigen sich und gehen zum nächsten.
Wir schauen uns das Schauspiel eine Weile an und besorgen uns dann ein TukTuk Richtung Erawan-Schrein. Für die fast 20-minütige wilde Fahrt bis zum Siam-Center, die größtenteils auf der falschen Seite stattfindet, zahlen wir 120 THB.
Auf dem Fußweg zum Schrein wird es immer dunkler und es kommt ein heftiger Monsunschauer. Wir warten über 30 Minuten vor einem Shop und bestaunen, wie die fünfköpfige Familie auf dem Gehweg vor uns drei Essensstände aufbaut.
Als der Regen fast aufgehört hat, laufen wir den Skywalk zum Erawan-Schrein.
Um 18:45 fahren wir mit dem SkyTrain Richtung Hotel und essen wieder im XXX. Das Essen schmeckt wieder großartig und ist dieses mal extrem günstig, da die Getränke nicht auf der Rechnung standen.
Für 370 THB sind wir satt und kümmern uns auf dem Zimmer um’s Packen und eine Unterkunft in Yangon.
Nach fast elf Stunden Schlaf hätten wir fast das Frühstück verpennt. Da hätten wir echt was verpasst! Thai-Essen, Omelette, Salat, French Toast, frisches Obst, … – perfekter Start in den Tag. Nach dem Frühstück fragen wir den netten Herren am Tourist-Info-Desk nach einem Flug nach Siem Reap. Er bietet uns zunächst eine fertige Tour für drei Nächte für 13000 THB an, die wir dankend ablehnen. Den Hin- und Rückflug gibt’s zunächst für 8600 THB. Nachdem wir mit den Zeiten nicht zufrieden waren und er uns anscheinend – obwohl sein Englisch „fast perfekt“ ist – falsch verstanden hat, rief er nochmals bei seiner Agentur an und konnte uns dann den Flug für 7600 THB anbieten. Allerdings war das Gepäck ein Problem. Wir haben abgelehnt und uns auf dem Zimmer im Internet selber einen Flug gesucht. Nachdem es nicht ganz sicher war, ob sein Preis inklusive Steuer und Gebühren war und wir über AirAsia einen guten Weiterflug nach Yangon finden könnten, haben wir ihm leider einen Korb geben müssen, als er uns auf dem Zimmer angerufen hat. Als wir alles gebucht hatten kann nochmal ein Anruf, dass er den Preis nicht mehr lange halten kann. Tut uns leid, Meister, wir haben alles. Dann also los mit dem SkyTrain zum Fluss und noch schnell auf das 13:00-Boot Richtung War Arun aufgesprungen. Schon kurz vor dem Ausstieg kommt die Ernüchterung: Wat Arun wird restauriert und ist eingerüstet.
Wir fahren trotzdem mit der Fähre über den Fluss und sehen uns die Tempelanlagen rund um Wat Arun an. Die sind auch sehr schön und kosten nichts. Abschließend geht’s wieder mit der Fähre zurück über den Fluss. Wir folgen nicht wie die Lemminge dem Touristenstrom zum Wat Pho, sondern biegen in eine dunkle Gasse und landen in einer Fischmarkthalle. Dort gibt es alles was aus dem Meer kommt in getrockneter Form – mit entsprechendem Aroma. Nach einer Trinkpause steht nun der Wat Pho mit dem liegenden Buddha auf dem Programm. Für 100 THB pro Person inkl. einer Flasche Wasser bekommt man viele goldene Buddhastatuen, viele zerbrochene Fliesen (die wieder in schöner Form zusammengebaut wurden) und reichlich Touristen mit Selfiesticks geboten.
Das Highlight ist aber tatsächlich der 46m lange liegende Buddha.
Wir verbringen fast drei Stunden auf der Anlage und laufen um 17:00 zum Großen Palast, der allerdings schon seit 15:00 geschlossen hat. Kurzerhand entschließen wir uns für Chinatown und fahren mit dem Boot dorthin. Vogelwild, wie es dort aussieht, riecht und zugeht.
