Die Kinder sind zwar nacheinander zwischen 5:35 und 6:00 wach, schlafen aber weiter bis kurz nach 7:00, Cordula bis fast 7:30. Wir richten uns her und sind um kurz vor 9:00 beim Frühstück. Der Tisch ist liebevoll gedeckt und das Buffet bietet eine tolle Auswahl mit vielen frisch zubereiteten Speisen. Ein super Start in den Tag. Um 11:00 checken wir aus und fahren bei starkem Schneefall raus aus Narvik. Den Weg hoch nach Riksgränsen, einem Ort direkt an der Grenze zwischen Norwegen und Schweden, schneit es durchgehend. Kaum auf schwedischem Gebiet lässt der Schneefall nach. Nach wenigen Kilometern kommt sogar die Sonne raus und wir haben wieder ein sagenhaftes Panorama über das schwedische Fjell. In Abisko machen wir eine kurze Stadtrundfahrt, wobei Abisko nur aus einem Bahnhof und ein paar Unterkünften für Wanderer besteht. In Kiruna kommen wir gegen 14:00 an und machen dort ebenso einer Stadtrundfahrt. Hier ist deutlich mehr geboten, denn in Kiruna ist die größte Eisenerzmine der Welt. Diese ist auch der Grund dafür, dass eine Umsiedlung stattfindet und Kiruna ein neues Stadtzentrum erhält. Der alte Teil besteht aus vielen bunten Mehrfamilienholzhäusern, vor denen sich der Schnee türmt. Im neuen Zentrum wird noch fleißig gebaut. Wir stellen das Auto auf einen Parkplatz ab und laufen durch eine moderne Passage zum Rathausplatz, auf dem verschneite Eisskulpturen stehen. Die Kinder haben kurz Spaß auf einer Eisrutsche. Auf dem Rückweg gibt es für Samuel und Lorena als Stärkung eine heiße Schokolade. Nach einem kleinen Einkauf im Coop fahren wir zu unserer Unterkunft Reindeer Lodge, wo wir um 16:15 ankommen. Wir bekommen unsere Hütte gezeigt und entladen das Auto. Lorena hat sich wohl bei Cordula und Samuel angesteckt und ist dementsprechend erledigt. Sie hatte bereits auf der Fahrt geschlafen und liegt auch nur im Bett, bevor wir um 18:00 zum Abendessen nach Jukkasjärvi fahren. Dort ist das Restaurant, das zu unserer Unterkunft gehört. Das Restaurant ist ein unbeheiztes, samisches „Zelt“ mit Feuerstelle in der Mitte. Es ist kalt, aber ein Erlebnis. Die Kinder bekommen Nudeln mit Ketchup und wir Gurpi (gebratenes Rentier mit Gemüse und einer Rotweinsauce) – sehr lecker. Dazu gibt es warmen Preiselbeersaft. Um 19:10 sind wir wieder in unserer Hütte, die am Boden eisig kalt und in Kopfhöhe angenehm warm ist. Wir machen die Kinder fertig und legen sie ins Bett. Lorena schläft sofort ein. Samuel braucht etwas länger, weil er sehr stark hustet. Sie stark, dass er sich übergeben muss. Das können wir hier echt nicht brauchen, denn in der Hütte gibt es kein fließendes Wasser. Wir bereinigen die Sauerei so gut es geht und machen uns dann auch bettfertig. Hoffentlich müssen wir nachts nicht aufs Klo, denn dazu müssen wir bei -15° ca. 30 m zum Klohäuschen laufen.
