2025-08-15 – Tag 5 – Freitag – Zipline Planica

Ein Tag voller Zipline, Pizza und ein bisschen Zickerei

Lorena ist offensichtlich immer noch sauer auf uns – und das zeigt sie gleich am frühen Morgen: Punkt sieben Uhr weckt sie uns mit einem trockenen „Tja. Hättet ihr halt früher ins Bett gehen müssen. Dann wärt ihr jetzt nicht müde und ausgeschlafen. Pech gehabt.“ Charmant wie immer.

Doch die Stimmung bessert sich zum Glück bald ein wenig. Samuel weigert sich wie gewohnt, sich morgens umzuziehen, und so dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich am Frühstückstisch sitzen. Auch nach dem Frühstück vergeht viel Zeit – Trödelei deluxe – bis wir endlich bereit sind, Richtung Planica aufzubrechen. Nach ein bisschen Rumgezicke und viel Herumgetrödel ist es kurz vor 11 Uhr, als wir losfahren.

Um 11:30 Uhr stellen wir unser Auto direkt vor den Skisprungschanzen in Planica ab. Wir schauen uns kurz um und spazieren dann zur Station der gebuchten Zipline. Dort merken wir schnell: Es reicht völlig, wenn wir kurz vor 13 Uhr wieder da sind. Die Zwischenzeit verbringen wir im Landebereich der Skiflugschanze.

Wir laufen zur Statue von Domen Prevc – ja, genau da, wo er am 30. März 2025 seinen Weltrekord mit sagenhaften 254,5 Metern aufgestellt hat. Natürlich machen wir ein paar Fotos. Die Kinder haben ihren Spaß daran, den Aufsprunghügel hinunterzurennen – und so vergeht die Zeit bis zum Zipline-Start um 13 Uhr wie im Flug.

Kurz vor dem Start müssen Cordula und Lorena noch ein Formular ausfüllen, dann bekommen sie ihre Ausrüstung. Nach einer kurzen Einweisung geht’s zum Sessellift, der sie hoch zum Absprungbereich der Skiflugschanze bringt. Samuel und ich bleiben unten und bereiten uns darauf vor, das Spektakel zu filmen.

Die Wartezeit vertreiben wir uns mit einer Besichtigung der Sommerloipe: In einer Halle herrschen Minusgrade und echter Schnee – hier kann ganzjährig trainiert werden.

Cordula gibt mir von oben Bescheid, wann sie dran ist. Samuel ist ganz aufgeregt, als Cordula und Lorena im Tandem die Zipline runterrauschen. Auf den Fotos und Videos sieht man deutlich, dass Lorena Spaß hatte – auch wenn sie das natürlich nicht zugeben will. Ihr Kommentar: „War nicht so toll.“ Klar, Lorena.

Am Ziel der Zipline

Direkt nach ihrer Ankunft bin ich an der Reihe. Ich bekomme meine Ausrüstung, werde eingewiesen und fahre ebenfalls mit dem Sessellift nach oben. Von dort gebe ich Cordula Bescheid, damit sie mich filmen kann. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend – und das Runtersausen am Seil ist einfach großartig! Cordula und ich sind uns einig: Das war ein supertolles Erlebnis. Und wir sind ziemlich sicher, dass es auch Lorena gefallen hat – auch wenn sie das nicht so recht zugeben will.

Nachdem ich die Ausrüstung abgegeben habe, gehen wir noch zum Spielplatz. Die Kinder halten sich dort allerdings nur kurz auf – sie haben ein Ziel: Eis! Das bekommen sie natürlich, und Cordula und ich gönnen uns einen Cappuccino mit traumhafter Aussicht auf die umliegenden Berge.

Nach dem Eis bzw. Cappuccino laufen wir zurück zum Auto, zahlen die fairen 4 € Parkgebühr und treten die Heimreise an. Auf dem Rückweg legen wir noch einen Stopp bei der Quelle des Flusses Sava ein. Wir parken und spazieren durch den Wald zu einem idyllisch gelegenen See – der in Wirklichkeit die Quelle der Sava ist. Ein paar Fotos später machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Der Weg zur …
… Quelle der Sava.

Am Campingplatz kommen wir kurz nach 17 Uhr an. Fürs Abendessen entscheiden wir uns für die Express-Variante: Pizza im Campingplatz-Restaurant. Doch bevor es soweit ist, spielen Lorena, Samuel und ich noch eine Runde Tischtennis, während Cordula den Abwasch erledigt. Danach haben wir uns die leckere Pizza wirklich verdient – besonders Samuel, der fast eine dreiviertel Pizza verdrückt.

Nach dem Essen machen wir uns bettfertig. Samuel hat – wie so oft – eine schwierige Phase vor dem Zubettgehen. Aber irgendwann wird’s besser, und das Lesen und Kuscheln verläuft größtenteils harmonisch. Auch Lorena ist heute etwas früher dran, und beide Kinder schlafen gegen 21:30 Uhr.

Cordula und ich nutzen die Ruhe, um Pläne für die kommenden Tage zu schmieden. Wir haben unseren Aufenthalt im Camp Špik um drei Nächte verlängert und können nun die Nächte in Ljubljana und bei den Höhlen von Postojna buchen. Abenteuer voraus!

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