Wir kommen wie geplant um 9:10 los und fahren zusammen mit Olga zum Ulmer Hauptbahnhof. Wir steigen aus und Olga fährt mit unserem Auto wieder heim. Im Bahnhof decken wir uns in der Bäckerei mit Verpflegung für den ganzen Tag ein. Der ICE kommt fast pünktlich (2 min Verspätung) und wir gehen im Zug zu unseren Plätzen.

Auf einem sitzt bereits eine ältere Frau, die wir erst einmal verscheuchen müssen. Sie war im falschen Wagen. Während der Zugfahrt essen die Kinder und wir spielen Quartett. Nebenbei fragt mich Samuel ein Loch in den Bauch: „Fährt der ICE auch über eine Brücke? Wir der nächste Tunnel ein kurzer Tunnel? Papi wie schnell fahren wir? Fahren wir sooooo schnell? Warum sind wir so weit oben? Wie kommen die Autos da hin? …?“ Wir kommen mit ein paar Minuten Verspätung in Frankfurt an und laufen dann eine Weile bis zum Check-in. Das erledigen wir selbst und „droppen“ nur noch unsere Koffer. Als ich danach auf dem Weg zum Wasser wegschütten gehe, sehe ich einen eigenen Security Check für Familien. Den nehmen wir und merken nach 5 min, dass das eine schlechte Wahl war. Es geht nämlich nur schleppend voran und so dauert es über 20 min, bis wir durchgecheckt sind. Wenigstens sind alle sehr freundlich. Alle außer Samuel, der mit seinem Mittagstief aufgrund der Müdigkeit (heute wach um 5:35) kämpft. Durch diese Verzögerung läuft bereits das Boarding und wir kommen gerade so als eine der letzten in den Bus zum Flugzeug. Wir fliegen mit ein paar Minuten Verspätung los. Im Flugzeug machen wir Mittagessen. Wir landen bei heiter bis wolkigem Himmel und 7° in Stockholm. Dort laufen wir zum Gate für den Weiterflug. Beim Boarding erfahren wir, dass es einen Flugzeugwechsel gab und wir andere Sitze bekommen haben. Wir wurden über das komplette Flugzeug verteilt. Ich sitze auf Platz 6A und Cordula mit den Kindern nach einem Platztausch wenigstens mit den Kindern zusammen ganz hinten auf 23CDF.

Das Flugzeug ist klein und eng mit den Triebwerken hinten an der Seite, aber der Flug ist überraschend ruhig. Wir landen in der Dämmerung um kurz vor 18:00 in Luleå, steigen aus und laufen bei leichtem Schneefall über das Rollfeld ins Flughafengebäude.


Das ist ein echter Provinzflughafen, aber es gibt einige Autovermietungen, die fast alle geschlossen sind – unsere (Hertz) auch. Als ich die Koffer vom Band hole, bekomme ich einen kleinen Schrecken: der schwarze Koffer, den ich als einen der letzten von Band nehme, ist gar nicht unserer. Er gehört einer Jana aus Ingolstadt. Während ich nach draußen gehe und den kleinen Parkplatz ablaufe, versucht Cordula über Facebook die Kontaktaufnahme. Nachdem ich draußen fertig bin, laufe ich noch durch die Ankunftshalle und werde tatsächlich noch fündig: im Windfang steht eine Frau mit zwei Kindern und unserem Koffer. Ich spreche sie mit „Jana!?“ an, aber sie heißt Tina. Jana ist ihre Schwägerin, die gerade das Auto holt. Glücklich tauschen wir die Koffer. Cordula hat auch eine Antwort über Facebook bekommen. Kurz danach öffnet dann der Hertz-Schaltet und wir bekommen den Schlüssel für unser Auto. Samuel geht mit mir zum Parkplatz, wo wir unseren Volvo XC90 aus dem Schnee ausgraben. Ob er irgendwelche Schäden hat, können wir nicht beurteilen. Dann steigen wir ein, holen Lorena und Cordula und fahren ca. 15 min durch die verschneite Landschaft zum Hotel Amber. Dort beziehen wir das kleine Zimmer und versuchen unsere völlig überdrehten Kinder nach dem kleinen Abendsnack ins Bett zu bekommen.

Um kurz nach 21:00 schlafen sie endlich. Wir räumen noch ein bisschen rum und schlafen gegen 23:00.
