Die Kinder schlafen wieder bis 7:45 und sind leicht reizbar. Mehr Schlaf hätte beiden gut getan. Milch und Frühstück machen die Situation nur minimal besser. Nach dem Frühstück gehen wir noch an den Pool. Nach Samuels Mittagsschlaf laufen wir nach XXX, um dort zu essen. Nach kurzer Wartezeit bekommen wir einen Platz, warten dort aber eine ganze Weile, bis wir die Bestellung aufgeben können und das Essen kommt. Dafür sind die Patatas bravas, die Croquetas, das Brot mit Tomate und vor allem die Paella rizo negra sehr lecker. Das Warten hat sich gelohnt. Nach dem Essen laufen wir noch ins Zentrum für ein Eis. Der Rückweg danach zieht sich, weil Lorena und Samuel lauffaul sind und wir nur einen Buggy haben. Gegen 19:00 sind wir wieder zurück und beginnen, die Kinder ins Bett zu bringen. Mit Samuel ist es wieder schwer und es dauert bis wir den Tag bei einer Flasche Weißwein und Meeresrauschen ausklingen lassen.
Tag 2 – Mittwoch, 08.06.2022 – Coma-ruga
DIe Kinder schlafen für ihre Verhältnisse zwar lang (7:45) aber insgesamt natürlich zu kurz. Samuel ist dementsprechend launisch. Lorena hat zwar auch ihre Stimmungsschwankungen, aber in einem erträglichen Ausmaß. Wir frühstücken gemütlich und gehen dann runter zum Pool, während Aurelius arbeitet. Das Wetter ist etwas wolkig, aber warm. Lorena und Samuel haben sehr viel Spaß am und im Wasser und spielen relativ friedlich. Richtig „lustig“ wird es, als Samuel seinen Stinker in die Badehose setzt und die braune Masse die Innenhose verlässt. Wir waschen ihn und den Boden ordentlich ab und legen ihn gegen 13:15 zum Mittagschlaf hin. Gut eine Stunde später wecken wir ihn, damit wir uns zusammen für den Strand stärken können. Lorena hat in der Zwischenzeit mit Cordula am Pool gespielt. Nachdem Samuel etwas eskaliert, gehe ich mit ihm voraus zum Mini-Spielplatz (2 Wippen und eine kleine Rutsche) in der Anlage, um ihn aus der Situation rauszunehmen. Doch auch dort folgt er nicht, provoziert und ist aggressiv. Man merkt, dass er deutlich mehr Schlaf bräuchte. Kurz darauf gehen wir zusammen mit Lorena und Cordula runter zum Strand. Im Sand kann er sich richtig austoben. Beide haben Spaß an den Wellen, die am Strand auslaufen, trauen sich aber nicht ins Wasser. Samuel wird trotzdem komplett nass, als er beim rennen stolpert und sich der Länge nach auf den Bauch ins Wasser legt. Lorena lässt sich von Lorena und mir ein Stück mit reinnehmen, hat aber mehr als Respekt vor den Wellen. Sie baut lieber eine Sandburg, bei der ich ihr helfe. Kurze Zeit später kommt Ari und dann noch Aurelius mit Pablo. Es ist schon nach 18:00, als wir die knapp 100 m zurück zur Ferienwohnung laufen. Zum Abendessen gibt es wieder leckere spanische Brotzeit.
Samuel geht heute nur minimal besser ins Bett, aber leider wieder viel zu spät. Lorena schläft besser ein. Irgendwann ist dann aber auch für uns wieder Zeit für Wein mit Meeresrauschen (und Zugrauschen).
Tag 1 – Dienstag, 07.06.2022 – Von Senden nach Coma-ruga
Wenn man ab Stuttgart fliegt, regnet es.
So beginnt auch dieser Tag. Als wir um 10:15 loskommen, hat es jedoch aufgehört. Kurz vor dem Stuttgarter Flughafen gibt es zwei Baustellen, die uns etwas Zeit kosten, aber wir kommen fast pünktlich bei unserem Parkhaus mit Shuttle-Service an. Wir werden freundlich empfangen, stellen das Auto im Parkhaus ab und werden zum Terminal gefahren. Dort gehen wir direkt zum Schalter und checken nach einiger Wartezeit problemlos ein, obwohl einer unserer Koffer minimal Übergewicht (21 kg anstatt 20kg) hat. Anachließend gehen wir zum Spielplatz beim McDonald’s, damit sich die Kinder vor dem Abflug noch etwas austoben können. Cordula holt währenddessen Verpflegung vom Bäcker. Nach einer kurzen Stärkung gehen wir durch den Sicherheitscheck und weiter zum Gate. Wir boarden, steigen über die Gangway ein, nehmen unsere Sitzplätze (18 AB+CD) ein und starten pünktlich und problemlos. Die Probleme beginnen ca. 5 min nach dem Start (die Anschnallzeichen sind noch an), als es plötzlich ein Geräusch gibt und es sehr laut wird im Flugzeug. Außerdem vibriert die ganze Maschine und die grünen Notausstiegzeichen gehen an. Es klingt so, als hätte der Pilot bei vollem Tempo einfach mal das Fahrwerk ausgefahren. Alle im Flugezug sind leicht beunruhigt und es herrscht eine komische Stimmung. Nach ca. 20-30s ist der Spuk vorbei, aber die angespannte Stimmung hält an. Erst nach weiteren 5 min meldet sich der Pilot und erklärt in schlecht(est)em Englisch, dass etwas mit den Bremsen und dem Fahrwerk heiß geworden ist und deshalb gekühlt werden müsste und dass es der Crew gut geht und das Wetter in Barcelona gut ist. Naja, dann passt ja alles. Hauptsache das Wetter in Barcelona ist gut. Es bleibt aber das ungute Gefühl, dass es bei der Landung Probleme geben könnte. Zum Glück geht nach ein paar Ehrenrundenüber Barcelona alles gut und wir landen überpünktlich um 16:40. Dafür warten wir (wie einmal) eine halbe Ewigkeit am Gepäckband. Samuel ist außer Rand und Band, Lorena eher in freudiger Erwartung auf den Urlaub. Aber auch ihre Stimmung kippt etwas, nachdem wir nicht zur Autovermietung finden. Wir irren nach draußen, um dann festzustellen, dass wir in Terminal 1 sind und zu Terminal 2 müssen. Also nehmen wir den Bus dorthin und irren dort weiter. Auch die Nachfrage bei der Info hilft nur bedingt weiter. Irgendwann finden wir dann doch fast vor Terminal 2C den Shuttle-Bus zur OKmobility-Autovermietung. Dort wollen sie uns natürlich noch zig Zusatzversicherungen und Schutzbriefe aufquatschen und so dauert es bis fast 19:00 bis wir mit unseren Seat Leon die Autovermietung verlassen und uns auf den Weg nach Süden machen.
Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir unser Ziel: die Ferienwohnung von Aris Mama in Cama-ruga (https://goo.gl/maps/1KYHmJKHoqC3heNu9). Auri und Ari sind mit Pablo bereits da und haben ein tolles Abendessen vorbereitet. Bei Meeresrauschen genießen wir leckeres Brot, Schinken, Muscheln, Käase, Gazpacho, Chorizo, … – einfach alles, was die kalte spanische Küche hergibt. Anschließend versuchen wir über eine Stunde lang vergeblich Samuel ins Bett zu bringen. Er ist völlig überdreht, aggressiv, laut und folgt überhaupt nicht. Irgendwann nach 23:00 klappt es dann endlich und wir können mit Auri und Ari noch in Ruhe einen Wein trinken.
Samuels erster großer Unfall
Es müsste ja irgendwann so kommen …
Cordula war Schülern beim Begabtenseminar in Babenhausen und ich hatte einiges zu tun mit dem Abitur (mündlichen Zusatzprüfungen organisieren, Noten finalisieren, …), als um kurz nach 10:00 erst ein Anruf von der Krippe auf mein stumm geschaltetes Handy und direkt danach von Cordula ins OSK-Büro kam: Samuel hat eine Platzwunde. Ich hab mich kurz um die Vertretung gekümmert und bin dann gleich losgefahren, um ihn zu holen. Als ich ihn von Agnes in Empfang genommen habe, war er ganz ruhig und entspannt. Die knapp 2cm lange Platzwunde hat nicht mehr geblutet und sah ganz sauber aus.

