Tag 14 – 16.08.2016 – Mandalay

Wir frühstücken um 8:40 vom Buffet und wundern uns, dass schon einiges sehr leer ist. Aber gerade als wir fast fertig sind, wird nachgefüllt. Wir packen die Rucksäcke und ziehen um ins billigere ET-Hotel in der gleichen Straße. Wir können gleich um 10:30 einchecken und bekommen für 16$ ein Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsbad und Ventilator. Wieso dieses Zimmer nur 9$ billiger ist, wird uns nicht klar. Dann also los auf den Zegyui-Markt, auf dem wir uns je einen Longyi (für zusammen 6500 Kyat – so viel hätte in Yangon einer gekostet) kaufen. Weiter geht’s Richtung Königspalast. Zum Glück stellen wir noch rechtzeitig fest, dass man nur über das Osttor Zugang hat.

Wir entschließen uns kein Taxi zu nehmen und laufen die endlos erscheinende Strecke entlang des knapp über 2km langen, quadratischen Wassergrabens. Am Eingang zahlen wir die – wie sich noch herausstellen wird – völlig überteuerten 10’000 Kyat, die angeblich nicht nur zum Eintritt in den Königspalast, sondern auch zum Mandalay Hill und verschiedenen Pagoden berechtigen. Da fallen die 1000 Kyat pro Fahrrad auch nicht mehr ins Gewicht und die Räder sind wirklich eine Erleichterung.

Auf dem Weg zum zentralen Palast trinken wir zur Stärkung noch eine Cola und sehen uns dann die Mischung aus chinesisch anmutenden Gebäuden, Wildem Westen und Disneyland an. Ganz schön ist die Aussicht vom Wachturm über das Areal mit den rot angestrichenen Wellblechdächern.

Nach einem kurzen Regenschauer verlassen wir das Gelände und nehmen ein Taxi zur Khutadow-Pagode. Bei Thomas im Taxi sitzen schon zwei Touristen, die er zuerst noch am Fuße des Mandalay Hills absetzt und auf dem Weg dorthin spätestens alle 10m oder alle 2s (je nachdem welcher Fall zuerst eintritt) mindestens einmal komplett planlos hupt. Irrer Typ. An der Khutadow-Pagode müssen wir unsere Schuhe ausziehen und sehen uns die beeindruckende Anzahl von kleinen, weißen Pagoden, in denen auf Marmortafeln das größte Buch der Welt steht, an.

Der Sinn, auf dem dreckigen Böden barfuß laufen zu müssen, erschließt sich uns nicht, aber sehenswert ist diese Pagode allemal. Über das Gelände einer ähnlichen Pagode gelangen wir ein paar hundert Meter weiter zum Mandalay Hill, wo wir ebenfalls wieder unsere Schuhe ausziehen und dann über etliche Stufen und vorbei an fast ebenso vielen Hunden und Sitzbänken die 236m Höhenmeter erklimmen. Unterwegs stehen ein paar Buddhas – teilweise in Käfigen – rum und wir merken mit jedem Meter, dass wir heute schon eine ganz schöne Strecke zurückgelegt haben. Schon auf dem Weg haben wir schöne Ausblicke. Oben angekommen werden wir mit einer tollen Aussicht in fast alle Richtungen belohnt.

Die Sonne lässt sich vor dem Untergang zwar nur kurz blicken, aber die Atmosphäre hier oben ist schon etwas Besonderes.

Nur ärgerlich, dass wir – obwohl wir das 10’000-Kyat-Ticket vom Palast hatten – noch einmal 1000 Kyat p.P. zahlen müssen. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir uns den Palast geschenkt, verstehen den Eintritt aber als Spende. Mit Einbruch der Dunkelheit versuchen wir ein Taxi zu bekommen, müssten aber nicht verhandelbare 8000 Kyat hinblättern. Somit laufen wir den teilweise dunklen und mittlerweile von den Hunden verpissten Weg, der jedoch trotzdem „schön, weil ruhig und stimmungsvoll“, ist, wieder barfuß runter.  Unten angekommen haben wir keine Probleme ein Taxi für 4500 Kyat, das uns in die Nähe des Hotels bringt, zu finden. Wir werfen einen Blick in verschiedene Restaurants und entscheiden und für das „Rainbow“. Dass wir tatsächlich die richtige Bestellung vor uns stehen haben, wird uns erst klar, als uns die bestellten BBQ-Gerichte erklärt werden. Es ist ja auch schwer zu verstehen, dass mit „Sauces“ in Wirklichkeit „Sausages“ gemeint sind. Das „Rumb of Chicken“ besteht zwar zu einem Großteil aus Knochen, geschmacklich ist aber alles wunderbar. Um 20:30 sind wir im Zimmer und waschen uns den Dreck runter bevor wir um kurz nach 21:00 ins Bett fallen und bei angenehmen Temperaturen den Schlaf suchen. 

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