Lorena hat – vermutlich zahnbedingt – eine unruhige Nacht und ist um kurz vor 8:00 wach. Also stehen wir auf, damit wir heute früher losfahren können. Falsch gedacht: erst spinnt die Waschmaschine, dann halten wir noch einen Plausch mit der finnischen Nachbarin und dann trödeln wir noch. So wird es wieder erst 12:15 bis wir abfahrbereit im Auto sitzen. Dafür haben wir das Frühstück bei strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel, umgeben von hohen Bergen, genossen. Das Wetter ist echt ein Traum und lässt die Farben noch kräftiger erscheinen.

Die Fahrt wird erst so richtig schön, als wir bei Gratangsbotn von der E6 abbiegen auf die 825, die direkt am Wasser entlang führt. Hier sind keine Wohnwagen oder Wohnmobile mehr unterwegs und es kommt ein schöner Ausblick nach dem anderen. Man kann sich gar nicht satt sehen daran. Gegen 15:15 wacht Lorena auf und wir finden in Grovfjord direkt am Hafen einen tollen Spielplatz, wo Lorena schaukelt, auf Kunstrasen krabbelt und in ihren Nachmittagsbrei bekommt.
Wir bleiben hier über eine Stunde und fahren dann weiter. Kurz vor der Brücke Tjeldsundbru überlegen wir auf dem dort gelegenen Campingplatz zu bleiben. Wir nutzen das WLAN dort zur Recherche und entscheiden uns dann weiterzufahren. Etwa 20 Minuten später erreichen wir das CosyCamp, einen improvisierten Campingplatz. Es gibt Wohnwagen-/-mobil- und Zelt-Stellplätze sowie ein Häuschen und zwei Wohnwägen. Wir entscheiden uns für den kleineren Wohnwagen für 450€ und bekommen dafür ein kuscheliges Doppelbett, wenig Platz, eine „Küche“ in einer Garage, gratis Kaffee, Tee, Kuchen und ein neues Sanitärgebäude. Alles in allem eine ganz passable Unterkunft und ein spannendes Erlebnis. In der Kochgarage bereiten wir Lorenas Essen und unser Chili aus der Dose zu und essen mit Blick auf’s Meer. Ein schöner Ausklang für einen wunderschönen Tag. „Gute Nacht!“ Sagen wir Lorena um 21:30 und uns um 22:45.
