Lorena steht um kurz vor 7:00 neben meinem Bett und weckt mich. Wir kuscheln und irgendwann will sie angezogen werden. Samuel wacht dann auch auf und Cordula gegen 7:30. Wir ziehen uns an und gehen zum Frühstück. Wir sind etwas in Eile, denn um 9:30 werden wir abgeholt zum Hundeschlittenfahren. Somit gl können wir das tolle Frühstück gar nicht richtig genießen: Lachs, Rentierbraten, Eier, Waffeln, Möhrenkuchen, Pralinen, Müsli, … Die Kinder trödeln etwas und Lorena ist sichtlich angeschlagen. Beide essen kaum etwas und wir gehen um 9:15 zurück zur Hütte. Zähneputzen, warm anziehen und los zum Shuttle-Bus, der uns zu den Hunden bringt. Wir bekommen noch warme Schuhe und Overalls zum Überziehen, Handschuhe und Mützen und sehen aus wie auf einer Antarktis-Expedition. In der Zwischenzeit werden die Hunde angeschirrt und dann geht es auch schon los. Die verschneite Winterlandschaft saust an uns vorbei. Der Schnee glitzert und die Hunde stinken manchmal. Wir sind etwas mehr als eine halbe Stunde unterwegs bis wir bei ein paar Hütten an einem See anhalten. Unsere Hundeführerin schürt in einer Hütte den Ofen an. Wir genießen erst die Winterlandschaft, streicheln die Hunde und gehen dann in die gemütliche Hütte (ähnlich einer Almhütte) zum Fika. Es gibt heiße Schokolade bzw. Tee und Zimtschnecken. Nach dem Snack geht es eine ähnliche Strecke zurück. An der Base angekommen, ziehen wir uns um und dürfen danach noch in einen Hundezwinger, in dem kleine Hunde sind. Samuel darf sogar einen in den Arm nehmen. Anschließend werden wir wieder in die Reindeer Lodge gebracht. Dort machen wir es uns in der Gemeinschaftshütte gemütlich und essen etwas. Lorena ist völlig erledigt und schläft eine Runde. Samuel spielt Schwarzer Peter mit Cordula. Gegen 16:30 gehen Cordula und ich in die Sauna. Lorena legt sich in die Hütte und Samuel spielt draußen im Schnee. Danach machen wir uns bereit für das Abendessen. Wir sind um 18:30 im Restaurant. Heute gibt es Rentier-Geschnetzeltes mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Die Portion ist nicht groß, aber wieder sehr lecker und wir können auch Nachschlag haben. Für die Kinder wird auf die Schnelle noch eine Portion Nudeln gekocht. Um 19:45 sind wir wieder zurück in der Hütte und machen die Kinder bettfertig. Samuel schläft schnell ein, aber es dauert bis 20:15 bis auch Lorena schläft. Wir packen noch ein paar Sachen zusammen und setzen uns dann mit einer Flasche Sekt in die Gemeinschaftshütte. Gegen 22:30 hören wir Stimmen von draußen und sehen Leute hektisch herumlaufen. Wir schauen raus und erkennen gleich den Grund dafür: Polarlichter. Ich hole schnell das Stativ und dann gehen wir raus auf den See. Dieses Naturschauspiel ist so unfassbar schön. Wie ein Flaschengeist ziehen sich die Lichtbänder in zartem Hellgrün über den ganzen Himmel. Hätte es nicht unter -15°, könnten wir hier ewig stehen. Komplett durchgefroren spülen wir noch ab und machen uns dann fertig fürs Bett. Um kurz vor 0:00 schlafen wir.
