2024-03-24 – Tag 02 (So) – Luleå

Lorena und Samuel wachen bereits um 6:15 auf. Eine Weile sind sie ganz friedlich, aber dann merkt man beiden Hunger und Übermüdung am. Um 9:10 sind wir beim Frühstück. Der Frühstücksraum ist klein (8 Tische) aber die Auswahl dafür umso größer.

Der Frühstücksraum

Nach dem Frühstück packen wir uns in warme Klamotten und fahren zur Isbana, der Eisbahn auf dem zugefrorenen Meer. Wir parken, marschieren los und schauen, ob man nach dem frisch gefallenen Schnee überhaupt Schlittschuh laufen kann. Es geht. Ich gehe zurück zum Auto, hole die Schlittschuhe der Kinder und kurz danach „sausen“ sie los.

Cordula und ich organisieren uns jeweils einen kostenlosen „Kick“, eine Art Hundeschlitten auf Kufen aber ohne Hunde.

Happy on ice

Damit fahren wir ein gutes Stück weit raus aufs Meer.

Auf der Isbana

Lorena ist völlig K.O., kämpft aber weiter. Samuel fällt zwar oft hin, aber mit dem Kick klappt es dann immer besser. Das Highlight für ihn ist die Schneefräse, die die Bahn vom Schnee befreit.

Zurück am Auto sagen die Kinder, dass sie Hunger haben. Kein Wunder nach der Anstrengung. Auf der 5 minütigen Fahrt zur schwedischen Burgerkette MAX schläft Lorena fast ein. Wir schnappen uns was to go und fahren dann 10 km raus aus Luleå, um über eine Eisstraße auf eine Insel zu fahren. Die 8 km sind für die Kinder langweilig, für uns fühlt es sich aber sehr besonders an.

Auf der Eisstraße

Mit dem Auto über das „offene“ und doch geschlossene Meer zu fahren hat schon was. Auf der Insel drehen wir wieder um und fahren zurück. Nach einem ausgedehnten Einkauf beim Lidl sind wir um 18:20 wieder am Hotel. Cordula macht die Kinder megaschnell bettfertig. Sie essen noch eine Kleinigkeit und schlafen um 19:30. Ein toller und besonderer Tag geht zu Ende.

2024-03-23 – Tag 01 (Sa) – Von Senden nach Luleå

Wir kommen wie geplant um 9:10 los und fahren zusammen mit Olga zum Ulmer Hauptbahnhof. Wir steigen aus und Olga fährt mit unserem Auto wieder heim. Im Bahnhof decken wir uns in der Bäckerei mit Verpflegung für den ganzen Tag ein. Der ICE kommt fast pünktlich (2 min Verspätung) und wir gehen im Zug zu unseren Plätzen.

Unser Zug fährt ein

Auf einem sitzt bereits eine ältere Frau, die wir erst einmal verscheuchen müssen. Sie war im falschen Wagen. Während der Zugfahrt essen die Kinder und wir spielen Quartett. Nebenbei fragt mich Samuel ein Loch in den Bauch: „Fährt der ICE auch über eine Brücke? Wir der nächste Tunnel ein kurzer Tunnel? Papi wie schnell fahren wir? Fahren wir sooooo schnell? Warum sind wir so weit oben? Wie kommen die Autos da hin? …?“ Wir kommen mit ein paar Minuten Verspätung in Frankfurt an und laufen dann eine Weile bis zum Check-in. Das erledigen wir selbst und „droppen“ nur noch unsere Koffer. Als ich danach auf dem Weg zum Wasser wegschütten gehe, sehe ich einen eigenen Security Check für Familien. Den nehmen wir und merken nach 5 min, dass das eine schlechte Wahl war. Es geht nämlich nur schleppend voran und so dauert es über 20 min, bis wir durchgecheckt sind. Wenigstens sind alle sehr freundlich. Alle außer Samuel, der mit seinem Mittagstief aufgrund der Müdigkeit (heute wach um 5:35) kämpft. Durch diese Verzögerung läuft bereits das Boarding und wir kommen gerade so als eine der letzten in den Bus zum Flugzeug. Wir fliegen mit ein paar Minuten Verspätung los. Im Flugzeug machen wir Mittagessen. Wir landen bei heiter bis wolkigem Himmel und 7° in Stockholm. Dort laufen wir zum Gate für den Weiterflug. Beim Boarding erfahren wir, dass es einen Flugzeugwechsel gab und wir andere Sitze bekommen haben. Wir wurden über das komplette Flugzeug verteilt. Ich sitze auf Platz 6A und Cordula mit den Kindern nach einem Platztausch wenigstens mit den Kindern zusammen ganz hinten auf 23CDF.

Boarding in Stockholm

Das Flugzeug ist klein und eng mit den Triebwerken hinten an der Seite, aber der Flug ist überraschend ruhig. Wir landen in der Dämmerung um kurz vor 18:00 in Luleå, steigen aus und laufen bei leichtem Schneefall über das Rollfeld ins Flughafengebäude.

Ausstieg in Luleå
Flughafen Luleå

Das ist ein echter Provinzflughafen, aber es gibt einige Autovermietungen, die fast alle geschlossen sind – unsere (Hertz) auch. Als ich die Koffer vom Band hole, bekomme ich einen kleinen Schrecken: der schwarze Koffer, den ich als einen der letzten von Band nehme, ist gar nicht unserer. Er gehört einer Jana aus Ingolstadt. Während ich nach draußen gehe und den kleinen Parkplatz ablaufe, versucht Cordula über Facebook die Kontaktaufnahme. Nachdem ich draußen fertig bin, laufe ich noch durch die Ankunftshalle und werde tatsächlich noch fündig: im Windfang steht eine Frau mit zwei Kindern und unserem Koffer. Ich spreche sie mit „Jana!?“ an, aber sie heißt Tina. Jana ist ihre Schwägerin, die gerade das Auto holt. Glücklich tauschen wir die Koffer. Cordula hat auch eine Antwort über Facebook bekommen. Kurz danach öffnet dann der Hertz-Schaltet und wir bekommen den Schlüssel für unser Auto. Samuel geht mit mir zum Parkplatz, wo wir unseren Volvo XC90 aus dem Schnee ausgraben. Ob er irgendwelche Schäden hat, können wir nicht beurteilen. Dann steigen wir ein, holen Lorena und Cordula und fahren ca. 15 min durch die verschneite Landschaft zum Hotel Amber. Dort beziehen wir das kleine Zimmer und versuchen unsere völlig überdrehten Kinder nach dem kleinen Abendsnack ins Bett zu bekommen.

Abendessen auf unserem Hotelzimmer

Um kurz nach 21:00 schlafen sie endlich. Wir räumen noch ein bisschen rum und schlafen gegen 23:00.