2025-08-22 – Tag 12 – Freitag – Ljubljana nach Postojna (Höhlen)

Ein turbulenter Start in den Tag

Der Tag beginnt – wie so oft – viel zu früh, zu unruhig und definitiv zu laut. Bis wir halbwegs gesittet am Frühstückstisch sitzen, vergeht wieder eine gefühlte Ewigkeit. Doch kurz vor dem Frühstück hört der Regen endlich auf – ein kleines Wunder! Wir packen alles zusammen und verlassen den Campingplatz um kurz nach 11 Uhr. Das Timing ist knapp, denn wir haben nur etwa eine Stunde für unseren geplanten Zoobesuch.

Auf zum Zoo!

Der Eintritt in den Zoo ist glücklicherweise in unserer Ljubljana-Card enthalten. Die Fahrt dorthin dauert rund 20 Minuten. Cordula hat im Vorfeld den Parkplatz recherchiert – sehr vorausschauend! Leider verpasse ich beim ersten Versuch die Einfahrt, aber beim zweiten Anlauf klappt alles reibungslos. Wir stellen den Wohnwagen auf einem Schotterplatz ab und laufen zum Eingang. Dank unserer L-Card kommen wir problemlos hinein.

Tierische Abenteuer

Die Kinder haben einen klaren Plan: Erst die Kängurus, dann die Löwen, gefolgt von Elefanten und Giraffen – und zum Schluss noch die Bären. Der Weg durch den Zoo ist damit vorgegeben. Die Kinder sind begeistert und machen super mit. Wir verweilen nie allzu lange bei einer Tierart, was den Besuch angenehm dynamisch macht.

Lorena möchte unbedingt in den Streichelzoo. Dort gibt es Schafe, Schweine und Ziegen – alle dürfen gestreichelt werden. Doch als wir im Gehege sind, bekommt sie plötzlich große Angst und möchte wieder hinaus. Samuel hingegen wird immer mutiger und streichelt alle Tiere – außer den Ziegen. Er hat sichtlich Spaß dabei!

Elefanten, Giraffen und ein einsamer Bär

Weiter geht’s zu den Elefanten. Wir haben Glück: Einer verlässt gerade das Elefantenhaus und dreht draußen ein paar Runden, während er Gras und Heu frisst. Die Giraffen sind leider weit entfernt, aber dennoch beeindruckend. Kurz vor dem Ausgang biegen wir noch in Richtung Bärengehege ab. Dort sehen wir einen einzelnen Bären, der eifrig seine Runden dreht. Auf dem Rückweg statten wir den Robben noch einen kurzen Besuch ab.

Zeitdruck auf dem Weg zur Höhle

Gegen 13:30 Uhr verlassen wir den Zoo. Leider geraten wir auf dem Weg zu den Höhlen von Postojna in zähflüssigen Verkehr. Das setzt uns unter Zeitdruck, denn unsere Höhlentour startet um 16 Uhr und wir müssen spätestens um 15:45 Uhr am Eingang sein. Vorher müssen wir noch den Wohnwagen am Campingplatz Pivka Jama abstellen. Zum Glück löst sich der Verkehr nach einigen Kilometern auf und alles läuft glatt.

Unser Stellplatz am Campingplatz Pivka Jama

Das Servicehaus des Campingplatzes hat den Charme einer DDR-Jugendherberge der 80er-Jahre.

Nach dem Abstellen des Wohnwagens läuft es dann wieder unrund. Samuel ist unruhig: Muss er aufs Klo oder hat er Hunger? Die Situation eskaliert lautstark. Und als wäre das nicht genug, kleckert Lorena kurz nach der Abfahrt zur Höhle ihr Orangensaftpäckchen in den Schoß und bekommt eine nasse Hose. Ihre Müdigkeit führt zur nächsten Eskalation. Trotzdem schaffen wir es pünktlich zur Höhle – und alles ist gut.

Die Magie der Tropfsteinhöhle

Es wird sogar noch besser: Wir betreten die Höhle mit einem deutschsprachigen Führer.

Die Kinder entdecken sofort den Zug, der uns etwa 5 Kilometer tief in den Berg bringt. Die Fahrt ist beeindruckend – die Felsen sausen knapp über unsere Köpfe hinweg, und links und rechts sehen wir faszinierende Tropfsteinformationen.

Nach etwa 10 Minuten erreichen wir den Ausstieg. Von hier aus beginnt eine rund einstündige Wanderung durch das Höhlensystem, das aus fünf miteinander verbundenen Grotten besteht. Wir laufen über Brücken, durch Gänge, hoch und runter – ein echtes Abenteuer!

Die Kinder sind begeistert. Lorena stellt fantasievolle Fragen: „Papa, schau mal, das sieht aus wie ein Herz!“

Grottenolme und Kristall-Schätze

Anfangs ist es ziemlich kalt – etwa 10 Grad Celsius – aber wir gewöhnen uns schnell daran. Kurz vor dem Ende kommen wir an einem kleinen Aquarium vorbei, in dem Grottenolme zu sehen sind – faszinierende, blinde Höhlenbewohner. Die Tour endet in einem Souvenirshop, wo sich Lorena von ihrem Taschengeld einen Kristall kauft.

Dann steigen wir wieder in den Zug und fahren zurück zum Ausgang. Draußen erwartet uns die warme Helligkeit – ein krasser Kontrast zur kühlen Höhlenwelt.