Ich bin dann mit ihm sofort zu Frau Dr. Spooren. Ohne Wartezeit kamen wir sofort dran und nach einer kurzen Begutachtung würde die Wunde mit drei Strips geklebt. Noch ein großes Pflaster drüber und um 10:45 war schon alles erledigt.

Typischerweise ist das passiert, als Cordula nicht daheim war. 😄

Tag 2 – Samstag, 09.04.2022 – Antalya
Die Kinder schlafen lang. Sehr lang. Wir verpassen das reguläre Frühstück und ergattern gerade noch ein paar Stücke vom Spätfrühstück um kurz vor 11:00. Wir essen nur ganz kurz, da im Speisesaal schon alles für Mittag hergerichtet wird. Aber da es ab 12.30 Uhr schon Mittagessen gibt, reicht ja ein schnelles Frühstück. Die Zeit bis dahin überbrücken wir damit die Anlage zu sichten. Wir buchen einen Termin für ein Fotoshooting für Mittwoch. Wir lassen uns den Spa-Bereich zeigen. Man merkt, dass noch nicht zu viele Leute im Hotel sind und das Personal noch viel Zeit hat. Ab jetzt bis Montag kommen viele neue Gäste an.
Wir essen ausgiebig zu Mittag und Samuel macht recht spät seinen Mittagsschlaf. Lorena und ich gehen um 15 Uhr in den kidsclub, wo Lorena heute alleine ist. Ich bleibe eine Weile mit ihr dort. Dann bleibt sie alleine und ich hole die Badesachen. Als Samuel wach ist gehen wir alle an den Pool. Zwei Becken (das mit den Rutschen und das Kinderbecken) sind sogar beheizt. Wir haben viel Spaß im Pool. So toll, dass wir draußen baden können. Anschließend duschen und lecker Abendessen. Kai und ich gehen dann noch an die Lobbybar und sitzen draußen mit Babyphone
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Tag 1 – Freitag, 08.04.22 – Von Senden nach Antalya
Auf dem Heimweg von der Schule nehme ich Lorena mit nach Hause. Samuel hat Cordula schon um 12 Uhr geholt. Cordula hat bereits das meiste gepackt und wir stecken nur noch Kleinigkeiten, wie z.B. Schuhe, in einen weiteren Koffer. Kurz nach 14:00 kommen wir los und geraten bereits auf der B28 durch Ulm in sehr zähflüssigen Verkehr. Auf der A8 gibt es bei starkem Regen auch noch eine Verzögerung, aber wir kommen pünktlich am Flughafen Stuttgart an. Das Auto stellen wir im Parkhaus P14 ab und laufen dann – leider auch kurz durch den Regen – zum Terminal. Beim Bäcker gibt es noch eine Stärkung, die allerdings erst im Flugzeug zum Einsatz kommt. Wir stellen Lorena McDonald’s in Aussicht, aber sie sagt, dass das nicht gesund sei. Anscheinend wurde das im Kindergarten thematisiert. Nach dem Einchecken gibt es dann aber doch noch ein paar Pommes bzw. Gitterkartoffeln beim goldenen M. Anschließend gehen wir durch die Sicherheitskontrolle und gehen zum Gate. Wir boarden mit etwas Verspätung und starten um 18:20. Lorena ist total excited. Samuel ist anfangs etwas ängstlich, ist dann aber relativ entspannt, obwohl die ersten Minuten wegen des Wetters sehr unruhig sind. Nach ca. 1,5 Stunden Flug werden alles Kinder im Flugzeug deutlich lautet und aktiver. Samuel natürlich auch. Hinzu kommt natürlich der fehlende Mittagsschlaf. 40 min im Auto sind einfach zu wenig für ihn. Trotzdem beachtlich, wie er durchhält. Nach der Landung holen wir unser Gepäck, kaufen noch schnell eine Flasche Wasser, gehen zum Schalter des Reiseveranstalters und warten dann einige Zeit am Shuttle-Bus auf weitere Mitfahrer, die dann aber gar nicht kommen. Bis wir letzten Endes am Hotel ankommen, ist es schon nach 0:00: einchecken, ab aufs Zimmer und Kinder schleunigst ins Bett bringen. Beide sind gleichzeitig überdreht und todmüde. Es ist nach 1:00 bis beide endlich schlafen. Mal sehen, wie lange …





Sonntag, 07.11.2021, Tag 10, Heimfahrt
Lorena hat eine verstopfte Nase, schnauft mehrmals tief und laut durch und weckt damit Samuel um 5:45. Er schnullt ganz laut und murmelt immer wieder etwas. Bevor er richtig laut losbrabbelt, liefere ich ihn bei Oma und Opa ab und sie schläft noch bis 6:25 weiter. Dann sagt sie wie aus heiterem Himmel: „Ich will nicht mehr schlafen.“ Um 7:00 stehen wir alle zusammen auf. Er will wie immer mit mir Milch machen. Lorena will eine Milch „Bis zur 150.“ (also 150 ml). Samuel trinkt seine Milch in aller Ruhe auf dem Sofa und Lorena ist nur am rummeckern. Sie hat zu wenig Energie und zu wenig Schlaf. Auch beim Frühstück besser sich ihre Laune kaum. Samuel isst ganz ordentlich. Anschließend packen wir, räumen auf und fahren um 9:35 los. In der Fischkiste kaufen wir noch Fisch für Anne, Violetta und natürlich für uns. Auf der Autobahn sind wir dann um 10:15.
Bis Hannover läuft es gut. Dort gibt es jedoch eine Vollsperrung, die wir umfahren. Das kostet zum Glück nicht viel Zeit.
Samstag, 06.11.2021 – Tag 09 – Strand, Stadt und Packen
Lorena und Samuel schlafen bis nach 7:00 und gehen dann zu Oma und Opa ins Zimmer. Cordula und ich ruhen uns noch ein bisschen aus. Aufgestanden wird um kurz vor 8:00. Wir überlegen kurz, ob wir laufen gehen sollen, lassen es aber angesichts des trüben, windigen Wetters (vielleicht auch wegen mangelnder Motivation) sein. Es gibt ein ausgedehntes Frühstück mit einer zuckersüßen Lorena und einem dezent renitenten Samuel. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis wir ihn danach angezogen haben für den Strand. Lorena zieht sich fast komplett selbständig an. Bis kurz nach 10:00 haben wir es dann doch geschafft mit Samuel und ziehen sie zusammen mit dem Bollerwagen los. Auch am Strand bessert sich Samuels Stimmung kaum. Es ist sehr weinerlich und meckrig. Erst als wir auf dem Heimweg beim Freibad Steinmarne der Jugendfeuerwehr beim Üben zusehen, ist er kurze Zeit zufrieden.
Während Samuels Mittagsschlaf nutzen wir die Zeit in die Stadt zum Shoppen zu fahren. Oma und Opa passen auf das Babyphone auf und Lorena macht mit Oma das halbe Rätselbuch durch. Wir beide waren schon ewig nicht mehr alleine shoppen, geschweige denn überhaupt beim Shoppen.
Wieder daheim verbringen wir den Nachmittag mit Packen.
Lorena fragt nach
Lorena war ja schon immer sehr wissbegierig und fragte viel. Jetzt scheint sie aber ganz tief in der Warum?-Phase zu stecken. Besonderes interessant war ihre Frage am Freitag, 05.02.2021, kurz vor dem Einschlafen: „Papa, als ich bei der Mama im Bauch war, wie bin ich da eigentlich reingekommen?“ Wahrscheinlich hat sie Carinas Bauch (36. Woche) so beschäftigt.
