Nach einer etwas längeren Unterbrechung in der Nacht schläft Lorena bis kurz vor 8:00. Wir spielen mit ihr im Bett und sie ist megagut drauf. Sie sagt nach Aufforderung sogar ganz bewusst „Mama“ und „Papa“. Der Tag beginnt ja schonmal vielversprechend. Dann stehen wir auf, machen uns fertig und frühstücken in der Garage mit Blick auf’s Meer. Eigentlich ganz schön, aber es ist richtig kalt. Kälter ist es nur in unserer Kühlbox, die die ganze Nacht durchlief und so die Bananen gefroren hat. Noch schnell abspülen und um 11:00 fahren wir los nach Moskenes. Das Navi sagt: Ankunftszeit 15:16. Da die Fähre in Moskenes um 18:00 ablegt und wir am Vorabend um 22:40 nicht mehr buchen konnten, sollten wir spätestens um 17:15 in Moskenes sein. Das bedeutet, dass wir zwei Stunden Zeit für Sightseeing und Füttering haben – sportlich, aber machbar. Nachdem Lorena im Auto super schläft, fahren wir über zwei Stunden bis wir um 13:15 Henningsvær, ein altes Fischerdorf, erreichen. Wir finden schnell einen Parkplatz und laufen durch den kleinen Ort. Wir kommen aber nicht weit, weil wir ein Café sehen, in dem wir Lorena ihren Mittagsbrei füttern. Cooles Künstler-Café mit Blick auf’s Meer. Hier lässt es sich aushalten. Wir genießen die Atmosphäre, unseren Cappuccino und die Pikekyss (=Mädchenkuss, ein Schaumgebäck). Anschließend laufen wir noch etwas weiter in den Ort, drehen kurz vor dem Ende um und versuchen beim Rückweg vergeblich einen Alternativweg direkt am Hafen zu finden. Kinderwagen wieder rein ins Auto und wir geht die Fahrt, die hinter Wohnwägen/-mobilen und Leihwagen teilweise lustig langsam verläuft. Auf der Weiterfahrt biegen wir ab von der E10 auf eine kaum von Schleichern befahrene Straße, die wunderschön direkt an der sonnigen Südküste entlang führt. Danach geht es wieder für ein paar Kilometer an der wolkenverhangenen Nordküste weiter, bis wir um 16:15 Nusfjord erreichen. Da das Navi noch knapp 45 min bis zur Fähre nach Moskenes angibt, dürfen wir uns in diesem Fischerdorf, das zum UNESCO-Welterbe zählt, nicht lange aufhalten. Wir tun es trotzdem, weil es einfach so schön ist und man alleine hier 1000 Kalenderfotos schießen könnte. Ein Traum. Es ist kurz nach 17:00 bis wir weiterfahren und das Navi eine Ankunftszeit von 17:48 vorhersagt. Das könnte verdammt eng werden, wenn man z.B. nur bis 17:45 auf die um 18:00 ablegende Fähre könnte oder wenn man – wie wir – ein lahmes Taxi, ein lahmes rotes Auto,… vor sich hat. Ich fahr wir ein Henker, aber es wird aufgrund von Ampeln vor einspurigen Abschnitten 17:53 bis wir am Fährhafen ankommen. Als wir die Fähre mit offener Klappe sehen, sind wir froh, als wir kurz danach die fünf Auto-/Wohnmobilschlangen sehen überhaupt nicht mehr. Wir rufen uns zwar ein, denken aber nicht, dass wir noch mitkommen. Die Hoffnung wird jedoch größer, als wir merken, dass noch gar kein Fahrzeug auf die Fähre gefahren ist. Wir warten also, bis auch ein paar Fahrzeuge etwas tut. PKW werden zwischen Wohnmobilen rausrangiert und dürfen auf die Fähre. Vielleicht haben wir Glück und es sind zu viele Wohnmobile. Dann geht alles ganz schnell. Für den Kassierer wohl zu schnell. Ruckzuck wird einer nach dem anderen aus unserer Spur reingewunken und als ich mit der Kreditkarte wedeln will, werden wir auch weitergewunken. Vielleicht muss man an Bord bezahlen… Wir stellen das Auto ab, packen noch schnell ein paar Sachen und sind aber etwas zu spät im Salon und finden erst keinen Platz. Dann rutscht ein Pärchen (sie Skilehrerin aus Kanaustraleden, er Franzose) etwas zusammen und Cordula kann auf einen „Sessel“. Lorena freundet sich gleich mit beiden an, die sich danach ein bisschen um die kümmern. Es wird eine sehr kurzweilige, mehr als vierstündige Überfahrt nach Bodø. Kurz vor der Ankunft schläft Lorena im Ikea-Stuhl ein. Oder doch nicht? Doch! Oder nicht? Es sind sehr spaßige Minuten, wie sie gegen den Schlaf und gegen eine ungemütliche Position kämpft und letzten Endes verliert. Anstatt um planmäßig 21:10 legen wir erst um 22:45 an. Bezahlt haben wir noch immer nicht. Werden wir auch nicht mehr, den nach 500m Fahrt sind wir bereits an unserer Unterkunft, der Jugendherberge. Wir checken ein, machen Lorena bettfertig und freuen uns noch einmal über diesen traumhaft schönen Tag und dass wir für die Fähre nichts bezahlen mussten. 120€ gespart.
Tag 20, 11.07.2018, von Hatteng nach Kongsvik (CosyCamp)
Lorena hat – vermutlich zahnbedingt – eine unruhige Nacht und ist um kurz vor 8:00 wach. Also stehen wir auf, damit wir heute früher losfahren können. Falsch gedacht: erst spinnt die Waschmaschine, dann halten wir noch einen Plausch mit der finnischen Nachbarin und dann trödeln wir noch. So wird es wieder erst 12:15 bis wir abfahrbereit im Auto sitzen. Dafür haben wir das Frühstück bei strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel, umgeben von hohen Bergen, genossen. Das Wetter ist echt ein Traum und lässt die Farben noch kräftiger erscheinen.

