2025-08-18 – Tag 8 – Montag – Radtour und Bergwanderung Kranjska Gora

07:20 Uhr – Der Tag beginnt… turbulent!

Die Kinder werden wach – und das nicht gerade leise. Kurz darauf kommen sie zu uns ins Bett, weil sich ein Streit anbahnt. Lorena sieht man die Müdigkeit nicht nur an, sie gibt auch offen zu, dass sie schlapp ist. Samuel hingegen ist – wie so oft – voller Energie und kaum zu bändigen. Er hört nicht, ist rücksichtslos, und Cordula muss schließlich eingreifen, um die beiden zu trennen. Sie kümmert sich um Samuel, während Lorena noch eine Weile ruhig in meinem Arm liegt.

Frischwasser, Frühstück und viel Geduld

Nachdem Samuel angezogen ist, machen er und ich uns auf den Weg, um Frischwasser aufzufüllen. In der Zwischenzeit stärkt sich Lorena mit einem Cranberry-Cashew-Mix und Hafermilch. Es dauert eine ganze Weile, bis wir endlich frühstücken. Danach packen wir unsere Rucksäcke, cremen die Kinder ein – und ehe wir uns versehen, ist es schon 11:45 Uhr, als wir endlich losradeln. Ziel: Kranjska Gora.

Auf zwei Rädern Richtung Abenteuer

Schon auf den ersten Metern klagt Lorena, dass sie sich noch sehr schwach fühlt – fährt aber trotzdem erstaunlich flott. Samuel hingegen macht Faxen mit seinen Fahrradhandschuhen, die er heute extra mitgenommen hat, und landet prompt einmal in der Wiese. Doch irgendwann läuft es rund, und wir erreichen Kranjska Gora zügiger als gedacht.

Sessellift, Sommerrodelbahn und ein steiniger Aufstieg

Wir fahren durch den Ort und stellen unsere Fahrräder an der Talstation des Vitranc 1 ab. Dort startet der Sessellift, der sowohl zur Sommerrodelbahn als auch zum Ausgangspunkt unserer geplanten Wanderung führt. Für 58 € kaufen wir eine Familienkarte für die Bergfahrt und die Rodelbahn. Mit dem Vierersessellift geht es nach oben.

An der Bergstation des Lifts angekommen, gönnen wir uns eine kleine Stärkung, bevor wir den Aufstieg beginnen. Der Weg ist ein breiter Fahrweg – im Winter ein Ziehweg für Skifahrer – und nicht besonders schön.

Nach den ersten zwei Kurven fragen Cordula und ich uns ernsthaft, ob wir das schaffen. Der Blick nach oben ist einschüchternd. Zum Glück können die Kinder die Höhe nicht einschätzen. Samuel wird zusätzlich vom Anblick eines Baggers motiviert, der oben auf uns wartet.

Serpentinen, Geröll und ein motivierender Bagger

Serpentine für Serpentine kämpfen wir uns nach oben. Der Weg ist steinig, steil und rutschig. Samuel setzt sich einmal ordentlich hin, aber lässt sich nicht entmutigen. Lorena redet ununterbrochen – offenbar ihre Art, sich abzulenken. Als wir endlich beim Bagger ankommen, ist Samuel völlig fasziniert: Bagger, Quads und ein Unimog mit Kran – ein Paradies für ihn. Nach einer Weile können wir ihn losreißen und wandern noch etwa 25 Minuten weiter. Die letzten 300–400 Meter führen über Wurzeln am Waldrand entlang.

Oben angekommen – Stolz und Kaiserschmarrn

Um kurz nach 14:00 erreichen wir die Hütte auf 1.555 Metern Höhe – und sind mächtig stolz auf die Kinder!

Cordula bestellt für sich und Lorena einen Kaiserschmarrn, dazu Apfelsaft für Lorena, Fanta für Samuel, ein Radler für Cordula und für mich ein Brotzeitbrett mit Bier. Es ist herrlich hier oben – die Aussicht, die Ruhe, das Essen.

Zeitdruck und Rutschpartie bergab

Die Zeit vergeht wie im Flug. Um 15:40 Uhr merken wir, dass wir nur noch etwas mehr als eine Stunde haben, um die Sommerrodelbahn zu erreichen – die letzte Fahrt ist um 16:45 Uhr. Der Abstieg ist rutschig, aber die Kinder machen super mit. Wir sind so flott, dass wir bereits um 16:30 Uhr am Start der Rodelbahn stehen.

Adrenalin und ein kleiner Dämpfer

Lorena ist überglücklich, als sie erfährt, dass sie ab sechs Jahren alleine fahren darf – und das tut sie natürlich auch.

Samuel hingegen hat große Angst und will eigentlich gar nicht fahren. Also fahren wir im Tandem: Cordula voraus, Lorena in der Mitte, Samuel und ich hinten. Anfangs ist Samuel noch sehr ängstlich und ruft ständig: „Papa, brems bitte!“ Doch schon bald will er, dass ich schneller fahre.

Völlig überraschend holen wir Lorena ein – sie fährt deutlich langsamer als erwartet. Ich rufe ihr zu, sie solle etwas Gas geben. Das tut sie auch – fast zu viel, denn sie kommt mit ordentlich Schwung ins Ziel. Leider hat ihr meine Zurufe den Spaß verdorben, und es gibt eine kleine Auseinandersetzung. Doch die ist schnell vergessen, als es in der Fußgängerzone von Kranjska Gora ein Eis gibt. Die Kinder dürfen sich Sorte und Toppings selbst aussuchen – ein Highlight!

Heimweg, Abendessen und ein glückliches Ende

Der Rückweg zum Wohnwagen ist zum Glück nur bergab – für die Kinder also kaum anstrengend. Gegen 18 Uhr sind wir zurück. Es gibt ein gemütliches Abendessen, und danach geht’s auch bald ins Bett. Lorena hilft mir noch beim Abspülen, während Cordula Samuel vorliest. Als wir zurückkommen, schläft Samuel schon. Wir bauen seine Höhle so um, dass die Einwölbung zu Lorenas Seite zeigt – das macht sie glücklich. Kurz darauf schläft auch sie ein.

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