Tag 11 – 21.08.2020 – Pool
Lorena und Samuel wachen beide um 6:30 auf – viel zu früh. Lorena bleibt wenigstens noch eine gute habe Stunde bei Cordula im Bett und ich versuche Samuel einzuschläfern. Das klappt auch ganz gut, bis es Lorena zu langweilig wird im Bett und sie (wie so oft) ätzende Töne von sich gibt. Samuel schreckt hoch und ist natürlich hellwach und gleichzeitig todmüde. Naja, dann stehen wir halt auf und frühstücken. Anschließend gehen wir an den Pool und bleiben dort, bis wir Samuel um kurz vor 12:00 schlafen legen. Lorena ist eine Stunde später fällig und schläft knapp 50 min. Zum ersten Mal seit langem ist sie nicht zickig und bockig nach dem Aufwachen. Samuel wacht heute erst nach 2,5 h auf. Der Schlaf heute hat beiden gut getan, was man an ihrer Ausgeglichenheit merkt. Der Nachmittag verläuft ganz entspannt, mit den üblichen Störungen: großes Geschäft in Samuels Schwimmwindel, Lorena muss Pipi und dann doch nicht, … Um 17:30 übernehme ich beide Kinder und Cordula fängt an zu kochen. Lorena traut sich zum ersten Mal alleine ins große Becken zu springen – mit Schwimmflügel, Schwimmreifen und viel Geheule als ihr das Wasser ins Gesicht spritzt. Samuel ist wie immer auf Entdeckertour und lässt sich beim Einstieg ins Fußwaschbecken von einer Biene stechen. Er schreit wie am Spieß und es dauert eine Weile bis wir den Stich überhaupt lokalisieren können. Er steckt fast die ganze Hand in den Mund, weshalb ich denke, dass er an der Hand gestochen wurde. Kurz darauf finde ich den Stachel in seinem rechten Fuß. Wir ziehen ihn mit einer Pinzette raus und hoffen, dass er sich nicht so eine Infektion wie Lorena holt. Nach dieser Aufregung wird gegessen und dann geduscht. Das ist insbesondere bei Samuel extrem nötig, denn er ist überall mit Couscous beschmiert. Beim Duschen traut er sich heute endlich wieder in die Kinderwanne. Allerdings endet die Badeaktion wieder mit viel Geschrei, weil Samuel total erschrickt, als der Abfluss beim Ablassen des Wassers ein lautes schlürfendes Geräusch macht. Das erklärt endlich, woher die Angst vor der Wanne kam. Der Rest des Abends verläuft dann wieder nach Plan: Samuel ins Bett (=Zelt) bringen (heute mit etwas schunkeln auf meinem Arm), Lorena draußen eine Geschichte vorlesen, sie ins Bett bringen und parallel dazu abspülen und um Punkt 21:00 setzen wir uns hin, schenken uns einen Wein ein und schauen auf das erleuchtete Serravalle Pistoiese und die Lichter von Pistoia im Hintergrund.
Tag 07 – 17.08.2020 – Pool und Montecatini Alto

Nach dem Aufstehen und dem Frühstück gehen wir an den Pool. Lorena freut sich schon auf Greta und spielt sofort mit ihr. Samuel spielt auch mit. Da dunkle Wolken aufziehen, befestige ich unseren Privacy Room richtig.

Wir hören es donnern, aber die dunklen Wolken verziehen sich wieder. Nach Samuels Mittagsschlaf machen wir uns mit dem Kinderwagen auf den Weg nach Montecatini Alto.
Nach 20 min (wir nehmen die abkürzende „Straße“, die durch den Campingplatz führt) stehen wir vor der Gelateria und gönnen uns ein Eis. Lorena bekommt einen kleinen „Streifer“ Himbeer-Eis geschenkt.

Anschließend schlendern wir noch (wie jedes Jahr) beim Uashmama (dort, wo es das waschbare Papier gibt) vorbei. Ach nein, nicht „vorbei“: Cordula geht rein und kauft natürlich etwas. Auf dem Heimweg legen wir noch einen Stop bei einer kleinen Kirche ein und sind um 17:30 wieder zurück am Wohnwagen. Während Cordula kocht, geh ich mit den Kindern an den Pool, damit sie noch einmal Bewegung haben. Samuel powert sich beim Krabbeln und Laufen aus und Lorena verliert beim Spielen mit Greta immer mehr die Angst vor dem tiefen Wasser. Nach dem Abendessen gibt es ein großes Drama beim Duschen: Samuel will wieder nicht in die Wanne und Lorena wird für ihr Geschrei auf dem Weg mit der Dusche „bestraft“ (sie wollte auch in die Wanne). Danach schläft Lorena gleich um kurz nach 20:00 ein. Samuel braucht eine Sonderbehandlung und schläft erst kurz vor 21:00.
Tag 06 – 16.08.2020 – Pool
Lorena ist bereits um 6:30 wach. Gut 40 min kann ich sie noch ruhig halten, dann stehen wir auf. Nach dem Anziehen bringen wir zusammen das Abwasser weg. Um kurz nach 8:00 wachen auch Cordula und Samuel auf.

Nach dem Frühstück um 10:00 ist Lorena wieder müde und legt sich im Wohnwagen eine Stunde hin zum Schlafen. In dieser Zeit wäscht Cordula und Samuel und ich haben Spaß am Pool. Als Cordula meint, dass sie fertig ist mit der „Hausarbeit“, wacht Lorena auf und hat Pipi ins Bett gemacht. Immerhin ist Lorena sehr gut drauf nach dem Schlaf und freut sich richtig auf den Pool. Dort lernt sie ein Mädchen kennen, mit dem sie – nach anfänglicher Scheu – spielt. Samuel schläft ab kurz vor 13:00 über zwei Stunden, ist danach aber nur kurze Zeit wirklich fit und ausgeglichen. Allem Anschein nach machen ihm die Zähne wieder zu schaffen. Das Baden/Duschen am Abend ist für ihn auch eine Katastrophe und wir wissen nicht warum. Er schreit nur und sträubt sich gegen die Wanne. Nach dem Abendessen (Spaghetti alio e Olio e pomodori) schlafen beide gut ein: erst Samuel und nach der Gutenachtgeschichte auch Lorena. Um kurz nach 22:00 gehen wir auch ins Bett.



Lorena veräppelt mich
Was war das bitte für eine freche Aktion?
Montag, 24.02.2020 – Lorena wacht schon um 6:30 auf. Wir gehen zusammen runter, machen eine Milch. Ich leg mich beim Trinken zu ihr auf das Sofa. Als sie fertig ist, gibt sie mir die leere Milchflasche: „Bitte!!“ „Danke, Lorena.“ Dann gibt sie mir den roten Neopren-Getränkekühler: „Bitte!“ „Danke.“ Zu guter letzt hält sie mir ihren Schnulli hin: „Bitte!“ Gerade als ich nehmen will, zieht sie ihn weg und sagt lachend: „Neeeeinn.“
Ganz schön dreist, die Kleine.
Mein, meine, meiner: Meins!
Lorena hat wieder einen Schub gemacht. Sie redet noch mehr, was eigentlich unvorstellbar war. Ihr Wortschatz wird immer größer und sie versucht immer häufiger die Grammatik richtig anzuwenden. Sie kann mittlerweile auch „mein …“, „meine …“, „meiner …“ und vor allem „Meins is dis.“ sagen. Dabei wird sie aber etwas übermütig: „Mein Haus.“ Oder wurden wir enteignet?
Lorenas erste Türöffnung
Nach den ersten Nächten daheim ist sie schnell wieder im gewohnten Rhythmus und hatte (anders als ich) keine Probleme mit dem Jetlag. Man merkt, wie ihr der Schlaf guttut. Sie ist wieder ausgeglichener und wohl auch ein Stückchen gewachsen. Am Donnerstag, 09.01.2020, öffnet sie zum ersten Mal eine Tür selber. Sie streckt sich ganz arg und zieht die Türklinke der Wohnzimmertür so weit runter, dass die Tür aufgeht. Sie schaut ganz stolz und auch ein bisschen verwundert.
