2024-08-25 – Tag 22 – Coma-ruga

Durch ein lautes Knarren und Knacksen werde ich um kurz nach 6.00 wach und direkt von Cordula, die schon länger wach ist, angesprochen, dass ein Sturm aufzieht. Sie hat bereits durch das WC-Fenster Handtücher abgenommen. Wir gehen raus und nehmen das Tarp ab, das bereits beim Nachbar gegen das Wohnmobil weht. Lorena ist ebenfalls.aufgewacht vom sehr starken Wind, der immer wieder unsere Markise anhebt und auf das Gestänge schlägt.

Der abziehende Sturm

Ich bleibe noch eine Weile draußen und beobachte unsere Markise und den Kampf des spanischen Nachbars mit dem Wind und der Plane über ihrem selbstgestrickten Pavillon. Bei unserer Ankunft bestand der Pavillon noch aus zwei Teleskopstangen und einer Netzplane. Das erste Upgrade auf ein stabileres Gestell und eine feste blaue Plane war nicht von Erfolg gekrönt, weshalb kurzerhand ein Pavillonüberzug machgekauft wurde. Dieser musste aber mit einer Folie und Panzertape wasserdicht gemacht werden. Als der Nachbar damit fertig war, war auch der Sturm größtenteils weitergezogen und ich bin wieder in den Wohnwagen gegangen. Samuel hat von dem ganzen Treiben zum Glück nichts mitbekommen und Lorena ist zum Glück auch wieder eingeschlafen. Um kurz nach 9.00 weckt uns Samuel. Irgendwie sind wir heute alle etwas antriebslos und so dauert es bis 11.00, bis wir mit dem Frühstück fertig sind. Wir entscheiden uns, heute nicht zu den anderen an den Pool zu gehen und einen entspannten Tag am Wohnwagen zu verbringen. Samuel, Lorena und ich leeren den Abwassertank, bringen den Müll weg und fragen an der Rezeption nach einem freien Platz für die Nacht vom 2024-08-27 auf 2024-08-28 (ist gar kein Problem, weil die Spanier wieder anfangen zu arbeiten und ganz viel frei wird). Auf dem Rückweg wollen die Kinder noch auf dem Spielplatz bleiben. Als ich bei Cordula ankomme, sagt sie mir, dass die Haag-Pijoans noch kurz vorbeikommen, um Zeit zu überbrücken. Also machen wir spontan ein Mittagessen beim Campingplatz-Italiener, das wir bis 15.30 ausdehnen.

„Unser“ Campingplatz-Italiener
Eis macht Kinder glücklich(er)

Wieder zurück am Wohnwagen bekommen wir von den Nachbarn einen Teller voll „Nudel-Paella“. Sehr lecker!

Frisch gestärkt mache ich mit Samuel die Chemie-Toilette. Danach gehen wir alle zusammen ins heute etwas unruhigere Meer. Lorena sind die Wellen nicht ganz geheuer. Samuel hat viel Spaß, aber auch etwas Respekt, nachdem ihn einmal eine Welle erwischt und durcheinanderwirbelt.

Auch Papi hat Spaß im Wasser

Nach dem Meer spielen Lorena und Samuel noch eine Weile ganz friedlich zusammen im Sand. Anschließend wird geduscht und gegessen. Statt lesen spielen wir heute zu viert Schwarzer Peter und haben alle mächtig Spaß. Um 21.30 liegen die Kinder schlafend im Bett und wir genießen das Rauschen der Brandung an unserem letzten Abend hier. Bevor wir uns Bett gehen zieht noch ein Gewitter über das Meer, das bei uns glücklicherweise nur zu ein bisschen Wind führt.

Blitzeinschlag ins Meer macht die Nacht kurzzeitig zum Tag

2024-08-24 – Tag 21 – Coma-ruga

Nachdem Lorena um 5.30 ganz selbstverständlich zu uns spaziert und meint „Es ist doch schon nach 9.00“ (da hatte sie wohl auf ihrer Kamera falsch geschaut), schlafen wir zum Glück wieder ein und wachen erst um kurz nach 9.00 wieder auf. Cordula kann leider nicht mehr schlafen, ich mit Lorena im Arm auf dem Rücken liegend schnarche. Nach dem Frühstück kommen die Kinder auf die Idee auch heute die Badeklamotten des anderen anzuziehen.

Wer ist Lorena und wer ist Samuel?
Links Samuel, rechts Lorena. 🙂

Wir laufen  wieder zu „den Anderen“ und es dauert kurz, Busse alle merken, wer wer ist. Nach einer Weile am heute ruhigeren Meer gehen wir an den Pool. Dort sind Lorena und Samuel kaum aus dem Wasser zu bekommen (außer sie nehmen Anlauf, um hineinzuspringen). Sie spielen super zu zweit.

Lorena läuft übers Wasser

Zwischendurch versucht Samuel nicht nur zu tauchen, sondern auch zu schwimmen. Irgendwann klappt es komplett ohne Hilfsmittel, dass er den Pool alleine an der schmalsten Stelle (ca. 4 m) durchschwimmt.

Samuel schwimmt!
Fast angekommen!

Er ist selber total begeistert und stolz – wie wir auch. Faszinierend, wo beide die Kraft und die Ausdauer hernehmen, denn erst gegen 15.00 essen sie von ihrem Porridge. Getrunken wird nichts und wir wundern uns schon, weshalb Samuel mehrmals aufs Klo musste. Irgendwann Frage ich ihn, was er heute schon getrunken hat. Seine Antwort! „Chlorwasser.“ Er hat regelmäßig einen ordentlichen Schluck aus dem Pool genommen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass er kurze Zeit später über Bauchweh klagt. Also laufen wir um kurz nach 16.00 gemütlich nach Hause. Samuel wirkt sichtlich angeschlagen. Am Wohnwagen angekommen räumen wir kurz auf, weil später erst Pablo bei uns abgeliefert wird und kurz darauf Aurelius, Ari und Nicolas zu Besuch auf einen Spritz kommen.

Lorena liest den Jungs vor.

Sie bleiben bis kurz nach 19.00. Danach machen wir uns fertig für das Treffen mit meinem Cousin Günther und seiner Frau Ana. Wir gehen wieder in unserem Campingplatz-Italiener, plaudern und essen wieder lecker.

Um kurz nach 21.00 wird es kurz laut, weil eine Band auf der Terrasse ihren Soundcheck macht. Lorena ist total interessiert, was die für Musik machen werden. Wir zahlen und setzen uns ein paar Meter abseits am einen Tisch als es um 22.00 mit spanischer Musik und Flamenco. Lorena und Samuel sind gleichermaßen begeistert und müde.

Um 22.30 verabschieden wir uns und bringen die Kinder ins Bett. Um 23.00 gehen bei ihnen die Lichter aus.