Zurück zum Campingplatz

Wir laufen zurück zum Parkplatz, zahlen die 6 € Parkgebühr und fahren zum Campingplatz. Dort gibt es Abendessen im Wohnwagen. Das Zubettgehen verläuft – sagen wir mal – „so lala“. Lorena ist natürlich wieder unzufrieden mit der Höhle, was das Einschlafen verzögert. Aber irgendwann schlafen beide Kinder endlich ein.

2025-08-21 – Tag 11 – Donnerstag – Ljubljana

🌧️ Ein nasser Start in den Tag

Die Kinder sind – wie so oft – viel zu früh wach. Die Stimmung? Entsprechend mäßig. Der anhaltende Regen trägt auch nicht gerade zur Verbesserung bei. Eigentlich wollten wir früh los, um möglichst viel von der Stadt zu sehen. Doch daraus wird nichts.

Samuel möchte nicht los, weil er noch „seinen Stinker“ machen muss. Lorena hingegen findet Städte generell doof. Also zieht sich alles in die Länge. Immerhin: Wir warten einfach, bis der Regen aufhört. Um 10:30 Uhr verlassen wir schließlich den Campingplatz – besser spät als nie!

🚌 Auf in die Stadt

Mit dem Bus geht’s in die Innenstadt. Unser erster Plan: eine Rundfahrt mit der Stadtbahn. Leider ist die nächste Fahrt bereits ausgebucht. Also Planänderung! Wir buchen Tickets für 14 Uhr und machen uns auf den Weg zum „House of Illusions“ – einem Museum voller optischer Täuschungen und Mitmachstationen.

🌀 Illusionen und Wartezeiten

Vor dem Museum erwartet uns eine lange Schlange. Eine größere Gruppe hat für 12 Uhr reserviert, und es dürfen nur so viele Besucher hinein, wie auch wieder herauskommen. Anfangs geht es zügig voran, dann stockt es. Doch um Punkt 12 Uhr dürfen wir endlich hinein.

Unsere Sachen verstauen wir in der Garderobe, dann geht’s los – durch drei Stockwerke voller faszinierender Illusionen. Die Kinder haben riesigen Spaß: Es gibt Bilder, die sich bewegen, Räume, in denen man schrumpft oder wächst, und viele Stationen zum Ausprobieren.

Um 13:40 Uhr verlassen wir das Museum – gerade rechtzeitig für die Stadtbahn.

🚋 Stadtbahn im Regen

Inzwischen schüttet es wie aus Eimern. Wir sind heilfroh, dass wir in die trockene Stadtbahn einsteigen können. Pünktlich um 14 Uhr startet die Rundfahrt. Der erste Halt: oben auf der Burg – mit tollem Ausblick. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Danach geht es kreuz und quer durch die Stadt mit einem weiteren geplanten Stopp, an dem Cordula blitzschnell Cappuccino organisiert.

Eigentlich wollten wir beim Schokoladenmuseum aussteigen, doch der Fahrer reagiert blitzschnell auf unseren Haltewunsch und lässt uns ein Stück früher raus. Also laufen wir die letzten 300 Meter zu Fuß.

🍫 Schokolade macht alles besser

Im Schokoladenmuseum angekommen, erfahren wir: Führungen starten immer zur vollen Stunde. Es ist kurz nach 15 Uhr – also heißt es warten. Die Kinder bekommen zur Überbrückung ein Eis.

Um 16 Uhr geht’s dann endlich los. Das Museum ist liebevoll gestaltet. Es gibt viel zu sehen und zu lernen: über Kakao, Anbaugebiete, Verarbeitung und natürlich die Herstellung von Schokolade. Wir dürfen Kakaobohnen probieren, später kleine Schokoladenchips – und sogar flüssige Schokolade!

Am Ende wartet ein Raum mit einer Auswahl an ausgefallenen Sorten zum Probieren: Knoblauch-Schokolade, Basilikum, Rosmarin – und mein Favorit: Chili-Schokolade. Ein echtes Geschmackserlebnis!

🍽️ Auf der Suche nach Abendessen

Um 17 Uhr sind wir fertig mit dem Museum. Der Magen knurrt. In der Nähe finden wir jedoch kein passendes Restaurant. Also laufen wir zurück zum Fluss, wo es eine Vielzahl an Lokalen gibt.

Auf dem Weg zum Abendessen

Die Auswahl ist riesig – fast zu groß. Schließlich biegen wir in eine ruhigere Seitenstraße ab und entdecken ein gemütliches Restaurant.

Wir quetschen uns zu viert an einen Zweiertisch. Die Bedienung ist super freundlich. Samuel hat keinen Hunger (noch nicht), Lorena bestellt Pfannkuchen, und Cordula und ich gönnen uns eine slowenische Platte für zwei.

Leckeres Essen und …
… Bier im geeisten Glas.

Natürlich bekommt Samuel dann doch noch Appetit und nascht sich quer über alle Teller. Alles schmeckt hervorragend!

🚌 Heimfahrt und Höhlen-Drama

Nach dem Essen geht’s zur Bushaltestelle. Zehn Minuten später bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz. Glück gehabt – wir sind trocken geblieben. Doch als wir aussteigen, sehen wir: Hier hat es geregnet.

Das Zubettgehen wird – wie so oft – zum kleinen Drama. Der Grund: der Aufbau der „Höhle“. Lorena und Samuel wollen sich aus den Polstern jeweils eine Höhle bauen. Lorena ist sauer, weil Samuel immer die größere bekommt. Samuel kann – mal wieder – nicht zurückstecken. Es dauert… und dauert… bis beide endlich schlafen. Um kurz vor 22 Uhr kehrt endlich Ruhe ein.