Lorena und Samuel sind wieder viel zu früh wach. Macht aber nichts, denn so können wir gemütlich packen und eher zum Frühstück gehen. Wir genießen noch einmal die tolle Auswahl und lassen uns wirklich Zeit. Die Kinder gehen ganz selbstständig vor uns nach oben aufs Zimmer, wo Lorena sich darum kümmert, dass Samuel endlich sein großes Geschäft macht. Dann packen wir fertig, beladen das Auto und fahren zum Sportgeschäft, um Schlittschuhe auszuleihen.

Wir bekommen welche mit langen Kufen für 300 SEK pro Paar, die man ähnlich wie mit einer Langlaufbindung an speziellen Schuhen befestigt.


Damit fahren wir wieder vom Södra Hamn aus – wo wir auch schon gestern waren – bei Sonnenschein zur Insel, wo die Fahne weht.

Die Fahne zeigt nämlich an, dass der Kiosk dort geöffnet hat und Waffeln verkauft. Mit dem zwei Kicks, die wir ergattern konnten, ist der Hinweg kein Problem.


Das Eis ist heute auch viel besser. Auf der Insel angekommen, bekommen die Kinder jeweils eine Waffel mit Sahne und Marmelade für zusammen 80 SEK (=7,07€).


Danach machen wir uns wieder auf den Rückweg, haben aber keine Kicks, d.h. die Kinder müssen alles selber laufen und können sich zwischenzeitlich nicht ausruhen und schieben lassen.


Lorena düst alleine los mit ihren kleinen Tippelschritten. Sie kommt schnell voran. Cordula fährt ihr hinterher und ich nehme Samuel an der Hand – ich weiß nicht, wer da wen stützt. Samuel fährt immer sicherer und merkt gar nicht, wie flott er vorwärts kommt, weil wir uns die ganze Zeit unterhalten. Nach etwa drei Viertel der Strecke kommen uns Cordula und Lorena mit einem Kick entgegen. Kurz darauf sind wir wieder zurück und ziehen normale Schuhe an.

Wir laufen zum Auto, verräumen alles und bringen die Schlittschuhe zurück. Nach einem kurzen Snack-ToGo-Stop beim MAX Burgers fahren wir in die schwedische Pampa. Nachdem wir die ersten rund 20 km auf teilweise trockenem Asphalt gefahren sind, werden die Straßenverhältnisse „schlechter“.


Man gewöhnt sich schnell an die plattgefahrene Schnee- und Eisdecke und kann ganz normal mit 100 km/h fahren. Die Fahrt durch die verschneite Landschaft ist ein Traum, erst recht als die Sonne tiefer am Horizont steht und der Himmel sich blassorange verfärbt.

Um kurz nach 18:00 erreichen wir nach drei Stunden Fahrt Angelikas Haus im Fiskarvägen 7 in Arjeplog.

Wir laden ganz schnell das Auto aus, während die Kinder schon total happy das Haus erkunden. Wir sind begeistert. Außer an ein paar Grad (15°) fehlt es hier an nichts. Lorena verteilt uns auf die Zimmer, ich versuche vergeblich den Kamin zu starten, Samuel rennt hin und her und Cordula verräumt das Essen. Wir beziehen die Betten der Kinder und machen Brotzeit. Bis die Kinder im Bett sind ist es schon 20:30. Hoffentlich schlafen sie lange …
