Tag 28, 19.07.2018, von Viksdalen nach Borgund

Der Abend mit viel Bewegung in unserer Hütte hat Lorena wohl so fertig gemacht, dass sie bis 9:00 schläft. Heute läuft nicht alles wie gewohnt, weil kein Wasser mehr läuft, weder bei uns in der Hütte noch im Sanitärhaus. Nachdem Cordula eine an der Rezeption angegebene Nummer angerufen hat, kommt kurze Zeit später die liebe Frau Campingplatz und alles geht wieder. Obwohl wir dadurch Zeit „verloren“ haben und Lorena so lange geschlafen hat, kommen wir eigentlich um 12:30 los. Da jedoch dass Wetter heute so toll ist, will ich noch einmal den Wasserfall fotografieren. Also wird es 12:50 bis wir auf der Straße sind. Schon nach ein paar Kilometern kommt der erste Stopp: Likholefossen – ein Wasserfall, über den eine Stahlbrücke gebaut wurde. Man kann auf den Steinen rumhüpfen und neben einem rauscht das Wasser herunter. Ein schönes Naturschauspiel. Ebenso zeigt sich die Natur auf den nächsten Kilometern von ihrer schönsten Seite. Schneebedeckte Berggipfel spiegeln sich im kristallklaren Wasser der zahlreichen Seen. Einfach nur schön! Gekrönt wird die Fahrt über die Hochebene Gaulafjell von Aussichtspunkt (Utsikten) auf die kurvige Passstraße. Etwas weniger spektakulär als die Trollstigen, aber dafür bei bestem Wetter und nur mit sehr wenigen Touristen. Die Fahrt nur von knapp 800 m auf Meereshöhe geht dann recht flott. Weiter geht die Fahrt entlang des Sognefjords bis nach Dragsvik, wo wir die Fähre nach Hella nehmen. Die Abfahrt verzögert sich jedoch und so bleibt genügend Zeit, um Lorena im Auto den Nachmittagsbrei zu füttern. Nach der Überfahrt geht es weiter am Fjord entlang. In Kaupanger fahren wir von der Hauptstraße ab zu einer Stabkirche. Den Eintrittspreis von 70 NOK p.P. finden wir allerdings zu hoch. Damit Lorena mal ein bisschen Bewegung hat steuern wir eine Schule an, da man dort häufig Spielplätze findet. Hier ist er allerdings gerade im Bau. Fündig werden wir nach der zweiten Fährfahrt in Lærdal. Wir wollten auch hier eine Schule ansteuern, sehen aber bei der Einfahrt in den Ort etwas, was nach Spielplatz aussieht. Leider ist es ein „Motoriksenter“, für das man Eintritt zahlen müsste. Doch direkt daneben gibt es auf einem Campingplatz eine Nestschaukel, in der Lorena eine Weile ziemlich passiv schaukelt. Sie schaut lieber anderen Kindern beim Spielen zu als selbst aktiv zu werden. Um kurz vor 18:00 fahren wir weiter. Wir wollen ja noch zur Stabkirche in Borgund. Diese erreichen wir um 18:20. Wir verbringen hier fast eine ganze Stunde und sind uns einig, dass sie den Eintritt von 90 NOK p.P. wert war. Jetzt müssen wir nur noch einen Campingplatz finden. Der erste, nicht einmal zwei Kilometer von der Stabkirche entfernt, ist bereits voll. Doch beim zweiten, abseits der Hauptstraße, werden wir nur wenige Kilometer weiter fündig. Wir dürfen uns eine der freien Hütten aussuchen und zahlen erst als um 20:00 die Rezeption für eine Stunde öffnet. Naja, wir wollen zahlen, aber das Terminal funktioniert nicht. Wir sollen einfach an nächsten Tag in den Supermarkt im Ort fahren und dort zahlen. Wir kochen schnell noch Dosenchili für uns und Brei für Lorena und um kurz nach 21:00 bringen wir sie ins Bett. Die Verdunklung der Fenster war heute kein Problem. Erstens haben wir gebrauchte Handtücher und zweitens wird es hier abends tatsächlich wieder dunkel. Gute Nacht.

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