Heute war ein Morgen, wie er im Buche steht – und doch ganz anders als sonst.
Frühstart mit Kinderpower
Noch vor 7 Uhr sind die Kinder wach. Irgendetwas liegt in der Luft. Der Vorhang zum Schlafbereich ist zu, aber dahinter hört man leises Getuschel, viel Bewegung – und dann: Zack! Der Vorhang geht auf und die Kinder spazieren fröhlich an uns vorbei. Ein „Guten Morgen“? Überbewertet! Stattdessen geht’s direkt aufs Klo und ans Anziehen – ganz selbstständig.
Cordula legt Samuel passende Kleidung bereit, während Lorena wenigstens noch kurz zum Kuscheln und „Guten Morgen“-Sagen ins Bett kommt. Doch lange hält sie es dort nicht aus – beide verlassen bald den Wohnwagen und stürmen den Spielplatz.
Spielplatz statt Streit
Wir vermuten, dass sie bald zurückkommen, weil Samuel Lorena ärgert – wie so oft. Aber diesmal ist alles anders: Sie kommen nur kurz zurück, um ihre Fahrräder zu holen. Danach sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Später erfahren wir, dass sie andere Kinder kennengelernt haben und nun begeistert Verstecken und Fangen spielen.
Samuel taucht zwischendurch immer mal wieder auf – wirkt ziemlich aufgeheizt – stellt sein Fahrrad ab, holt es wieder, sucht seine Fahrradhandschuhe oder legt sie ab. Lorena kommt nur kurz vorbei, um etwas zu essen. Eigentlich hatten wir für heute eine kleine Wanderung zum Wasserfall geplant, aber der Spielspaß der Kinder verschiebt den Start immer weiter nach hinten.
Bikepark-Entdeckung
Irgendwann hören wir, dass die Kinder einen „Bikepark“ entdeckt haben. Ich fahre mit, um mir das anzusehen. Es ist kein richtiger Bikepark, sondern eher eine kleine BMX-Bahn aus Erde und Kies. Samuel zeigt uns stolz, wie hoch er angeblich gesprungen ist – hebt sein Fahrrad etwa 30 cm in die Luft. Beeindruckend!
Wanderung mit Hindernissen
Die Kinder sind kaum zu motivieren, die Wanderung zu starten. Doch dank Cordulas Überredungskünsten schaffen wir es zumindest bis zum Startpunkt eines Klettersteigs. Die Kinder sind fasziniert von den Kletterern und würden am liebsten selbst loslegen – leider fehlt uns die Ausrüstung.

Ohne es zu merken, beginnen wir unsere Wanderung auf einem schmalen, steilen Pfad über Wurzeln und Steine. Der Weg führt durch einen Wald und steigt teilweise kräftig an. Nach etwa einem Viertel der Strecke erreichen wir einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf einen Wasserfall.


Ziel erreicht: Brunarica Krmiše
Schließlich kommen wir bei der Hütte Brunarica Krmiše an. Dort stärken wir uns, machen ein paar Fotos und genießen die Aussicht. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man steil ins Tal blicken kann. Danach geht’s flott bergab – und um 16 Uhr sind wir wieder am Wohnwagen.


Belohnung & Abendroutine
Zur Belohnung gibt’s das versprochene Eis – die Kinder haben es sich verdient! Danach geht’s direkt weiter mit dem Spielen. Ich baue den Privacy Room ab und räume ein bisschen auf. Die Kinder finden kein Ende beim Spielen, also essen Cordula und ich alleine.
Später duschen wir die Kinder – sie essen erst danach. Und natürlich wollen sie noch einmal spielen. Wir gewähren ihnen fünf Minuten. Danach holen wir sie in den Wohnwagen zurück. Doch das ist leichter gesagt als getan: Samuel springt wild herum, reagiert nicht und will sich wieder eine Höhle bauen. Lorena ist genervt und macht mit. Es dauert bis nach 21:30 Uhr, bis endlich Ruhe einkehrt.
Zeit für uns
Cordula und ich haben nun endlich ein bisschen Zeit für uns – nach einem langen, turbulenten, aber auch wunderschönen Tag voller Abenteuer, Entdeckungen und Kinderlachen.
