Die Zeit, die Lorena abends früher ins Bett geht, lässt sie am nächsten Morgen doppelt weg. Sie ist bereits um 5.30 wach, macht aber einen ganz süßen und ausgeschlafenen Eindruck. Folglich kommen wir heute sehr früh los und sind schon um 8.40 wieder unterwegs. Die Fahrt bietet keine Höhepunkte, verläuft aber – zumindest ein bisschen – abwechslungsreich durch Wälder, durch Steppe und zwischen Feldern. In Maryborough machen wir den Mittagsstopp an einem rieseigen Spielplatz, der für Lorena einiges bietet; leider auch Vögel, vor denen sie total Angst hat und zu schreien und zu weinen beginnt. Die Weiterfahrt drei Stunden später bietet ebenfalls wenig. Das Interessanteste waren noch ein paar Rauchfahnen, die nach den Buschfeuern neben dem Highway aufsteigen. In Bundaberg angekommen checken wir beim Big4 Camingplatz ein, um keine 10 min später wieder auszuchecken. Hier ist nichts geboten. Der Pool ist für Lorena ungeeignet und Spielplatz gibt es auch keinen. Das hatte sich im Internet vielversprechender angehört. Nach kurzer Diskussion wird das Geld wieder zurückgebucht und wir suchen etwas Neues und das ist der Höhepunkt des Tages: ein Campingplatz, der direkt am Meer liegt. Einen Platz in der ersten Reihe bekommen wir zwar nicht mehr, aber wir hören den ganzen Abend das Rauschen der Wellen und sehen vom Wohnmobil aus zwischen den Caravans hindurch den Pazifik. Lorena will unbedingt noch zum Pool. Wir erfüllen ihr diesen Wunsch, aber weiter als bis zum Knie geht sie nicht ins Wasser. Nach 15 min gehen wir ans Meer. Dort spielt sie mit Eimer, Schaufel und Förmchen im Sand und ist happy. Wir sind mindestens ebenso happy hier am endlos langen, einsamen Strand. Nach dem Essen liegt Lorena heute ohne viel Gemotze um kurz nach 21.00 schlafend in ihrem Bett. Sie ist zwar noch ein bisschen „rumgelaufen“ (und hat das Fliegengitter am Fußende zerlegt), aber sie hat nicht mehr am Gitter gerüttelt und nach „Mama tuscheln!“ verlangt. Blöderweise können wir heute nicht mehr abspülen, weil die Camp Kitchen bereits um 21.00 geschlossen war. Während Cordula noch die WhatsApp-Gruppe mit Bildern versorgt, schieße ich Bilder vom Sternenhimmel.
