Ein turbulenter Start in den Tag
Der Tag beginnt – wie so oft – viel zu früh, zu unruhig und definitiv zu laut. Bis wir halbwegs gesittet am Frühstückstisch sitzen, vergeht wieder eine gefühlte Ewigkeit. Doch kurz vor dem Frühstück hört der Regen endlich auf – ein kleines Wunder! Wir packen alles zusammen und verlassen den Campingplatz um kurz nach 11 Uhr. Das Timing ist knapp, denn wir haben nur etwa eine Stunde für unseren geplanten Zoobesuch.
Auf zum Zoo!
Der Eintritt in den Zoo ist glücklicherweise in unserer Ljubljana-Card enthalten. Die Fahrt dorthin dauert rund 20 Minuten. Cordula hat im Vorfeld den Parkplatz recherchiert – sehr vorausschauend! Leider verpasse ich beim ersten Versuch die Einfahrt, aber beim zweiten Anlauf klappt alles reibungslos. Wir stellen den Wohnwagen auf einem Schotterplatz ab und laufen zum Eingang. Dank unserer L-Card kommen wir problemlos hinein.
Tierische Abenteuer
Die Kinder haben einen klaren Plan: Erst die Kängurus, dann die Löwen, gefolgt von Elefanten und Giraffen – und zum Schluss noch die Bären. Der Weg durch den Zoo ist damit vorgegeben. Die Kinder sind begeistert und machen super mit. Wir verweilen nie allzu lange bei einer Tierart, was den Besuch angenehm dynamisch macht.
Lorena möchte unbedingt in den Streichelzoo. Dort gibt es Schafe, Schweine und Ziegen – alle dürfen gestreichelt werden. Doch als wir im Gehege sind, bekommt sie plötzlich große Angst und möchte wieder hinaus. Samuel hingegen wird immer mutiger und streichelt alle Tiere – außer den Ziegen. Er hat sichtlich Spaß dabei!
Elefanten, Giraffen und ein einsamer Bär
Weiter geht’s zu den Elefanten. Wir haben Glück: Einer verlässt gerade das Elefantenhaus und dreht draußen ein paar Runden, während er Gras und Heu frisst. Die Giraffen sind leider weit entfernt, aber dennoch beeindruckend. Kurz vor dem Ausgang biegen wir noch in Richtung Bärengehege ab. Dort sehen wir einen einzelnen Bären, der eifrig seine Runden dreht. Auf dem Rückweg statten wir den Robben noch einen kurzen Besuch ab.

Zeitdruck auf dem Weg zur Höhle
Gegen 13:30 Uhr verlassen wir den Zoo. Leider geraten wir auf dem Weg zu den Höhlen von Postojna in zähflüssigen Verkehr. Das setzt uns unter Zeitdruck, denn unsere Höhlentour startet um 16 Uhr und wir müssen spätestens um 15:45 Uhr am Eingang sein. Vorher müssen wir noch den Wohnwagen am Campingplatz Pivka Jama abstellen. Zum Glück löst sich der Verkehr nach einigen Kilometern auf und alles läuft glatt.

Das Servicehaus des Campingplatzes hat den Charme einer DDR-Jugendherberge der 80er-Jahre.

Nach dem Abstellen des Wohnwagens läuft es dann wieder unrund. Samuel ist unruhig: Muss er aufs Klo oder hat er Hunger? Die Situation eskaliert lautstark. Und als wäre das nicht genug, kleckert Lorena kurz nach der Abfahrt zur Höhle ihr Orangensaftpäckchen in den Schoß und bekommt eine nasse Hose. Ihre Müdigkeit führt zur nächsten Eskalation. Trotzdem schaffen wir es pünktlich zur Höhle – und alles ist gut.
Die Magie der Tropfsteinhöhle
Es wird sogar noch besser: Wir betreten die Höhle mit einem deutschsprachigen Führer.

Die Kinder entdecken sofort den Zug, der uns etwa 5 Kilometer tief in den Berg bringt. Die Fahrt ist beeindruckend – die Felsen sausen knapp über unsere Köpfe hinweg, und links und rechts sehen wir faszinierende Tropfsteinformationen.


Nach etwa 10 Minuten erreichen wir den Ausstieg. Von hier aus beginnt eine rund einstündige Wanderung durch das Höhlensystem, das aus fünf miteinander verbundenen Grotten besteht. Wir laufen über Brücken, durch Gänge, hoch und runter – ein echtes Abenteuer!




Die Kinder sind begeistert. Lorena stellt fantasievolle Fragen: „Papa, schau mal, das sieht aus wie ein Herz!“
Grottenolme und Kristall-Schätze
Anfangs ist es ziemlich kalt – etwa 10 Grad Celsius – aber wir gewöhnen uns schnell daran. Kurz vor dem Ende kommen wir an einem kleinen Aquarium vorbei, in dem Grottenolme zu sehen sind – faszinierende, blinde Höhlenbewohner. Die Tour endet in einem Souvenirshop, wo sich Lorena von ihrem Taschengeld einen Kristall kauft.
Dann steigen wir wieder in den Zug und fahren zurück zum Ausgang. Draußen erwartet uns die warme Helligkeit – ein krasser Kontrast zur kühlen Höhlenwelt.
Zurück zum Campingplatz
Wir laufen zurück zum Parkplatz, zahlen die 6 € Parkgebühr und fahren zum Campingplatz. Dort gibt es Abendessen im Wohnwagen. Das Zubettgehen verläuft – sagen wir mal – „so lala“. Lorena ist natürlich wieder unzufrieden mit der Höhle, was das Einschlafen verzögert. Aber irgendwann schlafen beide Kinder endlich ein.