Die Fahrt wird erst so richtig schön, als wir bei Gratangsbotn von der E6 abbiegen auf die 825, die direkt am Wasser entlang führt. Hier sind keine Wohnwagen oder Wohnmobile mehr unterwegs und es kommt ein schöner Ausblick nach dem anderen. Man kann sich gar nicht satt sehen daran. Gegen 15:15 wacht Lorena auf und wir finden in Grovfjord direkt am Hafen einen tollen Spielplatz, wo Lorena schaukelt, auf Kunstrasen krabbelt und in ihren Nachmittagsbrei bekommt.
Wir bleiben hier über eine Stunde und fahren dann weiter. Kurz vor der Brücke Tjeldsundbru überlegen wir auf dem dort gelegenen Campingplatz zu bleiben. Wir nutzen das WLAN dort zur Recherche und entscheiden uns dann weiterzufahren. Etwa 20 Minuten später erreichen wir das CosyCamp, einen improvisierten Campingplatz. Es gibt Wohnwagen-/-mobil- und Zelt-Stellplätze sowie ein Häuschen und zwei Wohnwägen. Wir entscheiden uns für den kleineren Wohnwagen für 450€ und bekommen dafür ein kuscheliges Doppelbett, wenig Platz, eine „Küche“ in einer Garage, gratis Kaffee, Tee, Kuchen und ein neues Sanitärgebäude. Alles in allem eine ganz passable Unterkunft und ein spannendes Erlebnis. In der Kochgarage bereiten wir Lorenas Essen und unser Chili aus der Dose zu und essen mit Blick auf’s Meer. Ein schöner Ausklang für einen wunderschönen Tag. „Gute Nacht!“ Sagen wir Lorena um 21:30 und uns um 22:45.
Tag 19, 10.07.2018, von Alta nach Hatteng
Abgesehen davon, dass Cordula in der Nacht dreimal den Schnuller wieder reinstecken musste, hat Lorena eine super Nacht hingelegt und bis kurz vor 7:00 geschlafen. Dann wird sie gestillt und kommt zu mir ins Bett, wo sie bis 8:30 weiterschläft. Nach der gewohnten Morgenveranstaltung fahren wir zum kurz nach 12:00 los. In Alta kaufen wir im Rema 1000 Milch (18,00 NOK/1,90 €) und vergleichen Preise: Molkereiprodukte sind deutlich, die meisten anderen Sachen nur ein wenig (ca. 10-20%) teurer. Bei einem weiteren Stopp in Alta heben wir noch 200 NOK für den Notfall ab. Die Route bis zum Zielort ist einfach nur schön. Sie geht bei Sonnenschein die meiste Zeit direkt am Wasser entlang oder geht neben Schneeresten über 400 m hohe Bergsättel. Auf der gegenüberliegenden Seite der Fjorde sieht man rote Holzhäuser in blühenden Wiesen und Wasserfälle. Gegen 18:00 wollen wir eine Unterkunft ansteuern, lassen aber blöderweise gleich die erste aus. Danach kommt erstmal nichts. Glücklicherweise werden wir in Hatteng doch noch fündig. Der Campingplatz besteht fast nur aus Dauercampern, die ihren Wohnwagen direkt an ein Holzhaus geparkt haben und es gibt keine Rezeption. Im Fastfood-Restaurant kennt man sich jedoch aus. Nach einem kurzen Telefonat der Fastfoodfrau mit einem Campingplatzmenschen bekommen wir Hütte Nr. 3 für 500 NOK. Wir sind echt gespannt. Die Hütte ist groß, mit Tisch, Herd und Spülbecken, aber ohne fließendes Wasser und recht schmutzig. Nachdem wird kurz gekehrt haben, darf sich Lorena auf den Boden austoben und ist total fröhlich. Während Cordula sich um die Wäsche kümmert (wir können kostenlos waschen und trocknen), koche ich wieder Nudeln mit Tomatensoße. Lorena liegt um 21:30 im Bett und ich merke beim Zähneputzen, dass die Sauna läuft. Also rein da. Das macht ganz schön müdeeeeeeeeeeeeeee…
Tag 18, 09.07.2018, vom Nordkapp nach Alta
Nach der verrückten und beindruckenden Nacht meldet sich Lorena um 5:30. Wir nehmen sie zwischen uns, wo sie kurz nach uns um 9:15 auf und ist voll gut drauf. Es folgt das Übliche: aufstehen, duschen, Lorena und uns anziehen, frühstücken. Unser Frühstück ist wie so oft Lorenas Mittagessen um kurz vor 12:00. Da uns einfällt, dass wir ganz vergessen haben, für Lorena ein Nordkappdiplom zu besorgen, entscheiden wir uns kurzerhand noch einmal ans Nordkapp zu fahren. So viel Zeit muss sein im Urlaub und unsere Eintrittskarte ist ohnehin 24h gültig. Nach einiger Wartezeit an der Kasse stellen wir das Auto um 13:10 ab. Wir schlendern durch den Souvenirshop, kaufen Lorenas Nordkappdiplom und freuen uns beim Blick nach draußen, dass wir die Strapazen der Nacht auf uns genommen haben. Um diese Uhrzeit verliert dieser Ort irgendwie seinen Reiz. Weiter mit der Fahrt geht es um 14:15. Ab jetzt beginnt der Heimweg. Die ersten 130 km kennen wir bereits. Danach geht es auf die E6 Richtung Süden. Die Fahrt verkauft durch abwechslungsreiche Vegetation und Landschaft: Fjell, Wald, Fjorde. Um kurz vor 18:00 erreichen wir einen Campingplatz kurz vor Alta. Wir wollen zuerst eine Hütte, erfahren aber dass der Preis für ein Zimmer günstiger ist. Also nehmen wir das. Ein Volltreffer! Das Zimmer ist geräumig (drei Stockbetten), wir haben ein Waschbecken im Zimmer und Klo und Miniküche mit Kühlschrank direkt vor der Tür. Wir richten uns ein und kochen dann in der großen Gemeinschaftsküche: es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Um 22:30 sind wir im Bett.
Tag 17, 08.07.2018, von Ivalo zum Nordkapp
Lorena war kurz vor 5:00 „etwas“ unruhig. Wir haben sie zu uns ins zusammengeschobene Doppelbett geholt und sie ist um 6:15 wieder eingeschlafen. Meine Nacht war etwas unruhig, weil ich damit beschäftigt war Stechmücken im Dunkeln zu erschlagen und von Lorena fernzuhalten. Das funktioniert so gut, dass sie bis nach 9:00 schläft. Wir packen alles zusammen, checken aus und frühstücken im Gemeinschaftsraum. Abfahrt ist um kurz vor 13:00. Bereits nach gut 30 Minuten machen wir am Inarisee einen Fotostopp, weil es einfach wunderschön hier ist. Weiter geht die entspannte Fahrt durch Lappland, bis wir um 15:30, nachdem wir noch einmal in Finnland vollgetankt (1,63€/l) haben, die Grenze zu Norwegen erreichen. Wir stehen das Auto an und knipsen einige Bilder auf der Brücke über den Grenzfluss und springen so zwischen zwei Ländern und zwei Zeitzonen hin und her. Die Weiterfahrt in Norwegen verläuft nicht mehr ganz so entspannt, da die Strecke deutlich kurviger wird. An einem schön oberhalb eines Flusses gelegenen Rastplatz bekommt Lorena ihren Nachmittagsbrei. Die vielen Mücken nerven allerdings. Auf der Weiterfahrt suchen wir uns ein Quartier zwischen Honningsvåg und dem Nordkapp und überlegen uns, dass wir aufgrund des tollen Wetters heute noch ans Nordkapp fahren. Wunderschön schlängelt sich die Straße entlang eines Fjordes. Durch den fast 7km langen Nordkapptunnel kommen wir nach Honningsvåg und kurz darauf zu unserer Unterkunft Nordkapp Camping, wo man nichts weiß von unserer Booking-Buchung. Cordula ist eben so flott gefahren, dass wir noch vor unserer Buchung ankamen. Glücklicherweise geht alles gut und wir bekommen ein Zimmer mit geteiltem Doppelbett und eigenem Bad. Die Zimmer sind in Containern und irgendwie fühlt man sich wie auf einer Expedition. Wir sind total zufrieden und auch der Preis von 710 NOK (etwa 75€) ist angesichts der Lage voll okay. Bis zum Nordkapp sind es nämlich nur noch 28 km und nach dem Abendessen Augen wir um 21:00 ins Auto und nehmen diese Strecke auf uns. Wir haben ein wenig Zweifel, wie Lorena diesen Tag verkraften wird, weil sie im Auto so viel geschlafen hat. Aber es sollte auch zeigen, dass sie auch das super wegsteckt. Wir kommen um 21:30 am Nordkappplateau an, kaufen die Tickets (275 NOK p.P.) und parken das Auto auf einem Schotterparkplatz in einer Herde von Wohnmobilen und -wagen. Bei ca. 13° laufen wir mit Lorena im Kinderwagen rum, machen Bilder von der stilisierten Erde vor der eben nicht untergehenden Sonne. Die Stimmung ist ganz besonders. Es kommt einem so unwirklich vor bei hellem Tageslicht um kurz vor 23:00 hier zu sein, bei 71°50’21“ nördlicher Breite. Nachdem wir umgeben von deutschen Reisegruppen etliche Fotos gemacht haben, schauen wir uns den 120°-Film an und gehen in die Grotte, entlang der besondere Ereignisse am Nordkapp geschildert werden. Um kurz vor 0:00 geben wir wieder raus und sind überrascht, wie viele Menschen jetzt hier stehen und darauf warten, wie der Zeuge von 23:59 auf 0:00 springt, um zu sehen wie nichts passiert. Die Sonne geht ja nicht unter. Außerdem erreicht sie ihren tiefsten Stand erst um 0:17. Einige Leute stoßen mit einem Glas Sekt an, andere mit Schnaps. Dann sammeln die Busfahrer ihre großen wieder ein und es wird schnell leerer. Wir stellen noch einmal das Bild vor der Oskar-Säule nach, das Mami und Papi 1979 von mir am gleichen Ort gemacht haben. Dann geht es – immer noch bei Sonnenschein – zurück in die Unterkunft, wo wir müde um 1:10 ankommen. Wir bringen Lorena ins Bett und schlafen selbst auch schnell ein.
Tag 16, 07.07.2018, von Rovaniemi nach Ivalo
Lorena wacht wieder einmal zwischen 4:00 und 5:00 auf, lässt sich dieses Mal aber nach dem Stillen in ihrem Bett wieder einschläfern. Wir schlafen auch wieder ein und wachen um 8:45 auf. Während Lorena bis 9:30 weiterpennt packen wir und bereiten das Frühstück vor. Die Uhr gibt plötzlich wieder Vollgas und wir schaffen es erst nach der Checkout-Zeit um 11:00 loszufahren. Zuerst steuern wir eine Apotheke an: ich habe Fußpilz. Danach geht es weiter zum Polarkreis, den wir um kurz vor 12:00 erreichen. Besser gesagt erreichen wir eine Ansammlung von riesigen Holzhütten, die den Polarkreis und den Nikolaus geschickt vermarkten. Wir machen Fotos, kaufen Mitbringsel, füttern Lorena und verschicken Postkarten.



