Wir wachen alle zusammen ohne Wecker gegen 6.00 auf. Lorena ist heute sehr verkuschelt und braucht viel Zuneigung. Das hält uns etwas auf, aber wir dennoch pünktlich um 7.20 am Parkplatz vor dem Campingplatz, wo wir vom Shuttlebus abgeholt werden. Der bringt uns und ein englisches Pärchen nach kurzer Fahrt zum Hafen. Dort laufen wir schier endlos an vielen Booten und Yachten vorbei zu unserem Schiff, das bereits fast voll belegt ist. Netterweise sortiert die Crew die Leute um und wir dürfen zusammen an einem Tisch sitzen. Um 8.00 geht die Fahrt los raus auf’s nie wirklich offene Meer, weil die Whitsunday Islands aus 74 Inseln bestehen. Das Meer ist ruhig und niemand hat Probleme mit Seekrankheit. 1.45 h später erreichen wir den ersten Stopp, wo wir ankern und mit einem motorisierten Schlauchboot auf die Whitsunday Island gebracht werden. Dort laden wir Samuel in die Trage, Lorena in die Kraxe und dann geht es los zu drei wunderschönen Lookouts. Wir schauen hier auf Whitehaven Beach (dem wohl weißesten S(tr)and der Welt mit 98% Quarzanteil) und ein Inlet, eine schmale, weit ins Inselinnere reichende Bucht, bei der Ebbe und Flut mit weißem Sand täglich andere Kurven ins türkisblaue Meer zeichnen. Leider ist gerade Flut und man sieht die Sandbänke leider nicht. Der Vorteil des Vortages am Kängurustrand ist hier unser Nachteil. Es ist trotzdem wunderschön. Nach den Lookouts haben wir noch eine Stunde Zeit am Strand. Lorena schläft noch etwas in der Kraxe und Samuel bekommt sein Mittagessen. Als Lorena wach ist, geht sie mit Cordula noch ein bisschen am Strand spazieren. Um 11.30 bringt uns das Schlauchboot wieder auf das Schiff zurück und wir fahren weiter zu einer Schnorchelbucht. Unterwegs gibt es Mittagessen: Hähnchenschenkel, Nudeln, Kartoffelsalat, grünen Salat und Semmeln. Leider läuft das etwas stressig ab und am Ende wird vieles einfach weggeschmissen. Es sind nämlich nur 1.30 h Fahrt und die Crew muss das Tauch- und Schnorchelzeug herrichten. In einer Bucht vor Hook Island ankern wir. Zuerst werden die Taucher mit dem Schlauchboot zu verschiedenen Spots gebracht und dann bekommen wir Schnorchler eine kurze Einweisung. Lorena will es zwar auch probieren, hat dann aber doch zu viel Angst und will wieder auf’s Schiff. Also gehe ich alleine raus, während Cordula sich um Lorena und Samuel kümmert. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn die Sicht ist nicht übermäßig gut und es schweben viele kleine Teilchen (abgeknabberte Korallen) im Wasser. Auch Fische findet man nicht übermäßig viele. Eine Taucherin aus Deutschland bestätigt den Eindruck. Später tauschen wir und Cordula schnorchelt noch eine Weile. Nachdem alle wieder an Bord sind, fahren wir wieder zurück nach Airlie Beach. Unterwegs gibt es unser Heilig-Abend-Essen: Cracker mit Möhren, Wurst, Oliven, Käsewürfel und Obst. Um 17.00 sind wir wieder zurück im Hafen. Nachdem uns der Shttle-Bus zurück zum Campingplatz gebracht hat, überlegen wir, ob und wenn ja, wo wir noch etwas essen sollen. Wir entschließen uns, zum Hungry Jacks zu gehen, denn wann geht man schon einmal an Heiligabend in ein Fast-Food-Restaurant!? Kaum sind wir aus dem Campingplatz raus, sehen wir, dass das angrenzende Restaurant Harba Road geöffnet hat. Wir sehen uns kurz die Karte an und gehen rein. Dann gibt es heute doch keinen Whopper, sondern einen Beef-Brisket-Burger. Zumindest für mich und ich bin sehr froh über diese Wahl. Cordula nimmt Shrimps und für Lorena gibt es Nachos. Wir essen hier sehr lecker und sind froh über diese Entscheidung, auch wenn wir lange auf das Essen warten mussten. Eine Bedienung ist so nett und bringt Lorena etwas zum Malen. Bis die Kinder heute im Bett sind, ist es kurz vor 22.00. Zum Glück haben wir morgen nicht vor und können ausschlafen. Fazit: ein wunderschöner Heiliger Abend mit einem tollen Ausflug und leckerem Abschluss.