Tage 37 und 38 – 01.01. und 02.01.2020 – Von Cairns über Melbourne, Dubai und München nach Hause
Cordula und ich saßen in der Silvesternacht noch bis 2.00 da, haben ein paar Kleinigkeiten gepackt und die Flasche alkoholfreien Sekt geleert. Um 7.00 hat uns der Wecker aus dem Schlaf gerissen. Lorena und Samuel haben noch gut 10 min länger geschlafen. Wir packen fertig, schmieren uns ein paar Brote für unterwegs und räumen wie geplant um 9.00 die Bude. Pünktlich um 9.15 kommt das gebuchte Taxi und bringt uns für 25 AUD zum Flughafen. Dort ziehen wir uns für den Flug um und geben das Gepäck auf. Das ist schon einmal eine große Erleichterung. Unser Handgepäck ist dank 20 Windeln und etlicher Quetschies immer noch üppig. Nachdem alles so glatt lief, haben wir nach dem Security Check immer noch über zwei Stunden Zeit bis zum Abflug um 12.00. Die über 3.30 h Flug bis Melbourne verlaufen völlig unproblematisch. Samuel und Lorena schlafen fast zwei Stunden. Zwischendurch sieht man am Horizont hohe Rauchwolken von den Buschfeuern. Nach einer Extrarunde landen wir mit etwas Verspätung in Melbourne. Macht aber nichts, da wir dort sechs Stunden Aufenthalt in fast eisiger Kälte haben. Die Kinder-Spiel-Area ist leider geschlossen. Wir suchen und finden einen ruhigen Platz in der Sonne, wo Lorena zwischen den Stühlen des Wartebereichs joggt („dotzt“), rennt und Fangen mit mir spielt. Um 22.30 Ortszeit geht es mit dem A380 weiter nach Dubai. 14 Stunden. Glücklicherweise zickt Lorena nicht so rum wie beim Hinflug und schläft wirklich viel, obwohl wir sie nach dem Essen vom Boden rauf auf ihren Sitzplatz setzen müssen. Samuel schläft auch gut, meldet sich aber mehrmals, weil er offensichtlich Zahnschmerzen hat. Vielleicht läuft es so wie beim Hinflug und er hat plötzlich ein weiteres Zähnchen. Im Flugzeug war es übrigens noch kälter als am Flughafen in Melbourne. Um 5.40 Ortszeit kommen wir in Dubai an. Dort gehen wir zuerst durch den Security Check und dann zum Gate. Drei Stunden später sitzen wir wieder im Flieger und heben mit etwas Verspätung um kurz vor 9.00 ab. Im Flugzeug dauert es eine Weile bis wir unser „bassinet“ bekommen, in das wir den bereits schlafenden Samuel verfrachten. Insgesamt schläft er fast zwei Stunden und ist dann wieder supergut drauf. Kurz bevor er aufwacht, schläft Lorena ein. Der letzte Flug vergeht auch wie im Flug und wir landen fast pünktlich in München. Dort warten wir eine halbe Ewigkeit auf unser Gepäck. Irgendwann ist es dann doch da und wir schnallen es auf einen Gepäckwagen. Mit dem fahren wir raus und werden nach dem Zoll von Benni, Luise, Josephine und Victoria empfangen. Was für eine tolle Überraschung! Wir quatschen kurz und dann fahrich mit dem Shuttle zumgeparkten Auto. Dort läuft alles halbwegs glatt. Unser Auto war so zugeparkt, dass ich mehr als 10-mal hin- und herrangieren musste, bis ich endlich aus der Lücke draußen war. Schnell noch ein paar Liter tanken und dann ab zum Flughafen. Dort muss es schnell gehen, damit wir innerhalb von 10 Minuten den kostenlosen Parkbereich wieder verlassen können. Wir schaffen es in sieben Minuten. Um kurz vor 16:00 sind wir wieder zu Hause. Wahnsinn, dass wirklich alles so gut gelaufen ist und wir wieder alle gesund daheim sind. Hoffentlich werden wir hier nicht krank, denn beim Anlaufen aus dem Urlaubsmodus ist die Heizung ausgefallen. Wir haben im Haus nur 15 °C. In der Nacht wird es kaum wärmer. Die erste Nacht daheim läuft also witzigerweise genauso wie die erste Nacht im Camper: eisig.
Tag 07 – 02.12.2019 – Von Vivonne Bay nach Port Elliot
Lorena hat zwar fast durchgeschlafen, aber sie ist schon um 6.30 wach und weckt mich, indem sie mir sanft ins Gesicht fasst. Sie ist supergut drauf und erzählt und singt und … An Schlaf ist jedoch leider nicht mehr zu denken. Sie hat leicht erhöhte Temperatur (38,4°C) und Schlaf würde ihr wirklich guttun. Das kann ja wieder ein Tag mit ihr werden… Samuel war etwas unruhig in der Nacht. Wir kommen nach dem Morgenprogramm wie erhofft um 10:30 los und steuern nach 10 km Fahrt Little Sahara an. Nach der kurzen Zufahrt über eine Schotterpiste stellen wir den Camper ab, laden Samuel in die Trage und Lorena in die Kraxe und stapfen los durch den Sand zum „Visitor Centre“ oder besser: Activity Centre. Man kann hier Quads mieten, Sandboarden oder wie wir: einfach nur kostenlos die Sanddünen hochlaufen. Wir bezahlen lediglich mit unseren Daten. E-Mail-Adressen angeben, Schuhe ausziehen und ab in den feinen Sand. Völlig bizarr, dass hier einfach so an einem einizgen Fleck auf der Insel hohe Sanddünen „rumstehen“. Da es in der Früh geregnet hatte, ist der Sand zum Glück etwas fester, was das Laufen deutlich erleichtert. Oben angekommen haben wir einen tollen Ausblick auf die Insel und die umliegenden Sanddünen. Nach einigen Fotos gehen wir wieder zurück zum Camper und starten Richtung Fähre. Laut Navi sind wir total im Zeitplan: Ankunftszeit an der Fähre 12.57. Uns hüpft zum Glück kein Känguru vor den Kühler und so kommen wir tatsächlich um 12.57 am Fährterminal an. Um 13.00 sollten wir hier sein, da um 13.30 die Fähre geht. Das lief ja mal glatt. Die Überfahrt ist unruhiger als die Hinfahrt und Lorena klagt über Bauchschmerzen. Sie ist außerdem ganz bleich, sodass ich mit ihr raus an die frische Luft gehe. Sie schläft kurz in meinem Arm ein und danch geht es ihr besser. Kurz vor der Ankunft wollen wir zu unserem Camper und stehen vor einem großen, stinkenden Problem: dem Schaflaster neben uns. Die Schafe pissen und kacken die ganze Zeit aus dem Laster und wir haben Angst, dass sie uns erwischen, wenn wir in den Camper steigen. Wir finden dann Wege, um auf der anderen Seite einzusteigen. Alles was bleibt, ist noch ein paar Minuten Schafgestank in der Nase. Das erste Ziel nach der Ankunft in Cape Jervis muss nun eine Tankstelle sein. Die rasante Fahrt auf Kangaroo Island hat reichlich Sprit gefressen und so sind wir nur auf Reserve an der Fähre angekommen. Der Reichweitenanzeiger weigert sich bereits einen Wert anzuzeigen. Dummerweise ist an der ersten Tankstelle in Cape Jervis die Dieselzapfsäule „Out of order“. Bis zur nächsten Tankstelle sind es 10 km. Die meisten davon bergauf. Wir schaffen es bis dorthin und sind froh, dass es auch noch Diesel gibt. 72 l fließen durch den Zapfhahn. Die Tankstelle sieht zwar nicht so aus, aber wir können hier tatsächlich mit Kreditkarte bezahlen. Die Fahrt geht ohne besondere Höhepunkte weiter bis Port Elliot, wo wir um 15.30 in einem großen Big4-Campingplatz einchecken. Einfach nur perfekt. Wir können den Platz fast frei wählen, es gibt einen Spielplatz, Waschmaschinen und eine Küche. Während sich Cordula um die Wäsche kümmert, bin ich mit Lorena auf dem Spielplatz. Sie hat richtig Spaß daran, sich mal wieder auszutoben. Überhaupt war sie heute den ganzen Tag supergut drauf. Zu essen gibt es heute Chili-Wraps. Anschließend werden Lorena und Samuel noch geduscht. Lorena ist um 20.15 im Bett, Samuel erst um kurz vor 21.00. Wir mussten ihn noch spülen. Die Wunde sieht super aus. Aber er hat immer noch ganz rote Bäckchen vom Spaziergang zu den Remarkable Rocks. Vielleicht schieben wieder Zähne, denn er kaut ganz heftig auf allem, was er finden kann und er schreit manchmal scheinbar grundlos auf. Bis jetzt – 23.10 – verläuft die Nacht aber ganz gut.
