Samuel schläft wieder etwas länger als wir. Lorena ist wieder unausstehlich bis sie ein paar Bissen von der Banane bekommen hat. Wenn sie hungrig ist, ist sie meist mehr als schwierig. Heute dauert alles etwas länger und so ist es 10.30 bis wir unterwegs sind. Lorena und Samuel schlafen wie immer die ersten zwei Stunden der Fahrt. Kurz nachdem Lorena aufwacht erreichen wir den Billabong Zoo in der Nähe von Port Macquarie. Lorena hatte sich darauf gefreut, als wir ihr in der Früh davon erzählt hatten. Bevor wir reingehen, sehe ich noch in einem Plan, dass um 13.30 Koala-Präsentation ist. Es ist 13.00 und wir wollten eigentlich Samuel noch füttern. Also: Planänderung. Schnell alles packen, zahlen, rein und ab zur Koala-Präsentation. Dabei wird kurz etwas über Koalas erzählt und dann darf man einen streicheln und sich daneben fotografieren lassen. Die sind echt ganz knuffig, die Bärchen. Lorena hat Angst und dreht sich in der Nähe des Koalas weg. Schade, denn sie hat heute extra ihren Koala-Rock an. Danach bekommt Samuel endlich sein Mittagessen, das heute wieder gut reinläuft. Viel besser als Lorenas Müsli. Sie lässt sich wieder endlos viel Zeit und wird nicht fertig. Wir nehmen ihr den Rest weg und gehen weiter zur Fütterung der Kleinen Pandas ans Ende des Zoos, der zwar nicht so groß ist, wie die Rezensionen vermuten ließen, aber genau unsere Erwartungen erfüllt. Die Kleinen Pandas sind auch ganz drollig. Anschlie0end dürfen wir selber füttern und zwar alle Arten von Kängurus und Wallabies. Lorena hat ziemlich Angst, die wir ihr auch nicht nehmen können. Sie findet die „Tendaruhs“ zwar ganz witzig, aber wehe eines nähert sich auf weniger als einem Meter. Dann schreit sie, weint und will flüchten. Samuel ist da anders: er schreit erst, als ein Känguru sich unbemerkt an ihm „festkrallt“ und an seinem Bein leckt. Nachdem wir den Beutel Mais verfüttert haben, gehen wir weiter zu den Löwen, wo wir eine Privatvorstellung bekommen. Echt toll. Die Pfleger hier nehmen sich wirklich viel Zeit, beantworten Fragen und erzählen auch von sich aus viel. Besonders schön finden wir, dass wir wirklich nah ran kommen an die Tiere und dass sie nicht hinter dickem Panzerglas sondern nur hinter Zäunen gehalten werden. Der weitere Rundgang führt uns noch zu verschiedenen Vögeln, den schläfrigen Wombats, Schlangen, Echsen und einem Krokodil. Die Zeit vergeht wie im Flug und auf dem Weg nach draußen gehen wir auch noch bei den Affen vorbei. Diese 34 AUD pro Person haben sich wirklich gelohnt. Lorena hat es gefallen, auch wenn sie ein bisschen sehr ängstlich war – aber das kennen wir ja von ihr. Wir sind wohl die Letzten, die den Park verlassen, als er um 17.00 schließt. Bei der Campingplatzsuche sind wir heute erst im dritten Anlauf erfolgreich: beim ersten Campingplatz findet ein Festival statt und der zweite hat um 17.45 bereits geschlossen (obwohl er bis 18.00 geöffnet sein müsste). So landen wir am Stadtrand von Port Macquarie am Riverside Holiday Park. Während Cordula kocht, bin ich mit Samuel und Lorena am kleinen Spielplatz, der Lorena aber dennoch sehr viel Spaß bereitet, weil sie hier alles selber machen kann. Da die beiden heute keine zweite Schlafphase hatten, schaffen wir es tatsächlich, dass sie bereits 21.30 schlafen. Das ist auch eine Erleichterung für uns und bietet uns etwas Zeit zu zweit, nachdem wir den „Digitalkram“ erledigt haben.