Die Suche nach einem Restaurant, das uns zusagt, verläuft erfolglos und als wir uns ein Taxi nehmen wollen, werden wir von einem Singapurianer angesprochen, der uns angeblich nichts verkaufen, uns nirgendwohin bringen und uns einfach nur helfen will. Wir erfahren von dem angeblichen Englischlehrer (typischer scam hier), dass heute Buddhatag ist und es am Abend noch ein Feuerwerk gibt (sicher nicht…wieder scam). Er empfiehlt uns ein Seafoodrestaurant und handelt mit einem TukTuk-Fahrer einen guten Preis dorthin aus (80 THB für 15 min Trip durch’s Verkehrschaos). Da das Restaurant gleich bei einer SkyTrain-Haltestelle ist, nehmen wir das Angebot an.
Wir hätten ohnehin ein Taxi oder TukTuk gebraucht und so haben wir die TukTuk-Fahrt von unserer bucket list. Das Restaurant sieht ok aus, aber es gibt fast ausschließlich Seafood, weshalb wir mit dem SkyTrain Richtung Hotel fahren und in einem Restaurant essen, das uns am Vorabend schon aufgefallen ist. Gute Wahl! Das Essen ist wirklich lecker und das Ambiente toll.
Für 960 THB bekommen wir Hähnchen mit Cashewkernen, Thai Green Curry, zwei Portionen Reis, eine frische Kokosnuss, ein Chang und als „Dessert“ einen Margarita und einen Thai Whiskey mit Cola. Um 21:30 sind wir daheim.
Wir landen pünktlich um 7:00 in Bangkok. Nach der Immigration heben wir Geld ab und fahren mit der RapidLink-Bahn nach Downtown. Nach zweimaligem Umsteigen steigen wir an der Haltestelle Chong Nonsi aus und laufen die gut 300m zum Hotel FuramaXclusive Sathorn. Leider ist unser Zimmer um 10:00 noch nicht fertig. Also eiern wir ein bisschen durch die Gegend auf der Suche nach Nahrung. Fündig werden wir in einem Strasenimbiss in der Nähe vom Hotel: lecker und billig (100 BHT = 2,50€ für beide für Reis mit Hühnchen und schwarzem Thaipfeffer).
Kurz vor 12:00 ist das Zimmer leider immer noch nicht fertig. Wir schauen uns den Pool an und setzen uns in die Lobby. Keine 15 min später bekommen wir die Zimmerkarten und den Hinweis, dass wir ein Upgrade erhalten haben. Wow! Das Warten hat sich gelohnt. Wir haben eine 2-Zimmer-Suite mit Küche bekommen.
Frisch machen, Powernap und ab auf den Chatchuk-Market. Wir fahren mit der BST den dunklen Wolken entgegen und am Markt angekommen kommt auch schon der halbstündige Monsunschauer, den wir uns von der Haltestelle aus ansehen.
Anschließend schlendern wir ziellos über den riesigen Markt und kaufen Pashmina-Schals (vier für 730 BHT), T-Shirts und ein Kleid.
Gegen 18:30 fahren wir zurück zum Hotel und essen beim Chinesen um’s Eck. Geschmacklich sehr gut, preislich naja.
Nach dem Frühstück entscheiden wir uns spontan mit dem von Constanze empfohlenen Boot um 11:00 von Dubai Marina in die Altstadt zum Creek zu fahren. Die Bootsfahrt ist toll, wäre aber noch schöner, wenn die Sicht besser wäre. Kein Glück. In der Stadt angenommen fällt uns nichts mehr ein, was wir noch anschauen könnten und fahren mit der Metro wieder zurück ins Appartment. Dort lassen wir uns Tipps geben für Bangkok, packen unsere Rucksäcke und verabschieden uns um 17:00 Richtung Flughafen. Im Etihad-Bus (der an der Metrohaltestelle Noor Bank abfährt) schlafen wir beide ein. Einchecken, boarden und dann den Flug mit top Service und super Essen genießen.