Ich bin bereits kurz vor dem Wecker wach und mit mir wohl einige andere Leute, wie man an den schlagenden Türen hört. Cordula und ich ziehen uns an und gehen an den Strand. Hier sind schon einige Leute, die mit uns in der Morgendämmerung auf ein ganz besonderes Naturschauspiel warten. Keine 5 min nach uns kommen die ersten Hauptdarsteller: die Kängurus, die hier am Strand ihren Salzhaushalt auffüllen. Um kurz nach 5.00 sind über zehn Kängurus hier und wühlen im Sand. Zum Glück ist heute Ebbe und der Strand somit sehr breit. So haben die gut 100 Leute Platz, die sich mit uns das Schauspiel ansehen. Außerdem sind noch drei Parkranger damit beschäftigt, die Leute daran zu erinnern, wie man sich hier zu verhalten halt: kein Blitzlicht, nicht zu herangehen, nicht füttern,… Die Kängurus lassen sich durch die vielen Menschen nicht stören und hoppeln gegen kurz vor 6.00 wieder zurück in den Wald. Lorena und Samuel haben von diesen schönen Momenten nichts mitbekommen, da beide bis kurz nach 7.00 schlafen. Nach Frühstück und so ist es ca. 9.00 als wir den Campingplatz verlassen. Nach wenigen Kilometern legen wir bereits den ersten Stopp ein und machen eine kurze Wanderung durch die Mangroven. Der Weg ist ganz nett, aber nichts Besonderes. Dieser Meinung ist auch Lorena, denn sie schläft in der Kraxe ein. Kurz nach 10.00 machen wir uns dann auf den – wieder einmal – eintönigen Weg nach Norden. Um kurz nach 12.00 erreichen wir Cannonvale und steuern dort eine Arztpraxis an, da Samuels Husten einfach nicht wirklich besser wird und wir uns noch einmal absichern wollten, dass nichts auf den Lungen ist. Leider bekommen wir keinen Termin. Wir landen auf der Standby-Liste, bekommen aber keinen Anruf. Den Stopp hier nutzen wir gleich zum Mittagessen und zum Einkaufen im Woolworths und im BigW, dem Nonfood-Teil von Woolworths. Nachdem wir um 15.30 am Seabreeze-Campingplatz eingecheckt haben, schließen wir uns natürlich als erstes an den Strom an. Der Test, ob der Strom geht, misslingt jedoch. Als Cordula die Mikrowelle einschalten will, fliegt die Sicherung raus. Herd, Klimaanlage und Wasserkocher funktionieren jedoch. Also ist die Mikrowelle der Übeltäter. Wahrscheinlich ist sie kaputt. Hätten wir das also auch geklärt. Nun können wir uns auf den Weg zum Strand machen, wo wir unser Weihnachtsfoto mit Palmen, Meer, uns und einem schönen, kleinen Plastikweihnachtsbaum schießen. Zurück am Campingplatz geht Cordula noch mit Lorena in den Pool und ich räume mit Samuel etwas auf bzw. packe schon für den morgigen Bootsausflug. Nach dem Abendprogramm (kochen, essen, Kinder ins Bett) packen wir den Rest und gehen gegen 22.30 ins Bett. Lorena macht übrigens kaum noch Zicken, wenn wir sie hinlegen. Sie hat auch wieder mehr Bewegung und noch eine Schlafphase vormittags gehabt.