Bis wir wieder weiterfahren ist es 14:40 und wir werden wohl das gesetzte Ziel Inari nicht erreichen. Aber Lorena macht wieder prima mit und schläft genau bis zum Lidl in Sodankylä. Wir sind überrascht, als wir im Lidl einen Cafébereich mit Hochstuhl entdecken. Also bekommt Lorena hier ihren Nachmittagsbrei. Wir decken uns mit Säften ein und kaufen wieder Fleisch und Tiefkühlgemüse. Anschließend geht die entspannte Fahrt – aufgrund von Rentieren – mit Unterbrechung weiter

und weil Lorena wieder gut schläft, kommen wir bis Ivalo, wo wir um 18:45 im Näverniemi Holiday Center einchecken. Wir hätten es zwar bis Inari geschafft, aber hier ist es günstiger und vermutlich auch schöner. Unsere Hütte für 45€ ist geräumig und hat sogar verschiebbare Betten.

Wir merken, dass die Nacht in Iisalmi für das Gebotene recht teuer war, wir aber wenigstens waschen konnten. Wir richten uns ein, kochen wieder das Gleiche, aber wieder mit neuem Geschmack (Thai-Wok-Gemüse), füttern Lorena und sind um 23:45 im Bett. Schon komisch: angesichts der Schlafzeiten müssten wir ganz schön müde sein, aber durch die Helligkeit die ganze Nacht, sind wir überraschend fit. Mal sehen, wie das auf dem Heimweg wird.
Tag 15, 06.07.2018, von Iisalmi nach Rovaniemi
Lorena ist wieder früh wach und kommt nach dem Stillen zu mir ins Hochbett. Anders als ich schläft sie wieder ein und wir bis nach 9:00. Sie Cordula wach ist, geh ich duschen und hol die Wäsche aus dem Trockner. Wieder vergeht die Zeit total schnell und wir checken erst um kurz nach 12:00 aus. Dann füttern wir Lorena und frühstücken selbst im Spül-/Kochraum. Auf dem Campingplatz herrscht anlässlich eines Truckertreffens reges Treiben als wir um 13:00 losfahren. Es geht weiter Richtung Norden. Lorena schläft zwei Stunden und wacht erst hinter Oulu auf. Dort bekommt sie ihren Nachmittagsbrei und spielt anschließend mit mir gut 45 Minuten in einer „Spielhölle“ (Cordula meint eigentlich einen Spielhimmel). Lorena krabbelt sehr viel und hat richtig Spaß hier.

Sie verausgabt sich so sehr, dass sie einen Zweieinhalb-Stunden-Schlaf braucht. Sie verpennt sogar die 10km lange Schotterpiste, über die wir fahren müssen, weil „gebaut“ wird.

Sie wacht erst beim Supermarkt in Rovaniemi wieder auf. Dort kaufen wir unser Abendessen, Ren-/Elchsalami, Joghurt und Melone. Um 20:00 erreichen wir unsere Unterkunft, das Motelli Rovaniemi. Für 50€ bekommen wir ein in die Jahre gekommenes, nach altem Rauch riechendes aber sehr geräumiges und sauberes Zimmer mit Küche und guter Dusche. Gekocht wird wieder Fleisch mit Tiefkühlgemüse und Frischkäse. Bis wir Lorena im Bett haben ist es kurz nach 22:00 und bis wir dann drin liegen ist es schon 23:00.
Tag 14, 05.07.2018, von Punkaharju nach Iisalmi
Als sich Lorena um 5:30 meldet, haben wir schon die Sorge, dass es heute wieder drei Stunden dauert, bis sie einschläft. Ich nehm sie zu mir ins Bett und zum Glück schläft sie nach gut 20 Minuten streicheln und Rückenmassage wieder ein. Ich auch und ich wache leider erst um 9:00 wieder auf. So wie Cordula. Während Lorena noch bis 9:40 schläft, geht Cordula in die Sauna und zur Abkühlung in den See, die allerdings nur von 8:00 bis 10:00 läuft. Zu erleben, wie Lorena aufwacht, ist jedoch unbezahlbar und mit keinem Saunagang vergleichbar. Im Nieselregen wird gepackt und das Frühstück in der Hütte auf dem Kühlschrank vorbereitet. Um kurz nach 12:00 checken wir aus, füttern Lorena aber noch im Spül-/Essensraum. Um 13:00 verlassen wir das Punkaharju Resort und steuern Savonlinna an. Dort gibt es eine mittelalterliche, gut erhaltene Festung, in der jährlich im Juli/August Opernfestspiele stattfinden. Angesichts des Regens machen wir nur einen kurzen Fotostopp und fahren weiter nach Kuopio. Laut Reiseführer soll die Markthalle ganz interessant sein. Wir parken das Auto beim Rathaus und laufen über den Marktplatz zur Markthalle, die erstens eine andere Farbe als im Reiseführer und zweitens nur halb so viel Charme wie die in Helsinki hat. Zu essen finden wir hier nichts, aber direkt daneben gibt es chinesisches Buffet für 12,90€ inkl. Getränke und Kinderspielplatz. Besser geht’s gar nicht. Lorena kann spielen (ganz alleine!), bekommt zwischendurch ihren Nachmittagsbrei und wir haben unser Abendessen.


Um kurz vor 18:00 fahren wir dann weiter – ohne Ziel. Wir steuern Iisalmi an, in der Hoffnung für etwas zu finden. Auf der Fahrt recherchiert Cordula und findet einen Campingplatz: Koljonvirta. Wir kommen um 19:00 dort an und haben keine Lust noch weiter zu suchen. Die Hütte ist mit 55€ zwar teuer, aber sie ist größer und heller als die letzte. Außerdem können wir hier auf der Anlage Wäsche waschen. Damit und mit schaukeln, Abendbrei kochen und füttern, verbringen wir die Zeit, bis wir um 23:15 im Bett liegen. Lorena ist erst um 23:00 eingeschlafen.

Tag 12, 03.07.2018, Helsinki
Lorena macht die Nacht, die ja hier gar keine ist, zum Tag und ist von 3:15 bis 6:15 hellwach. Sie turnt zwischen uns im Bett rum und ist total fröhlich. Eigentlich ganz süß, aber Schlaf wäre wichtiger. Immerhin schlafen wir alle zusammen dann noch bis 9:30. Nach dem Frühstück nehmen wir den Bus um 11:49, mit dem wir bis zur Felsenkirche fahren. Die 3€ Eintritt lohnen sich wirklich aufgrund der Architektur und des Chor-Konzerts. Außerdem sitzen wir hier im Trockenen, denn es hat angefangen zu regnen. Danach fahren wir mit der Tram Linie 2 quer durch die Stadt und steuern am Hafen bzw. Markt aus. Dort gehen wir in die alte Markthalle und überlegen uns, etwas zu essen. Da Lorena noch schläft, wollen wir die Zeit auf dem Markt draußen überbrücken. Nachdem unsere Kleine hier aufwacht und der Lachs einladend in der Pfanne liegt, suchen wir uns einen Platz und essen alle zusammen hier (Lachssuppe inkl. Kaffee und gebratenen Lachs mit Gemüse für 21,50€). Glücklicherweise hat der eklige Nieselregen währenddessen aufgehört. Weiter geht es zum Senatsplatz und in den angrenzenden Dom. Von dort laufen wir zur (orthodoxen) Uspenski-Kathedrale. Direkt davor ist ein Spielplatz, wo wir Lorena schaukeln lassen. Sie flippt so aus vor Freude, dass das wie „richtige“ Bewegung für sie ist.

