Tag 04 – 29.11.2019 – Von Adelaide nach Kingscote (Kangaroo Island)

Die Nacht war anstrengend. Lorena hat sich irgendwann gemeldet und wollte nicht mehr so recht schlafen. Ich hab mich zu ihr gelegt, aber sie war nur schwer zu beruhigen. Egal was ich ihr angeboten habe, alles war ihr unrecht. Um 7.15 hätte der Wecker geklingelt, aber wir sind schon kurz vorher wach. Lorena ist total süß und voll gut drauf. Samuel schläft noch etwas. Also fangen wir an, die Koffer wieder zu packen. Um 8.00 ruft Cordula bei Sealink wegen der Kangaroo Island-Fähre an. Am 30.11.2019 haben wir die Wahl zwischen 16.00 und 18.00. Wir buchen schnell einen Campingplatz in der Nähe von Kingscote (auf Kangaroo Isalnd) und dann die Fähre für 18.00. Weiter geht es mit packen und auschecken. Unser Gepäck können wir im Hotel lassen, während wir unseren Camper holen. Pünktlich um 10.00 stehen wir bei der Wohnmobilvermietung und erledigen die ganze Formalia: wir füllen etliche Formulare aus, müssen uns ein Video anschauen und bekommen eine kurze Einführung in das Wohnmobil: einen Britz Frontier (=Mercedes Sprinter). Das alles dauert fast eine Stunde. Fast genauso lange brauchen wir, bis wir die Kindersitze eingebaut haben. Um 12.00 sind wir mit der Riesenkiste wieder am Hotel und „schmeißen“ das Gepäck rein. Unsere erstes Ziel ist der nächste Aldi auf dem Weg nach Cape Jervis. Dort decken wir uns großzügig mit Nahrungsmitteln ein und fahren dann Richtung Fähre. Lorena ist zwischendurch alles andere als gut drauf, weil sie komplett aus ihrem Schlafrhythmus gerissen ist und insgesamt zu wenig Schlaf bekommt. Immerhin sind wir alle praktisch ohne Jetlag durchgekommen. Wir sind gerade rechtzeitig um 17.25 an der Fähre. Direkt nachdem Cordula die Tickets geholt hat, dürfen wir an Bord fahren. Die 45-minütige Überfahrt ist etwas schunkelig, aber alle kommen ohne Übelkeit auf Kangaroo Island an. Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichen wir unseren Campingplatz in der Nähe von Kingscote, dem einzigen Städtchen auf Kangaroo Island. Wir holen das für uns vorgesehene Kuvert ab, stellen uns an den dort eingezeichneten Platz und wollen kochen. Doch leider haben wir keinen Strom. Komisch, denn die Heizung ging kurz davor noch. Also raus und alle Verbindungen checken. Passt. Sicherungen? Unter den Kindersitzen. Also Kindersitze runterbauen (eine längere Aktion), Sitzbank anheben und – aha – die Sicherung ist draußen. Wird wohl am Wasserkocher gelegen haben. Sicherung wieder rein – geht nicht. Kein Widerstand. Alle Verbraucher überprüfen bzw. ausstecken bringt auch keinen Erfolg. Die Sicherung lässt sich nicht reinmachen. Cordula ruft beim Britz-Service an, doch der kann uns nur bedingt helfen. Er vereinbart für uns einen Termin bei einem Elektriker in der Nähe. Zumindest will er es versuchen und wir sollen uns am nächsten Tag in der Früh um 8.00 melden. Naja, dann müssen wir eben ohne Strom durchkommen. Wird schon gehen. Es ist mittlerweile nach 22.00 und Zeit für’s Bett – für alle. Das Abendessen wird nur eine Brotzeit und es ist 23.00 bis wir alle im Bett sind. Den ersten Abend und die erste Nacht im Camper hatten wir uns stressfreier vorgestellt.

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