Der Wecker klingelt zwar um 5:05, aber Cordula ist schon seit 4:45 wach. Wir duschen, machen und fertig und wecken die Kinder um 5:45. Beide sind zwar ziemlich müde, machen aber ganz ordentlich mit. Es ist trotzdem 6:30 (und nicht wie angepeilt 6:00) bis wir loskommen. Wir machen noch einen Stopp beim Brenner und fahren ohne Zwischenfälle nach München. Wir haben in der Kurzparkzone, laden aus und ich fahre das Auto zum Runas Hotel. Dort zahle ich und warte zusammen mit einer Familie auf das Shuttle. Nach einigen Minuten Wartezeit laden wir das Gepäck in das Shuttle und fahren in Kolonne zu einem Parkplatz außerhalb von Hallbergmoos. Dort stelle ich das Auto ab und fahre im Shuttle zu Terminal 1. Cordula steht mit den Kindern bereits in der schier endlosen Schlange. Es geht nur schleppend vorwärts, aber die Stimmung ist gut (abgesehen von Samuels Aussetzer: er hört überhaupt nicht und versucht und zu beißen). Beim Einchecken bekommen wir vier Plätze in einer Reihe (für Samuel hatten wir kein Gepäckstück gebucht und er hatte somit den Economy Basic-Tarif, bei dem man keine Sitze reservieren kann). Durch den Security Check kommen wir flott, laufen aber danach gefühlte 3km bis zur Passkontrolle um danach die selben 3km vorbei an den Gates zu unserem Abflug-Gate C26 zu laufen. Dann rein ins Flugzeug und mit etwas Verspätung starten wir um 11:45.
Der Flug verläuft ruhig, der Service ist super und die Kinderbespaßung dank Paw Patrol und Peppa Pig im eigenen Screen ebenso. Einziger Kritikpunkt: statt „Chicken or Pasta?“ gibt es in unserer Reihe 54 nur noch Pasta. Aber die Gnocchi sind lecker und es gibt Eis als Dessert. Die neun Stunden Flug sind flott vorbei (Samuel schläft zwischenzeitlich ein Stündchen, Lorena gar nicht), allerdings müssen wir vor der Landung 20 min kreisen. Nach der Landung vergesse ich meine Umhängetasche im Flugzeug, aber Cordula erinnert mich an Ende der Gangway daran und so geht alles gut. Wir sind froh um alles, was Zeit kostet, denn schließlich haben wir knapp acht Stunden Aufenthalt vor uns. Wir bringen die Einreise hinter uns, holen unser Gepäck um es gleich wieder aufzugeben und gehen nach dem Security Check zu den Gates. Cordula findet auf der Flughafen-Karte eine Kids-Zone, zu der wir zur Freude der Kinder mit der Airport Tram fahren. Die Kids-Zone besteht nur aus einem Fernseher und einem klapprigen Spielhaus, aber Lorena und Samuel machen das Beste daraus: es wird gekocht, Drinks gemixt, Eis zubereitet und die virtuellen Köstlichkeiten natürlich auch zu horrenden Preisen verkauft. So vergeht die Zeit und gegen 21:30 gehen wir zu unserem Gate. Die Müdigkeit (daheim ist es inzwischen 4:00 nachts und beide hatten kaum bzw. keinen Schlaf) führt bei Samuel zu wildem Getobe und bei Lorena zu Schlaf. Lorena legt sich quer über zwei Sitze und Samuel ist einfach nur anstrengend, weil er sie stören will und nicht hört. Nachdem sich der Flug verzögert, überkommt auch Samuel irgendwann der Schlaf. Blöderweise müssen wir dann das Gate wechseln und haben neben dem Handgepäck jetzt auch noch zwei Kinder zu tragen und ins Flugzeug zu befördern. Irgendwann sitzen wir dann doch im halbleeren Flieger mit zwei schlafenden Kindern. Samuel wacht jedoch auf als eine laute Durchsage kommt. Lorena schläft durch. Nach dem 40-minütigen Flug landen wir um 0:20 in Cincinnati und laufen eine halbe Ewigkeit zur Gepäckabholung. Die Kinder laufen ganz ordentlich mit. Wir holen als letzte unser Gepäck und laufen zu den Taxis. Es regnet leicht. Da der Taxifahrer 40$ für die kurze Fahrt will, ordert Cordula eine Uber-Fahrt für knapp 15 $. Kurz darauf kommt der Van und bringt uns zum Hotel, wo es eine Weile dauert bis wir die völlig übermüdeten Kinder bettfertigt gemacht und zur Ruhe gebracht haben. Um 2:30 sind dann endlich bei allen die Augen zu.