Tag 06 – 01.12.2019 – Von Flinders Chase NP nach Vivonne Bay
Wir haben wieder eine eisige Nacht hinter uns. Samuel scheint das nichts auszumachen. Sein Husten wird zum Glück langsam besser und klingt nicht mehr so röchelnd. Lorena wacht um 4.00 und macht fast zwei Stunden lang die Nacht zum Tag. Wenigstens ist sie dabei ganz süß. Sie flüstert nur, erzählt lustige Sachen oder will komische Dinge (Ghettofaust) machen. Um 7.00 meldet sie sich noch einmal kurz und ist mit der Deckensituation unzufrieden. Das Probleme konnte zum Glück schnell gelöst werden und wir schlafen beide bis kurz nach 9.00 weiter. Cordula ist bereits wach. Nach dem Morgenprogramm ist es 11.30 bis wir losfahren in Richtung Süden. Auf der schönen, kurvigen Straße erreichen wir nach 20 min das südliche Ende. Diese Zeit hat Lorena natürlich nicht gereicht, um den fehlenden Nachtschlaf nachzuholen. Ihre Laune steigt erst, als sie am Parkplatz zum ersten Mal in die Kraxe steigen darf. Sie freut sich sichtlich da oben zu thronen. Die gute Laune hält allerdings nur bis zur ersten starken Windböe, bei der sie zu schreien anfängt. Sie hat wohl Angst bei diesem starken Wind. Da muss sie jetzt aber durch. Wir laufen den Holzsteg hinunter zum Admiral’s Arch. Auf dem Weg dorthin sehen wir Seelöwen und solange wir windgeschützt stehen hat Lorena wirklich Spaß. Samuel sitzt in der Trage zum ersten Mal bei Cordula auf dem Rücken und ist total selig und entspannt. Der Arch selbst ist auch beeindruckend. Beim Weg zurück zum Camper kreischt Lorena wieder das eine oder andere Mal. In ihren Kindersitz im Wohnmobil will sie aber auch nicht so recht. Eigentlich wären jetzt zwei Stunden Mittagschlaf ganz gut, aber wir fahren nur 15 min bis zum Parkplatz der Remarkable Rocks. Auch hier packen wir Lorena und Samuel auf den Rücken und laufen über den Holzsteg zu den wirklich bemerkenswerten Steinen, die hier stehen, als hätte sie jemand dort abgeladen. Wieso ausgerechnet hier und wieso nur hier? Die Natur ist schon spannend. Und kreativ. Denn was Wind und Wetter hier form(t)en ist wirklich schön und aufregend. Wir machen etliche Fotos und Cordula den Selfiestick kaputt. Blöderweise fällt dabei ihr Handy runter. Das Display zeigt nur sehr schwach etwas an und der Akku ist plötzlich bei nur 2%. Kurz danach ist es aus. Wieder am Camper angekommen, hängen wir es zum Laden an den externen Akku. Lorenas Laune ist immer noch im Keller. Auch ein Riegel sorgt nur kurzzeitig für Besserung. Bei der Weiterfahrt schlafen beide sofort ein und wir merken, wie viel Glück wir mit dem Wetter hatten: es fängt heftig zu regnen an. So kommen doch noch Weihnachtsgefühle in Australien auf: 11° und Regen kennen wir aus der Adventszeit in Deutschland. Nachdem wir den Flinders Chase NP verlassen haben, wird das Wetter etwas besser. Unterwegs hüpft uns noch ein Känguru vor den Camper. Zum Glück habe ich es rechtzeitig gesehen, denn das dumm Ding wartete am Straßenrand bis ein Fahrzeug kommt und hüpft dann erst los. Unsere Dashcam sollte bei ca. 5:21 das Känguru gefilmt haben. Um 16:45 kommen wir am Campingplatz in Vivonne Bay an. Es ist fast nichts los. Wir wollen zahlen haben aber die nötigen 27$ nicht in bar parat, denn die müssten wir in einem Kuvert in den „Iron Ranger“ schmeißen. Glücklicherweise helfen uns die Franzosen, die kurz nach uns eintreffen, mit Wechselgeld. Nachdem wir bereits wissen, wie lange alles dauert, fangen wir gleich an zu kochen, damit wir die Kinder heute noch früher ins Bett bekommen. Doch daraus wird nichts: wir haben keinen Strom. Schon wieder nicht. Wir checken die Sicherung und alle Schalter und nach einigem Suchen finde ich den Fehler beim Verlängerungskabel. Das scheint einen Wackelkontakt zu haben. Richtig eingesteckt funktioniert endlich alles und wir haben einen schönen Abend mit einem Chicken Curry mit Reis. Lorena ist um kurz nach 20.00 im Bett und schläft sofort ein. Samuels legen wir erst hin, nachdem wir seine Wunde gespült haben. Die sieht mittlerweile echt gut aus und die Spülung scheint ihm nicht mehr weh zu tun. Er schreit nicht mehr, wenn wir die Kanüle ansetzen und abdrücken. Jetzt ist es Punkt 23.00 und ich habe endlich alle Blogeinträge der letzten Tage nachgeholt. So langsam läuft alles, wie wir uns das vorgestellt haben und wir kommen vielleicht in einen halbwegs normalen Rhythmus.
Tag 05 – 30.11.2019 – Von Kingscote nach Flinders Chase NP
Das war eine richtig kalte Nacht. Zum Glück wärmen die Decken im Camper sehr gut. Lorena hatte nachts einen ca. halbstündigen Aussetzer, bei dem sie nicht weiß, was sie will, aber sie weiß, dass ihr alles nicht passt. „Zudecken!“ Ich decke sie zu. „Nein, nein! Andere Decke!“ Ich decke sie auf und nehme die andere Decke. „Nein, nein! Andere.“ „Es gibt keine andere.“ „Andere!“ So und so ähnlich ging es etwa eine halbe Stunde bis sie wieder eingeschlafen ist. In der Früh, als es hell wurde, das selbe Spielchen nochmal. Am Ende sind Lorena und ich dann aber erst kurz vor 9.30 aufgewacht. Da telefonierte Cordula bereits mit einer Frau von Britz und ließ sich erklären, was sie zu tun habe, um den Strom zu testen. Ich bin in die Unterhaltung mit eingestiegen und irgendwann bei der Schritt-für-Schritt-Anleitung kamen wir zur Sicherung. „Na endlich!“, dachte ich, weil wir ja bereits wussten, dass es an der Sicherung liegt, dass wir keinen Strom haben. Als die nette Frau dann erklärte, was zu tun sei, kam ich mir reichlich blöd vor: ich hätte die Sicherung nur noch einen Klick weiter nach unten schieben müssen, um sie dann wieder reinzumachen. Kannte ich so leider nicht. Also Sicherung rein, Wasserkocher testen und ja, er war der Übeltäter: die Sicherung fliegt direkt wieder raus. Bis wir abfahrbereit sind, ist kurz nach 11.00. Glücklicherweise durften wir eine Stunde verlängern und mussten nicht bereits um 10.00 auschecken. Wir fahren knapp 20 min und bleiben an der Gabelung hinter Cygnet River auf einem Parkplatz stehen um zu frühstücken. Lorena tickt phasenweise wieder komplett aus. Sie nimmt dann nichts von uns an und alles was wir versuchen (auch wenn wir nichts versuchen) ist falsch und sie schreit total schrill. Hoffentlich kann sie den fehlenden Schlaf bald nachholen. Nach unserer Pause fahren wir über Parndana zum Flinders Chase National Park. Beide Kinder schlafen bis dahin, aber leider war das wieder nur eine gute Stunde. Lorena ist dementsprechend schlecht drauf, als sie aufwacht. Samuel hingegen grinst die ganze Zeit und hat sichtlich Spaß. Auch seine anfängliche Abneigung gegen den ungewohnten Kindersitz hat er abgelegt. Immerhin steigt Lorenas Laune kurz nach dem Aussteigen, denn 10 m vor unserem Camper hüpfen Kängurus durch’s Gebüsch und bleiben in unserer Nähe stehen. Lorena freut sich voll. Nachdem die Kängurus weitergehüpft sind, gehen wir Richtung National Park Center und bleiben keine 50 m später schon wieder stehen, weil wir Koalas in den Astgabeln der Eukalyptusbäume sehen. Die sehen wirklich sehr knuddelig aus. Im Center kaufen wir unsere Tickets und buchen Platz 20 auf dem Rocky River Campsite. Nach einem kurzen Rundgang durch das Visitor Center steuern wir unseren Platz an und sind – bis auf die Schräge – total happy. Der Platz ist zwar ohne Strom, aber mitten in der Natur und mit tollen Sanitäranlagen. Wir richten uns ein, spülen ab, kochen und genießen den Abend am „Wohnzimmertisch“ mit feinen Spinat-Ricotta-Ravioli an Champignon-Jus. Heute schaffen wir es endlich früher ins Bett. Lorena und Samuel liegen um kurz vor 20.30 in der Kiste. Während ich mich mal wieder rasiere und dusche, kümmert sich Cordula um die sozialen Kontakte, die Bilder und den Whatsapp-Blog. Um 22.00 gehen bei uns auch die Lichter aus.
