Die ersten Nächte waren spannend – sowohl für uns als auch für Lorena. Dementsprechend brauchte sie wohl von Mittwoch, 29.05.2019, auf Donnerstag und auf Freitag unsere Nähe oder wollte miterleben, was da mit diesem „Mauing“ (so sagt sie zu Samuel) so passiert. In der ersten Nacht haben wir sie um kurz vor 5:00 zu uns geholt, in der zweiten um 1:30. Die weiteren Nächte hat sie dann wieder in ihrem Zimmer geschlafen.
Samuel ist insgesamt recht ruhig und schreit kaum. Er braucht allerdings anfangs alle zwei Stunden etwas zu trinken – auch in der Nacht. Doch schon nach einer Woche werden die Schlafphasen länger und wir hatten schon Nächte in denen er einmal vier und einmal fünf Stunden am Stück geschlafen hat. Sein Bauch macht allerdings bin und wieder Probleme. Das liegt wohl daran, dass er nach dem Stillen schlecht aufstößt und wir nicht alles aus ihm „rauskreisen“ können. Einige Zeit später drückt es dann im Bauch und er quält sich regelrecht. Was ihm dann hilft, ist der Schnuller, Beine kreisen und Cordulas Nähe. Wenn es ganz schlimm ist, hilft ein Kümmelzäpfchen, das ihm nach ca. 30min eine volle Windel und eine riesige Erleichterung beschert. Obwohl Samuel sonst recht ruhig ist, ist er zappeliger als Lorena. Beim wickeln bewegt er ständig Arme und Beine. Außerdem wacht er schnell auf, wenn man ihn berührt oder an einen anderen Ort, z.B. in die Wiege, verfrachten will. Lorena war bei solchen Aktionen wie tot. Mit ihr könnte man alles Mögliche machen, ohne dass sie aufwachte.
Lorena ist ganz süß zu ihm und wenn sie in der Früh aufwacht, dann sind ihre ersten Worte meist „Mauing“ und „Heia“, d.h. sie will ihn streicheln. Beim „Gute-Nacht-Sagen“ gibt sie ihm noch ein Bussi auf den Kopf und seine Hände will sie auch immer wieder anfassen. Dabei macht sie ganz komisch-freudige Geräusche (ähnlich wie in der Nähe einer Katze). Lorena ist aber auch ein bisschen schwierig geworden weil sie eine sehr zickige Phase hat und meistens etwas bockig ist. Sie macht nicht mehr so oft das was man ihr sagt. Manchmal sogar genau das Gegenteil. Wir wissen nicht, ob das an Samuels Anwesenheit liegt oder ob es einfach nur ein Entwicklungsstadium ist. Sie fängt auch schneller an zu weinen, wobei man sofort merkt, dass es gespielt ist.
Nach den drei Tagen, die sie direkt nach Samuels Geburt mit mir alleine war, ist sie anfangs deutlich mehr auf mich fixiert und ruft in vielen Situationen „Papa! Papa!“ anstatt „Mama! Mama!“. Nach ca. zehn Tagen ist Cordula aber auch wieder gefragt.
Wir sind total froh und glücklich, dass alles so ist, wir es ist, alle gesund und fit sind und wir eine tolle Zeit zu viert haben.
