Wie am Tag davor wachen wir vor dem Wecker auf, haben aber deutlich weniger Stress, weil der Bus heute am Samstag eine halbe Stunde später fährt. Unseren Plan, zum und auf den Kaknästornet zu fahren, müssen wir leider verwerfen: Reperaturmaßnahmen und deshalb Sperrung. Neuer Plan: Picknick im Djurgården. Wir fahren würde mit der Fähre und weiter mit der Tram. Der Park ist riesig und eigentlich eher Wald als Park. Nach ein paar hundert Metern steht am Wegrand ein Reh und ist alles andere als scheu. Auf einem kleinen Spielplatz setzen wir Lorena in eine Schaukel, was ihr sichtlich gefällt. Nebenan ist eine Art Biergarten oder besser: Obstgarten. Tische und Bänke stehen unter zahlreichen alten Obstbäumen und gehören zu einem Café. Sehr einladend aber leider nicht das Richtige für unser Picknick, dass wir hinter einer Hecke veranstalten, um vor dem frischen Wind geschützt zu sein. Aus dem Picknick wurde dann allerdings nur Lorenas Mittagessen. Sie war müde und wir sind wieder gegangen, damit sie im Kinderwagen schlafen kann. Nächstes Ziel: ein Supermarkt, in der Hoffnung, dass es dir Elch- oder Rentier-Salami gibt. Leider Fehlanzeige. Doch wir können vom Karlsplan mit der Tunnelbana (U-Bahn) direkt in die Gamla Stan (Altstadt) fahren. Dort kommen wir durch Zufall an einem Supermarkt vorbei und kaufen eine riesige Schüssel selbst gewählten Salat für 132SEK. Raucherlachs und ein „Lachspflanzerl“ sind auch mit dabei – sehr lecker und sein Geld wert. Gegessen wird am Stortorget vor der Akademie der Wissenschaften (wo die Nobelpreise verliehen werden). Anschließend gehen wir noch zum königlichen Schloss und spazieren gemütlich durch die Altstadt. Cordula kauft noch zwei leckere Schokoladenkugeln bevor wir zum Slussen zu unserem Bus laufen. Wir fahren zwar pünktlich um 15:53 los, sind aber zwei Minuten zu spät in Björknäs Centrum, wo ich noch kurz die dann verschwundene Anzeige für den Anschlussbus (Linie 413) sehe. Mist, jetzt müssen dich wieder laufen, obwohl die Busse eigentlich aufeinander abgestimmt sein sollten. Gerade losgelaufen und auf der anderen Straßenseite angekommen, sieht Cordula zum Glück, wie der Bus 413 zur Haltestelle fährt. Puh, Glück gehabt, wir müssen doch nicht laufen. Zumindest nicht so weit. Zurück im Bauwagen fangen wir an zu packen und aufzuräumen, da wir am Tag darauf um 6:45 am Fährterminal sein müssen. Lorena ist zwischenzeitlich etwas quenglig, weil sie hungrig und müde ist. Probleme die sich leicht lösen lassen. Außerdem schieben wohl gerade ihre oben Schneidezähne durch. Um 21:00 schläft sie aber nach dem Stillen problemlos ein. Ich dusche noch und um 23:00 ist der Tag vorbei.
