Die Kinder sind doch erst wieder um 8.00 bzw. kurz danach wach. Lorena ist ziemlich bockig und verweigert jegliche „Arbeit“. Über eine Stunde liegt sie nutzlos im Bett und pflaumt uns an. Das kann ja heiter werden bei dem straffen Programm, das für heute geplant ist.
Es ist 10.50 bis wir loskommen. Da die Parkplätze am Pont d’Arc sehr begrenzt sind, müssen wir den Wohnwagen irgendwo loswerden. Der anvisierte Parkplatz neben einem Fußballplatz ist erstens voll und zweitens nur für Autos bis 1,80 m Höhe. Macht aber nichts, denn auf der Fahrt dorthin haben wir am Straßenrand einen Platz gesehen. Dort stellen wir den Wohnwagen ab und fahren zum Pont d’Arc. Der Parkplatz dort ist komplett voll und wir warten einfach. Nach 20 min mit Erfolg. Cordula zieht ein Parkticket für 45 min und wir laufen die 300 m bis zur Ardèche. Dort gibt es einen Strand, hunderte Kanus, gefühlt tausende Menschen und einen tollen Blick auf den Pont d’Arc.

Obwohl so viel los ist, ist es sehr schön. Vor allem für Lorena und Samuel im Wasser. Die beiden haben richtig Spaß sich im flachen Wasser auszutoben. Nach diesem kurzen Vergnügen gehen wir zurück zum Auto und fahren über einen Zwischenstopp bei einer Boulangerie (=Bäckerei) zum Wohnwagen. Ankuppeln und weiter geht es nach Orange, wo wir das Gespann auf dem Parkplatz eines Intermarché-Supermarkts abstellen. Wir laden die Räder ab und fahren damit die 1,8 km ins Zentrum.


Nach einem Zwischenstopp am Triumphbogen geht es weiter zum Amphitheater, das wir jedoch nur von außen betrachten. 42€ für die ganze Familie sind ok, aber unsere Kids wohl noch zu klein.

Wir investieren das Geld lieber in zwei Aperol Spritz und zwei Eis am Place de la République. Danach radeln wir wieder zum Gespann, satteln die Deichsel und machen uns auf den Weg nach Avignon, wo wir um 18.15 am Campingplatz du Pont d’Avignon ankommen.
Wir parken, kuppeln ab, ich will das Auto ein Stück vorfahren, aber irgendwas blockiert. Shit: das Stromkabel! Ich setze wieder ein Stück zurück und wir kuppeln dieses Mal auch das Stromkabel mit ab. Äußerlich sieht es ok aus. Hoffentlich ist innen kein Kabel gebrochen. Nach dem Schreck geht Cordula mit den Kindern zum Pool und ich baue alles auf.

Als ich fertig bin, gehe ich auch noch kurz ins Wasser. Danach duschen wir die Kinder und wir richten uns her für das Abendessen. Cordula hatte nämlich die Idee mit den Rädern noch nach Avignon in die Stadt zu fahren. Es ist bereits 20.40 als wir aufbrechen. Google Maps schickt ins zu einer Fähre über die Rhône. Als wir dort ankommen, sehen wir, dass die Fähre nur bis 20.45 fährt: es ist 20.52. Mist! Aber wir haben Glück. Die Fähre kommt noch einmal rappelvoll zu uns gefahren und der nette Kapitän mit seiner Maat nehmen uns ganz alleine mit rüber auf der letzten Fahrt.

Auf der anderen Seite angekommen, fahren wir direkt.zum Papst-Palast. Die Kinder machen super mit und besonders Samuel freut sich, als er die „Ritterburg“ sieht.

Wir machen einige Fotos und suchen dann etwas zu essen. Problem dabei: viele Restaurants haben bereits die Küche geschlossen. Wir finden dann doch noch etwas. Nichts besonderes, aber Samuel bekommt die Nudeln, die wir ihm versprochen hatten und Lorena Chicken Nuggets mit Pommes. Um kurz nach 23.00 sind wir fertig und machen uns auf den Heimweg. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Riesenrad vorbei, das die Kinder sehr begeistert.


Es ist 0.00 bis die Kinder im Bett liegen. Wenige Minuten später schlafen beide. Wir kurz darauf auch. Wahnsinn, wie die Kinder diesen Tag mitgemacht haben.