Anschließend laufen wir wieder zum Marktplatz im Hafen, von wo aus wir mit der Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna übersetzen. Hier sieht es mit den bunten, alten Holzhäusern sehr idyllisch aus. Lediglich das Katzenkopfpflaster (Kopfsteinpflaster mit runden Steinen) nervt. Im Café Art bekommt Lorena ihren Nachmittagsbrei und wir gönnen uns eine heiße Schokolade (4€). Wir laufen anschließend weiter über die Insel bzw. über eine Brücke zur nächsten und lassen Lorena zwischenzeitlich an einer Bank rumturnen, weil sie Bewegung braucht. Als wir uns entschließen umzukehren, fängt es wieder an zu tröpfeln. Während wir mit der Fähre zurückfahren, suchen wir ein Restaurant für’s Abendessen. Inzwischen regnet es stark. Nach einer Fahrt mit der Linie 2 und 700m zu Fuß erreichen wir den Pub Woolshed, wo es ausgerechnet Montag und Dienstag (es ist Dienstag!) Burger für 11€ gibt. Wir ergattern schnell einen Platz und sind richtig glücklich mit unserer Wahl. Erst recht nach den ersten Bissen. Die Burger sind wirklich lecker. Da der Pub direkt am Bahnhof ist, fahren wir mit dem Zug zum Bus und sind um 21:00 daheim. Die frische Luft den ganzen Tag scheint Lorena müde gemacht zu haben. Sie schläft flott ein und gut durch.

Tag 13, 04.07.2018, von Helsinki nach Punkaharju
Wir wachen ausgeschlafen um 7:30 auf und Lorena knapp 10 Minuten später. Wir überlegen uns kurz, ob wir versuchen sollen, sie nochmal zum schlafen zu bringen, entscheiden uns dann aber dafür, aufzustehen. Abgesehen vom Tag der Überfahrt nach Turku, waren wir in diesem Urlaub noch nie so früh auf der Straße. Um 9:40 kommen wir los und da das Wetter super ist, fahren wir nochmal rein nach Helsinki um Fotos zu schießen. Wir halten kurz am Senatsplatz und in der Nähe des Marktes und sind uns einig, dass sich dieser Umweg, der und über eine Stunde gekostet hat, auf jeden Fall gelohnt hat.

Bei der Ausfahrt aus Helsinki nimmt der Verkehr schnell ab und nach knapp 45 Minuten machen wir einen Fotostopp in Pavoo (rote Speicherhäuser). Weiter geht die Fahrt nach Hamina, wo wir wegen der Festung und des außergewöhnlichen, achteckigen Grundriss der Stadt halten. Nach einem kurzen Spaziergang zwischen blumengeschmückten Holzhäusern kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten beim Lidl. Das einzige Highlight der sonst eher eintönigen Fahrt, ist die Nähe zur russischen Grenze.

Kurz vor dem Ziel wird es dann aber doch noch ganz schön. Nach dem Ort Punkaharju fahren wir auf einem schmalen Streifen, der teilweise kaum breiter ist als die Straße, durch bzw. über die finnische Seenplatte – Natur pur. Kurz darauf erreichen wir das Punkaharju Resort, wo wir eine Campinghütte für zwei Personen für 40€ direkt am See bekommen. Es ist traumhaft schön hier. Die Hütte ist wirklich winzig, reicht und aber vollkommen. Während Cordula auch um Lorena kümmert, koche ich einen Hähnchen-Nudel-Gemüse-Topf. Bereits jetzt nerven die Mücken, die, als wir um 23:30 ins Bett gehen, zur Plage werden. Irgendwie ist es dann doch nicht mehr so schön hier, weil man diese Idylle gar nicht genießen kann.


Tag 11, 02.07.2018, von Turku nach Helsinki
Lorena wacht um 6:30 auf und lässt sich nicht wieder einschläfern. Erst nachdem Cordula sie gestillt hatte und ich sie zu mir ins Bett genommen habe, schläft sie – wie wir auch – wieder ein. Erst um kurz vor 10:00 waschen wir wieder auf. Wir machen uns fertig, checken um 12:00 aus und spätstücken (also brunchen) gemütlich in der Jugendherberge. Wir fahren erst um kurz vor 13:30 los, haben aber auch keine lange Strecke vor uns. Bei Salo fahren wir auf Empfehlung des Bedaeker-Reiseführers von der Autobahn ab Richtung Ekenäs. In Perniö soll es eine mittelalterliche Kirche geben. Wir kurven kreuz und quer durch das finnische Dörfchen, finden aber keine Kirche. Bei der Weiterfahrt merken wir auch weshalb: wir waren erst in Perniö Asemanseutu (was „Bahnhof“ heißt). Nach 6km kommt dann das „echte“ Perniö mit einer stattlichen, mittelalterlichen Kirche, die jedoch leider montags geschlossen ist. Wenigstens gibt es in der gepflegten Ortschaft einen Spielplatz, auf dem Lorena noch schaukelt und wippt. Eine halbe Stunde später erreichen wir Ekenäs, einer Sommerresidenz vieler Russen. Als diese Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts vorbei war, ist auch in diesem Städtchen die Zeit stehengeblieben. Einen Stopp ist uns nur der Lidl hier wert, bei dem wir uns mit Getränken versorgen. Auf der Weiterfahrt macht Cordula nach zähem Ringen mit der airbnb-App eine Unterkunft in Helsinki klar. Dort kommen wir um 18:15 an und sind überrascht, was uns hier für ein neu renoviertes (jedoch noch nicht ganz fertiges) High-Tech-Zimmer mit Beamer, Leinwand, LED-Streifen, Glasschiebetüren und (endlich mal wieder) Doppelbett erwartet. Der Gastgeber kommt etwas später, aber zwei wortkarge Asiaten sind ja auch nicht schlecht. Wir richten uns ein, wechseln später ein Worte mit dem freundlichen Gastgeber Janne und kochen dann Tortelloni mit Schinke-Sahne-Sauce. Der ältere Asiate fühlt sich bereits wir daheim und bedient sich an unserem Campingtopf und unseren Gewürzen. Der andere ist nur mit seinem Handy beschäftigt und braucht deshalb für sein Essen fest eine Stunde. Ins Bett gehen wir um kurz nach 22:00, kleben aber vorher noch ein großes Fenster mit der Lufthansa-Decke und Panzertape ab
Tag 10, 01.07.2018, von Stockholm nach Turku
Der „Wecker“ meckert schon um 4:30 und damit genau eine Stunde zu früh. Wir versuchen noch, Lorena einzuschläfern, entscheiden uns dann aber schon um 5:15 aufzustehen. Obwohl wir am Vorabend bereits alles vorbereitet hatten, dauert es bis 6:15 bis wir loskommen. Damit sollten wir die knapp 12km trotz Berufsverkehr bis 6:45 schaffen. Geht locker, den auf der Straße ist nichts los. Berufsverkehr? Ach ja, wir Deppen: es ist Sonntag. Um 6:35 sind wir beim Check-in und erhalten die schlechte Nachricht, dass das Schiff erst um 9:00 statt um 7:45 ablegt. Wir sind also viel zu früh aufgestanden und haben das Problem, dass Lorena nur kurz auf der Fahrt geschlafen hatte und ihr eigentlich noch ein paar Stunden Schlaf fehlen. Dementsprechend anstrengend ist es, sie bei Laune zu halten. Irgendwie vergeht die Zeit dann doch ganz schnell und wir stehen direkt neben dem Schiff, als es anlegt. Wahnsinn! Und das ohne eine Wolke am Himmel. Rein ins Schiff und ab zum Frühstück. Wir ergattern einen tollen Platz ganz vorne und sind begeistert vom tollen Buffet für 11€. Doch die Freude hält nicht lange, da um 9:30 etwas Hektik aufkommt und die Tische neu eingedeckt werden. Um 9:50 kommt eine Mitarbeiterin und weist und darauf hin, dass wir dich bitte gehen sollen, weil andere Gäste kommen. Eine Frechheit, denn Frühstück soll es bis um 10:00 geben und schließlich sind wir erst um kurz nach 9:00 losgefahren. Wir sind echt enttäuscht, schauen aber zum Glück ein Deck höher, wo der eigentliche Frühstücksraum ist. Dort gibt es noch alles und wir können uns hinsetzen und nochmal zuschlagen. Danach drehen wir eine Runde über’s Schiff, genießen die langsam (Tempo 30) vorbeiziehende, idyllische Schärenlandschaft und finden dann einen windgeschützten Platz auf dem Sonnendeck. Die letzten schwedischen Kronen werden in ein Glas Moët& Chandon investiert. Das große Glas Bier gibt’s für 5,50€ für mich dazu. Sehr chillig hier, was für ein Leben. Kurz vor 12:00 wird Lorena müde und gleichzeitig hungrig. Drinnen finden wir nach einer Tanzeinlage (bei der Lorena voll abgeht) in der Kinderdisco einen Platz in einem der zahlreichen Restaurants. Nach ihrem Mittagessen wird Lorena gewickelt und Cordula schläfert sie in der Trage ein. Als sie eingeschlafen ist, legen wir sie am Boden ab. Dort schläft sie dank Cordulas Hilfe nach 40 min insgesamt fast zweieinhalb Stunden. Danach ist die richtig gut drauf und krabbelt das erste Mal richtig. Auf der Fensterbank legt sie über einen Meter zurück und ist happy. Außerdem spielt sie wieder „Aufstehen-Hinsetzen“. Cordula schaut mal auf dem Shopping-Deck vorbei und ich geh wieder mal raus zum fotografieren.

