Wir wachen alle zusammen gegen 6:45 auf. Es war eine richtig kalte Nacht – draußen wie drinnen. Samuel schreit sofort nach seiner Milch. Lorena ist immer noch total K.O. und hängt nur rum. Um 8:30 sind wir beim Frühstück und können es heute richtig genießen. Samuel haut auch richtig rein. Danach gehen wir um 10:00 zur Rentierfütterung. Lorena will unbedingt ein Rentier streichen, hat aber Angst, sobald sich eines bewegt. Samuel ist ganz mutig und hat richtig Freude daran, die Tiere zu streicheln. Anschließend packen wir den Rest und checken um 11:10 aus. Die Kinder bekommen als Abschiedsgeschenk noch zwei Elche geschenkt. Dann tanken wir in Kiruna und fahren zum Flughafen. Dort laden wir die Koffer aus und ich suche verzweifelt nach einer Lösung, wie ich unseren Mietwagen loswerde. Ich lasse das Auto offen und mit Schlüssel auf dem Fahrersitz zurück. Auf dem Weg zu Cordula und den Kindern entdecke ich am Ausgang bei der Ankunft (wie bescheuert!) die Key-Drop-Box. Also wieder zurück zum Auto, absperren und Schlüssel einwerfen. Cordula hat in der Zwischenzeit unsere Bordkarten aus dem Automat gelassen. Die Baggage-Tags lässt der Drucker aber nicht raus, weil es sich um einen Lufthansa-Flug handelt. Die liebe Frau am Schalter wird uns helfen, sobald er aufmacht. Ihr Hilfe besteht darin, dass sie erstmal keine Ahnung hat und dann einen Koffer nicht annimmt, der 23,6 kg hat. Also packen wir um, denn die große Reisetasche hat nicht einmal 19 kg. Kurz danach passt alles und zwei unserer Koffer bekommen einen „Heavy“-Anhänger (mit 22,5 und 21,6 kg). Die Schweden nehmen es halt genau – auch beim Security Check. Cordulas Tüte für Flüssigkeiten ist zu groß. Sie bekommt eine in der richtigen Größe mit, muss aber nicht umpacken. Dann warten wir auf unseren Flug, der minimal verspätet abfliegt, aber pünktlich in Stockholm landet. Der Anschlussflug dort startet allerdings mit fast 30 min Verspätung. Hoffentlich bekommen wir dann in Frankfurt den ICE nach Ulm. Wir kommen fast pünktlich in Frankfurt und stehen um kurz vor 19:30 am Gepäckband. Auf der Anzeige dort steht: erwarteter Beginn in 25 min. Damit hat sich der Anschlusszug wohl erledigt, denn der fährt um 20:10. Wir warten und überraschenderweise geht es um 19:35 doch schon los mit dem Gepäck. Leider sind unsere Koffer auch nach längerem Warten nicht mit dabei. Cordula geht zur Gepäckermittlung und erfährt dort, dass das Gepäck direkt zum Fernbahnhof gebracht wird. Es ist genau 20:00. Dann also los: Cordula joggt voraus und ich nehme Samuel an die Hand und Lorena, die müde und völlig entkräftet ist, auf die Schultern. Samuel rennt fast die gesamte Strecke mit. Nur auf einer Rolltreppe gönnen wir uns eine Auszeit. Wahnsinn, Woche Energie Samuel hat, obwohl es schon so spät ist. Wir erreichen tatsächlich den Zug am Gleis, wissen aber nicht, wo unser Gepäck ankommt. Ich frage zwei Bahnmitarbeiter, die mich wieder nach oben in den langen Gang schicken. Ich jogge nach oben und laufe prompt am Eingang vorbei, da das Schild „Baggage Claim“ nur von einer Seite beschriftet ist. Sinnigerweise steht am Eingang auch noch „Vorübergehend geschlossen“. Es ist aber jemand da, den ich ansprechen kann und der wirklich freundlich Lufthansa-Mitarbeiter sagt mir, dass ich einfach warten soll. Mach ich. Es ist inzwischen 20:20 und Cordula schreibt mir, dass der Zug noch nicht abgefahren ist. Dann können endlich die Koffer – zumindest die ersten drei. Der große pinke fehlt. Ich bringe die drei Koffer zu Cordula und den Kindern und auf dem Weg zu ihr Fahrt unser Zug mit dem reservierten Plätzen um 20:22 ab. Ich gehe wieder hoch, warte noch ein paar Minuten bis endlich der pinke Koffer kommt und geht dann ins DB-Reisezentrum, um Plätze für den Zug um 20:51 zu reservieren. Jetzt läuft alles glatt. Zumindest bis wir im Zug sitzen und per Durchsage erfahren, dass es bei einem vorausfahrenden Zug Probleme gibt und wir über Darmstadt umgeleitet werden sollen. Egal, dann fahren wir halt über Darmstadt. Jetzt ist eine Verspätung auch schon egal. Am Ende fahren wir dann doch wie geplant und kommen um 23:10 in Ulm an. Wir laufen zu einem Taxi und sind um 23:40 daheim. Toll, wie die Kinder das mitgemacht haben. Es war ein toller Urlaub, den wir so nie erwartet hätten.
