2024-08-29 – Tag 26 – Camping Albera zum Pont du Gard (Camping La Sousta)

Wir lassen es ganz entspannt angehen. Alle, bis auf Samuel, der Lorena nicht in Ruhe lässt, ihr wehtut und auch nach mehrfacher Aufforderung nicht aufhört. Das kostet nicht nur Zeit sondern auch Energie. Um 11.45 verlassen wir den sehr schönen und gepflegten Campingplatz. Bevor wir auf die Autobahn fahren, tanken wir noch in Spanien für 1,578 €/l, da wir von der Hinfahrt wissen, dass in Frankreich das Benzin teurer ist. Kurz nach der Grenze wird der Verkehr immer zähflüssiger mit phasenweise Stau. Nach der Mautstation läuft es deutlich flüssiger und wir kommen ohne viel Zeit zu verlieren bis zum Ziel. Um kurz nach 16.00 erreichen wir den Campingplatz La Sousta am Pont du Gard. Wir bauen alles auf, stärken uns kurz mit Melone und radeln dann zum Pont du Gard. Lorena ist erst müde, dann hat sie Bauchweh und ist schwach. Als ihr von uns bewusst gemacht wird, dass sie in diesem Zustand nicht in den Pool kann geht es ihr relativ schnell besser. Irgendwas ist komisch … Vielleicht liegt es aber auch an dem beeindruckenden Blick auf den Pont du Gard, der im 1. Jahrhundert von den Römern als Aquädukt angelegt wurde.

Pont du Gard von beiden Seiten

Die Römer haben es Lorena ohnehin angetan. Wir machen ein paar Fotos und radeln wieder 5 min zurück zum Campingplatz. Für das Pool bleibt leider keine Zeit mehr, aber Lorena und Samuel gehe.n noch auf den Spielplatz, während wir das Essen herrichten. Außerdem stellen wir einen kurzen Poolbesuch für den nächsten Tag in Aussicht. Nach dem Essen dauert es wieder eine Weile bis beide zur Ruhe kommen. Um 21.25 gehen wir aus dem Wohnwagen. Da der Pont du Gard nachts beleuchtet ist, machen Cordula und ich uns noch zu zweit auf den Weg dorthin. Der Pont du Gard wird von wechselnden Lichtfarben bestrahlt und kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen wollen, beginnt eine Licht- und Videoshow.

Pont du Gard bei Nacht

Auf den Pont du Gard wird das 20-minütige Video „Wunder des Lebens“ projiziert. Einfach nur Wow! Das erklärt auch, weshalb um kurz nach 22.00 immer mehr Menschen kamen. Um kurz nach 23.00 sind wir zurück am Wohnwagen. Abspülen, Zähne putzen, Bett.

Unser Stellplatz im Camping La Sousta
https://maps.app.goo.gl/KznsBQYEjJyWbyq27

2024-08-28 – Tag 25 – Coma-ruga nach Camping Albera

Um Punkt 12.00 starten wir. Der erste Ausparkversuch misslingt, weshalb ich den Weg vor mir einfach weiterfahren. Dort stehen auch andere Wohnwägen und parkende Autos. Zweimal um die Kurve und dann Richtung Ausfahrt. Leider wird der Weg immer enger und kurviger und wir bleiben stecken, weil ich sonst das Gestänge eines Pavillons beschädigen würde. Also kuppeln wir ab und schieben den Wohnwagen ein Stück wo es sehr eng ist. Dann wieder ankuppeln und weiterfahren. Aber nur einen Meter, denn ich würde sonst eine Hecke kaputtfahren. Also wieder ankuppeln, schieben, ankuppeln weiterfahren. Dieses Mal kommen wir immerhin bis zum Supermarkt, wo ich wieder nicht um die Kurve kommen würde. Ein drittes Mal abkuppeln. Zwei Spanier helfen uns und schieben den Wohnwagen um die Kurve.  Zum letzten Mal kuppeln wir an und brausen dann ab in Richtung Norden. Hin und wieder ist es mehr Verkehr, aber zum Glück kein richtiger Stau. Um 15.00 erreichen wir Girona und parken auf einem Busparkplatz. Wir laden die Räder ab, cremen uns ein und radeln die 1,5 km bis an den Fluss, an dem die schönen bunten Häuser stehen. Dort ist der erste lohnenswerte Fotostop.

Altstadt von Girona

Dann schieben wir die Räder über eine Brücke, sperren sie an einen Fahrradständer und machen uns zu Fuß auf den Weg durch die engen und teilweise steilen Gassen. Nach einem Zick-Zack-Lauf mit meckernden Kindern erreichen wir die Stadtmauer und besteigen einen Turm, von dem aus wir einen schönen Blick auf die Stadt haben.

Panorama über Girona

Lorena und Samuel meckern jetzt nicht mehr, sondern sind unsere Stadtführer.

Stadtmauerführung mit Lorena und Samuel

Sie lotsen uns die Mauer entlang bis zur Kathedrale, die auch Drehort von „Game of Thrones“ war.