Die Zeit vergeht wie im Flug und machen wir gesnackt (Polarbrød mit Minisalami bzw. Erdbeermarmelade) haben, ist schon wieder Zeit für Lorenas Abendessen. Danach dauert’s nicht mehr lange und es kommt die Durchsage, dass man sich langsam zu den Autos begeben soll. Wir finden zwar nicht den richtigen Abgang, aber unser Auto. Blöderweise reagiert es nicht auf den Schlüssel. Weder auf meinen noch auf Cordulas. Dann fällt es mir ein: ich hab vergessen die Kühlbox auszuschalten und die hat die Batterie leergezogen. Mit Hilfe eines freundlichen Dänen kommen wir zumindest ins Auto, aber nicht zum Überbrückungskabel im Kofferraum. Also lauf ich hoch zur Info und gebe bescheid, dass unsere Batterie leer ist und wir das Auto nicht starten können. Für Dame meinte, dass sie es weitergibt und jemand kommt und uns hilft. Wir warten noch mindestens 10 Minuten, die Ladeklappen sind schon offen, aber es ist noch niemand da. Also geht Cordula nochmal los. In der Zwischenzeit bekommen wir das Überbrückungskabel eines freundlichen Finnen geliehen, können es aber nicht benutzen, da es ca. 30cm zu kurz für das Nachbarauto ist. Wäre blöd, wenn jetzt niemand kommt, denn dann würden wir alles blockieren. Aber es kommt jemand vom Personal mit einer Energiestation und überbrückt uns. Zum Glück! Hätten wir gewusst, dass wir danach nochmal über fünf Minuten (mit laufendem Motor!) stehen, wäre alles etwas entspannter gewesen. Es ging ja alles gut. Runter von der Fähre gibt es einen kleinen Stau. Danach kommen wir um 22:10 an der Unterkunft (einer Jugendherberge) in Turku an. Es ist schon so spät, weil Finnland eine Stunde voraus ist. Lorena schläft zwar während der Autofahrt und wir haben Bedenken, dass sie dann im Zimmer nicht schläft, aber unsere Kleine ist so handsam, dass sie nach dem Stillen relativ schnell weiterschläft. Bis wir dann auch in der Kiste in unserem Ostblock-/60er-Jahre-Zimmer liegen, ist es 23:20.
Tag 09, 30.06.2018, Stockholm
Wie am Tag davor wachen wir vor dem Wecker auf, haben aber deutlich weniger Stress, weil der Bus heute am Samstag eine halbe Stunde später fährt. Unseren Plan, zum und auf den Kaknästornet zu fahren, müssen wir leider verwerfen: Reperaturmaßnahmen und deshalb Sperrung. Neuer Plan: Picknick im Djurgården. Wir fahren würde mit der Fähre und weiter mit der Tram. Der Park ist riesig und eigentlich eher Wald als Park. Nach ein paar hundert Metern steht am Wegrand ein Reh und ist alles andere als scheu. Auf einem kleinen Spielplatz setzen wir Lorena in eine Schaukel, was ihr sichtlich gefällt. Nebenan ist eine Art Biergarten oder besser: Obstgarten. Tische und Bänke stehen unter zahlreichen alten Obstbäumen und gehören zu einem Café. Sehr einladend aber leider nicht das Richtige für unser Picknick, dass wir hinter einer Hecke veranstalten, um vor dem frischen Wind geschützt zu sein. Aus dem Picknick wurde dann allerdings nur Lorenas Mittagessen. Sie war müde und wir sind wieder gegangen, damit sie im Kinderwagen schlafen kann. Nächstes Ziel: ein Supermarkt, in der Hoffnung, dass es dir Elch- oder Rentier-Salami gibt. Leider Fehlanzeige. Doch wir können vom Karlsplan mit der Tunnelbana (U-Bahn) direkt in die Gamla Stan (Altstadt) fahren. Dort kommen wir durch Zufall an einem Supermarkt vorbei und kaufen eine riesige Schüssel selbst gewählten Salat für 132SEK. Raucherlachs und ein „Lachspflanzerl“ sind auch mit dabei – sehr lecker und sein Geld wert. Gegessen wird am Stortorget vor der Akademie der Wissenschaften (wo die Nobelpreise verliehen werden). Anschließend gehen wir noch zum königlichen Schloss und spazieren gemütlich durch die Altstadt. Cordula kauft noch zwei leckere Schokoladenkugeln bevor wir zum Slussen zu unserem Bus laufen. Wir fahren zwar pünktlich um 15:53 los, sind aber zwei Minuten zu spät in Björknäs Centrum, wo ich noch kurz die dann verschwundene Anzeige für den Anschlussbus (Linie 413) sehe. Mist, jetzt müssen dich wieder laufen, obwohl die Busse eigentlich aufeinander abgestimmt sein sollten. Gerade losgelaufen und auf der anderen Straßenseite angekommen, sieht Cordula zum Glück, wie der Bus 413 zur Haltestelle fährt. Puh, Glück gehabt, wir müssen doch nicht laufen. Zumindest nicht so weit. Zurück im Bauwagen fangen wir an zu packen und aufzuräumen, da wir am Tag darauf um 6:45 am Fährterminal sein müssen. Lorena ist zwischenzeitlich etwas quenglig, weil sie hungrig und müde ist. Probleme die sich leicht lösen lassen. Außerdem schieben wohl gerade ihre oben Schneidezähne durch. Um 21:00 schläft sie aber nach dem Stillen problemlos ein. Ich dusche noch und um 23:00 ist der Tag vorbei.
Tag 08, 29.06.2018, Stockholm
Wir wachen zwar kurz vor dem Wecker auf, haben dann aber doch ziemlich Stress gerade noch den Bus um 9:51 zu erwischen. Wir fahren bis zur Endhaltestelle Slussen und laufen entlang einer riesigen Baustelle zur Fähre nach Djurgården. Mit dieser fahren wir auf die Insel, auf der sich das Vasa-Museum (Eintritt 125 SEK p.P.) befindet. Dort sind wir von 11:00 bis 14:45 und laufen anschließend die Promenade entlang Richtung Innenstadt. Eine Toilettenpause verbunden wir mit Lorenas Nachmittagsbrei im NK. Weiter geht’s durch einen der zahllosen H&Ms in die Fußgängerzone. Wir stolpern zufällig über einen Nike-Store und kaufen Schuhe. Da es inzwischen nach 18:00 ist, machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant in der Altstadt. Beim „Trotzig“ werden wir fündig und essen – natürlich landestypisch – Kjöttbullar (aus Ren und Elch) mit Preiselbeeren und Kartoffelpüree. Sehr lecker, wenn auch nicht ganz günstig (198SEK/19,80€). Um kurz nach 20:00 machen wir uns auf den Heimweg und bekommen gerade noch den Bus (Linie 471) um 20:26. Von der Haltestelle Björknäs Centrum Fahrt leider kein Bus mehr weiter, weshalb wir die letzten 1,7km auf und ab entlang der Luxushäuser zur Unterkunft laufen müssen. Im Bett sind wir um kurz nach 22:00.
Tag 07, 28.06.2018, von Norrköping nach Stockholm
Da wir das Auto nicht vor unserer Unterkunft parken konnten, muss ich um 8:00 aufstehen und einen Parkschein ziehen. Lorena hat bis auf eine 30-minütige Stillunterbrechung gut geschlafen und schläft tatsächlich bis kurz vor 10:00 weiter, so dass wir ganz in Ruhe das Frühstück genießen können. Dann wird Lorena angezogen, wir packen unser Zeug zusammen und fahren um kurz nach 11:00 bei 28° los. Um 12:00 machen wir Mittagspause – wieder an einem tollen Rastplatz. Auf der Weiterfahrt machen wir die 2000km voll. Da wir gut in der Zeit liegen, machen wir einen kleinen Umweg über Schloss Drottningholm, die Sommerresidenz des Königs. Dort kommen wir um 14:30 bei 30° an.