Tag 04 – 29.11.2019 – Von Adelaide nach Kingscote (Kangaroo Island)
Die Nacht war anstrengend. Lorena hat sich irgendwann gemeldet und wollte nicht mehr so recht schlafen. Ich hab mich zu ihr gelegt, aber sie war nur schwer zu beruhigen. Egal was ich ihr angeboten habe, alles war ihr unrecht. Um 7.15 hätte der Wecker geklingelt, aber wir sind schon kurz vorher wach. Lorena ist total süß und voll gut drauf. Samuel schläft noch etwas. Also fangen wir an, die Koffer wieder zu packen. Um 8.00 ruft Cordula bei Sealink wegen der Kangaroo Island-Fähre an. Am 30.11.2019 haben wir die Wahl zwischen 16.00 und 18.00. Wir buchen schnell einen Campingplatz in der Nähe von Kingscote (auf Kangaroo Isalnd) und dann die Fähre für 18.00. Weiter geht es mit packen und auschecken. Unser Gepäck können wir im Hotel lassen, während wir unseren Camper holen. Pünktlich um 10.00 stehen wir bei der Wohnmobilvermietung und erledigen die ganze Formalia: wir füllen etliche Formulare aus, müssen uns ein Video anschauen und bekommen eine kurze Einführung in das Wohnmobil: einen Britz Frontier (=Mercedes Sprinter). Das alles dauert fast eine Stunde. Fast genauso lange brauchen wir, bis wir die Kindersitze eingebaut haben. Um 12.00 sind wir mit der Riesenkiste wieder am Hotel und „schmeißen“ das Gepäck rein. Unsere erstes Ziel ist der nächste Aldi auf dem Weg nach Cape Jervis. Dort decken wir uns großzügig mit Nahrungsmitteln ein und fahren dann Richtung Fähre. Lorena ist zwischendurch alles andere als gut drauf, weil sie komplett aus ihrem Schlafrhythmus gerissen ist und insgesamt zu wenig Schlaf bekommt. Immerhin sind wir alle praktisch ohne Jetlag durchgekommen. Wir sind gerade rechtzeitig um 17.25 an der Fähre. Direkt nachdem Cordula die Tickets geholt hat, dürfen wir an Bord fahren. Die 45-minütige Überfahrt ist etwas schunkelig, aber alle kommen ohne Übelkeit auf Kangaroo Island an. Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichen wir unseren Campingplatz in der Nähe von Kingscote, dem einzigen Städtchen auf Kangaroo Island. Wir holen das für uns vorgesehene Kuvert ab, stellen uns an den dort eingezeichneten Platz und wollen kochen. Doch leider haben wir keinen Strom. Komisch, denn die Heizung ging kurz davor noch. Also raus und alle Verbindungen checken. Passt. Sicherungen? Unter den Kindersitzen. Also Kindersitze runterbauen (eine längere Aktion), Sitzbank anheben und – aha – die Sicherung ist draußen. Wird wohl am Wasserkocher gelegen haben. Sicherung wieder rein – geht nicht. Kein Widerstand. Alle Verbraucher überprüfen bzw. ausstecken bringt auch keinen Erfolg. Die Sicherung lässt sich nicht reinmachen. Cordula ruft beim Britz-Service an, doch der kann uns nur bedingt helfen. Er vereinbart für uns einen Termin bei einem Elektriker in der Nähe. Zumindest will er es versuchen und wir sollen uns am nächsten Tag in der Früh um 8.00 melden. Naja, dann müssen wir eben ohne Strom durchkommen. Wird schon gehen. Es ist mittlerweile nach 22.00 und Zeit für’s Bett – für alle. Das Abendessen wird nur eine Brotzeit und es ist 23.00 bis wir alle im Bett sind. Den ersten Abend und die erste Nacht im Camper hatten wir uns stressfreier vorgestellt.
Tag 03 – 28.11.2019 – Adelaide
Die Nacht war ok, aber Schlaf fehlt uns allen noch. Cordula ist am fittesten. Bis wir aufgestanden sind und uns gerichtet haben, ist es kurz vor 12.00. Wir laufen knapp 500 m bis zur Bushaltestelle und fahren ca. 30 min bis in die Innenstadt. Dort suchen wir zuerst etwas zu essen, da wir noch nicht gefrühstückt haben. Fündig werden wir bei einem Inder in der Mall. Anschließend schlendern wir plan- und ziellos durch Adelaide. Zu verpassen gibt es ja nichts, da Adelaide keine großartigen Sehenswürdigkeiten zu bieten hat – zumindest für uns nicht. Nachmittags steuern wir einen Supermarkt in der Rundle Mall an und kaufen das Nötigste für den Abend und den nächsten Tag. In der Mall ist dann eine Wickelaktion fällig, die sich zu einem Picknick ausdehnt, da die Wickelräume in Australien regelrechte Wickelwohnungen sind. Ruhe hat man trotzdem keine, denn der Fernseher zeigt einen Comicfilm in (fast) voller Lautstärke. Lorena gefällt’s logischerweise und sie isst und trinkt nebenbei mehr als sonst, was ihr wirklich guttut. Weiter geht es mit der King William Road und den Überlegungen, wie und wann wir nach Kangaroo Island kommen. Während Cordula mit Lorena wieder wickeln geht, recherchiere ich mehr oder weniger erfolgreich. Gebucht haben wir nichts, aber wir haben rausgefunden, dass die Fähren nach Kangaroo Island zu den für uns günstigen Zeiten ausgebucht sind und dass wir für die Buchung anrufen müssen. Eine Buchung über Direct Ferries erscheint uns (zum Glück) zu unzuverlässig. Um 18.30 gehen wir zu Guzman y Gomez mexikanisch essen. Sehr lecker und reichlich. Lorena schmecken vor allem die (gut gesalzenen und gewürzten) Pommes. Um 20.30 fahren wir mit dem Bus wieder zurück zum Hotel. Beide Kinder schlafen auf dem Heimweg ein. Im Hotel verfrachteten wir beide ins Bett und legen uns auch hin.