Kathedrale von Girona

Dann übernehmen wir wieder und führen die Kinder zu einer Eisdiele. Samuel ist ganz flott, Lorena zelebriert ihre eine Kugel für 4€ wieder einmal und braucht knapp 20 min bis sie fertig ist. Jetzt aber schnell zurück zum Auto, denn es ist inzwischen kurz vor 18.00 und bis zum angepeilten Campingplatz Albera, der um 19.30 schließt, haben wir noch 50 min Fahrt vor uns. Lorena und Samuel machen super mit und wir kommen um 18.15 in Girona los. Der Stopp hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zum Glück kommen wir ohne Stau durch und erreichen den etwas abgeschieden gelegenen Campingplatz kurz nach 19.00. Wir suchen uns einen Stellplatz (es ist wenig los und es gibt genügend Plätze) und während ich alles auspacke und aufbaue, geht Cordula noch kurz eine Runde schwimmen mit Lorena und Samuel. Das tut den beiden gut. Um kurz nach 20.00 kommen sie zurück und wir essen mit Einbruch der Dunkelheit. Als wir fertig sind, entdeckt Samuel sogar noch einen Satellit am klaren Nachthimmel. Im Bett liegend braucht Samuel noch kurz bis er runterkommt. Um 22.00 schlafen die Beiden.

Unser Stellplatz im Camping Albera
https://maps.app.goo.gl/bqn4PtM9ygJptPjn6

2024-08-27 – Tag 24 – Isla de Gracia nach Coma-ruga

Lorena und Samuel wachen um kurz nach 8.00 auf, kommen zu uns und hören gleich die anderen Kinder durch die offenen Fenster aus dem Haus. Selten waren sie in diesem Urlaub schneller umgezogen. Das Frühstück bestand nur aus einem Schokopudding und dann schnell ins Haus zu Santi, Clara, Maria und Pablo. Sie haben kurz zusammen gespielt, nochmal ein bisschen Müsli nachgeschoben und um 10.30 sind wir losgefahren auf den „Fischmarkt“. Auf dem Weg dorthin erzählt uns Ramon etwas über die Reisfelder und die Bewässerung. Der „Fischmarkt“ entpuppt sich dann als ein kleines Fischgeschäft oder besser: Meeresfrüchtegeschäft. Während die Kinder die Krebse, Muscheln, Tintenfische, Garnelen, … bestaunen, kauft Ramon selbige für die Paella. Auf dem Rückweg zur Isla tanken wir für 1,359 €/l. Wieder an der Villa angekommen, bereiten Albert und Ramon alles für die Paella vor und ich wechsle Samuels Reifen am Fahrrad.

Family-Cooking

Danach darf ich ein bisschen bei der Paella mithelfen. Zwiebeln, rote und grüne Paprika und Zucchini hat Carmen bereits klein geschnitten und angebraten. Außerdem hat sie 3 Liter Fischfond und Gemüsebrühe aufgekocht. Ramon und ich richten die Paella-Pfanne auf dem speziellen Gaskocher aus und braten 5 min den klein geschnittenen Tintenfisch an, der dann wieder aus der Pfanne raus zur Zwiebel-Paprika-Zuchhini-Mischung  kommt; obendrauf noch einen großen Klacks passierte Tomaten und dann zur Seite stellen. Jetzt braten wir die Garnelen/Gambas/Langusten/? an, natürlich in reichlich Öl und dann wieder zur Seite stellen.

Jetzt kommt die Gemüsemischung zusammen mit einem guten Schuss Weißwein in die Pfanne. Sobald der Weißwein rausreduziert ist, kommt der Reis mit in die Pfanne. Alles gut vermischen und mit der Fischfonbrühe ablöschen. Bei unserer schwarzen Paella kommt jetzt noch die Tinte vom Tintenfisch dazu und dann gut 10 min köcheln lassen.

Ramon gibt die Tinte zur Paella

Dann steckt man die Muscheln in den Reis und wartet noch einmal knapp 10 Minuten, bis sie sich öffnen. Für das Finale werden die Gambas und Garnelen dekorativ oben aufgelegt und dann ab auf den Teller damit.

Paella negro

Es schmeckt megalecker und auch Samuel und Lorena essen für ihre Verhältnisse eine ordentliche Portion, Lorena hauptsächlich Muscheln. Direkt nach dem Essen verabschieden sich Aurelius und Albert, weil um 15.30 ihr Kitesurf-Kurs beginnt. Wir helfen noch kurz mit beim abräumen und verabschieden uns dann auch. Es ist 16.45 als wir aufbrechen. Zwei Stunden später erreichen wir den Lidl in Coma-ruga (Cordula springt schnell alleine rein für Brot, Wein und Nachtisch). Am Camping Francàs werden wir wieder sehr freundlich begrüßt und stellen den Wohnwagen zwischen Restaurant und Rezeption ab. Cordula geht noch eine Runde ins Meer und die Kinder lassen die Krebse frei, die sie am Vormittag im Meeresfrüchtegeschäft bekommen haben.

Samuels bestaunt „seinen“ Krebs auf dem Weg in die Freiheit

Beim Abendessen ist es bereits fast ganz dunkel, was Lorena überhaupt nicht passt. Sie ist einfach ziemlich übermüdet. Um kurz vor 22.00 schlafen beide.

Unser Stellplatz im Camping Francàs
https://maps.app.goo.gl/WvrRCvuy6kCrzv4f8