Um 0:30 gehen die Lichter im Bus an und eine Pause wird angekündigt. Auf dem großen Rasthof haben wir 30 min Zeit für Klo, Zähne putzen und durchatmen, dass wir noch leben. Dann geht es mit einem anderen Fahrer, der die Start-Stop-Technik bei Tempo >100 zelebriert, weiter. Bis zur Ankunft um kurz nach 6:00 nicken wir immer nur kurz ein. Während wir im Warteraum vom Boss frühstücken (3 süße Teilchen + Apfelsaft) und die warmen Sachen wieder in den Rucksack packen, werden wir von einem Taxifahrer angesprochen. Da wir weit außerhalb der Stadt und auf ein Taxi angewiesen sind, ist unsere Verhandlungsposition eher schlecht und wir müssen uns mit einem Preis von 7000 Kyat zufrieden geben. Auf der Fahrt bietet uns JoJo an, für 35’000 Kyat den ganzen Tag zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu fahren. Da wir noch keinen genauen Plan haben, belassen wir es bei der Fahrt zu seiner Hotelempfehlung, dem Yadarnar Teingi. Wir sehen uns ein Zimmer für 25$ an, wollen aber auch noch eins im vom Reiseführer als gut empfohlenen ET-Hotel begutachten. Dort bekämen wir für 20$ ein dunkles Zimmer ohne Fenster. Also bringt uns JoJo wieder zum Yadarnar Teingi, wo wir gleich in der Früh um 8:00 einchecken können. Wir duschen, legen uns hin und schlafen erstmal bis nach 12:00. Heute steht somit ein chilliger Tag auf dem Programm. Gespätstückt wird im „Mann“.
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Anschließend lassen wir uns ans Flussufer des Ayeryawaddy zu einem River Cruise-Unternehmen bringen und machen ein Expressboot nach Bagan für Mittwoch, 17.08.16, klar (42$ p.P.). Die Zeit bis zum Sonnenuntergang überbrücken wir mit einem Spaziergang an der „Uferpromenade“ zum Sunset Point und haben einen Einblick in das – schmutzige – Leben der Einheimischen am Fluss.
Wir werden immer wieder angelächelt und uns wird überaus freundlich und herzlich zugewunken. Am Sunset Point angekommen ist es noch zu früh für den Sonnenuntergang und wir laufen über einen Fisch- und Fleischmarkt, auf dem Fisch ungekühlt in der Sonne liegt bzw. entschuppt und ausgenommen wird, zu einem Restaurant direkt am Fluss. Auf dem Weg dorthin werden wir von einem stehenden Laster (=Bus) aus fotografiert. Wir bleiben stehen und Cordula macht den einheimischen Frauen die riesige Freude sich mit ihnen fotografieren zu lassen.
Blonde Haare sind hier echt etwas Besonderes. Am Uferrestaurant genehmigen wir uns einen Mangosaft (frisch püriert!), Bier vom Fass und Cola und genießen, wie die Sonne hinter den Hügeln auf der anderen Seite des Flusses verschwindet.
Danach nehmen wir ein Taxi zum Hotel und s-/b-uchen ein Hotel für Bagan.