Tag 02 – 27.11.2019 – Von Dubai nach Adelaide
Der Tag beginnt am Flughafen in Dubai mit schlafenden Kindern. Doch der Schlaf dauert nicht lange, da das Boarding bereits über eine Stunde vor Abflug beginnt. Denken wir zumindest. Nachdem unsere Pässe (sehr genau) und die Bordkarten kontrolliert wurden, fahren wir mit dem Aufzug eine Etage tiefer in einen abgesperrten Bereich, vor dem wieder eine (sehr oberflächliche) Sicherheitskontrolle aufgebaut ist. Wir hatten also nur eine Art Pre-Boarding und dürfen wieder Platz nehmen – mit zwei wachen, unausgeschlafenen Kindern. Zum Glück müssen wir nicht lange warten bis wir an Bord der – nach dem ersten Flug alt wirkenden – 777 gehen dürfen. Unsere Plätze 14A, 14B und 14C sind ganz toll. Anders als der Service. Die Gurtverlängerung kommt erst mit Verspätung, nach dem Babybett müssen wir fragen, es gibt wenig zu trinken und die Stewardessen sind lange nicht so freundlich wie auf dem ersten Flug. Lorena passt sich an und ist ebenfalls alles andere als freundlich und gut gelaunt. Sie ist total übermüdet, findet aber nicht so richtig in den Schlaf. Wenigstens schläft Samuel ganz ordentlich. Blöderweise gibt es auf dem Flug Turbulenzen, was bedeutet, dass Samuel aus seinem Bett und Lorena angeschnallt werden muss. Irgendwann finden wir doch noch alle in den Schlaf. Pünktlich zum Lunch wachen wir wieder auf. Dann geht alle ganz schnell: essen, packen, Landeanflug, Adelaide. Nach der Einreise warten wir nicht allzu lange auf unser Gepäck und verstauen alles auf einer Gepäckkarre. Zumindest soviel halt darauf Platz hat. Den Kinderwagen trage ich auf dem Rücken und eine müde Lorena zeitweise auf dem Arm. Wir dürfen beim Agriculture Check alles wieder herunterladen, da alle Gepäckstücke durchleuchtet werden müssen. Die nette Frau erkennt allerdings schnell unsere Lage und dass wir tatsächlich nur Nahrungsmittel in Gläschen dabei haben und quält uns nicht lange. Anschließend gehen wir raus aus dem Flughafen und lassen uns dort auf einer Bank nieder. Lorena tut ein bisschen Bewegung sichtlich gut, ich hebe Geld ab und Cordula versucht jemanden vom Adelaide Airport Hotel zu erreichen – vergeblich. Aber sie wird zurückgerufen – angeblich. Nach kurzer Warterei und Überlegerei machen wir uns auf den Weg zum Taxistand. Ganz vorne in der Taxischlange steht ein Mann mit einem Minivan, der allen Ernstes davon überzeugt ist, dass er das ganze Gepäck in sein Auto bekommt. Als Cordula sagt, wo wir hinwollen, sagt einer der Taxieinweiser plötzlich: „Family Huebner?“ Wir sind überrascht und erzählt uns, dass jemand vom Adelaide Airport Hotel hier war um uns zu holen. Der Rückruf war ihnen leider wegen der fehlenden Ländervorwahl nicht möglich. Wir sollten weiter vorne warten, dort komme dann wieder jemand vom Motel. Und tatsächlich, nach knapp 10 min warten kommt eine Frau mit einem Minibus. Wir laden ein und fahren einmal um den Flughafen zum Motel. Dort angekommen geht alles glatt. Bis wir auf dem Zimmer das Nötigste ausgepackt und die Kinder ins Bett gebracht haben, ist es kurz vor 0.00. Wir sind alle todmüde.
Tag 01 – 26.11.2019 – Von Senden über München nach Dubai
Die Nacht war kurz, sehr kurz. Wir waren erst um 3.00 im Bett. Um 7.15 klingelt der Wecker. Samuel ist ohnehin wach (nach einer unruhigen Nacht) und Lorena echt um kurz nach 7.30 auf. Bis wir im Auto sitzen ist es dann doch 9.30 und das Navi meldet sich noch einen Stau. Nach einem kurzen Stopp beim Bäcker und bei Herrn Hermes läuft es dann aber doch ganz gut. Um kurz nach 11.00 sind wir am Flughafen. Cordula steigt mit den Kindern aus und ich fahre das Auto zum Parkplatz in Schwaig (123€ für fünf Wochen). Dort läuft alles reibungslos und ich werde mit dem Shuttle-Bus direkt zu Abflugbereich C gebracht. Auch das Einchecken läuft total glatt und wir werden Kinderwagen und Kraxe problemlos und ohne Aufpreis beim Sperrgepäck los. Beim Anstehen zum Security Check treffen wir André, der beruflich nach Sofia muss und zufällig um die gleiche Zeit fliegt. Danach noch durch die Passkontrolle und dann müssen wir Lorena dringend wickeln. Wir folgen den Schildern und landen in einem stillgelegt wirkenden Bereich des Flughafens. Hier ist kein Mensch und der Wickelraum ist tip-top mit reichlich Platz, schönen Stühlen und Blick auf die Flugzeuge am Terminal. Nach der Wickelei dauert es gar nicht mehr lange und wir können ins Flugzeug. Lorena läuft ganz stolz die Gangway zum Flugzeug und steigt selber ein in den Riesenvogel. Sie hat echt Spaß und ist gut drauf, obwohl ihr der Mittagschlaf fehlt. Wir laufen endlos lange bis wir auf unseren Plätzen 81D, 81E und 81F angekommen sind. Schnell merken wir, dass das Flugzeug nicht voll wird. Hinter uns gibt es komplett leere Reihen und eine Stewardess sagt uns, dass wir die Einzigen mit Kindern am Bord sind und deshalb alles bekommen. Lorena und Samuel werden auch gut mit Spielzeug eingedeckt und noch vor dem Start werden wir fotografiert und bekommen direkt das Polaroid-Foto. Wir machen uns auf den vier Mittelsitzen breit und genießen den Flug. Schlafen funktioniert allerdings nur bei mir kurz. Lorena sagt zwar, dass sie müde ist und legt sich hin, aber in den Schlaf findet sie nicht. Sie ist trotzdem ganz gut drauf und die Stewardessen sagen ihr andauernd, wie „cute“ sie ist. Schwupp-di-wupp sind wir in Dubai. Dort werden wir komischerweise noch einmal durchleuchtet, aber nur oberflächlich. Wir laufen gemütlich zu unserem Gate und machen es uns bequem.
Samuels erste Tage daheim…
… sind ganz entspannt, weil er einfach ganz entspannt ist. Am Donnerstag (=Vatertag) kommen Mami und Papi sowie Auri und Ari zu Besuch. Außerdem kommt Susanne, die Hebamme, und ist sowohl mit Cordulas als auch mit Samuels Zustand sehr zufrieden. Er hat sogar schon wieder auf 3480g zugenommen. Ansonsten schläft er viel und schaut hin und wieder ruhig in der Gegend rum. Wenn er etwas braucht, meldet er sich mit einem stöhnenden Geräusch. Was er nicht mehr braucht, scheint sein Nabel zu sein. Der ist nämlich heute, am vierten Tag schon abgefallen. In der zweiten Nacht daheim schläft er mucksmäuschenstill über vier Stunden auf meinem Bauch. Insgesamt haben wir aber trotzdem relativ wenig Schlaf, weil er sich nicht im Beistellbett ablegen lässt und ich auch nicht entspannt schlafen kann, wenn er auf mir liegt.
Am Freitag, 31.05.2019, hole ich mit Lorena zusammen Samuels Geburtsurkunden und fahre anschließend in die Schule, um den Elternzeitantrag abzugeben. Lorena ist zwar etwas schüchtern, aber wieder mal total süß. Die dritte Nacht verläuft ähnlich wie die vorherigen: er will oft trinken und Lust sich mit kurz im Beistellbett ablegen. Dafür klappt’s zwischen uns etwas besser.
Am Samstag machen wir nichts besonderes außer Hausarbeit, kleines Fotoshooting und mit Lorena Motorräder schauen. Samuel chillt mal wieder die meiste Zeit vom Tag. Die nächste Nacht wird wieder ein bisschen besser, aber das Beistellbett klappt immer noch nicht so richtig. Er liegt wieder zweimal je über zwei Stunden auf mir. Ein wunderschönes Gefühl, auch wenn ich nicht richtig entspannen kann.
Ab nach Hause
Am Mittwoch, 29.05.2019, muss Samuel noch die U2 über auch ergehen lassen (zum Glück ist alles bestens) bevor Lorena und ich Cordula und ihn um 15:30 im Krankenhaus abholen.

Daheim als 4-köpfige Familie anzukommen, ist ein ganz besonderer Moment. Die erste Nacht daheim verläuft ganz ordentlich. Er schreit praktisch gar nicht, ist aber sehr unruhig und Cordula muss ihn oft stillen.
Samuels Geburt
Das ging dann richtig fix:
- Wehen ab ca. 9:00
- Gegen 12:30 im 11-min Rhythmus
- Um 16:47 in die Klinik gefahren
- Um 17:15 im Kreißsaal 2
- Um 17:30 Muttermund bei 4-5cm, Wehen im 3-4 min Rhythmus
- Um 18:00 im 2min-Rhythmus
- Cordula hilft super mit
- Geburt im Stehen
- Um 18:31 ist er da!
Samuel hat ein Gewicht von 3560g, isst 52cm groß und hat einen Kopfumfang von 34,5cm. Wir sind total froh, dass alles gutgegangen ist und dass es Cordula so gut geht.

