Tag 36 – 31.12.2019 – Cairns

Lorena ist bereits um 6.00 wach. Puh, das ist hart für Cordula und mich. Für mich mindestens genauso hart wie das Bettgestell der Klappcouch, das sich durch die durchgelegene Matratze wohl auf meinem Rücken abzeichnet. Knapp 20 min kann ich sie noch ruhig halten, aber als sie ihr Milch fordert, ist es mit der Ruhe vorbei. Samuel weckt sie damit ebenfalls. Na gut, dann haben wir halt mehr Zeit zum Koffer packen. Gemütlich leeren wir die im Wohnmobil am Vortag planlos gepackten Taschen und Rucksäcke aus, um sie anschließend geordnet wieder zu befüllen. Nebenbei machen wir die Mangos, die ich drei Tage vorher am Beachcomber Campingplatz vom Boden aufgesammelt habe. Während wir mit dem Gepäck beschäftigt sind, hat Lorena viel zu tun: Musik hören, tanzen, aufräumen, auf Kissen reiten, Sachen wegschmeißen,… Schön, wie sie sich alleine beschäftigen kann ohne uns zu stören. Mit ihren Schlafenszeiten wechseln sich Samuel und Lorena heute dummerweise ab. Als Lorena gegen 13.00 sehr müde wird, wacht Samuel gerade bei mir in der Trage auf. Cordula geht mit Lorena im Kinderwagen eine kurze Runde spazieren. Lorena schläft sofort ein. Währenddessen füttere ich Samuel. Lorena schläft bis nach 16.00 und lässt sich nur unsanft wecken. In der Zwischenzeit haben wir so gut wie fertig gepackt und hab ich mich rasiert und geduscht. Nachdem wir Lorena geweckt haben, ist sie 15 min lang ungenießbar, danach aber ganz süß. Wir packen den Kinderwagen und machen uns auf den Weg in die Innenstadt. An der Strandpromenade haben die ersten Familien jetzt schon ihre Base aufgebaut mit riesigen Kühlboxen und reichlich Tupperschüsseln. Die Atmosphäre ist jetzt schon toll, obwohl das Feuerwerk erst in vier Stunden ist. Vorbei an der Esplanade Lagoon und dem Weihnachtsbaum gehen wir in den Fogarty Park. Hier spielt auf einer Bühne eine Band, es gibt eine Sackrutsche, ein großes Schaukelschiff, eine Hüpfburg und ein paar Essensstände. Lorena will in die Hüpfburg und legt dort auf einer kleinen Rutsche einen unfreiwilligen Stunt hin, nachdem sie beobachtet hat, wie andere Kinder hier runter“rutschen“, oder besser: runterspringen. Anschließend schlendern wir essenssuchend die Esplanade entlang und landen wieder beim „Grill’d“ und essen wieder superleckere Burger (Cordula einen Summer Sunset, ich einen Chili Addict und für alle einen Chips-Mix aus Süßkartoffel Pommes, normalen Pommes und Zucchini-Chips). Am Ende sind wir etwas unter Zeitdruck, weil um 21.00 das Family-Feuerwerk stattfindet. Wir geben Gas und haben sogar noch Zeit für ein Eis. Das ist zwar lecker, aber angesichts der Temperaturen von immer noch knapp 30 °C fließt es uns die Waffel runter über die Finger. Schade um jeden Tropfen der auf dem Boden und nicht als Eis in unserem Mund landet. Dafür haben wir Glück mit dem Platz für das Feuerwerk. Wir stehen ziemlich mittig mit freier Sicht nach links und rechts. Um kurz nach 21.00 geht es los. Lorena schaut kurz raus aus dem Kinderwagen, ist aber genervt von der Lautstärke. Sie schreit nicht, versteckt sich aber im Kinderwagen und will auch nicht noch einmal rausschauen. Samuel hingegen bekommt gar nichts mit. Er verpennt das komplette Feuerwerk, das mit einem wirklich lauten Finale endet. Gemütlich schlendern wir zurück zur Wohnung, wo wir um 22.00 ankommen. Wir duschen die Kinder noch, machen sie bettfertig und bereiten uns für den Jahrzehntswechsel vor. Samuel schläft um 22.45, Lorena gut 20 min später. Cordula spült zwei Sektgläser und ich schreibe ein paar Zeilen Blog. Um 23.45 gehen wir die ca. 200 m bis zum Strand. Hier finden wir sofort einen Platz an einem Steg mit schönem Blick auf die langgezogene Bucht. Um 0.00 startet wieder das Feuerwerk, das wir dieses Mal aus einem ganz anderen Blickwinkel und natürlich viel größerer Entfernung sehen. Gutes neues Jahr euch und uns allen! Wir stoßen mit alkoholfreiem Sekt an und gehen wieder zurück in die Wohnung, wo Samuel und Lorena immer noch gut und tief schlafen. Wir machen die Flasche noch leer, Cordula schaut sich noch einmal die Luftqualität an und ich schreibe den vorletzten Blogbeitrag. So schnell sind fünf Wochen vorbei…

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