Tag 15 – 10.12.2019 – Von Wodonga nach Goulburn

Wieder wachen wir um kurz nach 8.00 auf. Nur Samuel schläft noch und würde wohl gerne noch weiterschlafen. Nachdem wir jedoch heute eine größere Etappe vor uns haben, soll er später während der Fahrt schlafen. Wir machen also die Rollläden hoch und lassen ihn von der Sonne wecken. Lorena ist wieder ganz süß zu ihm. Sie bekommt heute kein Frühstück, damit wir eher loskommen. Eine Banane muss reichen. Um 9.45 sind wir „on the road again“ und merken, dass Wodonga gar nicht so klein und wirklich neu und nett hergerichtet ist. Beide Kinder schlafen kurz nach der Abfahrt ein. Wie am Vortag ist die Landschaft sehr eintönig. Den Spielplatzstopp machen wir in Gundagai, wo wir über zwei Stunden verbringen. Lorena ist zwar begeistert, macht aber wenig auf dem Spielplatz. Samuel nimmt wieder kaum etwas von seinem Mittagessen, dem Kürbis-Kartoffel-Brei. Also probieren wir es mit Pastinake. Die verschlingt er regelrecht. Nach einem kurzen Plausch mit einem abgewrackten Pärchen, das vor der schlechten Luft weiter im Norden „geflüchtet“ ist, geht es weiter. Wir peilen Yass an, merken aber schnell, dass Samuel – wie erhofft – gut und viel schläft und wir bis Goulburn fahren können. Damit haben wir schon viel auf dem Weg nach Sydney geschafft, sodass wir morgen hoffentlich entspannt dorthin fahren können. Die Luft ist übrigens unterwegs besser als erwartet. Rauch riecht man keinen. In Goulburn angekommen, tanken wir und kaufen beim Aldi ein (Nudeln, Quetschies, Bananen, Zupftücher und Wasser. Um 17.15 checken wir beim Big4 Campingplatz Governer’s Hill ein und stellen den Camper ab. Es hat immer noch 36°. Also schnell den Strom ranhängen und Klimaanlage einschalten. Doch die geht nicht. Sie macht keinen Muckser. Alle anderen Geräte haben Strom. Cordula meinte, sie hatte in der Früh schon ein komisches Gefühl, als ich den Strom weggenommen habe, während die Klimaanlage noch lief. Ich denke, dass dabei wahrscheinlich eine Sicherung rausgeflogen ist und baue die Kindersitze wieder ab, damit ich die Elektrik unter der Kindersitzbank erreichen kann. Doch hier passt alles. Wir schalten alles aus, warten kurz und dann der Reihe nach wieder ein – so wie wir es vor fast zwei Wochen auf Kangaroo Island schon einmal machten, als der Strom komplett weg war. Erfolglos. Also ruft Cordula wieder beim Britz-Service an. Sie bekommt die Info, dass wir, wenn wir in Sydney angekommen sind, zum Britz-Sitz fahren sollen, wo die Klimaanlage gecheckt wird. Dort wäre dann bereits jemand informiert, damit wir nicht so lange warten müssten. Trotzdem blöd, wenn es uns wertvolle Zeit kostet. Cordula handelt wenigstens raus, dass wir hier auf dem Campingplatz in einer Cabin schlafen können, weil es im Wohnmobil sonst zu heiß werden würde. Während der ganzen Aktion will Lorena auf den Spielplatz, muss sich aber gedulden. Als ich die Sitze wieder zusammenbaue und wir Lorena und Samuel für den Spielplatz fertigmachen wollen, bekommt Cordula einen Anruf von Britz. Sie soll mal nach draußen gehen, auf der linken – also der Beifahrerseite – die Stauraumklappe öffnen und dort in der linken oberen Ecke den Schalter (Wer bitte hat den hier versteckt???) aus- und wieder einschalten. Ich gehe raus, helfe ihr, weil erst die Wasserflaschen entladen werden müssen und bemerke, dass der Schalter halb umgelegt ist. Klick, klick – die Klimaanlage geht wieder. Ich hatte sie selbst lahmgelegt, als ich das Wasser dort unten eingelagert hatte. Wie bescheuert! Wir sind jedenfalls froh, dass sich das Problem so leicht erledigt hat. Endlich kann Lorena auf den Spielplatz, der nicht gerade groß und auch nicht der neueste ist. Cordula kocht währenddessen. Wir sind heute mit allem deutlich früher dran (auch wenn uns die Klimaanlagenaktion 40 min gekostet hat) und bringen Lorena kurz nach Samuel um 21.00 ins Bett. Bis sie schläft ist es 21.45. Das ist zwar immer noch spät, aber immerhin über eine Stunde eher als die letzten Tage. Danach gehe ich noch rasieren und duschen. Die Sanitäranlagen haben einen Charme wie das Sportheim vom TuS 1821 Gouldburn, das von seinen Gründungsvätern erbaut wurde. Hier ist alles sehr in die Jahre gekommen. Bevor wir um 23.30 ins Bett gehen, haben wir noch geplant, wie wir den morgigen Tag in Sydney gestalten.

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