Tag 06, 08.03.2019, von Antalya nach Hause
Der Wecker klingelt als wir nach langer Wachzeit (der volle Bauch) gerade am einschlafen sind: 6:30. Wir machen uns fertig und wecken Lorena um 7:20. Um 7:45 sind wir beim Frühstück, können aber noch gar nicht viel essen, weil wir immer noch voll vom Vorabend sind. Pünktlich um 8:35 ist unser Bus da und bringt uns nach ein paar weiteren Hotelstopps zum Flughafen. Beim Security Check ist wieder einmal mein Geldbeutel das Problem. Dieses Mal muss ich leider mein Multitool dort lassen. Ärgerlich. Im Flugzeug ist Lorena sehr quengelig, weil sie völlig übermüdet ist. Nach einigen Geschrei schläft sie dann doch in meinem Arm ein.
Tag 05, 07.03.2019, Hotel Barut Lara
Lorena wacht viel zu früh auf. Sie meldet sich schon um 7:45. Dementsprechend früh sind wir beim Frühstück. Danach gehen wir an den Strand. Während Cordula in der Sonne entspannt, gibt Lorena mit mir auf dem Spielplatz. Rutschen traut sie sich allerdings nicht. Als Lorena müde wird, gehen wir auf’s Zimmer und legen sie um 13:45 ins Bett. Sie hat offensichtlich Nachholbedarf und schläft bis 16:30. Nach dieser Pause und dem ausgelassenen Mittagessen genießen wir in der Sonne die frisch zubereiteten Crèpes mit Himbeer- und Schokosauce. Dann geht Cordula schwimmen und ich mit Lorena wieder auf den Spielplatz. Dort bleiben wir bis es um kurz vor 19:00 langsam dunkel wird und legen auf dem Rückweg zum Zimmer noch einen Stop an der Bar ein. Auf dem Zimmer bleiben wir nur kurz und gegen dann zum Abendessen, wo wir uns den Bauch beim Asiatischen Abend zu voll schlagen. Nachdem wir Lorena um 22:00 ins Bett gelegt haben, packen wir unsere Koffer und legen uns um kurz vor 0:00 ins Bett. Dass wir zu viel gegessen haben, bereuen wir nachts, als wir beide nicht schlafen können.
Tag 04, 06.03.2019, Ausflug nach Antalya
Lorena schläft heute etwas länger. Sie wird vom Klingeln des Telefons um 9:10 wach. Die Rezeption hatte angerufen und nachgefragt wegen des Ausflugs nach Antalya. Den hatten wir ja am Vorabend storniert, uns aber schon gedacht, dass das nicht klappen wird. Wir machen uns fertig, gehen frühstücken und machen uns um 12:00 auf den Weg nach Antalya, allerdings mit dem Linienbus. Die Haltestelle ist fast direkt vor dem Hotel und wir warten knapp 10 min bis der überfüllte Bus der Linie LC07 kommt. Mit zusammengeklapptem Buggy quetschen wir uns in den Bus. Lorena sitzt erst auf der Fototasche und später auf meinem Bein. Die ersten 5 min der Fahrt kommt niemand auf die Idee Cordula einen Platz anzubieten. Das haben wir auch schon freundlicher und zuvorkommender erlebt. Nach ca. 40 min Fahrt kommen wir in der Nähe der Altstadt von Antalya an. Wir heben an einem Geldautomaten „aus Versehen“ 20 Türkische Lira (TYL) an. Nachdem ich den Betrag gewählt hatte, kam die Frage, wie das Geld verrechnet werden soll. Ich habe TYL gewählt und bin davon ausgegangen, dass mir 20 € in TYL verrechnet werden. Es waren allerdings 20 TYL (umgerechnet ca. 3,50 €), die aus dem Automaten kamen. Wir auch am Ende des Tages herausstellen wird, reicht das leicht, war aber auch für Toilettengänge nötig. Wir schlendern also nach der Transaktion (mal sehen, wie hoch die Gebühren sein werden) gemütlich durch die Altstadt. Bei einem der zahllosen Händler fragt Cordula nach dem Preis für einen Tommy Hilfiger Pulli. Langer Rede, kurzer Sinn: zwei Pullis für 55 €. Ein paar Meter weiter kaufen wir etwas Süßes für Olga und ein Gewürz für Violetta. Kurz darauf können wir am Hafen an und machen erst einmal Snack-Pause für Lorena. Während sich Cordula noch ein bisschen erholt, gehe ich mit Lorena spazieren und auf einen Spielplatz. Dann fahren wir mit einem Aufzug auf eine Aussichtsplattform und machen uns gemächlich auf den Heimweg bzw. auf die Suche nach dem Bus. Kurz bevor wir die Ausstiegsstelle erreichen verpassen wir einen Bus. Der Fahrer des nächsten Busse schickt uns dann zur richtigen Einstiegsstelle. Da Lorena eingeschlafen ist, zwängen wir uns mit aufgeklapptem Buggy in den Bus. Wir auf dem Hinweg verhält sich auch jetzt kaum jemand hilfsbereit. Die nächsten ca. acht Haltestellen steh ich mit dem Buggy mitten im Weg und Cordula muss auf dem Boden sitzen. Irgendwann (kurz nach 18:00) kommen wir dann doch noch im Hotelzimmer an und gehen sofort weiter ins Schwimmbad. Der Rest des Abends verläuft wie gehabt: Duschen, Essen, Bett. Einziger Unterschied: Lorena ist total viel, erst Gemüse, dann Nudeln. Dementsprechend gut gelaunt und energiegeladen ist sie danach. Trotzdem schläft sie problemlos ein, da sie tagsüber nur die gut eine Stunde Schlaf beim Heimweg hatte.
Tag 03, 05.03.2019, Hotel Barut Lara
Lorena weckt uns nach einer für alle sehr guten Nacht um 8:45. Beim Frühstück schlafen wir uns um 10:30 den Bauch voll. Danach gehen Cordula und ich nacheinander zu unserer kostenlosen 10-minütigen Massage: Entspannung pur. Bevor wir auf’s Zimmer gehen, laufen wir bei – endlich – schönem Wetter über die weitläufige Anlage zum Strand. Direkt neben der Strandbar ist ein Spielplatz, sodass wir uns noch ein Getränk gönnen und Lorena schaukelt, klettert, lacht und Angst vor’m Rutschen hat. Irgendwann reicht es ihr und sie will ans Meer. Ich stapfe mit ihr durch den Sand und sie freut sich, als sie das Meer, die Wellen und vor allem die Steine im Sand sieht.
Wir sammeln Steine in ihrer Hosentasche und laufen zurück zu Cordula, die sich in einem Liegestuhl in der Sonne erholt. Da es mittlerweile 13:00 ist, gehen wir direkt wieder ins Restaurant. Lorena isst nicht gerade viel und schläft fast am Tisch ein. Als wir sie zum schlafen in den Buggy legen, ist sie plötzlich wieder hellwach. Wir essen fertig und legen sie zurück auf dem Zimmer gegen 14:30 ins Bett. Um 15:00 schau ich nochmal erfolglos in der Lobby nach dem FTI-Reiseleiter. Dann gönn ich mir halt einen Crèpe und einen Cold Brew Coffee. Danach geh ich wieder auf’s Zimmer und Cordula und ich relaxen bis sich Lorena um kurz nach 16:00 meldet. Wir gehen nochmal an den Strand, sind dort allerdings überrascht, dass es erstens sehr frisch und zweitens die Strandbar geschlossen ist. Lorena turnt trotzdem noch ein bisschen am Spielplatz rum. Als die Sonne langsam untergeht wird es richtig kühl und wir gehen auf’s Zimmer, wo wir uns fertig machen für’s Schwimmen. Im Schwimmbad hat Lorena wieder Angst ins Wasser zu gehen. Im Kinderbecken hat sie kurz Spaß, will aber wieder ins große Becken, obwohl sie sich dann nicht traut. Zu allem Überfluss rutscht sie einmal aus und kalt auf den Hinterkopf. Zum Glück nicht auf die Fliesen sondern auf einen Plastikrost. Um 19:30 gehen wir wieder Richtung Zimmer, wo wir uns Duschen und für’s Abendessen richten. Heute ist Seafood-Abend und es gibt lauter Leckereien aus dem Meer. Der gegrillte Lachs ist echt grandios. Lorena hat auch richtig rein, hauptsächlich Paella und Nudeln. Um kurz vor 22:00 sind wir wieder auf dem Zimmer und Lorena schläft gute 15 min später nach einigem Geplapper von selbst ein.


