Nachdem Lorena ihren Nachmittagsbrei bekommen hat und sich ein wenig auf der Picknickdecke austoben konnte, schlendern wir noch durch den Schlossgarten.

Auf der Weiterfahrt zum airBnB laden wir die Fahrkarten auf (250 SEK/25 € für 72 Stunden) und geraten danach in einen Stau. An der Unterkunft kommen wir um 18:15 an und lachen erstmal, weil wir in einem Bauwagen schlafen dürfen. Innen ist der Bauwagen geschmackvoll und praktikabel eingerichtet und wir fühlen uns sofort wohl. Umgeben sind wir von großen, modernen Häusern, die mehr an Beverly Hills erinnern als an Stockholm. Wir richten uns ein, kochen und gehen mit Lorena um 22:00 ins Bett. Meinen Plan, vor der Tür noch etwas am Laptop zu recherchieren, verwerfe ich schnell, da es zu stürmen und zu tröpfeln beginnt.
Tag 06, 27.06.2018, von Bergkvara nach Norrköping
Lorena schläft wie wir lange und gut. Wir wachen erst um 8:30 auf. Irgendwie vergeht heute die Zeit wie im Flug und so wird es kurz vor 13:00 bis wir losfahren. Eigentlich wäre das kein Problem, aber um 16:00 spielt Deutschland gegen Südkorea und das Spiel wollen wir unbedingt sehen. Wir haben extra dafür eine Unterkunft in Norrköping mit Fernseher und gutem WLAN gebucht. Hätten wir vorher gewusst, dass wir erst so spät loskommen, hätten wir das anders gemacht. Also: Planänderung. Wir fahren erst nach Kalmar, schauen uns das mächtige Schloss an und fahren dann nach Västervik, wo wir hoffentlich eine Fußballkneipe oder etwas Vergleichbares finden. Wir erreichen das schnucklige Västervik pünktlich um 15:40, finden einen super Parkplatz und sehen auf dem Weg dorthin auch eine Bar, die komplett mit Menschen in blau-gelben Trikots gefüllt ist. Direkt daneben ist ein McDonald’s, der schnelles WLAN liefert, sodass wir dort das Deutschlandspiel auf dem Handy und das Schwedenspiel auf einem Fernseher anschauen können.

Vielleicht war es kein gutes Omen, dass in der Früh am See ein Vogel auf Lorenas Deutschlandkleid gekackt hat, denn das Spiel war ebenso beschissen wie das Ergebnis (0:2 verloren und damit ausgeschieden). Wenigstens konnten die Schweden über ihr 3:0 gegen Mexiko jubeln. Zumindest fünf Minuten. Danach war alles so, als wäre nichts passiert: kein Autokorso, keine grölenden Fans, keine Besoffenen. Positiv an der Sache ist, dass wir jetzt keinen Stress mehr haben, um die weiteren Deutschlandspiele zu sehen – es gibt ja keine mehr. Um kurz nach 18:00 fahren wir weiter Richtung Norrköping, wo wir nach einem Abendessen-Stop für Lorena um kurz nach 21:00 ankommen. Das (kleine, aber ausreichende) Zimmer ist in einem Bürogebäude im obersten Stock. Man fühlt sich wie in einem Krankenhaus oder Seniorenheim. Anders als erwartet ist Lorena noch putzmunter und es wird 23:00 bis sie endlich schläft. Wir suchen anschließend noch eine Unterkunft für Stockholm und buchen die Fähre für Sonntag, 01.07.2018.
Tag 05, 26.06.2018, von Kopenhagen nach Bergkvara
Nach einer entspannten Nacht wird gepackt, geduscht, gefrühstückt. Bis wir im Auto sitzen ist es 10:20. Wir sitzen jedoch nicht lange im Auto, weil wir gleich noch beim Aldi einkaufen. Es dauert, bis wir uns überlegt haben, was wir abends kochen, aber wir haben ja Zeit. Um 11:30 sind wir dann ‚on the road again‘ und verlassen Kopenhagen über die Öresundbrücke nach Schweden. Malmö lassen wir links liegen und steuern stattdessen Lund an, wo wir im Schatten des Doms Mittagspause machen. Anschließend geht es weiter durch die schwedische Pampa bis Lorena auf einem Lidl-Parkplatz ihren Nachmittagsbrei einnimmt. Danach ist es noch gut eine Stunde Fahrt, bis wir den Dalskärs-Campingplatz in Bergkvara erreichen. Die Reservierung hat zwar nicht funktioniert, aber es ist wenig los und so können wir uns eine Hütte direkt am See aussuchen. Traumhaft – so stellt man sich Schweden vor.

Wir richten uns ein, kochen Geschnetzeltes mit Gemüse und Kartoffeln und genießen den Abend. Lorena schläft zwar erst um 22:00, aber es macht ihr scheinbar nichts aus, dass es noch recht hell ist.
Tag 04, 25.06.2018, Kopenhagen
Die Nacht war halbwegs in Ordnung. Wir stehen um 8:30 auf, frühstücken und machen uns auf den Weg in die Innenstadt. Mit einer S-Bahn um kurz nach 11:00 fahren wir bis Østerport und laufen zum Schloss Amalienborg, wo wir uns um 12:00 die Wachablösung der königlichen Garde ansehen. Danach schlendern wir Richtung Kleine Meerjungfrau und machen kurz davor in einem kleinen Park Mittagspause. Nachdem Lorena gegessen hat, stellt sich Cordula an, um sich mit der Kleinen Meerjungfrau fotografieren zu lassen. Wir sind froh, dass wir danach dem asiatischen Getümmel (viele Reisebusse!) entkommen und durch das Castellet Richtung Schloss Rosenborg laufen. Die zugehörige Parkanlage ist gepflegt und sehr belebt. Nach einem kurzen Fotostop, kaufen wir beim Aldi einen Snack und genießen diesen im Nyhaven, wo auch Lorena ihren Nachmittagsbrei bekommt. Anschließend laufen wir durch die Fußgängerzone zum Tivoli. Der Eintrittspreis ist und mit umgerechnet 15 € (120 DKK) allerdings zu hoch und so entscheiden wir uns dazu, etwas zu essen zu suchen. Wir folgen dem Tipp des deutschen Pärchens aus der Unterkunft und laufen zum RizRaz. Sieht ganz gut aus, aber uns ist es noch zu früh und in Sichtweite ist der Rundetaarn (Runde Turm). Also entscheiden wir uns dort hinaufzugehen (25 DKK, also etwas mehr als 3€ p.P.) und haben eine tolle Aussicht über ganz Kopenhagen. Das hat sich gelohnt. Jetzt sind wir auch bereit für’s Abendessen und sehen auf dem Weg zurück zum RizRaz die Lil Apotek, wo es heute das dänische Nationalgericht Fleskstek (frittierter Schweinebauch mit Kartoffeln und Petersiliesauce) im Angebot (149 DKK/19€) gibt. Das Essen ist zwar etwas fettig, aber sehr lecker. Gegen kurz vor 21:00 sind wir dann wieder in der Unterkunft.
Tag 03, 24.06.2018, von Apensen nach Kopenhagen
Während ich nach einer ruhigen und erholsamen Nacht um 8:30 aufstehe, schlafen die Damen bis nach 9:00. Uns erwartet ein üppiges, leckeres Frühstück und netten Gespräche. Wir wollten eigentlich früher loskommen, aber wir verquatschen uns und es wird 12:00 bis wir im Auto sitzen und über Hamburg nach Flensburg fahren. Genauer gesagt: Handewitt. Dort tanken wir und machen eine längere Pause, bei der Lorena ihr verspätetes Mittagessen bekommt. Um kurz vor 16:00 geht’s weiter. Nach einem weiteren Zwischenstopp, bei der Lorena im Autositz ihren Nachmittagsbrei isst, fahren wir über die Kleine- und die Große-Belt-Brücke. In Kopenhagen kommen wir um 19:15 in unserem AirBnB an. Die Gastgeberin und ihre drei Hunde empfangen uns ganz freundlich. Lorena schaut erst interessiert auf die Hunde, erschrickt aber, als der erste Hund laut bellt. Das Zimmer ist zwar nicht geräumig, aber schön eingerichtet. Wir füttern Lorena, essen selber was und gehen um 22:30 ins Bett. Lorena ist leider immer noch verstopft und dementsprechend unruhig ist die Nacht.
Tag 02, 23.06.2018, von Königshofen nach Apensen
Um 7:30 wacht Lorena auf und wir stehen auf. Für mich gibt es eine Überraschung am Frühstückstisch: Cordula hat Himbeer-Marzipan-Muffins gebacken. 😋 Und Opa hat extra eine Kerze (aus Vierzehnheiligen) angezündet. Bis wir loskommen ist es 9:30. Kurz vor Würzburg staut es sich baustellenbedingt, aber danach flutscht es richtig und wir erreichen Göttingen um 12:20. Erst wird getankt und danach bekommt Lorena ihr Mittagessen im Bürger King. Bis wir dann noch ein paar Einkäufe erledigt haben, ist es plötzlich 14:45. Die Zeit fliegt. Und wir auch auf der Autobahn. Schon lange nicht mehr war es so angenehm auf der A7 zu fahren. Da es rund um Hamburg Staus gibt, nehmen wir den Umweg über die A27 in Kauf. Eine gute Entscheidung, denn wir können weiterhin Gas geben und kommen um 17:45 bei Familie Bertrams an. Wir werden herzlich empfangen und haben einen lustigen, leckeren und später auch noch spannenden Abend beim Deutschland-Spiel: das 2:1 von Toni Kroos 10 Sekunden vor Ende der 5-minütigen Nachspielzeit hat Deutschland (vorerst!) vor dem Ausscheiden gerettet. Wir plaudern noch eine ganze Weile und kommen dann drauf, dass Bertrams in Senden in dem Haus gewohnt haben, in dem jetzt Petra und Dave wohnen. Ins Bett kommen wir erst kurz vor 1:00.
Tag 01, 22.06.2018, von Senden nach Königshofen
Anders als geplant (15:00-16:00) kommen wir erst um 18:00 los. Noch schnell zwei BigMacs und zwei 6er Nuggets bei McDonald’s geholt und dann ab auf die Autobahn. Hier zeigt sich, dass es gar nicht so schlimm war, dass wir erst so spät losgekommen sind: es ist wenig los und wir kommen super durch. Um kurz nach 20:00 sind wir in Königshofen. Lorena wird gefüttert, das neue Telefon installiert, Kuchen gegessen und ein Bier getrunken. Um 21:30 ist Lorena im Bett, wir um kurz vor 23:00. Lorena ist nachts eher unruhig und um 5:00 hol ich sie zu mir. Es dauert eine ganze Weile bis ich sie beruhigt habe und die Matratze, deren Oberfläche dem Voralpenland gleicht, tut ihr Übriges, dass ich nur nochmal kurz einschlafe. Um 7:30 wacht Lorena auf und wir stehen auf. Tag 02 beginnt…
Gardasee, Tag 6, 29.05.2018
Lorena wacht nach einer ordentlichen Nacht relativ früh auf. Macht aber nichts, weil wir nach Riva fahren wollen und die ihren restlichen Schlaf im Auto bekommen soll. Um kurz nach 10:00 kommen wir los. Im Navi die kürzeste Route zu wählen war vielleicht nicht die beste Entscheidung. Schon nach wenigen Kilometern kommen wir nicht weiter und drehen eine Ehrenrunde. Danach machen wir einen Fotostop an einem Parkplatz mit Blick über eine schöne Bucht.

Die nächsten Kilometer bis kurz hinter Salo ziehen sich, weil viel Verkehr ist. Anschließend geht es mit wunderschönen Ausblicken die kurvige Straße durch etliche Tunnel hinter einem Müllfahrzeug Richtung Riva. Irgendwann verabschiedet sich dass Müllauto und wir sind gegen 12:15 auf einem großen Parkplatz in Riva. Nachdem Lorena die letzten 20min gemeckert hat, lassen wir sie noch kurz im Kofferraum sitzen bzw. auf den Bauch.


Dann treffen wir Susan und Tobi am Ufer und gehen zusammen ins Grand Hotel zum Pizza essen. Die Pizza ist zwar aufgrund der Lage etwas teurer, aber lecker. Auch Lorena bekommt was vom Rand.

Susan und Tobi machen sich danach auf den Heimweg, während wir noch eine Runde durch die Stadt drehen und ein Eis essen. Dabei bekommt Lorena ihre ersten Löffel Eis: erst Mango, dann Pfirsich und grüner Apfel. Auf dem Rückweg zum Auto wird Lorena ganz schön müde und schläft fast ein. Wir beginnen das, indem wir die suchen und dann Entertainment flott zum Auto laufen. Dort angekommen, ist sie bester Laune, schläft aber sofort nach der Abfahrt um 15:00 ein. Sie wacht erst wieder auf als wir – auf der schnellsten Route (durch Weinberge auf einspurigen „Straßen“) – am Tor zur Anlage ankommen. Da Tobi den Schlüssel hat, öffnen wir das Tor mit einem aus einem Parkticket gebastelten Öffner. Dann gibt’s kurz den Nachmittagsbrei für Lorena und es geht ab in den Pool. Lorena hat wieder richtig Spaß im Wasser. Abends machen wir nur Brotzeit und spielen Phase 10 fertig. Wir streichen im Kalender rot an, dass Cordula gewonnen hat.
Gardasee, Tag 4, 27.05.2018
Sehr entspannte Nacht. Lorena wacht erst von einem lauten Geräusch in der Küche um 8:00 auf. Frühstück und ab an den Pool. Wir gewöhnen Lorena langsam an das kühle Wasser, bis sie irgendwann tatsächlich mit mir reinkommt. Cooles Kind! Sie freut sich total. Mittags wird logischerweise gegessen und um 14:20 leg ich sie schlafen. Elternzeit: alle vier ohne Kinder am Pool.
Am Abend wollen wir Essen gehen, aber es ziehen dunkle Wolken auf. Wir überlegen hin und her und entscheiden uns dann selber zu kochen. Es gibt Chili con Carne. Zum Glück sind wir nicht essen gegangen. Gegen 17:30 fängt es an zu stürmen und zu regnen, später dann richtig zu gewittern. Weil draußen auf dem Balkon alles nass ist, fangen wir drinnen an Phase 10 zu spielen und gehen um kurz nach 22:00 ins Bett.
Gardasee, Tag 3, 26.05.2018
Die Nacht war gut, aber Lorena wacht um kurz vor 7:00 auf. Wir versuchen nur kurz, sie wieder in den Schlaf zu bringen, überlegen und dann aber, dass sie noch im Auto schlafen kann. Wir treffen uns heute nämlich mit Petra und Dave in Sirmione. Nach einer guten Stunde am Pool fahren wir um kurz nach 11:00 los. In bzw. kurz vor Sirmione ist die Hölle los und wir kommen erst gar nicht die letzten 2km bis an die Stadt. Nach einer Extrarunde sind dann jedoch die Polizisten weg und wir können auf einen Parkplatz bis kurz vor den Sperrbereich fahren. Wir laufen die letzten 500 Meter bis zum Stadttor und treffen kurz dahinter in einer Pizzeria Petra und Dave mit seinen Eltern und den Kindern Emmy und Lukas natürlich. Wir trinken was, füttern Lorena und laufen anschließend durch die Stadt. Es sieht ganz nett und meist typisch italienisch aus, ist aber gänzlich überlaufen und nur auf Touristen ausgelegt. Auch wir Touristen können nicht widerstehen und laufen uns ein leckeres Eis. Gegen 14:45 verabschieden wir uns. Lorena bekommt noch ihren Nachmittagsbrei und schläft kurz danach ein. Wieder am Auto angekommen wacht sie sofort auf. Auf der Heimfahrt zeigt sich, dass der Schlaf hatte länger aus ihre 20-25min dauern sollen, aber wieder daheim und nach dem Abendbrei ist total fit und gut drauf. Einfach traumhaft, wir unsere Kleine das alles mitmacht und wegsteckt. Daheim wird gekocht (Geschnetzeltes mit Reis), gegessen und der Abend mit Wizard spielen verbracht.
Gardasee, Tag 2, 25.05.2018
Wir so oft, war die erste Nacht eher schwierig. Für uns zum Glück jedoch nicht so schlimm wie für Susan und Tobi. Deren Anni hat die halbe Nacht durchgeschrien.
Lorena war zwar sehr unruhig und hat sich immer wieder gemeldet, aber sie hat dann noch ganz gut von 6:00 bis 8:20 geschlafen. Nach dem Frühstück gehen wir runter an den See. Lorena hat natürlich Spaß daran Steine in den Mund zu nehmen. Nach gut einer Stunde gehen wir wieder ins Apartment und Lorena bekommt ihren Mittagsbrei. Nach dem Essen schlafen beide Kinder und wir chillen im „Garten“. Als beide wieder wach sind fahren Tobi und ich mit den Mädels einkaufen zum Lidl. Wieder daheim fangen Cordula und ich sofort an mit Kochen. Es gibt Spaghetti Bolognese. Den Abend verbringen wir gemütlich auf dem Balkon.
Gardasee, Tag 1, 24.05.2018
Lorena hat eine ordentliche Nacht, wacht aber um 6:00 auf. Wir entschließen uns – wie sich später zeigt zum Glück – ebenfalls aufzustehen und uns fertig zu machen. Auto packen, Lorena fertig machen, frühstücken und später als geplant kommen wir genau um 10:00 los.
Lorena schläft gut im Auto, wacht aber als wir direkt nach der Grenze eine Pinkel-Pickerl-Pause machen. Nach etwas Gemecker schläft sie kurz nach dem Fernpass wieder ein. Ihr Mittagessen bekommt sie dann auf einem Rastplatz kurz vor Innsbruck. Nach 45min geht die Fahrt weiter. Wir kommen weiterhin ohne Stau und mit einer schlafenden Lorena durch bis auf Höhe Verona. Dort wacht sie auf und man merkt, dass es ihr jetzt reicht und die Bewegung braucht.
Lorenas Entwicklungsstand 2018-01-14
Weil man immer wieder vergisst, was Lorena wann konnte, gibt’s hier mal eine kleine Aufstellung, was sich so getan hat in den letzten zwei bis drei Wochen.
- Greifen klappt immer besser. Lorena hat sich auch schon den Greifring des Spielebogens geschnappt.
- Lorena ist viel ausdauernder im Tripp-Trapp und ist uns sogar schon einmal darin eingeschlafen.
- Sie erzählt viel mehr und quietscht dabei, weil sie so fröhlich ist.
- Stuhlgang hat sie nicht mehr täglich.
- Sie hat am Samstag, 13.01.2018, zum ersten Mal einen zweistündigen Mittagschlaf im Beistellbett gemacht.
- Sie hebt ihre Beine senkrecht nach oben und wirft sie mit Schwung wieder runter. Dass sie dabei auf der Wickelkommode mit ihren Fersen heftig auf’s Holz knallt, ist ihr egal.
- Sie greift – vor allem beim Wickeln – nach ihren Beinen. Dabei kam es auch schon vor, dass sie zur Seite umgefallen ist. Das Umdrehen vom Rücken auf den Bauch kündigt sich also an.
- Lorena hat längere Wachphasen im Kinderwagen oder in der Trage.
- Ihren Milchschorf hat sie immer noch, aber deutlich weniger seit der Kokosöl-Behandlung in den Weihnachtsferien.
- Sie hat ein paar trockene Stellen an den Beinen.
- Sie lässt sich inzwischen gerne so auf dem Arm tragen, dass sie über die Schulter schauen kann. Mitte Dezember hatte sie noch darüber gemeckert. Jetzt dreht sie sogar den Kopf so, dass sie fast nach vorne schauen kann und hält sich dabei an Schulter und Hals fest. Sehr süß.
- Sie versucht alles Mögliche in den Mund zu stecken, bevorzugt ihre linke Hand. Das macht das Wickeln nicht gerade leicht.
- Beim Wickeln stößt sie sich manchmal mit den Füßen nach oben ab.
Angrillen 2018
Endlich ist es soweit: der Grill läuft zum ersten Mal im Jahr 2018.
Weihnachtsfamilytrip
Nach dem tollen und ruhigen Heiligen Abend brechen wir am Montag, 25.12.2017, vollgepackt um kurz nach 11:00 auf nach Neusäß. Zum Mittagessen mit der kompletten Hübner-Familie gibt es Schweinefilet mit Bohnen, Spätzle und Salat. Nach dem Essen sind Maximilian und Sarah etwas aufgedreht und Lorena bekommt Sarahs fröhliches Gekreische nicht so ganz. Sie schreit sich etwas in Rage, weshalb Cordula und ich mit Lorena eine Runde durch den Lohwald spazieren gehen. Das traumhafte Wetter lädt auch richtig dazu ein.
Lorena beruhigt sich schnell, schläft ein, wacht aber wieder zurück beim Kaffee schnell auf und schreit viel. Nachdem Silke, Christian, Sarah und Maximilian gegangen sind, wird Lorena endlich etwas ruhiger. Sie schläft im Auto ein, als wir um kurz nach 17:30 in Richtung Windsbach losfahren.

Um 19:30 kommen wir im E-Werk (Vereinsheim des Männergesangsvereins Windsbach) an, wo Carmen ihren 30. Geburtstag feiert. Lorena hat noch eine längere Wachphase, ist aber eigentlich ziemlich am Ende. Nach dem leckeren Essen (Schnitzel, Schaschlik, Schäufele, Pommes, Salate) dreh ich mit ihr eine längere Kinderwagenrunde und wir lassen sie in der Wiege im Erdgeschoß in einem Nebenraum stehen. Das Handy-Babyphone hat zwar keinen Empfang, aber Lorena lässt uns in „Ruhe“ bis um kurz vor 3:00 feiern. Es werden Weihnachtslieder gesungen, getrunken (vor allem von Carmen) und getanzt. Nach der tollen Feier fahren wir zu Carmens Eltern, um in Dominiks Zimmer zu schlafen. Bei der ganzen Rumräumerei wird Lorena wach und Cordula bringt sie mit viel Mühe erst nach einer Stunde wieder in den Schlaf, während mein Ar*** in der Ritze des Sofas hängt und ich deshalb kaum schlafe. Die Nacht war also für uns alle nicht so toll. In der Früh kommt Carmen ein und braucht etwas für ihren Bruder, der Probleme mit dem Mieten hat und dem es echt schlecht geht. Ihr selber geht es alkoholbedingt auch eher bescheiden. Wir bleiben noch eine Weile im Bett, spielen mit Lorena und lauschen ihrem fröhlichen Gebrabbel. Nach dem „Früh“stück bekommen wir noch Salat und Schäufele und fahren nach Königshofen, wo wir um 14:00 ankommen. Opa ist sichtlich gerührt als er Lorena das erste Mal sieht. Oma schaut nicht so gut aus und regt sich kaum. Wir machen das Schäufele warm, essen und plaudern. Um kurz vor 17:00 machen wir uns auf den Heimweg. Kurz bevor wir die Autobahn erreichen, bekommt Cordula eine Mail von ihrer Mutter. Wir fahren also doch nicht nach Hause sondern wieder nach Windsbach. Wir sind froh, dass sie doch noch Kraft dafür gesammelt hat. Sie freut sich sehr darüber, dass sie zum ersten Mal eines ihrer drei Enkelkinder sieht. Wir wollten eigentlich um 21:00 wieder fahren, aber wie zu erwarten wird es dann doch kurz nach 22:00. Daheim sind wir um kurz vor 24:00. Wie die nächsten Tage zeigen, hat unsere Kleine die „Strapazen“ ganz gut weggesteckt, obwohl wir so viel unterwegs waren, viel Trubel um sie herum war und ihre Nachtruhe zwei Nächte nacheinander unterbrochen wurde.


